Österreichs Steuer-Scheinheiligkeit

“……Steuer-Schlupfloch Luxemburg? Was Juncker kann, das können Häupl, Faymann, Schelling, Pröll und Co. in Österreich schon lange. Ein Sittenbild…” (Lesenswert, hier)

25 comments

  1. Thomas Holzer

    Jetzt aber bitte keine Neiddebatte mit der Frage: “Wer kann es besser?” 😉
    Außerdem, der wesentliche Unterschied zwischen diesen bösen Kapitalisten und unseren Politikern ist doch der, daß unsere Politiker all dies doch nur unternommen haben, um die Steuerlast des Einzelnen in Österreich zu senken. All diese Aktivitäten dienen doch nur zu unser aller Wohl! Wer diese Weitsicht und Fürsorge unserer Politiker nicht sieht und verstehen will, ist ein ganz böser Kapitalist, Spekulant und Reicher 😉

  2. Christian Peter

    dämlicher Artikel. Solange es Steueroasen gibt werden selbstverständlich alle Großunternehmen und Konzerne die Schlupflöcher nutzen. Wer zahlt freiwillig mehr Steuern als nötig ?

  3. aneagle

    Quod licet jovi,…..
    Das gemeine Steuervieh aus 100% österreichischer Steuerviehzucht, kann höchstens einen Kropf vor Wut bekommen, oder, wie G´tt schon öfter seufzte:” Das muss einmal ein Ende haben!”

  4. Thomas Holzer

    es gibt keine Steueroasen!
    Es gibt nur Staaten, in welchen mehr und Staaten in welchen weniger Steuern eingehoben werden; das kann man auch als Wettbewerb bezeichnen.
    Aber für eingefleischte Weltetatisten ist dies natürlich Teufelszeug.
    Daher: ein Weltstaat, eine Steuer für alle, natürlich möglichst hoch; alles verbieten, was dem Weltvolk schadet und alles wird gut; CP for president 🙁

  5. Christian Peter

    ‘CP for president’

    warum nicht. Ich würde alle Privilegien für Kapital, Großunternehmen und Konzerne beseitigen und im Gegenzug die staatstragende mittelständische Wirtschaft erheblich entlasten. Wäre doch keine schlechte Sache, nicht wahr ?

  6. Thomas Holzer

    Mit all den Verboten, welche Sie noch zusätzlich durchsetzen wollen………nein danke!

  7. Christian Peter

    ‘mit allen Verboten’

    warum nicht, wenn diese Verbote der Freiheit dienen (z.B. Nichtraucherschutz, Strafgesetze). Linksliberale sollten sich das berühmte Zitat hinter die Ohren schreiben : ‘Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.’

  8. Thomas Holzer

    genau, also respektieren Sie bitte meine Freiheit!
    Ich schreibe Ihnen nicht vor, zu spielen, Alkohol zu trinken, einer Glaubensgemeinschaft beizutreten, Drogen zu konsumieren, zu rauchen, et al. oder auch nicht.
    Diebstahl, Raub und Mord sind sowieso schon verboten; man halte die 10 Gebote ein, und die Welt wäre wahrlich ein klein wenig besser; da brauchen wir keinen CP

  9. Christian Peter

    ’10 Gebote’

    wäre der Mensch ein perfektes Wesen, bräuchten wir Gesetze nicht. Bis es soweit ist, werden wir mit Vorschriften leben müssen.

  10. rider650

    Jeder ist Eigentümer dessen, was er mit seiner Hände Arbeit erschafft oder im freiwilligen Tausch mit anderen rechtmäßigen Eigentümern erwirbt. Wenn einem rechtmäßigen Besitzer sein Eigentum unter Gewaltandrohung genommen wird, so ist das Raub, und ein Verbrechen. Steuern sind Raub und ein Verbrechen. Jede Steuer, immer und überall.

