Niemand macht so viele Fehler wie Merkel, niemand siegt so sicher

Von | 10. September 2017

” (A. UNTERBERGER) Es ist eigentlich unvorstellbar, aber dennoch sehr wahrscheinlich: Jene Frau, die so viel Unheil angerichtet hat wie kein anderer deutscher Bundeskanzler der Nachkriegszeit, hat beste Chancen, in wenigen Tagen überlegener Wahlsieger, wieder deutscher Regierungschef und damit mächtigster Politiker Europas zu werden. Das scheint nach dem einzigen direkten Duell mit dem sozialdemokratischen Herausforderer Martin Schulz schon so gut wie fix, auch wenn die Umfragen so viele Deutsche wie noch nie unentschlossen zeigen. Aber Angela Merkels Vorsprung ist so gewaltig, dass er nicht mehr einholbar sein dürfte. Wie konnte es dazu kommen?

Das hat mehrere Ursachen.

10 Gedanken zu „Niemand macht so viele Fehler wie Merkel, niemand siegt so sicher

  1. Der Realist

    Merkel hat bestimmt gravierende Fehler begangen, Herr Dr. Unterberger hat einige davon auch aufgelistet, aber welcher Politiker hat noch keine Fehler gemacht?
    Der beste Wahlhelfer Merkels ist allerdings Martin Schulz, der Paradeunsympathler, von den Medien voreilig als der Messias gefeiert, ist für die meisten Deutschen halt doch keine Alternative. Die alten Sozi-Themen, soziale Gerechtigkeit, Arbeitsplätze usw. sind den Bürgern zwar bestimmt wichtig, wahlkampfmäßig aber schon sehr ausgelutscht, zudem hat Deutschland hervorragende Wirtschaftsdaten, und die Deutschen wissen ganz genau, ohne Fleiß, kein Preis.
    Und dass man nur mit Show keine Wahlen gewinnt, weiß Merkel auch, vielleicht erzählt sie dies auch einmal ihrem österreichischen Kollegen, etwas mehr als einen Monat hat sie dafür noch Zeit.

  2. CE___

    Wie konnte es dazu kommen?

    Indem wahrscheinlich die 40% der prognostizierten CDU/CSU-Wähler immer noch glauben eine rechte, konservervative, christliche Partei zu wählen.

    Obwohl sie in realita schon längst innerlich zu einer grünroten-extremlinksaussen-Partei verkommen ist.

    Alte Gewohnheiten sterben langsam, durch den riesigen medialen Rückenwind den Merkel und ihre Partei geniesst, noch langsamer.

    Wenn man sich den von den Medien daraus gemachten “Skandel” über den Abgang der AfD-Weidel von einer ZDF-Talkshow ansieht, besser bezeichnet als einen ZDF-Freisler-Schauprozess, wird das ersichtlich:

    Alle reden über Weidel, aber der wirklich vollkommen untergehende Skandal liegt ja in dem unsäglichen 2-3 minütigem Gequatsche des CSU-Generalsekretärs (!!!) Scheuer davor.

    Was der da wort- und gestenreich von sich gab läuft in Essenz auf ein extrem-linksgrünes-anarchistisches “Legal, illegal, scheixxegal” hinaus.

    Kein Wunder das dem neben Scheuer stehenden Trittin das Lächeln eingeschlafen ist.

    Der dachte sich sicher: “Oje, Oje, bitte nein! Jetzt wildert die CSU so kurz vor der Wahl schon ganz offen im TV vor Millionen Zusehern in unserem linksextremgrünen Wählerrevier!”

    Kombiniert mit dem sprichwörtlichen Schlafmichel wird darauf als Ergebnis eine Wiederwahl Merkels.

  3. Christian Peter

    Schlimmere Zustände herrschen nur mehr in Österreich : Hier regiert die korrupte ÖVP seit 30 Jahren ohne Unterbrechung und wird höchstwahrscheinlich auch der nächsten Regierung angehören.

  4. Christian Peter

    Die Ursachen sind übrigens ganz andere : Nicht Wähler entscheiden Wahlen, sondern die Medien. Der öffentliche Rundfunk hat in Deutschland (sowie in Österreich) hat einen Marktanteil von über 50 %, der Rest verteilt sich auf ein paar Medienkonzerne wie Bertelsmann, Springer & Co, die ebenfalls regierungstreu berichten.

  5. Christian Peter

    In Deutschland würde es schon reichen, wenn alleine die Bild – Zeitung Stimmung gegen die Kanzlerin machen würde – in diesem Fall wäre die Zeit Merkels als Politikerin längt abgelaufen.

  6. AD

    @CP
    und wie lange stellt die SPÖ schon – nur mit sehr kurzer Unterbrechung – den Bundeskanzler??

    Medien bzw. Medienwirksamkeit mögen heute Wahlen beeinflussen, vielleicht entscheiden. Das sagt aber auch sehr viel über die Wahlberechtigten aus

  7. mariuslupus

    Was spricht für Merkel, warum wird sie wieder gewählt ?
    Die gute Wirtschaftslage wird von den Medien als Merkels Verdienst dargestellt. Die gute Wirtschaftslage gibt es trotz Merkel, und nicht dank Merkel. So schnell kann auch Merkel die Wirtschaft nicht demontieren. Aber, sie ist fleissig dabei. Energiewende, Kampagne gegen die Autoindustrie, angestrebte Planwirtschaft, Zinspolitik, Rettungspakete für Südeuropa, Russland-Sanktionen.
    Der von Merkel angezettelte Untergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland, hat eine Vorlaufzeit von einigen Jahren. Fraglich ist, ob dieser Trend noch umkehrbar sein wird.
    Tatsache ist, dass Merkel ohne die mediale Wahllokomotive bereits am Abstellgleis gelandet wäre.
    Die Medien haben es durch die uneingeschränkte Unterstützung Merkels verhindert, dass es in der CDU oder bei der FDP eine Alternative zu Merkel gibt. Merkel wird nach der Wahl die CDU, links von den Linken, positionieren.Aber die Wählerin will es so. Der Wähler auch.
    Warum Merkel als Rechtsbrecherin nicht wieder gewählt werden sollte, braucht an dieser Stelle, nicht noch einmal exemplifiziert werden. Wäre redundant und langweilig.

  8. Christian Peter

    @AD

    Über die Wahlberechtigten sagt das wenig aus (dass Menschen beeinflussbar sind weiß jeder, aus diesem Grund gibt es Werbung), aber sehr viel über die verheerenden politischen Zustände in Ländern wie Österreich und Deutschland, in denen weder Gewaltenteilung noch eine unabhängige Presse existieren (nicht umsonst wird die Presse die ‘vierte Gewalt’ genannt).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt

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