Noch vier Jahre Merkel?

Von | 21. Mai 2017

“….Die Bundeskanzlerin eilt in den Umfragen ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz davon. In einer Umfrage ist sie gar die beliebteste Politikerin. Ob diese Stimmung anhält, entscheidet auch ein anderer Politiker…..” (hier)

18 Gedanken zu „Noch vier Jahre Merkel?

  1. Fragolin

    Es ist erstaunlich. Ich bin oft in Deutschland, und wann immer man mit Menschen ins Gespäch kommt, haben alle den Kanal voll von Merkel, von Gabriel, von Roth. Man findet kaum noch jemanden, der Schwarz, Rot oder Grün noch irgend eine positive Eigenschaft zugesteht. Keiner will die mehr und keiner will die wählen.
    Trotzdem fliegt Merkel von einem Beliebtheitshoch zum nächsten und bekommt den Wahlsieg von Mal zu Mal höher prognostiziert. Das hat schon etwas Surreales, das riecht nach DDR und Aktueller Kamera, wo 99,98% der Menschen angeblich begeisterte Fans das Dachdeckers waren, auch noch als Hunderttausende bereits gegen die Bonzen auf die Straße gegangen waren.
    Es passt einfach nichts mehr zusammen. Die Stimmung unten und die Jubelzahlen von oben.
    Das Volk scheint aber schon zu satt zu sein, um noch aus dem Sessel zu kommen.
    Also noch vier Jahre Merkel, und damit wohl jedes Jahr eine Million Neuansiedler. Und täglich die Meldungen vom großen Jubel über Merkel, von dem sich jeder, der es liest, fragt, warum nur er selbst keine Merkel-Fans in seinem Umfeld kennt, wo es doch so viele davon gibt. Und jeden Tag leiser fragt, denn die Stasi horcht mit…

  2. mariuslupus

    @Fragolin
    Es kommt auf die Auswahl der Geschäftspartner. Überwiegend habe ich eine andere Erfahrung machen müssen. Die Merkel – Aotheose geht weiter. Das Risiko einer ungewissen Veränderung mach Angst, und ängstliche Leute ziehen dass dasein in einen behüteten Lager dem Ausbruchsversuch vor. Man hat sich arrangiert und wird wieder Merkel wählen. Jede Stimme für Schulz, für die Linken, für die Grünen ist eine Stimme für Merkel, 80% sind ihr sicher.

  3. Christian Peter

    Auf bezahlte Meinungsumfragen würde ich keinen Pfennig setzen, allzuoft liegen diese völlig daneben. Man kann nur hoffen, dass Deutschland 16 Schreckensjahre Merkel erspart bleiben, auch wenn der Kanzler zwischenzeitig Martin Schulz heißen sollte.

  4. Falke

    Es ist eine reine Präferenz für das kleinere Übel. Oder, anders betrachtet: Merkel ist übel, aber – zumindest derzeit und für die Mehrzahl der (nichtdenkenden) Bürger – erträglich. Wer weiß, was uns unter Schulz erwartet? Also lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Ganz abgesehen davon, dass Schulz – meiner Empfindung nach, die fast alle meine Bekannten und Verwandten (ich habe auch sehr viele davon in Deutschland) ebenfalls teilen – auch persönlich ein unsympathischer Kotzbrocken der Sonderklasse ist.

  5. sokrates9

    Merkel hat es in erprobter DDR Manier geschafft alle anderen zu eliminieren und somit keine Alternativen zu bieten. Inwieweit bei der AFD nachgeholfen wird dass die nicht Tritt fassen ist mir im Detail nicht bekannt, nur da die NPD derartig unterminiert wurde dass man sie nicht einmal verbieten konnte lässt schon diverse Schlüsse zu. Auch die Pegida wurde ja mit geballter Medienunterstützung de facto eliminiert!

  6. wbeier

    @sokrates
    Bitte vergessen sie nicht, dass wir uns in einer Situation des subtilen Totalitarismus befinden, der sich zweierlei perfektionierter Kunstgriffe bedient: Erstens der Vorgaukelung demokratischer Verhältnisse und zweitens in direktem Zusammenhang damit die Gewährung eines bestimmten Freiraumes für Kritiker und Dissidenten. Sie kennen sicher den Begriff der kontrollierten Opposition als nötiges Ventil für Unzufriedene und intelligente Systeme lassen diese zu oder schaffen sie gar selbst. Pegida zähle ich dazu – klein gehalten, lokal begrenzt, wenig wirksam und immer wieder brauchbar, um es als Inbegriff von Dunkeldeutschland vorzuführen. Wie praktisch.

  7. Mona Rieboldt

    Die Frage ist erst mal, wer geht wählen? Das ist mehrheitlich Mittel- und Oberschicht, denen geht es unter Merkel wirtschaftlich gut. Und das ist entscheidend, auch dann wenn man Merkel nicht mehr sehen kann. Dazu kommt, dass der Asylparagraph nochmal verschärft wurde, was der CDU zugute kommt.

    Niemand will Rot-Rot-Grün, was gerade die Saarland-Wahl deutlich gezeigt hat. Schulz hatte aber mitgeteilt, er wollte auch mit den Linken regieren. Schulz redet viel, sagt aber nichts. Und das Thema Gerechtigkeit ist langweilig, das zieht auch nicht. Und die angeblich Abgehängten, die Unterschicht geht meist gar nicht wählen.