    Darum ist jede Steuersenkung, jede Steuererleichterung und jede Steuerhinterziehung zu begrüßen, weil so mehr Ressourcen den ehrlichen Erzeugern zur Verfügung stehen und ihren Präferenzen gemäß verwendet werden können. Wenn ich einen Knopf drücken könnte, und alle Steuern auf der ganzen Welt würden abgeschafft, ich würde nicht eine Sekunde zögern, ihn zu drücken. Wenn ich einen Knopf drücken könnte, und nur die Reichsten der Reichen müssten keine Steuern mehr zahlen, so würde ich auch diesen drücken. Weil weniger Raub immer besser ist, prinzipiell.

    Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der die Räuber seit langer Zeit sehr fest im Sattel sitzen, und ihre Opfer durch lange Indoktrination dazu gebracht haben, falsch für richtig, und richtig für falsch zu halten. So werden ehrliche Eigentümer als “Steuerhinterzieher” gebrandmarkt, verfolgt und bestraft, wohingegen die Täter in den Augen der Allgemeinheit als die Ehrlichen, Gerechten und allgemein als Wohltäter dastehen. Was für eine Perversion.

    Und wieso akzeptieren die Leute das? Weil die Staatstäter ihnen von dem Geld, das sie ihnen geraubt haben, ein paar Dinge kaufen und ihnen hinwerfen, nachdem sie den Großteil der Beute für sich und ihre korporatistischen Hintermänner verprasst haben, nicht zuletzt für Propaganda, die den Leuten eintrichtert, dass sie auf wundersame Weise mehr zurückbekommen, als ihnen genommen wurde. Politiker sind anscheinend wie Jesus und können Wein in Wasser verwandeln, oder wie sonst soll diese wundersame Vermehrung von statten gehen? Oder ist es vielmehr so, dass jeder denkt, ihm werde mehr genommen als gegeben und er sei somit Profiteur des Verbrechens, und die Opfer, aus deren Tasche der ganze Raubapparat, das pralle Leben der Räuber und der eigene bescheidene Anteil an der Beute finanziert wird, seinen andere? Und sind diese Leute nicht moralisch fast so korrupt wie die eigentlichen Täter? Und sind diese Leute nicht über ihre geheime und feige Legitimation der Verbrechen mittels der Wahlurne noch viel schlimmer als die Politiker und Beamten, die immerhin für alle sichtbar als Täter in der Öffentlichkeit stehen, im Gegensatz zum Wähler?
    Wenn dies nicht so wäre, und Geld in Staatshand besser verwendet würde, als in Privathand, müsste schließlich jeder gerne mehr Steuern zahlen, da der Staat das Geld besser verwenden würde, als er selbst. Alleine dass dies nicht so ist, dass jeder versucht, möglichst wenig Steuern zu zahlen und möglichst viel von dem, was anderen genommen wird, aus der Hand der Staatstäter zu erhalten, beweist die Doppelmoral und die moralische Korruption des Systems, das alleine an Gier und Neid jedes einzelnen appelliert, und Recht (im Sinne von Naturrecht) verhöhnt.

  11. Thomas Holzer

    Deswegen gibt es seit über 2000 Jahren die 10 Gebote; oder nennen Sie diese meinetwegen Gesetze, Vorschriften.
    Und wenn Sie z.B. in Wien sitzen und jemand anderer 500 Km von Ihnen entfernt, schränkt dieser Ihre Freiheit sicher nicht(sic!) ein, wenn er sich zudröhnt und/oder eine Zigarette raucht.

    Ihr Absolutheitsanspruch ist mehr als nur anmaßend!

  12. Christian Peter

    @thomas holzer

    Sie irren, denn ein Großteil der Drogenkonsumenten fällt der Gesellschaft zur Last. Daher gibt es das Gebot, keine Drogen zu konsumieren.

  13. Christian Peter

    @rider650

    Sie irren. Steuerprivilegien sind nichts als Subventionen (Die Begriffe ‘Steuerprivileg’ und ‘Steuersubvention’ sind ident) und die Beseitigung von Subventionen ist eines der urliberalsten Anliegen.

  14. Thomas Holzer

    Natürlich gibt es kein Gebot, Drogen zu konsumieren.
    Es gibt auch kein Gebot hoffärtig zu sein!

