Österreich wird “Griechenland der Alpen”

(ANDREAS TÖGEL) Die Farce um Griechenlands Staatsschulden nimmt immer groteskere Züge an. Das gerissene Duo Tsipras / Varoufakis erweist sich den Brüsseler Spitzen als in taktischer Hinsicht turmhoch überlegen. Mit immer neuen Finten und einer trickreichen guter Bulle, böser Bulle – Doppelstrategie (der Regierungschef mimt dabei den kooperationswilligen Reformer, während der listige Finanzminister bereits „Plan B“, den Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone vorbereitet), schaffen sie es wieder und wieder, Zeit zu gewinnen und damit die Kosten für ihre „Partner“ immer weiter in die Höhe zu treiben. Schon wieder bleiben ihnen, nach einem von Jean-Claude Juncker verkündeten „Abbruch der Verhandlungen“ ein paar Wochen Zeit. Man mag es schon nicht mehr hören.

Im Lande der Phäaken weiß man: Eine Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone, könnte den Anfang vom Ende der europiden Esperantowährung bedeuten. Man weiß auch: Die Sehnsucht der EU-Nomenklatura nach einer Fortführung des längst gescheiterten Euro-Experiments ist groß genug, um dafür unbegrenzte Kosten für die europäischen Steuerzahler in Kauf zu nehmen.

Da ein Ende mit Schrecken also nicht abzusehen ist, wird das grausame Spiel weitergehen – zum Schaden der Bürger Europas, für die der südliche Balkan zum Fass ohne Boden geworden ist. Hier zeigt sich der Fluch der bösen Tat: Selbst aufgestellte Regeln (wie das Bailout-Verbot und der Ausschluss einer Staatsfinanzierung durch die EZB) unbekümmert zu brechen, führt Euroland immer tiefer in die Krise. Seine Wettbewerber in Übersee dürfen sich schadenfroh zurücklehnen und über das Finanz- und Wirtschaftsdesaster in der Alten Welt freuen.

Derweil auf gesamteuropäischer Ebene der kollektive Irrsinn täglich neue Höhe erklimmt, geht auch der politische und wirtschaftliche Niedergang Österreich stetig weiter. Die rotschwarze Versagerkoalition sieht nicht den geringsten Handlungsbedarf und steuert demzufolge auch nicht entsprechend dagegen. Ganz im Gegenteil! Auf die zunehmende Zahl von Firmeninsolvenzen und den Umstand, dass das Investitionsniveau immer weiter absinkt, reagiert sie nicht etwa mit einer beherzten Entlastungsoffensive für die Unternehmen, sondern mit einem als „Steuerreform“ verkauften Belastungspaket zu deren Lasten. Die traurige Tatsache, dass kaum ein Regierungsmitglied je einen Tag außerhalb geschützter Werkstätten verbracht hat, manifestiert sich in einer zutiefst marktwirtschaftsfeindlichen Politik.

Besonders bitteres Detail: Der mit einer ganzen Menge Vorschusslorbeeren bedachte Finanzminister, der als einer der wenigen Bundespolitiker über betriebliche Erfahrungen verfügt, ist zum fiskalischen Großinquisitor mutiert und wird sich nach Umsetzung der „Steuerreform“ als Totengräber für viele Kleingewerbebetriebe erweisen.

Dass Österreich in allen wirtschaftsrelevanten Rankings seit Jahren ständig an Boden verliert, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Die US-Bloomberg-News beurteilen Österreich gegenwärtig schon als „eine der trägsten Ökonomien Europas“. Der Chef des über die Schuldenentwicklung der Republik wachenden Fiskalrates, Bernhard Felderer, sieht Österreich – absolut zurecht – bereits als „Griechenland der Alpen“. Denn trotz gegenwärtig günstiger Begleitumstände, wie niedriger Treibstoffpreise, einem geringen Zinsniveau und – euroschwächebedingt – günstigen Exportkonditionen, kann er keine Aussichten auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Alpenrepublik erkennen.

Felderer ortet vielmehr eine „aggressive Haltung gegenüber den Unternehmen“ (die nicht gerade geeignet ist, die Investitionsneigung zu beflügeln) und attestiert dem Land die „Weltmeisterschaft in der Besteuerung der Bevölkerung“. In der Tat zeigt die, nach Kanzler Faymann, „größte Steuerreform der Zweiten Republik“, wohin der Hase läuft: Eine Senkung der Steuerquote ist damit nämlich nicht verbunden. Lediglich die Steuerbürden werden noch ungleicher verteilt – nämlich noch ein Stück mehr von den Minderleistern zu den Leistungsträgern.

Um die gesamte Abgabenlast zu senken, was dringend erforderlich wäre, müssen substantielle Einsparungen auf der Staatsausgabenseite vorgenommen werden. Daran allerdings denkt niemand in der Regierung. Die durch die „Steuerreform“ bedingten Ausfälle bei der Lohnsteuer, sollen daher zum Großteil durch eine Mehrbelastung der Unternehmen kompensiert werden. Was für ein fataler Fehler – angesichts der durch steigende Kosten und zunehmenden Wettbewerbsdruck angespannten Lage.