    Was die AfD angeht, die nur noch einstellig ist, wurde sie durch Petry und ihren Mann Pretzel in Streitereien verwickelt. Dann wollen sie den und den anderen aus der Partei ausschließen, was aber von den anderen Mitgliedern nicht gewollt ist. Die Streitereien in der Partei schrecken Wähler ab. Anstatt vor der Wahl Einigkeit zu zeigen, fangen Bonny und Clyde an (Ehepaar Petry/Pretzel) die AfD zu “beschießen”.

  8. Christian Peter

    @Mona Rieboldt

    ‘Mittel- und Oberschicht geht es unter Merkel gut’

    Sie träumen wohl, gerade Mittelständler und Spitzenverdiener laufen in Scharen zur AfD, was logisch ist, denn diese werden als Nettosteuerzahler als allererste für die verantwortungslose Politik der Pastorentochter Merkel zur Kasse gebeten. Von der mittelstandsfeindlichen Wirtschaftspolitik der korrupten CDU/CSU einmal ganz zu schweigen.

    https://sciencefiles.org/2016/01/14/den-etablierten-parteien-laufen-die-hochgebildeten-davon/

  9. Mona Rieboldt

    C. P.
    Sie liegen meist weit daneben, auch was Schulz angeht. Würde die Mittel- und Oberschicht “scharenweise” zur AfD gehen, wären die nicht einstellig bei 7-8 %. Und wäre dem so, wie Sie behaupten, woher kämen dann die Stimmen für die CDU, die zur Zeit weit vorn liegt?
    Sie wollten auch schon wissen, dass Schulz Merkel ablöst. Aber leider haben Sie keine Ahnung von der Mentalität der Deutschen. Das haben hier viele nicht, nur Vorurteile.

  10. Christian Peter

    @M.R.

    ‘Würde die Mittel- und Oberschicht scharenweise zur AfD gehen, wären die nicht einstellig bei 7-8 %’

    Verstehen den Zusammenhang nicht, es liegt auf der Hand, dass Parteien der Mittel- bzw. Oberschicht eher geringen und Parteien der Unterschicht eher großen Zulauf haben. Ehemals wählte diese Klientel FDP, heute laufen diese scharenweise zur AfD.

  11. Der Realist

    @Mona Rieboldt
    die Deutschen sind eben mehrheitlich klug genug, sich ihr erfolgreiches Land nicht von einem Ungustl zerstören zu lassen, natürlich gibt es auch dort Ahnungslose und ideologisch Verbohrte, viele davon auch mit beschränkter intellektueller Kapazität, mit solchen braucht man gar nicht erst zu diskutieren.

  12. Mona Rieboldt

    Der Realist
    Die Leute, die zur Wahl gehen, haben auch Merkel satt. Aber immer noch besser Merkel als Schulz, der mit der Linkspartei koalieren will. Schulz, Linkspartei und Grüne wären der Niedergang der Wirtschaft. Venezuela ist ein gutes Beispiel, wie man sozialistisch ein Land ruinieren kann.

  13. Christian Peter

    @Der Realist

    ‘Deutschland, ein erfolgreiches Land’

    Die Frage lautet : Wie lange noch ? Der deutsche Steuerzahler trägt alleine aus den Target2- Salden Risiken von knapp 1 Billion Euro. Scheiden einzelne Länder aus dem Euro aus oder zerbricht das gesamte Eurosystem (was Experten für gar nicht so unwahrscheinlich halten) ist Deutschland über Nacht Pleite. Ganz zu schweigen vom maroden Finanzsystem, von dem aufgrund einer völlig verfehlten Politik nach wie vor gewaltige Risiken ausgehen.

  14. Wanderer

    Meine deutschen Arbeitskollegen und Bekannten sind allesamt Techniker und Merkelwähler. Fleißige und fachlich gute Leute, die sich eine engere europäische Kooperation wünschen, auf England schimpfen und in der AfD das absolute Böse sehen.
    Die Völkerwanderung würden sie notfalls auch alleine managen, wenn die kleinen Osteuropäer nicht mitziehen. Das wären sie Europa nach 1945 einfach schuldig. Bismarck ist einigen ein Begriff, aber zeitlich nicht einstufbar. Zwischen ihm und Karl dem Großen ist historisches Wissen nur fragmentarisch vorhanden. Warum sollten die nicht CDU wählen?

  15. mariuslupus

    Warum überhaupt diese Diskussion über austauschbare Köpfe, ähnliche Visage, die selbige Ideologie innen. Absolut redundant. Ob S. oder M. , der Inhalt ist SED, eine links-linke-Parlamentsmehrheit, und Regierung. Wer meint, dass Merkel als Linke ohne die Unterstützung der anderen Linken regieren kann und will, ist ein Realitätsverweigerer und Fantast.

  16. Thomas F.

    Wie würde die CDU erst abräumen, wenn sie Merkel durch jemand halbwegs akzeptablen ersetzen würde…

  17. Christian Peter

    @Thomas F.

    Idealerweise einen wie Erich Honecker, der konnte in der DDR bei Wahlen regelmäßig mehr als 90 % der Stimmen auf sich vereinigen.

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