    Auch “Spiel-, Internet-, Alkoholsüchtige”, zur Fettleibigkeit, Magersucht Neigende; alle fallen mehr oder weniger der Gemeinschaft zur Last.

    Sie sollten Alle und Alles verbieten, bis nur noch Sie übrig bleiben, dann gibt es niemanden mehr, welcher Ihnen zur Last fallen könnte. Sie könnten sich ja mit sich selbst vermehren, um den besten aller Menschen zu schaffen 😉

    Ich hoffe doch wohl, Sie haben den Mut zu dieser radikalen Konsequenz 🙂

  15. Rennziege

    Erfreulich!
    rider650 blickt mit erfrischend weitem Horizont und unaufgeregt in und auf die Welt. Verglichen mit Christian Peter, dem das historische “Heureka!” aller Wissenschaften schon ins Trenzpaterl (für nicht ganz eingeweihte Kenner des österreichischen Idioms: ins Baby-Lätzchen) eingestickt wurde, ist er oder sie ein Geistesgigant.
    Endlich wieder jemand, der sich und dem Rest der Welt keine Handschellen als alleinigen Weg zu Wohlstand und Glück anhängen will.
    Herzliche Grüße!

  16. Christian Peter

    @Rennzicke

    haben Sie inhaltlich auch etwas zum Thema beizutragen oder wie immer nur nur leeres Gerede ?

  17. rider650

    @Christian Peter Eine Subvention wäre es, wenn ich Empfänger von geraubtem Gut aus Staatshand wäre. Ein sogenanntes “Steuerprivileg” bedeutet lediglich, dass mir weniger geraubt wird, als anderen. Dies ist ein bedeutender Unterschied – das eine macht mich zum Mittäter, das andere erleichtert meine Bürde als Opfer etwas. Und dies gönne ich jedem, wirklich jedem Menschen.

    Mir ist klar, dass die meisten Menschen, die sich liberal nennen, den Staat und somit Steuern befürworten, und ihn lediglich mehr oder weniger zusammenstutzen wollen. Dies entspricht ungefähr der Haltung von Menschen, die sagen “ein bisschen” Verbrechen sei ok, oder man dürfe eine Frau ruhig “ein bisschen” vergewaltigen, aber nicht zu viel. Die konsequente Haltung dagegen muss lauten, Raub, und somit Besteuerung, prinzipiell abzulehnen.

  18. Christian Peter

    @Rider650

    ‘Steuern sind Raub’

    meinen Sie das ernst ? Ohne Steuern lässt sich kein Gemeinwesen finanzieren. Außerdem ist es kindisch, weil die allermeisten vom Staat erbrachten Leistungen auch bezahlt werden müssen, wenn Private diese Leistungen erbringen (mitunter wird es dann noch teurer). Sprechen Sie auch von ‘Raub’, wenn Unternehmen für erbrachte Leistungen eine Gegenleistung (Entgelt) verlangen ?

  19. PP

    Ich kann auch mit (mäßigen, freilich bei weitem nicht 50% +) Steuern leben, wenn die Gegenleistung passt. Aus ordoliberaliber Sicht wird durch Steuerprivilegien einiger weniger meine Wettbewerbsfähigkeit und damit meine Freiheit eingeschränkt.
    Ich mache mir aber keine Illusionen, dass ich auch nur 0,1% weniger Steuer hätte, wenn die Privilegierten meinen Steuersatz (also in etwa KöSt) hätten.

  20. Mourawetz

    Menschen können ja selber gar nicht beurteilen, was gescheit ist. Das kann der Staat viel besser für sie . Wird ein Mensch zum Beamten, so wird ihm auch gleichzeitig kraft dieser Beförderung unermessliche Weisheit zuteil, die ihn zur Lenkung und Besteuerung der Untertanen befähigt. Er wird sozusagen schwuppdiwupp vom Bauerntölpel zum Allmächtigen per Beamtenstatus. Man möchte mit Stanislaw Lem sagen, dass die Tragik unserer Zeit es ist, dass der Sozialismus nicht an Mäusen ausprobiert wurde. Schon seit knapp 100 Jahren müssen wir das sozialistische Experiment über uns ergehen lassen.