Eine längst überfällige Senkung der Lohnnebenkosten, von der ein kräftiger Konjunktur- und Beschäftigungseffekt ausgehen könnte, kommt im durch und durch proletarisierten Land der Hämmer nicht in Frage. Ganz im Gegenteil, werden immer neue Ideen präsentiert, mit denen die Beschäftigungskosten noch weiter in die Höhe getrieben werden.

Ein schwacher Trost, dass – siehe weiter oben im Text – die österreichische Bundesregierung keineswegs das Monopol auf Unverstand und Niedertracht hält…

Tagebuch

76 comments

  1. Zaungast

    Ja, der fiskalische Großinquisitor im Finanzministerium ist eine bittere, üble Überraschung. Enttäuschung kann ich es nicht nennen, da ich mir von Anfang an nichts erwartet hatte.

    Und so wird es weitergehen und nicht eher ruhen, bis der letzte Unternehmer das Handtuch wirft. Leider.

  2. frustrierter Bürger

    Sehr geehrte Community,
    die jüngsten, ernstzunehmenden Schlagzeilen, Sendungen und Berichte zeugen von einem Niedergang Österreichs und Europas in beängstigendem Tempo (z.B. Korruption und hemmungslose Bereicherung im geförderten Wohnbau in Wien, Gesetzesbruch und unsaubere Geschäfte von Politikern und Expolitikern, korrumpierte Medien, Destabilisierung durch div. Lobbies, Wertewandel durch Völkerwanderung, …).
    Kennen Sie Beispiele in der Geschichte für eine gelungene, friedliche Rückbesinnung? – Bitte um Rezepte, oder zumindest “tröstende Worte”!

  3. Thomas Holzer

    Aber bitte nicht so negativ, Herr Tögel!
    Immerhin fordert im heutigen “Der Kurier” ein gewisser Herr Schieder eine Gründeroffensive für Österreich. Ich finde das wirklich toll!
    Das zeugt doch von einer nahezu atemberaubend aktiven, für unser aller Wohl inspirierten (Ankündigungs)Politik 😉

  4. A.Felsberger

    Wohin fliessen denn die Staatsgelder, was sind denn die mit Abstand größten Ausgabeposten? 1) Arbeit 2) Soziales 3) Gesundheit und 4) Bildung. Also, was wollen Sie Herr Tögel? Wollen sie die Pensionen der Alten um die Hälfte kürzen, dann sagen Sie es! Wollen sie das AMS um die Hälfte kürzen, dann sagen sie es! Wollen Sie die Gesundheitsversorgung der Österreicher um die Hälfte kürzen, dann sagen Sie es! Wollen Sie die Bildung der Jungen um die Hälfte kürzen, dann Sie sagen sie es! Aber reden sie nicht um den heissen Brei herum, das widert mich nur an!

  5. Herbert Manninger

    @Felsberger
    Diese Kürzungen kommen sowieso, unser ,,einer der reichsten Staaten” geht nämlich rasant den Bach runter.
    Faymann&Co. verstecken sich deswegen so gerne hinter den Griechen.

  6. O.d.S

    @ Felsberger

    Mich hingegen widert an, wie Sozialräuberpack befürwortende Menschen wie Sie mit ganz billigen Wortspielchen und Polemik, dafür umso aggressiver, weil anscheinend die Wahrheit verschleiern wollend, Mitmenschen, die dieses Sozialistenräuberpack und dessen wählender Wurmfortsatz mit harter Arbeit finanzieren, beleidigen, beschimpfen und aufs Niederträchtigste als jemanden hinstellen, der anderen etwas wegnehmen möchte.

    Lassen Sie mich einige Ihrer Polemiken ins rechte Licht rücken:

    “Wollen Sie die Pensionen der Alten kürzen, dann sagen Sie es!”.
    Pensionen von Menschen, die auf Grund ihres Alters nicht mehr fähig sind, am Arbeitsmarkt zu bestehen, will niemand kürzen. Was wir wollen, ist allerdings dass das erbeutete Raubgut nicht mit Helikoptern über Pensionsprivilegierte, politische, den Ruhestand genießende, obwohl uns in den Ruin getrieben habende Beamtenschmarotzer und Früh- sowie Zukunftspensionisten, die gefälligst selbst für ihr Alter sorgen sollen, ausgeschüttet wird.

    “Wollen Sie das AMS um die Hälfte kürzen,…”

    Nein wir wollen das AMS auflösen. Weg damit, aus vorbei. Wir wollen nicht mehr, dass sozialistische Räuber mit Ihrer Waffe hart erarbeitetes Geld in den Rachen von Sozialschmarotzern, Arbeitsunwilligen und IS- Terroristen finanzieren. Wir brauchen diese Staatsmafia nicht, wir finden auch ohne sie Arbeit. Die Beamten dort mögen bitteschön eine Umschulungszeit nutzen, um sich marktwirtschaftlich gefragte Fähigkeiten anzueignen.

    “Wollen Sie die Gesundheitsversorgung…”

    Nein wir wollen uns nur nicht ausrauben lassen und zusehen, wie andere mit unserem Geld ihre Kuren, Medikamente und Behandlungen bezahlen. Wir wollen uns selbst versichern, privat, ist das ein Problem für Sie? Dann schlag ich einen Aufenthalt im Gefängnis vor. Dort werden Sie medizinisch versorgt und dort gehören Sie hin, wenn Sie Raub gutheißen.

