Nobelpreisträger warnt vor nächster Rezessoion

Von | 8. Dezember 2013

“…Während die einen (Ewald Nowotny) das “Ende der Rezession” verkünden, warnen andere schon vor der nächsten: Der frisch gekürte Nobelpreisträger Eugene Fama sieht wegen der anhaltend hohen Staatsverschuldung für das kommende Jahr das Risiko einer globalen Rezession. Aus Sicht der Finanzmärkte könnten die hoch verschuldeten Länder in Europa und die USA bald ihre Glaubwürdigkeit verlieren, sagte der Wirtschaftswissenschaftler am Samstag in Stockholm der Nachrichtenagentur Reuters. Sie könnten sich dann nicht mehr finanzieren. “Wenn es eine neue Rezession geben sollte, wird sie weltweit sein”, warnte er.” (hier)

6 Gedanken zu „Nobelpreisträger warnt vor nächster Rezessoion

  1. Gerhard Huemer

    Irgendwie können sie einem Leid tun diese Wissenschafter – denen geht’s schon wie den Politikern – müssen immer mehr auf Panik machen, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden ……

  2. gms

    Gerhard Huemer,

    Sie befleißigen sich, bezogen auf Eugene Fama, der Formulierung: “immer mehr auf Panik machen”.

    Daß Linken jeglicher Sinn für Maß und Ziel fehlt, ist nichts Neues unter der Sonne. Somit ist auch nicht verwunderlich, wenn die nüchterne Aussage “sehe das Risiko” zu einem Panik-Machen hochgejazzt wird. Wollen Sie uns zwecks gesteigertem Gaudium gnädig vermitteln, welchen Hyperlativ Sie gewählt hätten, portraitierte die “Presse” in Wort und Bild einen wild gestikulierenden und eine deftigere Wortwahl strapazierenden Menschen?

    Ganz unter uns im Privaten: Zwecks Festhalten an Victor Adlers Postulat wäre es ja auch verdammt verkehrt, als Linke nicht permanent jene anzupissen, die dem Irrtum der Massen Einhalt gebieten könnten, nicht wahr?

    “Lieber mit der Massen irren, als gegen die Mehrheit Recht behalten.” – Victor Adler, Mitbegründer der SPÖ.

  3. Thomas Holzer

    Unser noch nicht Nobelpreisträger Ewald Nowotny prophezeit genau das Gegenteil 😉

    “Lieber mit der Massen irren, als gegen die Mehrheit Recht behalten.” – Victor Adler

    Dies wird auch das demokratische Prinzip genannt 🙂

  4. gms

    Thomas Holzer,

    > Dies wird auch das demokratische Prinzip genannt

    Zu Adlers Zeiten hieß das Sammelbecken für Sozialdemokraten und Revolutionäre Sozialisten noch “Sozialistische Partei Österreichs”, die Umbenennung in “Sozialdemokratische PÖ” erfolgte erst 1991 — historisch betrachtet also erst gestern.
    Nachdem in unseren Breiten die Vorsilbe “sozial-” aus den Mündern der handelsüblichen Gerechtisten sowieso ein aufgelegter Kontraindikator ist, erklärt sich damit auch die Umkehr des Diktum Adlers und der wahre Charakter von “sozialdemokratisch” -> “Die Masse muß mit der SPÖ irren.”

    Direktdemokratische Elemente nennenswerter Art kann es daher mit “Sozialdemokraten” niemals geben, würde andernfalls — von wegen Panik — sofort der Pöbel jegliche Kultur aus diesem Lande spülen. Frei nach Adler: “Die Masse muß mit der SPÖ paniken, und sonst mit niemandem.”
    Und so kommt es, daß ausgerechnet ein Vertreter der Großmeister im Hyperventilieren und öffentlichem Austragen von Empörungsschwangerschaften hierzublogs Panikmache festhalten will. Putzig, echt putzig, diese Soooozialdemokraturisten.

  5. Thomas Holzer

    @gms
    Verzeihung, kleine Korrektur!
    Bis 1934 hießen die Sozialisten in Österreich: Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP)
    welch brüderliche Ähnlichkeiten 😉

  6. Stefan Wehmeier

    “Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde”: von der Zeit an sitzt der Reiche im Himmel und der Arme liegt auf der Erde.

    (Alte jüdische Weisheit)

    “Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten”, glaubt das Volk, und fragt immer wieder die hohe Politik, mit welcher Finanz- oder Wirtschaftspolitik die “Finanzkrise” zu beenden sei. Die dummen Antworten der Politiker werden immer erst im Nachhinein als solche erkannt – was das Volk nicht davon abhält, weiterhin dumme Fragen zu stellen. So fragen jene, die sich haben einreden lassen, die “Finanzkrise” sei (fast) schon beendet, mit welcher Finanz- oder Wirtschaftspolitik die “Staatsschuldenkrise” zu beenden sei.

    Das erkenntnistheoretische Problem besteht darin, dass eine intelligente Frage nur stellen kann, wer den Großteil der Antwort schon kennt. Die erste intelligente Frage lautet: Warum glauben die Politiker, es könnte in “dieser Welt” eine wie auch immer geartete Finanz- oder Wirtschaftspolitik geben, mit der sich die “Finanzkrise” (globale Liquiditätsfalle) überwinden ließe? Antwort: Wenn nicht einmal die “Experten” der Zentralbanken wissen, was Geld eigentlich ist,…

    Geld-Geldmengen-Geldillusionen

    …verstehen es die “Spitzenpolitiker” noch viel weniger:

    Schuldenbremse und Wachstum?

    Zweite intelligente Frage: (Abgesehen davon, dass sie sich von den Dümmsten regieren lässt) – wie kann eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt (und in “God´s own country” schon wieder einstellen musste), so dumm sein, Massenarmut, Umweltzerstörung, Terrorismus und Krieg in Kauf zu nehmen und heute vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte stehen, obwohl schon seit über einem Jahrhundert das Wissen zur Verfügung steht, um in allgemeinem Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau in einer sauberen Umwelt und selbstverständlichem Weltfrieden zu leben?

    Antwort: Eine Menschheit, die sich einreden lässt, das Paradies sei ein “Obstgarten” und verbotene Früchte müssten wohl auf “Apfelbäumchen” wachsen, muss leider bis zum Jüngsten Tag warten, um aus dem “Programm Genesis” in die Realität entlassen zu werden:

    Einführung in die Wahrheit

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