Neulich in einem Berliner Restaurant….

Von | 27. November 2016

“Das „Nobelhart & Schmutzig“ ist derzeit eines der angesagtesten Restaurants, wenn nicht gar DER Szene-Laden Berlins. Und im neuesten Sterne-Restaurant hat man offenbar klare Vorstellungen von seinen Gästen. Ein Aufkleber an der Tür verbietet Kameras, Handys und Waffen. Seit Donnerstag klebt da noch ein viertes Logo mit drei durchgestrichenen Buchstaben, das besagt: Keine AfD!….” (hier)

8 Gedanken zu „Neulich in einem Berliner Restaurant….

  1. Zaungast

    Ist schon in Ordnung, wenn „Nobelhart & Schmutzig“ mich nicht als Kunden haben möchte. Ich muß ja nicht mein Geld dort ausgeben.

  2. Herzberg

    Inhaltlich kann man dazu stehen wie man will, schließt doch eine vom Standpunkt des Liberalen betrachtet schützenswerte Privatautonomie das Recht auf eine potentielle Dummheit mit ein.

    Bemerkenswerter in dem Zusammenhang ist die deutsche Judikatur, die einerseits das Hausrecht prinzipiell hochhält, andererseits auf ein plausibles Pacta sunt servanda verweist. War aber da nicht irgendwas Verkorkstes von wegen Antidiskriminierung im Zuge gewerblicher Tätigkeiten? (Siehe AGG §2.1.8 – “[Unzulässige Benachteiligung betreffend] den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen”)

    “Aus den Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), die im Zivilrecht den Schutz vor Diskriminierungen regeln, ergeben sich unter diesem Gesichtspunkt keine Beschränkungen bei der Ausübung des Hausrechts. Der Gesetzgeber hat nämlich bewusst davon abgesehen, das Diskriminierungsverbot auf Benachteiligungen wegen politischer Überzeugungen zu erstrecken.”
    — Bundesgerichtshof stärkt das Hausrecht von Hotelbetreibern

    AGG §1: Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

    Den Unterschied zwischen einer politischen Einstellung und einer nicht explizit unter Religion firmierenden Weltanschauung wollte schon Glenn Gould auf dem Klavier spielen können. Armes Deutschland.

  3. Fragolin

    Passt schon so. Die Toleranz- und Antidiskriminierungsplärrer sollen sich ruhig freiwillig die Gutmenschenmaske von ihrer widerlichen Fratze nehmen.
    1. Sollen sich die Echokammern der Bobos ruhig offen deklarieren, damit jeder Realitätsbetroffene diese Sammelbecken des Orchideenproletariats und der Egoliten meiden kann. Wie @Zaungast treffend schreibt: Sie müssen ja nicht um unser Geld buhlen, es reicht ja, dass die meisten der dort Verkehrenden eh die Rechnung mit unserem Geld bezahlen.
    2. Frage ich mich, wie sie dieses “Verbot” durchsetzen wollen. Parteibuchkontrolle am Eingang? Ein Fragebogen? Eine peinliche Befragung?
    3. Was machen die, wenn doch ein Gast konsumiert und beim Zahlen der Rechnung lächelnd sein AfD-Parteibuch zeigt? Anziegen? Ohne Bezahlen rauswerfen? Hausverbot erteilen? Hui, auf die Gerichtsverhandlungen bis zum EGMR freue ich mich schon!
    4. Ein Vorschlag noch an den Schuppen mit dem passenden Namen: Um den linksgedrillten Bobos ihrer Stammklientel aus der Schickeria-Szene noch tiefer in den steurgeldgemästeten Hintern zu krabbeln, wäre ein zusätzliches Schild mit vier durchgestrichenen Buchstaben angebracht. Dann freuen sich alle Freunde des palästinensischen Freiheitskampfes, des reinigenden Feuers in Israel und der weltweiten Ausbreitung der Friedensreligion und gleichzeit sehen alle, in wes Geistes Fußstapfen sich dieser Schuppen bewegt.

  4. Thomas Holzer

    So what?!
    Wo ist das Problem?
    Es sollte doch wohl wirklich jedem Privatem freigestellt sein, wen er als Kunden bedienen möchte oder eben nicht.
    Nicht der Aufkleber ist der Skandal, sondern die Gesetzgebung. Skandalös wäre es auch, würde die Staatsanwalt keine Ermittlungen aufnehmen, da lt. Gesetzeslage durch diesen Aufkleber eine Gruppe von Personen wegen ihrer Weltanschauung öffentlich verächtlich gemacht und in ihrer Würde herabgesetzt.
    Wäre ja endlich an der Zeit, daß “unseren “Politikerdarstellern die Dummheit ihrer eigenen Gesetzgebung vor Augen geführt wird.

  5. Gerald

    Einfach anzeigen und mit ihren eigenen idiotischen Gesetzen schlagen. Das ist genau jene Diskriminierung welche diese Leute die AfD bezichtigen.

  6. Falke

    Wie wollen denn die Restaurantbetreiber herausfinden, wer AfD-Anhänger ist? Letztere tragen ja wohl nicht das Parteiabzeichen auf der Stirn. Ganz abgesehen davon: Ich würde nie in ein Lokal gehen, das “Schmutzig” heißt 🙂 Nom en est omen, kann man da nur sagen.

  7. mariuslupus

    Soll es doch Genosse Schmutzig mit einen Aufkleber probieren, meinetwegen, keine Moslems, keine Asylanten.
    Die Reaktion, würde zuerst die Polizei kommen oder würden zuerst die Aktivisten die Spelunke demolieren ?
    Ausserdem, die Wahrscheinlichkeit sich eine ernsthafte Erkrankung in diesen Lokal zu holen, ist entsprechend dem ungewaschenen Out- und Infit der beiden Betreiber, als extrem hoch einzuschätzen.

  8. Gerald Steinbach

    Hoffe nach der Bekanntgabe das die Besitzer sogenannte Gutmenschen sind und gegen Rassismus..usw. sind auf einen mindestens 30 Prozentigen Geschäftsrückgang, aber in Berlin bei gefühlten 92 Prozent Antifaschisten wird’s dazu nicht kommen

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