Neulich in Pröllistan

“……Schon im Mai dieses Jahres hatte Herr Kostal Karten für das Gala-Konzert “That’s EntertainMENDT” von Marianne Mendt beim Jazzfestival im Festspielhaus gekauft. Erste Reihe Mitte, die Plätze 14 und 15. Ein Geburtstagsgeschenk. Doch am vergangenen Dienstag meldete sich eine Mitarbeiterin des Festspielhauses telefonisch bei Sabine Kostal: Man habe “die Anweisung erhalten, die Sitzplätze zu ändern, da Hr. Landeshauptmann Pröll die Vorstellung besuchen will”. Die Plätze in der ersten Reihe seien “seine”, weil “er diese immer in Anspruch nimmt”, wurde den Wiener mitgeteilt…..” (“Kurier“)

5 comments

  1. ricbor

    Als notorischer Piefke kann ich die Aufregung in diesem Fall nicht verstehen. Ist Österreich neuerdings nicht mehr dem Balkan zugehörig? Wurden die Allüren des abgeschafften Adels nicht gleichwertig und ohne Widerspruch durch die Exentrizitäten der Politiker ersetzt? Man kläre mich auf.

  2. Rennziege

    5. Oktober 2014 – 11:58 ricbor
    Die Allüren und Privilegien des Adels, damals unstreitig, sind vor dem Hintergrund der Zeit zu sehen, wie immer in der Geschichte. Doch der Adel hatte Maß, Stil und Geschmack — etwas, was man sich nicht kaufen kann. Und was der Nomenklatura Österreichs spätestens seit Kreiskys Tagen vollends abhanden kam.
    Seither, egal welcher Partei zugehörig, pflegt jedes Borstentier am Futtertrog die Louis-XV.-Maxime “Après moi le déluge”, versorgt sich und die Seinen mit Steuerzahlerpenunzen … und lacht sich tot über die Sintflut, in der minder fürstlich Versorgte ersaufen.

  3. Ehrenmitglied der ÖBB

    Da sind die NÖ wieder hinten! 🙂
    Zu Haider`s Zeiten wurde bei Veranstaltungen dieser Art IMMER ein Platz für den Herrn LH reserviert – egal ob er kam oder nicht.
    Das nenne ich weise Voraussicht oder auch sklavische Unterwürfigkeit?

  4. Marianne

    Von den zahllosen Bonzen-Privilegien ist das eines der unbedeutenderen. Bemerkenswert ist das Bekanntwerden. Noch dazu in einem Raiffeisen-Blatt. Und dann die ungeschickte Rechtfertigung, die lediglich ein Abputzen an einem Unterläufel war. Niemand glaubt wirklich, daß ein Pröll Karten für eine begehrte Aufführung ausdrücklich bestellen müßte. Mein Eindruck, der Stern des Super-Erwin ist ganz massiv im Sinken. Ob sich nach diesem Fiasko die Präsidentschaftskandidatur noch ausgeht?

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