    “Wollen Sie die Bildung…”

    Nein wir wollen alle Lehrer entlassen, alle Schulen und Universitäten schließen und uns selbst Universitäten aufbauen. Wir wollen ganz sicher nicht bildungsunwillige Fremde, lernunwillige Studenten und integrationsverweigernde Elemente finanzieren, nur weil sie glauben, ein Anrecht darauf zu haben, uns zu berauben, uns auch noch zu entwürdigen und das Ganze auch noch als ehrenhaft und grundrichtig hinzustellen.

    Ist das in Ordnung für Sie? Wenn nicht, dann scheren Sie sich gefälligst nach Neapel. Dort werden Möchtegernschutzgelderpresser gerne aufgenommen!

  7. O.d.S

    @Ortner

    Darf ich höflicherweise fragen, was Sie dazu veranlasst, mich zu sperren?! Sind hier unerwünschte Äußerungen auch nicht mehr erlaubt, ganz wie in Kakanien üblich?!

  8. Christian Peter

    @A.Felsberger

    alleine durch Strukturreformen ließen sich in Österreich gewaltige Summen sparen. Die Beseitigung des (ohnehin längst obsoleten) Bundesstaates brächte etwa 15 – 20 Milliarden Euro pro Jahr, ohne Verschlechterung der Leistungen für den Bürger.

  9. Andreas Tögel

    Verehrte(r) Frau/Herr Felsberger,
    wer sein Einkommen aus dem Einsatz wirtschaftlicher und nicht dem politischer Mittel bezieht, weiß, dass es kein kostenloses Mittagessen gibt. Was ausgegeben wird, muss zuvor verdient werden. Worin der Vorzug eines Systems liegen sollte, in dem die einen Steuern von konfiskatorischem Ausmaß zahlen sollen, damit die politische Klasse (sich selbst) und den anderen fortwährend Staubzucker in den Arsch blasen kann, erschließt sich mir nicht.

    Fraktur zu Ihren Fragen: Renten sind in einer Höhe zu bemessen, die den zuvor getätigten Einzahlungen entspricht – d. h. so, als ob es sich um ein Vorsorge- und nicht um ein Umlagesystem handelt. Ergo: Weg mit dem Bundeszuschuss.

    Das AMS ist eine Agentur zur Förderung des Müßiggangs einerseits und einer völlig überflüssigen Schulungsindustrie andererseits. Weg damit. Es ist jedermann zumutbar, sich selbst um einen Job zu kümmern (wie das die Mehrheit ja jetzt schon tut). Früher gab es für die (sehr wenigen), die dazu nicht willens waren, das überaus sinnstiftende Institut des Arbeitshauses. Über dessen Wiedereinführung sollte ernsthaft nachgedacht werden.

    Gesundheitsvorsoge, die diesen Namen verdient, gibt’s in einer staatlichen Krankheitsverwaltungskolchose naturgemäß nicht. Das rezente System läuft auf folgendes hinaus: Nach Belieben ungesund leben, riskante Sportarten betreiben (oder sich stattdessen gar nicht bewegen) fressen und saufen wie ein Vieh, herumhuren bis die Ambulanz kommt und dann nach dem von allen anderen bezahlten Onkel Doktor rufen. Schluss mit Unsinn! Jeder der mag, versichert sich selbst oder er lässt es eben bleiben. Wird einer ernsthaft krank, der es verabsäumt hat, eine KV abzuschließen, kann er sich ja jederzeit an die Caritas, Diakonie & Co. oder an private mitfühlende Seelen – wie Sie zweifellos eine sind – wenden und um Unterstützung bitten…

    Bildung ist beim Staat (wie man täglich klarer sieht, sofern man die rosarote Brille abnimmt) in den allerschlechtesten Händen. Also: Totalprivatisierung des gesamten Bildungssystems – von der VS bis zur Universität – und Direktförderung mittelloser Begabter mittels rückzahlbarer Darlehen. Das hätte den unschätzbaren Kollateralnutzen, dass Faschingsfächer wie Genderstudies, Publizistik, Soziologie, Politikwissenschaften und ähnlicher Plunder, in der Sekunde weg wären, weil man als deren Absolvent den Studienkredit vermutlich niemals zurückzahlen könnte. Der hoffnungsvolle akademische Nachwuchs würde sich stattdessen (wieder) auf die MINT-Studien konzentrieren, mit denen man nicht nur Kohle machen kann, sondern auch der Gesellschaft dienlich ist. Außerdem hätten dann die Gewerbetriebe – im Gegensatz zum Status quo – endlich wieder brauchbaren Lehrlingsnachwuchs.

    Alles klar fürs Erste? Mit der Hoffnung, Sie damit nicht noch intensiver „angewidert“ zu haben, verbleibe ich submissest,
    Andreas Tögel

  10. A.Felsberger

    Was reden Sie denn da, Herr Peter? 15-20 Milliarden? Lesen Sie sich das mal durch, dann werden Sie schnell begreifen, dass ihre Zahlen reiner Firlefanz sind:

    http://www.wifo.ac.at/jart/prj3/wifo/resources/person_dokument/person_dokument.jart?publikationsid=34642&mime_type=application/pdf

    Wenn überhaupt, liegt das Einsparungspotential 2 Milliarden, also nichts gemssen an dem “Sozialstaatsbudget” (=Transferleistungen), das in etwa bei 35 Milliarden liegt. Wenn Sie Steuern senken wollen, dann werden sie Sozialleistungen kürzen müssen! Und zwar beträchtlich!

