Österreichs Atomlüge

Von | 4. Januar 2022

(C.O.)Eine alte indianische Weisheit des Stammes der Dakota lautet bekanntlich: „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steigst Du besser ab.“ Österreich reitet mit seiner sturen, bockigen und irgendwie kindisch anmutenden kategorischen Ablehnung von Atomkraftwerken im Augenblick ein Pferd, das so tot ist wie ein Pferd nur tot sein kann. Denn in der ganzen Europäischen Union erleben wir gerade einen massiven Stimmungswechsel zugunsten der friedlichen Nutzung der Kernkraft. Außer Österreich, Luxemburg und Irland befürworten nahezu alle EU-Staaten die Einstufung der Atomenergie als Technologie, die geeignet ist den Klimawandel zu bekämpfen und daher gefördert werden soll. Selbst Deutschland, ein Epizentrum der Atom-Hysterie und Mutterland der desaströsen „Energie-Wende“, hat seinen Widerstand gegen die von Frankreich angeführte Atomkraft-Ja-Bitte-Fraktion aufgegeben und will diese Ambitionen nicht mehr blockieren. Deswegen hat ja auch Bundeskanzler Karl Nehammer jüngst nüchtern, aber zutreffend diagnostiziert: „Wahrscheinlich verlieren wir diesen Krieg“. mehr hier

8 Gedanken zu „Österreichs Atomlüge

  1. ProWien

    Oft bin ich Ihrer Meinung, aber diesmal nicht. Noch immer gibt es kein sicheres Endlager für Atommüll auf der Welt, und die Strahlungs- bzw. selbst die Halbwertszeit ist vermutlich länger, als die Zeit, die die Menschheit sich noch auf der Erde bewegt. Dazu kommt , dass die wirklich sichere Laufzeit eines Kernkraftwerkes im Verhältnis zur Zeit der verbleibenden Strahlung grotesk kurz anmutet. Strahlung tötet oder verunstaltet Leben- war Tschernobyl und war Fukushima nicht genug? Schade, dass auch sehr gescheite Menschen dem Schalmeienton von Macron und van der Leyen folgen. In Wahrheit ist Atomkraft ein glatter Irrweg, besonders für die Grünen, und niemals grüne Energie.
    Leider ist jeder Beweis mit Elend für viele Millionen Menschen verbunden, daher kann man ihn so schwer herbeiwünschen…. Erst, wenn der letzte Fisch getötet ist, werdet Ihr sehen, dass man von Atomkraft nicht leben kann. Aber leicht getötet.

  2. Cora

    Allen voran reitet die Kronenzeitung den Zug der untoten Atomkraft-nein-danke-Pferde. Also jene Zeitung, die schon bei Fukushima Stimmung gegen die Atomkraft gemacht hat. “Aus für Atomkraft” titelte sie. und “Erste Lehren aus Reaktorunfällen in Japan”. Heutzutage gibt es ein Wort dafür: Feke News. Nicht 16.000, wie die grüne Lobby verbreitet, sind an einem Atomunfall in Fukushima gestorben, sondern eine Flutwelle hat sie hinweggerafft. Die Zombie?innen können nun nicht mehr zurück, und zugeben, dass sie komplett falsch gelegen sind. Gespannt bin ich wie lange es dauert, bis die Grün?Innen einknicken und die Atomkraft als grüne Energieform anerkennen müssen. Weils alternativlos ist, wenn man auf elektrische Energie setzt.

    https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=xEZkboB9&id=5BA34B1C8348B5C408ECCFDD6A10DDE9873E5975&thid=OIP.xEZkboB9K0kmZAqBTGDuYAHaKM&mediaurl=https%3A%2F%2Fcms.falter.at%2Fblogs%2Ffiles%2F2020%2F07%2Fkronen-zeitung-2011_03_15_anti-atom-kampagne_medienkritikwien.jpg&cdnurl=https%3A%2F%2Fth.bing.com%2Fth%2Fid%2FR.c446646e807d2b4926640a814c60ee60%3Frik%3DdVk%252bh%252bndEGrdzw%26pid%3DImgRaw%26r%3D0&exph=688&expw=500&q=kronenzeitung+titelseite+vom+3.+j%c3%a4nner&simid=608029084245916355&form=IRPRST&ck=B473E65E3652E8A3371FDC58D36AA458&selectedindex=5&ajaxhist=0&ajaxserp=0&vt=0

  3. Erich

    @ProWien: bitte hören sie auf, Fukushima als gefährliches Beispiel zu bringen!Ja, dort wurden Mängel ersichtlich, die aber die Japaner alle im Griff hatten. Die vielen Toten hatte alleine der Tsunami verursacht. Zudem bleibt die Entwicklung nicht stehen und Tschernobyl dient nur mehr als Schulbeispiel für fehlerhafte Bedienung (die durch entsprechende Regelungen und Einrichtungen ausgeschaltet werden). Wenn wir dann noch emotionslos über Endlager diskutieren könnten und Energie aus AKW nicht mehr als gewaltige Bedrohung empfinden dann täten wir uns alle leichter. Zudem verwerten moderne Klein-AKWs bereits abgebrannte Brennstäbe.
    Was der letzte tote Fisch mit AKW zu tun hat erschließt sich mir nicht; soll wohl rein der Panikmache dienen. Außerdem vermisse ich ihre bauchbaren Hinweise auf Ersatzquellen für den Strom, der derzeit von AKWs erzeugt wird (und zwar 24h täglich, 365 Tage im Jahr – nicht nur wenn die Sonne scheint oder der Wind weht!!!) Ist ihnen klar, wieviel Boden durch Photovoltaik versiegelt wird und wieviel Tonnen Beton ein Windrad benötigt? ich glaube nicht. Aber heutige Grüne sehen leider an der Realität immer mehr vorbei und sind reine Blockierer geworden.

