“Nur ein toter Jude ist ein guter Jude”

“……In Zürich findet am Freitagabend eine bewilligte Kundgebung für Palästina statt, zu der verschiedene Organisationen aufrufen, darunter der radikale Islamische Zentralrat Schweiz, der in einem am Mittwoch an seine Sympathisanten verschickten SMS die «Mobilmachung für Gaza» ausrief. Auf mehreren Facebook-Seiten wird für die Teilnahme an der Demo geworben. Die Kommentare, die Palästina-Sympathisanten auf den Seiten posteten, strotzen vor antisemitischen Äusserungen: «Nur ein toter Jude ist ein guter Jude», «die einzige Medizin gegen Juden war Adolf Hitler», «wir müssen die Juden ausrotten», «vergasen», heisst es unter anderem. ” (hier)

2 comments

  1. Der Couponschneider

    Ich vernehme einen Anstieg von latenten und offenen Antisemitismus sogar in den Leitmedien. Ich erinnere mich noch gut an das Möllemann-Friedman-Scharmützel. Damals war man recht kritisch und das völlig zurecht. Heute aber wird ein Jakob Augstein vor dem meines Erachtens berechtigten Antisemitismusvorwurf in Schutz genommen.

    Ich habe darüber schon vor anderthalb geschrieben: http://couponschneider.blogspot.de/2013/01/doppelter-standard-bei.html

    Ich finde es schlimm, dass wir das miterleben müssen. Wegen toter Juden Sonntagsreden halten, Sonntagsreden auf die Demokratie halten, aber wenn wirklich Haltung gefordert ist, dann lässt man man die einzige Demokratie und den einzigen Rechtsstaat im Nahen Osten in Stich und dessen mehrheitlich jüdische Bevölkerung spricht man faktisch das Existenzrecht ab, denn nichts anderes ist es, wenn man jemanden das Recht auf Verteidigung abspricht.

  2. Der Couponschneider

    Da fällt mir ein, dass ich regelmäßig bei SPON meinen Unmut äußere über die Berichterstattung bzgl. Israel und Palästina. Natürlich pro-israelisch, gut begründet und auch nie ausfallend. Meine Beiträge kommen nicht durch die dortige Zensur und das stinkt mir gewaltig. Ich finde es besorgniserregend, wie stark sich der latente Antisemitismus heute gibt, selbst bei Akademikern, wo man eigentlich annehmen müsste, dass sie eher zur kritischen Selbstreflexion fähig sind.

    In dem Artikel http://www.spiegel.de/politik/ausland/gaza-menschen-leiden-unter-angriff-von-israel-luftwaffe-a-981598.html macht sich der Spiegel – meines Erachtens – zum Handlanger der palästinensischen Propaganda. Rührselige Fotos mit Kindern zeigen Wirkung. Wenn Terroristen irgendwo was hochgehen lassen, würden solche Bilder nicht gezeigt, aus vermeintlicher Rücksichtnahme auf die Opfer. Sowas darf professionellen Medien einfach passieren. (Den Spiegel kaufe ich schon lange nicht mehr.)

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .