Österreich braucht eine wirklich liberale Partei

“…..Die Geschichte des Liberalen Forums wiederholt sich im Zeitraffer. Dabei könnte Österreich eine wirklich liberale Partei gut brauchen. Die Neos müssten nur eine werden….” (hier)

9 comments

  1. Fragolin

    1. Österreich ist ein freies Land, in dem sich (natürlich gegen den medialen Shitstorm der Systemerhalter) mit etwas Biss jede Partei etablieren kann, die vom Volk als wählbar betrachtet wird. Betrachten wir es als freien politischen Markt: Angebot und Nachfrage. Gäbe es eine Nachfrage, gäbe es auch ein Angebot. Bräuchte Österreich eine liberale Partei, hätte es eine. So glaube ich eher, eine kleine Handvoll kritischer Geister wünscht sie sich, ist aber zu klein, um gegen das Massenangebot anzuschwimmen.
    Die Masse der Nichtwähler kann inzwischen von keiner Partei mehr erreicht werden, weil sie schön langsam nicht aus Mangel an Alternativen sondern bewusst und als Zeichen gegen den Parteienfeudalismus diesem das Feigenblatt der angeblich demokratischen Legitimation verweigern.

    2. Der Parteienfeudalismus lebt als System vom Machtanspruch herrschender Eliten über den Pöbel. Jede, aber wirklich jede Partei buhlt um eine Wählergruppe, indem sie dieser die Unterdrückung, Reglementierung und Bestrafung aller anderen Gruppen zum eigenen Vorteile verspricht. Es handelt sich ja um Interessenvertretungen, also Institutionen, die die Interessen jener Gruppe, von der sie sich die meisten Stimmen verspricht, gegen alle anderen durchsetzt, wobei die Mittel frei wählbar sind und das Metaziel des Erhaltens der eigenen Macht und Pfründe verschleiert wird. Neue Parteien sprechen nur enttäuschte oder neue Gruppen an und verfolgen mit den gleichen Mitteln das gleiche Metaziel. Die Folge: Keine Partei, die an Macht kommt, ändert die Strukturen dieser Macht oder den Grad der Unterdrückung (außer nach oben), denn das Parteiensystem als Blaupause des feudalen Herrschaftssystems führt immer in die Beschneidung freiheitlicher Rechte von Gruppen und Schichten der Bürger. Daraus folgt: eine liberale Partei kann es nicht geben, weil Liberal und Partei sich gegenseitig ausschließen.

  2. Thomas Holzer

    Österreich bräuchte überhaupt keine Parteien, sondern endlich! kompetente Politiker, also Staatsmänner, welche die Bürger nicht tagtäglich mit neuen, alten, auf jeden Fall aber dummen, “Ideen” malträtieren.

  3. sokrates9

    Heute ist jeder Newcomer völlig Chancenlos da eine korrupte Presse es schafft jeden sofort fertigzumachen! Beispiel Todessstrafe Stronach, Wasserprivatisierung Mlinar, Pegida usw! Themen die wirklich nicht “kriegsentscheidend und Wählerrelevant sind wie Todesstrafe in Österreich -(oder Ungarn) werden hochgespielt; wenn das nicht klappt kommt die Nazikeule!

  4. Thomas Holzer

    @sokrates9
    nun ja; ganz so einfach ist es auch wieder nicht, denke ich. Wenn man sich schon auf dieses Parkett begibt, schadet es halt nicht, zuerst zu denken, dann vielleicht nochmals zu denken, und erst dann zu sprechen.
    Weder Herr Stronach noch Frau Mlinar wurden ja gezwungen, derart dumme Aussagen über die bereitstehenden Mikrophone hinauszuposaunen.

  5. Zaungast

    @Fragolin

    Sehe ich ebenso. Man könnte die allerfeinsten liberalen Kandidaten anbieten, das Angebot würde nicht angenommen werden. Österreich bräuchte eine liberale Partei, aber Österreich will keine liberale Partei. Was man allerdings machen könnte: Die Wähler täuschen. Man verkleidet sich und verspricht ihnen geschickt etwas und macht nachher das liberale Gegenteil. Funktioniert auf Dauer natürlich nicht.

  6. sokrates9

    Thomas Holzer@Angefangen vom ORF über die anderen Medien besitzen unsere Journalisten nur ziemlich eingeschränkten Horizont, doch um andere fertigzumachen reicht es noch immer! Sie können diesen ganzen Suggestivfragen nicht ausweichen ( Ja oder nein – Wolfmethode- Muster:” Schlagen Si ihre Frau noch immer?)und selbst wenn sie alle Fragen mit denen sie ins rechtsextreme Eck gedrängt werden parieren kann man sie dann noch immer bildtechnisch desavouieren! Erinnere mich noch wie sie den Jungen Pröll als Bauer dargestellt haben – mit Kuh abgebildete haben, dass der Eindruck entstand, dass er nicht bis 3 zählen könne!- Was leider sich dann als gar nicht ganz falsch herausstellte:-)

  7. Christian Peter

    ‘Österreich braucht eine liberale Partei’

    Stimmt. Aber mit Sicherheit keine linksliberalen Parteien wie das NEOS.

  8. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Niemand hat z.B. den Herrn Strolz gezwungen, seine Baumumarmungsaktivitäten der Öffentlichkeit mitzuteilen, noch wurde z.B. Herr Mitterlehner bei seinem Besuch der ÖH-Zentrale nach den nämlichen Wahlen gezwungen, sich Zunge zeigend photographieren zu lassen; und derlei Beispiele sind Legion. Aber natürlich, spricht gleichzeitig für den beschränkten geistigen Horizont und/oder die totale Abhängigkeit von irgendwelchen dummen “Medienberatern” dieser
    Politikerdarsteller

  9. Christian Peter

    “Österreich braucht eine liberale Partei”

    Das klingt eher nach einer gefährlichen Drohung, an Linksparteien herrscht schließlich kein Mangel.

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