  11. A.Felsberger

    > Ergo: Weg mit dem Bundeszuschuss. > Na, das ist ja mal ein klares Wort. Das heisst für die Österreicher eine Reduktion ihrer Pension von in etwa 30%. AMS auf Null! Danke für die Klarstellung: Das heisst in Zukunft für über 400.000 Österreicher ein Einkommen von Null. Ferner: Keine Krankenversicherung mehr und ein privates Bildungssystem. Alles klar, Herr Trögel. Dann formulieren Sie ihr Programm aber auch so, und schwafeln nicht immer von Steuersenkungen. Reden Sie endlich von KÜRZUNGEN, ich spreche auch nicht von Sommer, wenn ich Winter meine!

  12. A.Felsberger

    Der Nationalstaat ist ein tägliches Plebiszit über die Zukunft. Jeder ist eingeladen seine Vorstellungen über die Zukunft kund zu tun. Nur sollte er dies klar und deutlich machen und nicht den Menschen Sand in die Augen streuen, indem er von Steuersenkungen schwafelt und die Kehrseite dieser Massnahmen verheimlicht. Dieses Spiel, Herr Trögel, wird von ihrer “Fraktion” schon viel zu lange gespielt und exakt das: widert mich an!

  13. Mario Wolf

    …wahrscheinlich ein Pseudonym. Die rotlinken spin doctors haben das Ungleichgewicht der Meinungen endlich gemerkt und beschlossen einen unerschrockenen Kämpfer für Gerechtigkeit, gegen soziale Kälte und tapferen Verfechter der Staatsmacht, Motto: Alles Geld dem Staat, ermuntert , einige Verteidigungszeilen zu schreiben.

  14. frustrierter Bürger

    Sehr geehrte(r) Frau/Herr Felsberger!
    1. Kennen Sie den Leistungsdruck in der Privatwirtschaft aus eigenem Erleben?
    2. Haben Sie in jüngster Zeit “Leistungen” vom AMS oder allg. Gesundheitswesen konsumiert?
    3. Konsumieren Sie “Sozialleistungen” erst nachdem Sie in das Gemein(e)wesen investiert haben; wie ist Ihre diesbezügliche Bilanz?
    4. Tragen Sie Verantwortung für Nachwuchs, vielleicht sogar in einer aufrechten (legalen) Partnerschaft?- Wo lassen Sie ausbilden?
    P.S.: Danke, Herr Tögel für Ihre klaren Worte!!!

  15. A.Felsberger

    Sehr geehrter Herr frustruierter Bürger! Persönliche Argumente sind die Argumente von Holzköpfen! Sprechen Sie so mit ihren Kindern, aber nicht mit mir!

  16. Christian Ortner

    @OdS : Sie sind nicht gesperrt, verwenden aber immer wieder einen inakzeptabel pöbelnden und beleidigenden Tonfall, weswegen Ihre Kommentare manchmal verspätet freigeschaltet werden. Sie können das Problem selbst lösen, indem Sie aufhören rumzupöbeln. C.O.

  17. Christian Peter

    @Felsberger

    die Zahlen stimmen. Nach Berechnungen von Experten würde alleine die Konzentration der Gesetzgebung beim Bund in manchen Bereichen Einsparungen von 10 – 15 Milliarden Euro jährlich bringen (‘kleine Staatsreform’ – wofür braucht man 10 Gesetzgeber für lächerliche Angelegenheiten wie Baurecht, Umweltschutz, Abfallwirtschaft, etc. ?). Eine große Staatsreform (Beseitigung des Bundesstaates) würde noch sehr viel mehr an Ersparnis bringen.

  18. sumsi

    Felsberger
    Weil Sie gerade von Kindern reden. Sie spielen sich hier als der soziale Meister auf, dabei
    funktioniert der Wohlfahrtstaat nur eine Zeit lang, indem er seine Kosten den nächsten Generationen aufhalst.

  19. O.d.S

    @ Felsberger

    Sie besitzen allen Ernstes die Chuzpe, von Sand in die Augen streuen zu faseln? Sie verwenden das Wort Kürzung und Sozialleistungen, als wären dies Wohltaten.
    Diese sind aber nichts weiter als per Stimmzettel und Parteiendiktatur organsierter Raub am Menschen; unmenschlichere DInge gibt es wenig.
    Wenn Sie tatsächlich “Tacheles” reden wollen, benutzen Sie doch bitte in Zukunft die Wendung “Minimierung von organisierten Raubzügen”.

    Pöbeln? Tut mir leid, Herr Ortner, aber das ist offensichtlich eine Ausrede. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Ihr Autor, Herr Tögel, von “Staubzucker in den Arsch blasen” redet, Sie höchstselbst in der “Presse” von “bullshit” schreiben und unser Kommunist Felsberger andere Idioten und Holzköpfe nennen darf. Zweierlei Maß oder doch Absicht?
    Wenn Sie unmanierliche Ausdrucksweise oder Pöbeln nicht dulden, dann sollten Sie wenigstens so stringent sein, und es bei allen verbieten.

