Nur zur Erinnerung…

Von | 10. März 2017

Es ist offenbarer Widersinn, die sich immer mehr und mehr ausbildende Einheit der Weltwirtschaft in kleine möglichst autarke nationale Wirtschaftsgebiete zu zerschlagen. Aber man kann die nationalistische Absperrungspolitik nicht dadurch überwinden, dass man an ihre Stelle die Absperrungspolitik eines grösseren Staatsgebildes, das verschiedene Völker zu einer politischen Einheit zusammenfasst, setzt. Das einzige, was die Schutzzollpolitik und die Autarkiebestrebungen überwinden kann, ist die Erkenntnis ihrer Schädlichkeit und das Verständnis für die Interessensolidarität aller Völker. (Ludwig von Mises, * 29. September 1881 in Lemberg; † 10. Oktober 1973 in New York)

6 Gedanken zu „Nur zur Erinnerung…

  1. Fragolin

    Das würde nur stimmen, wenn alle Völker gleiche Bestrebungen und Interessen hätten. Haben sie aber nicht. Deshalb funktioniert das nicht.

  2. Thomas Holzer

    Es geht nicht um Völker, sondern um Individuen, diese Kaufen und Verkaufen.
    Völker und deren Politikerdarsteller versuchen, Illusionen zu verkaufen, das ist aber auch schon alles; leider aber immer wieder mit tödlichem “Erfolg”

  3. sokrates9

    Es sind nicht Völker sondern Ideologien die hinter den Kauf / Verkaufhandlungen stehen! Und die haben andere Ziele!

  4. Christian Peter

    Mittlerweile weiß man, dass sich Mises irrte. Er vor kurzem wurde eine Studie publik, die zum Ergebnis kam : Handelsliberalisierung der vergangenen Jahrzehnte bremste das globale Wirtschaftswachstum. Auch die Erfahrungen in Europa sind eindeutig : 25 Jahre nach Einführung des Binnenmarktes steht halb Europa vor dem wirtschaftlichen Ruin.

    http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/neues-deutschland-Oekonom-Podkaminer-Freihandel-und-Globalisierung-haben-das-globale-Wirtschaftswachstum-verlangsamt-1001525939

  5. Falke

    Völker haben nun einmal verschiedene Interessen – wirtschaftlich und politisch. Wobei diese Interessen keinesfalls immer jene sind, die von den Politikern vertreten werden; einschlägige Beispiele muss ich ja wohl nicht extra anführen. Daher kann eine EU auch nicht als “Bundesstaat” nach dem Vorbild der USA funktionieren (den die EU-Freaks ja anstreben), sondern als lockerer Verband, in dem ausschließlich die gemeinsamen Interessen gelten und ansonsten die nationalen Eigenheiten und Wünsche respektiert und anerkannt werden – und zwar diejenigen der Bevölkerungsmehrheit, nicht jene, die die Politiker vorgeben.

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