Nobelpreisträger: Die EZB als Pornoladen

“Everyday we read headlines on what the central banks are doing. But their policies don’t have any effect. They are just like treading water. All the central banks are doing is substituting one form of debt with another form of debt. They’re issuing short term debt and using it to buy long term debt. In finance, we tend to think that’s a neutral activity, even though those stimulus programs are huge. So basically, I think it means the business of central banks is like pornography: It’s not the real thing….” (hier)

8 comments

  1. Fragolin

    Naja, einen Unterschied gibt es schon: Manche Leute geben freiwillig Geld für Pornos aus, weil ihnen gefällt, was sie sehen. Die EZB bezahlen wir alle zwangsweise und anschauen mag sich das nicht mal der größte Sadomaso-Fan.

  2. Falke

    Der Autor beweist letztlich das, was sich jeder mit etwas Hausverstand selber vorstellen kann: wirtschaftliche und börsliche Entwicklungen kann man nicht voraussagen, daher sind auch “vorbeugende” Maßnahmen dagegen (oder dafür, je nachdem), nämlich genau das, was die EZB macht, sinnlos und kontraproduktiv. Aber dafür ist Draghi taub.

  3. Selbstdenker

    Die EZB dreht gerade ein Snuff-Movie mit fast 500 Mio Darstellern.

  4. Lisa

    Wieso konnten die sich plötzlich so selbstherrlich benehmen? Fürchten die nicht, dass sich die Menschen plötzlich nicht mehr um sie scheren?
    Ist die Angst der Bürger so gross, der Bancomat spucke irgendwann keine Noten mehr aus oder der Hypothekarzins erhöhe sich so dramatisch, dass man das Haus verkaufen muss? Mit Abwertung und Aufwertung von nationalen Währungen hat das ja einigemassen funktoniert und war für die Weltwirtschaft unbedeutend, ausser wenn es die USA betraf.

  5. dieter

    Eugene Fama ist ein unverbesserlicher Verblendeter.

    Die Häuserblase war vorhersehbar und wurde von vielen korrekt erkannt. Die Häuserpreise waren in den USA über 100 Jahre im Vergleich zum Einkommen sehr stabil. Ist auch logisch, da Hauskauf bzw. Miete den allergrößten Posten der privaten Konsumausgaben ausmachen. Der Spielraum für Preissteigerungen ist also stark begrenzt. Wenn Leute Häuser auf Pump kaufen, die sie in zehn Leben nicht abbezahlen können, dann ist das nunmal irrational.

    Famas Leugnung von Blasen ist ein Zirkelschluss auf Basis weltfremder Annahmen. Er unterstellt, dass jede vorhersehbare Blase durch gegenteilige Spekulation im Keim erstickt würde. Das unterstellt, dass die Skeptiker die finanziellen Mittel und Kenntnisse haben, spekulativ dagegen zu halten. Häuser werden nicht an der Börse gehandelt. Ein Haus kann man nicht leer verkaufen. Er unterstellt auch, dass manische Bullen und die konservativen, skeptischen Bären den gleichen Mut zum Risiko haben. Ich schätze die Skeptiker halten eher den Ball flach.

    Famas extremistische Variante der EMH ist letztlich eine nicht-falsifizierbare Vergötterung von Marktpreisen.

  6. dieter

    Fama und Zusanderung
    Fama behauptet, dass die aktuelle Zuwanderungs-Skepsis “verrückt” wäre und argumentiert mit dem kommenden Arbeitskräftemangel. Der wurde schon für das Jahr 2000 vorher gesagt und dann für 2010 ….

    Sollte dieser kommende Arbeitskräftemangel nicht durch steigende Löhne am effizienten Markt angezeigt werden? Ein einfaches, libertäres Einwanderungsmodell wäre eine Versteigerung bzw. Verkauf von Staatsbürgerschaften. Dass würde die aktuelle Zuwanderung aber fast komplett unterbinden. Wenn, dann kämen ganz andere Leute zu uns.

    Pensionisten brauchen zwar medizinische und soziale Betreuung. Sie brauchen aber keine neuen Häuser und Wohnungen, keine schulische Betreuung, sind recht genügsam und machen auch keine Probleme bzgl. Kriminalität. Letzteres bindet hohe staatliche Kosten und verursacht unermessliche Opportunitätskosten für den Rest der Gesellschaft. Eine alternde Gesellschaft mag fad sein, ist aber nicht so teuer wie man meint.

  7. gms

    Lisa,

    “Wieso konnten die sich plötzlich so selbstherrlich benehmen?”

    Selbstherrlich sind Zentralbanken schon aus ihrem ureigensten Wesen heraus. Das einzig Plötzliche hierbei ist die Tatsache, daß dies mitterdings auch Leute mitkriegen, die das Fiatmoney-Regime mit seinem allmächtigen Irrtumsmonopol im Zentrum nicht verstehen.

    “Fürchten die nicht, dass sich die Menschen plötzlich nicht mehr um sie scheren?”

    Die Antwort darauf steht und fällt mit der Einschätzung, was ‘sie’ beabsichtigten. Bislang hat das Treiben der Zentralbanken immer nur Wenige begünstigt, was wiederum das Urteil stärkt, dies war der Grund, weshalb Zentralbanken wider jede Vernunft überhaupt installiert wurden.

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