ÖBB: Geld spielt keine Rolle

Von | 15. Januar 2014

“Kann es sein, dass die Bahn auf Basis viel zu optimistischer Verkehrsprognosen 60 Milliarden Euro in praktisch nichtexistente Verkehrsachsen investiert? Ein internes ÖBB-Papier zeigt: Es sieht ganz danach aus.” (hier)

6 Gedanken zu „ÖBB: Geld spielt keine Rolle

  1. Thomas Holzer

    Sicherlich! Zahlt ja eh nur der Steuerzahler. Einen größeren Schwachsinn als den Koralmtunnel gibt es derzeit in der sog. Infrastrukturpolitik in Österreich nicht.

  2. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Das wichtigste Wort ist “derzeit”.
    Die österreichische Infrastrukturpolitik ist gekennzeichnet von Zögern, Zaudern und Verhindern. Es wird so lange gewurschtelt, bis das Projekt überteuert und sinnlos geworden ist. Und dann, das ist der größte Clou, wird es mit politischem Druck durchgesetzt.
    Die Nord-Süd-Achse samt Semmering- und Koralmtunnel hätte vor 30 Jahren fertig sein müssen. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs hätte eine schnell anbindbare Trasse existiert, die Österreich hohe Transiteinnahmen hätte bringen können. Hätti wari. Wie immer: verpennt.
    Heute, also “derzeit”, bringt’s nichts mehr. Bedanken dürfen wir uns dafür aber auch bei den Verhinderern.
    Trotzdem glaube ich bis heute, dass jeder in Infrastruktur für die Zukunft investierte Euro besser ausgegeben ist als die jährlichen Milliardenzahlungen für frühpensionierte Spaziergänger…

  3. Thomas Holzer

    @Reinhard
    “…………….dass jeder in Infrastruktur für die Zukunft investierte Euro besser ………..”

    Sicherlich nicht; nur weil frühpensionierte Spaziergänger finanziert werden, ist es nicht sinnvoll, als “Ausgleich” sinnlos Milliarden in anderen Projekten zu verheizen

  4. Reinhard

    @Thomas Holzer
    So meine ich das doch gar nicht. Ich weiß nicht, wo Sie das herauslesen. Für mich birgt einfach jeder in die Zukunft investierte Euro zumindest eine Chance, derweil jeder der Vergangenheit nachgeschmissene sinnlos verheizt ist. Wir verzichten aber lieber auf den Bau einer Brücke, selbst wenn sie brauchbar wäre, nur damit kein Pensionist ein kleineres Schnitzel fressen muss, nur weil er zur Statistikschönung 15 Jahre zu früh heimgeschickt wird (und das in Österreich sehr wohl nicht gegen den ausdrücklichen Willen desjenigen). Damit verteidige ich doch nicht die Tunnelprojekte, die sind teilweise zu spät und rausgeschmissenes Geld. Nur seltsam, dass sich so gern über Bauprojekte exaltiert wird, während die jährlichen Steuer-Milliardenzahlungen an jugendliche Spaziergänger als österreichische Folklore schon kommentarlos untergehen.

  5. oeconomicus

    Die Investitionen der ÖBB haben Opportunitätskosten, also Kosten der besten nicht realisierten Alternative. Es geht nicht darum, ob 50-jährige Pensionisten in der Gegend herumspazieren. Was hätte man mit dem Geld alles machen können und warum werden diese Investitionen nicht regelmäßig auf den Prüfstand gestellt?

  6. AD

    die (roten) Kosten der ÖBB widerspiegeln nur die (schwarzen) Kosten der Agrarwirtschaft

    eine Krähe hackt…..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.