Obamas neuer, übler Verbündeter

Von | 21. Juni 2014

“Das amerikanische Bemühen, den Iran als Partner im Kampf gegen die Isis zu gewinnen, ist ein großer Fehler. Denn in Wahrheit spielt das Regime eine zentrale Rolle bei der Destabilisierung der Region…..” (hier)

6 Gedanken zu „Obamas neuer, übler Verbündeter

  1. aneagle

    Soviel zu der in Europa weit verbreiteten Ansicht, der einzige Unruhestifter der Region sei Israel. Wenn dieser erst endlich durch die Friedensmächte des Westens, vermehrt um den besonders friedfertigen Putin, reglementiert ist, wird ein nahöstlicher Frühling durch die Region ziehen, es werden Herden von Löwen mit den Schafen lagern und ewiger Friede wird Pakistan Afghanistan Tschetschenien, den Jemen, und das mit Ägypten vereinte demokratische Palästina durchziehen

    Eine ähnlich romantisierende Realitätssicht hat auch der außenpolitisch immer noch (wie lange noch?) unerfahrene, untalentierte Mister Obama.
    Dies, obwohl er von Netanyahu, der es besser weiß, schließlich muss er in der Region (über)leben, vor jedem seiner Fettnapfschritte ausführlich gewarnt wird. Jetzt ist dem Obama der rechthaberische Warner mit seinen realistischen Ansichten, halt unsympathisch.
    Aber Hoffnung naht: Der lästige Präsidentenjob ist bald vorbei, ev. kann man in Europa lange genug streiten und dann Mister Obama als Kompromisskandidat statt “Jucker oder niemand” für den EU Kommissionspräsidenten aufstellen, da fallen seine Fehlleistungen niemandem auf.
    Und der Islam kann, ohne Einmischung lästiger Wichtigtuer, in aller Ruhe seinen Religionsstreitigkeiten frönen, was er eigentlich ohnehin seit langer Zeit macht.

  2. aneagle

    SORRY,
    bei der Aufzählung fehlen Dafur, Syrien, VAE, Saudi Arabien, der Iran und der Irak, sowie der multikonfessionelle Libanon, um nur die wichtigsten zu nennen

  3. cmh

    Es kann schon sein, dass einem in der Aussenpolitik Werte hinderlich sind. Aber dann sollte man nicht im Namen der Werte in den Krieg ziehen.

    Und wenn man schon in Namen der Werte in einen Krieg gezogen ist, dann sollte man bis zum bitteren Ende zu seinen Werten stehen.

    Aber das haben die Amis sehr oft nicht getan.

    Im Ersten Weltkrieg haben sie bei der Vernichtung der Donaumonarchie das Selbstbestimmungsrecht der Völker (Deutsche sind auch ein Volk) nicht mehr beachtet.

    Im Ersten Irakkrieg haben sie ihre iraqischen Verbündeten in den Sumpfgebieten verraten.

    Deswegen liebt man sie auch so.

  4. Reinhard

    Die Amerikaner sind und waren nie sehr zimperlich, aus Verbündeten Feinde zu machen und aus Feinden Verbündete – wie es gerade in den Kram passt. Meine Oma selig brachte es auf den Punkt: “Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!”
    Bei der Auswahl ihrer Freunde beweisen sie auch immer wieder ein glückliches Händchen: gegen Hitler half stalin, gegen Breshnew ein bin Laden, gegen Khomeini der Herr Hussein.
    Für Verbündete liefert das allerdings erkenntnisreiche Beispiele, wie mit ihnen verfahren wird, wenn man sie nicht mehr braucht. Die Genannten mutierten mit dem Moment des Wegfalls ihres Nutzens automatisch zu Todfeinden…

  5. Clemens Pelz

    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Die Amis suchen sich ihre Verbündeten auch so aus, wie es ihnen gerade passt. Vor allem sorgen sie aber dafür, dass die Region immer instabil bleiben wird. Sonst könnten sie ja niemals profitieren.

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