  4. aneagle

    Bin gespannt, wie die Grünen die Kurve kriegen:
    *Einen Irrtum aus Wissensmangel und Ignoranz zugeben?
    Eher unterstützen die Grünen den Bau des Lobautunnels.
    * Etwas Machtaufgabe weil moderne Atomkraftwerke tatsächlich eine Lösung sein können, aber damit leider,leider an Einfluß verlieren?
    Never ever! eher friert die Hölle zu, als dass Grüne zum Wohle unseres Staatsgefüges einen Millimeter Macht abgeben.
    Das muß sich Österreich,wie bereits gewohnt, teuer von den Grünen erkaufen.

    Nein, jetzt wird sich zeigen ob die EU tatsächlich ein Friedensprojekt ist, wie Herr Nehammer in einem voreiligen Kniefall gegenüber dem Kraken aus Brüssel unnötigerweise geflötet hat. Vor allem aber, weil Deutschland nicht gewohnt ist unrecht zu haben. Ganz ähnlich wie bei den Grünen, ist echte Demokratie kein vordringliches Ziel des Exportweltmeisters in vorbildlicher Beispielhaltung. Aber Deutschland hat 16 Jahre Selbstbetrug hinter sich und wird auch diese Realtätskrise mit “wir schaffen das” alternativlos meistern. Viel Erfolg.
    Warum aber Österreich immer im falschen EU-Boot sitzt, erschließt sich mir nicht. Zumindest ein schnelleres Verfahren bei Wasserkraftwerkszulassungen könnte man den Grünen jetzt, zum Wohle Österreichs, abpressen

  5. Johannes

    Die Gegner der Atomkraft welche meist auch Gegner der bisherigen Kohlekraftwerke und,so wie Gewessler, zusätzlich auch Gegner von Gaskraftwerken sind bleiben ständig eine Antwort schuldig. Wie soll der Energiebedarf der Zukunft gedeckt werden?

    Gewessler spricht davon das Österreich in überschaubarer Zeit 100% des Strombedarfes aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen wird.
    Dazu müssten zweifellos die meisten landwirtschaftlichen aber auch Naturflächen mit Windrädern zugepflastert werden. Selbst dann wird aber die Stromerzeugung nicht kontinuierlich stattfinden, es werden Phasen sein in denen zuviel produziert wird und solche wo durch Mangel an Wind viel zu wenig produziert wird.
    An zwölf, im Winter weniger, Stunden am Tag wird kein einziges Kilowatt aus Photovoltaik geliefert werden.
    Strom wird nur dann verfügbar sein wenn die Natur Lust und Laune dazu hat, das ist wohl zu wenig um kontinuierlich den Bedarf zu decken.
    Ich fürchte die Grünen wissen um dieses Problem, es kümmert sie aber meiner Meinung nach wenig.
    Wer sein Auto nicht laden kann muss halt öffentlich fahren, wenn die Industrie zu wenig Strom zur Verfügung hat muss sie halt die Produktion drosseln, wenn am Abend die Lichter ausgehen muss man halt schlafen gehen, Gefriertruhen werden nicht mehr benötigt weil Fleischproduktion und Konsum sowieso verboten sein werden und Hafer benötigt keinen Eisschrank.
    Rundfunk und Fernsehen sendet nur zu bestimmten Zeiten und dann nur politische Folklore die erklärt wie schön das Leben ohne Strom ist.

  6. seerose

    Die Regierung reitet viele tote Pferde: eins davon ist die Impflicht und ein anderes Ihrer Meinung nach die Atomkraft. Aber es gibt sicher noch mehr tote Pferde, wie die österreichischen Steuerzahler leidvoll erfahren mussten. Der Steuerzahler muss nämlich für all die halbtoten und toten Gäule aufkommen.

  7. sokrates9

    Die Grünen bemerken sicherlich nicht dass sie tote Pferde reiten.Einerseits sind sie voll konzentriert sich im Sattel zu halten, dass keine Bewegung und nichts weitergeht fällt ihnen auch nicht auf, zählt ja zu ihrer DNA, und intellektuell ein totes Pferd zu erkennen solange es nicht stinkt ist bei Schulabbrechern auch intellektuelle Herausforderung.
    Ich hätte gerne einmal eine fundierte sachliche Darstellung pro und contra Atomtechnologie, die sich ja die letzten 60 Jahre ausgenommen in Österreich / Deutschland sich technisch weiterentwickelt hat.Beim Atomreaktorbau war die Voest mit ihrem Stahlknowhow übrigens zeitlang führend, bis die Ersten Grünen kamen-…Anschober ist da “lobend zu erwähnen”.Wenn man als Argument heranzieht dass deutsche Reaktoren durch einen Tsunami zerstört werden könnten ist man intellektuell in der Steinzeit hängen geblieben..

  8. Reinhard Kaske

    Schule und Medien haben versagt. Bei “Atom” und Gentechnik” setzt bei Österreichern der Verstand aus.#
    Übrigens: Wie nennt man es wenn auf der Autobahn ALLE entgegenkommen? Geisterfahrer.

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