  20. Rennziege

    15. Juni 2015 – 13:01 A.Felsberger
    Welch herzzerreißendes Gewinsel eines staatsverwöhnten Händeaufhalters! Was Sie an Andreas Tögels Artikel zu bemängeln haben, ist seine schonungslose Diagnose der österreichischen Talfahrt. Es ist nichts als die Wahrheit, die Sie anekelt — und die Erkenntnis,
    dass der Traum vom allfürsorglichen Sozialstaat unwiderruflich ausgeträumt ist;
    dass alle, die ihn als noch finanzierbar preisen, schamlose Lügner sind;
    dass die fiskalische und bürokratische Strangulierung der Wirtschaft die Schuldenlast rasant erhöhen wird;
    dass somit, wie Herr Tögel sagt, Österreich von levantinischen Zuständen nicht viel weiter entfernt ist als die Griechen — die im Scheinwerferlicht stehen. Für den griechischen Schlagschatten sind ein paar ebenfalls kriminell überschuldete €uro-Staaten innig dankbar. Denn “Die im Dunkeln sieht man nicht” (Bertolt Brecht und Kurt Weill, “Die Dreigroschenoper”).
    Mackie Messer würde hinzufügen: noch nicht.

    Bitter für Sie in Ihrem Wolkenkuckucksheim: Weder die Wahrheit noch zerbrochene Träume nehmen Rücksicht auf Einzeilschicksale, sosehr es letztere auch anekelt.

  21. A.Felsberger

    Hören sie, Herr O.d.S! Sie kennen mich persönlich in keiner Weise. Wenn sie meinen Bemerkungen auch nur ansatzweise folgen könnten, dann wüßten Sie, dass ich kein Kommunist bin. Ich kann daraus nur zweierlei schliessen: Sie wollen nicht verstehen oder können nicht verstehen. Beides spricht nicht für Sie.

  22. A.Felsberger

    Frau Rennzicklein! Dass Sie jetzt auch noch meckern müssen, ist ja wohl klar. Wo habe ich mich irgendwo in der von Ihnen behaupteten Richtung geäußert? Ich habe nur gesagt: Ich bin für eine klare Sprache. Wer Steuersenkungen predigt, soll Kürzungen von Sozialleistungen verlangen! Das ist alles, was ich gesagt habe.

  23. O.d.S

    @ Felsberger

    Ein Kommunist erachtet es als notwendig, ja befürwortet es, dass Staatsbürger beraubt werden, um “Schwächeren” diese Wohltat angedeihen zu lassen.
    Sie sind daher, ohne mit Ihnen drei Kaffees trinken gegangen zu sein, als Kommunist zu subsumieren.

  24. Rennziege

    15. Juni 2015 – 14:41 A.Felsberger
    Andreas Tögel hat Ihren Wunsch nach klarer Sprache um halb eins ausführlich erfüllt.
    Damit sollte sich dieses Problem für Sie erledigt haben, göö?
    Ihre schlotternde Angst vor der Wahrheit, Ihr Heimweh nach dem Sozialismus und Ihre Verleugnung der bitteren Realität Österreichs sind ein anderes. Da helfen keine Worte und keine Pillen.

  25. Weninger

    @Felsberger
    Sie haben mein Beileid, aber mit den Zeugen Jehovas oder Scientology-Typen zu diskutieren, ist sinnvoller als den Jammerern über die Unterdrückung der Leistungsträger (wie viel wohl davon echte sind?) hier einen Sack zum Draufhauen abzugeben. Man kann sich nur seinen Teil denken angesichts der sichtbaren Verarmung im oberen Gesellschaftsviertel.

  26. A.Felsberger

    Schauen Sie, Frau Rennziege! Mir ist schon klar, warum das bloße Verlangen nach Klarstellung: dass Steuersenkung bei gegebener Struktur des österreichischen Budgets Kürzung von Sozialleistungen heisst, hier für solche Aufregung sorgt. Weil dann selbst der Dümmste begreift, dass diese Forderung völlig unrealistisch ist. Ja, Herr Tögel hat die Klarstellung geleistet – im Gegensatz zum Herrn Peter, der irgendwelchen Phantasien bezüglich Verwaltungsausgaben nachhängt -, und damit ist das Thema erledigt. Halten Sie schön weiter Ihren naiven Glauben hoch! Ist bekanntlich auch eine Form von Leben…….

  27. O.d.S

    @ Weninger

    Sie führen sich auf wie ein Pseudowesternantagonist, der sich über das Jammern seiner Opfer alteriert. Ganz nach dem Motto:”Jetzt jammern die Angeschossenen schon wieder”.
    Der von Linken und auch Ihnen wiedergekäute Legende, der Staat raube nur Reiche aus, die man ob ihrer Wehklagen auch noch verspotten könne, ist die Kirsche auf der Sahnehaube auf dem Eis und zeugt von Ihrer Unbeflecktheit, Wirtschaftswissen betreffend.

  28. Syria Forever

    Shalom.

    Erheiternd dieser Streit; Wem gehört nun Schrödingers Katze?

    Guten Nachmittag.

  29. O.d.S

    @ Syria

    Schrödinger Katze gab es nie. Das ist eine Erfindung der Naaz und der east coast, wissen Sie? Denn gäbe es sie, würde Europas minutiös geplanter Untergang nie stattfinden.

