Nullzinsen: Deutscher Top-Banker warnt vor Finanzkollaps

Von | 6. Oktober 2016

“Oswald Grübel, ehemals Vorstandschef von Credit Suisse und UBS, fürchtet, dass die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken in einem gewaltigen Crash an den weltweiten Finanzmärkten münden wird. “Der Zusammenbruch dieser Politik wird kommen. Denn wirtschaftlich ergeben Nullzinsen keinen Sinn”, sagte er dem manager magazin. Die Bevölkerung werde irgendwann das Vertrauen in Währungen und Zentralbanken verlieren. In der Folge würden die Zinsen rasant steigen, professionelle Investoren ihre Anleihen losschlagen, aber keine Abnehmer mehr finden, da die Banken wegen zu hoher Kapitalvorschriften als Käufer ausfielen…..” (hier)

9 Gedanken zu „Nullzinsen: Deutscher Top-Banker warnt vor Finanzkollaps

  1. wbeier

    Was reitet solche Fachleute immer wieder die Immobilie als verlässliche Anlage zu empfehlen? Übersieht er die bei Geldentwertung zusammenbrechende Validität und die damit einhergehende Entwertung der Immobilie durch Marktschwemme? Übersieht er die Immobilität der Immobilie, die sie zum leichten Opfer von staatlichen Zugriffen bis zur Zwangshypothek oder gar Enteignung machen?

  2. Fragolin

    Eine Immobilie ist nur dann eine Anlage, wenn man darin wohnt – sie wirft zwar keine Gewinne ab, ganz im Gegenteil muss man ständig in Sanierung und Reparatur investieren, wenn man keine Ruine haben möchte, aber man kann damit vorbeugen, unter der Brücke zu landen. Sicher durch eine Krise gibt es nicht, aber es gibt Sachwerte, die eine höhere Chance haben, überhaupt noch einen Wert zu besitzen, als Bargeld oder Konten. Den Wert von Geld kann man auf Null setzen, den Wert von Gold und Silber oder allem, was man tauschen kann, aber nicht. Wenn meine Papierlappen mit dem Copyright-Zeichen keinen Wert mehr haben, gibt mir der Bäcker aber sicher noch ein Brot für einen Silberling oder eine Flasche Wein oder eine Schachtel Tschick oder…
    Lieber eine Sache mit halbiertem Wert als einen bunten Lappen komplett ohne.
    Wer glaubt, als kleiner Angestellter oder EPU sich mit fetten Gewinnen durch eine Krise investieren zu können, dem ist nicht zu helfen. Und wer richtig fette Kohle hat, schafft die aus der EU.

  3. Christian Peter

    Was sollte die EZB anders tun, schließlich versucht diese verzweifelt, den Euro zu retten ? Selbst Anleihen von Unternehmen werden von der EZB mittlerweile in großem Stil aufgekauft. In wenigen Jahren wird das Spiel aus sein und die Interventionen der EZB werden nichts mehr bringen : Das Ende des Euro wird früher oder später unweigerlich kommen. Dies erwartet auch der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz : ”Die Eurozone in ihrer heutigen Form wird zerbrechen.”

    https://www.welt.de/wirtschaft/article158574990/Star-Oekonom-erwartet-den-Euro-Austritt-Italiens.html

  4. sokrates9

    Zinsen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Wirtschaftssystems !Anscheinend sind die europäischen Volkswirte bei ihrem Studium über der Lektüre von Marxismus – Leninismus – und diese haben sie auch nicht verstanden – nie hinausgekommen!

  5. Falke

    @sokrates9
    Ich fürchte fast, die angesprochenen Volkswirte haben eher den Koran gelesen oder – noch schlimmer – bereiten die Gesellschaft auf die baldige Herrschaft des Islams vor; bekanntlich verbietet der Islam die Gewährung und Einhebung von Zinsen.

  6. sokrates9

    Falke@ Sie könnten Recht haben! der Volkswirtschaftliche erkenntnisgewinn des Koran ist eklatant hoch und letztendlich kann man nichts machen, Allah regelt ohnehin alles 🙂

  7. Christian Peter

    @sokrates9

    Nicht die EZB ist das Problem, sondern die Politik, trotzt widrigster Umstände an der Gemeinschaftswährung festzuhalten. Man bräuchte bloß den Währungsverbund aufzulösen, dann wäre der Spuk rund um planwirtschaftliche Maßnahmen der EZB zu Ende und jedes Land wäre wieder selbst für seine Geldpolitik verantwortlich.

  8. Johannes

    Ich glaube Oswald Grübel hat in vielem Recht, nur in einem liegt er meiner Meinung nach stark daneben, der echte Crash wird so verheerend sein das Massenverelendung möglich ist und zwar mit allen ihren Begleiterscheinungen.
    Da sehe ich Gefahren im zwischenstaatlichen Bereich als Quelle neuer Kriege auf Kontinenten wo nie wieder Krieg die wichtigste Lehre war.
    Auch glaube ich kann niemand die Auswirkungen ermessen welche durch einen damit verbundenen Einbruch der chinesischen Wirtschaft möglich wären.
    Die große Krise wird die Welt erschüttern, die Folgen sind unvorhersehbar für den Weltfrieden.
    Aber eines ist klar Gewinnler wird es immer geben, die Frage ist nur ob sie noch Gelegenheit haben werden den Reichtum zu genießen.

  9. wbeier

    Johannes 22:40
    >der echte Crash wird so verheerend sein das Massenverelendung möglich ist und zwar mit allen ihren Begleiterscheinungen.<
    Yess, und dann wird es so richtig kuschelig im kulturbereicherten Europa.

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