  30. A.Felsberger

    Herr O.d.S.: Wir haben in Österreich – wie viel eigentlich? – 2,3 Millionen Pensionisten, ferner über 400.000 Arbeitslose und noch mehr, die in Ausbildung stehen. Wir haben also geschätzte 3,5 Millionen Alimentierte, dazu noch weit über eine Million “Unproduktive” (Beamte, Künstler, Sozialarbeiter, etc.), die im ökonomischen Sinne nichts leisten. Uns Sie erwarten sich jetzt: was eigentlich? Dass die 3 Millionen “Alimentierten” und weit über eine Million “Unproduktiven” ihren Stimmzettel gegen die Verhältnisse erheben? Oder, dass die Produktiven was eigentlich tun? Sich erheben und köpfen lassen? Ich sag`s Ihnen wie es kommen wird: Die Transferleistungen werden weginflationiert, so wie es die vergangenen 20 Jahre bereits gelaufen ist. Die Kaufkraft der Pensionen sinkt und auch die aller sonstigen Leistungen. Der Markt bereinigt, zu dem die Politik nicht in der Lage ist. Wozu die ganze Aufregung? Haben Sie doch ein bißchen Vertrauen in “Ihren so sehr geliebten Markt”…………

  31. O.d.S

    @ Felsberger

    Sie beweisen mit jedem Wort mehr, dass Sie nicht den blassesten Schimmer vom Markt haben. Der Markt inflationiert gar nichts weg, denn der freie Markt kennt keine Inflation im Sinne von künstlicher durch herbeigedrucktem Geld aufgeblähter Inflation.

    Ich erwarte mir, dass die Alimentierten sich sukzessive entwöhnen. Es gibt genug Möglichkeiten, die konfiskatorischen Elemente zu minimieren.
    Da wäre die Streichung der völlig unnützen Subventionen aller Art, Bereinigung zahlreicher Rechtsgebiete, die im Moment nur Beamten Jobs verschaffen, Verkauf aller Staatsbeteiligungen (alleine dies würde ca. 40 Milliarden Euro einmalig bringen) und so weiter.

    Außerdem hat Wirtschaftswachstum ja nicht unbedingt nur mit der Steuerlast zu tun. Es würde schon einmal Leben in die verfaulte rot-schwarze Bude bringen, wenn wir eine stabile Währung einführen, aus der EU austreten und wieder Rechtssicherheit herstellen.

    Sie diskutieren (wie immer, wenn Sie keine Argumente haben), völlig am Thema vorbei. Es geht nicht darum, ob dieses System jetzt noch zu kitten ist, denn es ist unbestreitbar siechend bis tot. Es geht um das Nachher!

  32. Thomas Holzer

    Der arme A.Felsberger, ganz alleine gegen die bösen (neo)Liberalen, Kapitalisten und Reiche in diesem “blog”..
    Ich hoffe inständig, er bekommt kein Herzkasperl 🙂

  33. O.d.S

    Mir kommt die österreichische Politik wie unsere alte Nationalmannschaft vor. Festhalten am Althergebrachten frei nach:”Never change a winning team.”, Sturheit bezüglich Reformen, völlige Ignoranz der katastrophalen Lage, ewiger Herumjammern an Dingen, die völlig unbedeutend sind und Filz, dass sogar die Filzläuse die Champagnerkorken knallen lassen.
    Jetzt sind wir auch schon wirtschaftlich dort, wo unsere Mannschaft lange Zeit weilte.

  34. Thomas Holzer

    Aber nicht so negativ!
    Immerhin trägt “unsere” Regierung zum Wachstum der Medien wesentlich bei; wurden doch im 1.Quartal 2015 wieder über 40 Millionen an Regierungsinseraten verbraten, und das ist nur die Spitze des Eisberges; die gesplitteten und nicht veröffentlichten Aufträge, da unter dem Limit liegend, sind ja noch nicht eingerechnet; also ich würde die verschleuderte Steuergeldsumme so bei 70 Millionen ansetzen 🙂
    Man sieht, es geht schon aufwärts

  35. Weninger

    @OdS
    Zu Ihrem flotten Spruch die “wiedergekäute Legende, der Staat raube nur Reiche aus” nur Folgendes als Anmeerkung, das oberste Viertel der Gesellschaft sind wohl nicht nur die Reichen, oder? Und wer als so genannter Leistungsträger nicht im obersten Viertel der Einkommenbezieher landet dürfte (bei einem Medianeinkommen für Selbständige in Österreich von jährlich 19.530 Euro (vor Steuern!)) noch weniger von Wirtschaft verstehen als ich.

  36. Selbstdenker

    @Thomas Holzer
    Man kann an allen Ecken und Enden sparen, ohne dass es zu spürbaren Einbussen bei den Sozialleistungen kommen würde. Wobei auch das derzeitige Niveau der Sozialleistungen völlig überzogen – um nicht zu sagen pervertiert ist.

    Die (vorgeschobenen) Befürchtungen von Hrn Felsberger, dass Sparen automatisch zu einem Kahlschlag bei Sozialleistungen führen würden, sind jedenfalls völlig von der Realität abgekoppelt. Es sei denn, dass für ihn die weltweit rekordverdächtige Parteienförderung, der österreichische Operetten-Föderalismus, die unsinnigen idelogischen Projekte (Gender Mainstreaming, Gesamtschule), das extrem niedrige Pensionsantrittsalter, Kosten für die Skandalbanken BAWAG, Kommunalkredit und HAA etc. auch zu den “Sozialleistungen” zählen.

  37. Selbstdenker

    Alleine schon die Abschaffung der Immunität und eine persönliche – wenn auch nur symbolische – Haftung von Politikern mit ihren Privatvermögen – für öffentliche Misswirtschaft würde wahre Wunder bewirken.

  38. Thomas Holzer

    Wem schreiben Sie dies………..
    Aber genau deswegen wird es dazu nicht kommen; mir ist kein Fall bekannt wo die Politikerdarsteller wesentliche! Einsparungen auf ihre eigenen Kosten beschlossen haben………

  39. Thomas Holzer

    Bezeichnend auch, daß “unsere” Politikerdarsteller für die Zeit des Umbaus des Parlaments nicht in die leer stehende alte WU, sondern natürlich in die Hofburg übersiedeln (müssen)

  40. Selbstdenker

    @Weninger
    Sie spucken große Töne von Dingen, von denen Sie offenbar keine Ahnung haben. Ist das eine Charaktereigenschaft von Ihnen, dass Sie anderen ihre persönliche Leistung – wenn nicht gar die Existenzberechtigung absprechen?

    Wenn Sie hier keine Anhänger für Ihre Meinung finden, dürfte das weniger an den anderen Forumsteilnehmern, sondern eher an Ihren verbohrten Einstellungen und die Art und Weise wie Sie diese hier kund tun, liegen.

  41. Selbstdenker

    @Thomas Holzer
    Als Zeichen für mehr Weltoffenheit könnten wir hierzulande die Strafverfolgung für den von Politikern begangenen finanziellen Hochverrat am Souverän an international praktizierte Standards (China, Russland, Saudi Arabien…) anpassen. Ich bin mir sicher, dass der Staatshaushalt binnen eines Jahres saniert wäre.

  42. Weninger

    @Selbstdenker
    Bleiben wir bitte sachlich. Tögel stellt einige richtige Diagnosen, aber er hat kein wirkliches Rezept zur Lösung. Die Fundis der Liberalen würden am liebsten auf die Demokratie verzichten und ihre Wünsche mittels eines autoritären Systems durchsetzen. Wie realistisch das ist, wissen Sie. Wenn Realos wie ich oder Felsberger das anmerken, und dass man nur in kleinen Schritten veränderungen anstreben kann, dann sind wir die bösen Knechte des herrschenden Systems. Wo spreche ich wem die Leistung ab? Auch ich zahle Steuern und SV-Beiträge nicht gerne als kleiner Selbständiger. Aber Leute, die mit Hilfe des Systems x-mal mehr lukrieren regen sich darüber auf wie abgezockt werden, während sie in ihren Karossen spazierenfahren und über den furchtbaren Stress jammern. Es gibt auch Leute, die für einen Schmutz an Bezahlung und das tägliche Überleben Scheiß-Jobs machen, und die müssen sich deswegen noch von Ihresgleichen verspotten lassen, weil sie ja keine Leistungsträger sind. Keine Sorge, ich kenne genug “Leistungsträger”.

  43. Andreas Tögel

    Verehrter Herr Weninger,
    sollte in diesem oder in einem anderen meiner Beiträge der Eindruck entstanden sein, ich würde die Leistungen “kleiner Leute” oder gering qualifizierter Menschen geringschätzen, dann tut mir das leid. Was ich kritisiere und verabscheue, ist Müssiggang auf Kosten anderer. Eine “freischaffende” Klofrau imponiert mir hundertmal mehr als ein Univ. Prof. für Genderstudien oder ein Sozialminister.

    Was die mangelnden Rezepte angeht: Richtige Diagnosen stehen allemal vor einer wirksamen Therapie. Allerdings hat deren Anwendung natürlich das Einverständnis des Kranken zur Voraussetzung. Und genau daran wird jeder Behandlungsversuch so lange scheitern, solange der Leidensdruck nicht übermächtig wird. Auf liebgewonnenen “soziale Errungenschaften” wird keiner verzichten, solange sich noch jemand zu deren Finanzierung ausbeuten lässt.

    Ich teile nicht den Optimismus der Herren Schellhorn und anderer Liberaler, dass eine (wenn auch späte) Einsicht letztlich zu einer Korrektur offensichtlicher Fehlentwicklungen führen wird. Ich befürchte (wie viele Libertäre) vielmehr, dass die herrschende Klasse die Gesellschaft derart unrettbar korrumpieren und dann gegen die Wand fahren wird, dass – zumindest kurzfristig – das totale Chaos droht. Dann nämlich, wenn – nach der Staatspleite – Hunderttausende von den Sozen an die gegenleistungsfreie Entgegennahme von Wohlfahrtschecks konditionierte ZeitgenossInnen plötzlich nichts mehr zu beißen haben. Die werden, fürchte ich, nicht einfach im Gemeindebau hocken bleiben und still verhungern. Die werden sich vermutlich holen kommen, was die Roten ihnen verheißen haben – und zwar ohne Umweg übers Sozialministerium direkt bei den “G´stopften”.

    Dass das rotgrüne Pack einer solchen Entwicklung den Weg bereitetet – das ist es, was ich ihm vorwerfe…
    Mit freundlichem Gruß,
    A. Tögel

  44. Weninger

    @Tögel
    Danke für die Antwort und mit Verlaub: Ich sehe die Gefahr nicht so sehr in den entrechteten Unterschichten, die sich gegen die Besitzenden erheben werden, (ein Szenario das seit über 100 Jahren als Schreckensvision verkauft wird), sondern in ganz anderen Schichten, die massiv von den sozialen Umverteilungsprozessen profitieren, und da handelt es sich mitnichten nur um “rotgrünes Pack”, sondern das geht mitten hinein in alle Filzwerke der Parteienherrschaft und ihrer Parasiten, und da kann man getrost große Teile der schwarzen Bürokratur sowie diejenigen “Wirtschaftskreise” aller Farben, die direkt oder indirekt von diesen Geldflüssen (Mietförderung, Wohnbauförderung, Sozialhilfe, Pflegegeld) profitieren, hinzurechnen. Die Nutznießer des sozial umverteilten Geldes, die oftmals in leistungs- und konkurrenzfreiem Umfeld agieren, sind für mich die Killer des Systems.

  45. Selbstdenker

    @Weninger
    Mir ist durchwegs aufgefallen, dass die AK seit einiger Zeit nicht nur gegen ihre Lieblingsfeinde (kleinere Unternehmer und kleinere Bauern inklusive) hetzt, sondern seit einiger Zeit auch Leistungsträger – selbst wenn sie unfreiwilligerweise Mitglied der AK sind – zur Zielscheibe ihrer Schmierattacken macht.

    Die Schreibweise “Leistungsträger” samt den ganzen damit verbundenen Kosmos aus Vorurteilen und Stereotypen stammt aus der AK-Zeitung.

    Wer mit grossen persönlichen Einsatz und Risikobereitschaft überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen kann, die ein anderer auch tatsächlich braucht, muss Leuten, die sich ausschließlich politisch über Arschkriechen, Treten, Intrigieren, Schlechtreden und Heucheln “hochgedient” haben, natürlich suspekt sein.

    Dieses Argumentationsmuster, das Sie auch in Ihren vorigen Kommentaren verwenden, kommt mir durchaus bekannt vor. Ohne genaue Kenntnisse des persönlichen Lebensweges, der Leistungen, der damit verbundenen Entbehrungen und Risiken, glauben Sie alles über jemanden zu wissen um nach Gutdünken andere abzuqualifizieren.

    Leistungsträger können per se ja nur unterbezahlte Feuerwehrleute, Krankenschwestern oder Mitarbeiter der Müllabfuhr sein, die damit automatisch stellvertretend für alle Nichtselbständigen quer über alle Berufs- und Altersgruppen sowie individellen Lebensläufen stehen.

    So einfach ist die knallrote Propaganda-Welt.

    Für Sie reicht es offenbar aus, dass (1) jemand auf Ortner Online posted, (2) eine wirtschaftsliberale Ausrichtung hat und damit (3) automatisch ein überdurchschnittlich hohes Einkommen hat, um zu wissen, dass es sich um einen überbezahlten, jammernden Steuerhinterzieher handelt, der den ganzen lieben Tag nur seinen SUV spazieren fährt.

    Weninger, gehts noch?

  46. Selbstdenker

    @Weninger
    “…und die müssen sich deswegen noch von Ihresgleichen verspotten lassen…”

    Im Gegensatz zu Ihnen spreche ich anderen Leuten nicht die Leistung und die Existenzberechtigung ab. Ich habe mich auch nie über Leute mit einen schlechtbezahlten oder im öffentlichen Ansehen nicht erstrebenswerten Berufen lustig gemacht.

    Hören Sie bitte mit diesen Anmassungen auf und tun Sie bitte nicht so als ob Sie wüssten wie andere denken.

    Ich kann Ihnen aber aus erster Hand davon berichten, dass ausgerechnet jene, die sich im Dunstkreis vom AK-Milieu besonders wohl fühlen, eine ausgeprägte Neigung haben auf z.B. die Putzfrau oder den Müllmann herunter zu schauen.

  47. Weninger

    @Selbstdenker
    Mal ganz laaangsam: Ich habe erwähnt, dass ich selbst ein kleiner Selbständiger bin, der (fast) ausschließlich von privaten Aufträgen lebt. Wenn Sie meine Beiträge aufmerksam und nicht nur selektiv gelesen hätten, dann würden Sie sehen, dass ich es mir nicht so einfach mache, die Empfänger sozialer Umverteilung zu verurteilen, sondern vielmehr die Nutznießer aus allen(!) Parteien und ihrem verfilzten Umfeld. Dass diese sich selbst oft als “Leistungsträger” bezeichnen, kann ich nur als blanken Zynismus von deren Seite sehen. Sie werfen mir also vor, Ihnen etwas zu unterstellen, und tun dann haargenau das Gleiche mit mir, ohne von irgendetwas eine blasse Ahnung zu haben. Gestatten, Sie sind selbst Opfer Ihrer politischen Scheuklappen, weil neben den guten liberal Gesinnten kann es bei Ihnen im Hirnkastl eben nur die bösen Arbeitkämmerer und Gewerkschafter geben. Aha. Gratuliere zu soviel Denkleistung!

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