  21. Dorfbewohner

    @rider650
    Danke für die klaren Worte!
    @ Christian Peter
    Haben Sie inhaltlich auch etwas zum Thema beizutragen, oder wie immer nur leeres Gerede?

    Ich würde Ihnen raten, mal in einem Gemeinwesen mitzuarbeiten, in dem die Beteiligten ihren “Steuersatz” selbst festlegen können.
    Dann würde sogar Ihnen klar, warum das bei Staatsgläubigen als Geschäftsgrundlage ausscheidet!

  22. rider650

    @Christian Peter

    Steuern sind Raub. Sicher meine ich das ernst. Wenn ich gegen meinen Willen unter Gewaltandrohung gezwungen werde, mein rechtmäßiges Eigentum herzugeben, dann erfüllt das ohne jeden Zweifel den Tatbestand – und nichts anderes macht das Finanzamt. Dass die davon auch ein paar Sachen kaufen, die mir nutzen, ändert nichts an dem ursprünglichen Akt. Und dass Sie meinen, ohne diesen Raub hätten wir alle ein schlechteres Leben, ändert auch nichts an der verbrecherischen Natur des Aktes.
    Unternehmer hingegen machen mir ein Angebot, dass ich ablehnen darf, ohne dafür in den Knast zu wandern (oder erschossen zu werden – das passiert nämlich, wenn man sich den Staatsschergen konsequent verweigert und auf sein Recht besteht).

    Aber selbst wenn wir die Moralfrage ausklammern und rein utilitaristisch argumentieren wollen, ziehe ich die Annahme, dass wir alle ohne den Staat und seine Steuern ein schlechteres Leben hätten, in Zweifel. Es gibt keinen Anlass zu der Vermutung, dass die Menschen nicht all die Sachen, die sie brauchen, und die ihnen im Moment der Staat bietet (meistens weil er allen anderen verbietet, diese Leistungen zu erbringen), nicht auch ohne den Staat kaufen würden – und dass nicht andere Menschen diese Leistungen anbieten würden. Nur können viel Menschen sich das nicht vorstellen, weil sie es nie erlebt haben, das beispielsweise Rechtssprechungs- oder Sicherheitsdienstleistungen privat im Wettbewerb angeboten werden.

    Mal ein Beispiel: seit Anbeginn aller Zeiten würde Brot nur in der staatlichen Bäckerei produziert, und jeder müsste eine Brotsteuer dafür entrichten. Würde ich nun vorschlagen, dass Brot doch viel besser privat produziert werden könnte, dass es dann viel mehr Auswahl gäbe, es billiger wäre, und überhaupt die Menschen, die kein Brot mögen, es auch nicht bezahlen müssten – Sie würden mich sicher auch fragen, ob das mein Ernst sei. Das würde doch die Brotversorgung gefährden. Die Qualität sei nicht gewährleistet, wir würden alle von den profitgierigen Privatbäckern vergiftet. Die Armen könnten sich kein Brot mehr leisten, weil sofort Monopole mit Mondpreisen entstünden. Private Bäckereien würden sich Schießereien liefern, um die Konkurrenz loszuwerden.

    Anschließend würden Sie in Ihre Staatsbäckerei gehen und Ihren backsteinharten Einheits-Staatsbrotlaib vom unfreundlichen Bäckereibeamten in Empfang nehmen, der Ihnen wöchentlich zugeteilt würde, für Ihre Brotsteuer von nur 100 € im Monat.
    Das glauben Sie nicht? Dann fragen Sie mal die Menschen aus den Ex-Ostblockstaaten, die hatten ein zu 100% steuerfinanziertes “Gemeinwesen” (naja nicht 100%, es gab ja noch den Schwarzmarkt, ohne den alles schon viel früher zusammengebrochen wäre).

  23. Christian Peter

    @rider650

    die Vorstellung eines Gemeinwesens ohne Staat ist doch nichts als Science – Fiction. Aktuell lässt sich das Phänomen schwacher bzw. zerfallender Staaten in einigen afrikanischen und arabischen Staaten beobachten, gewöhnlich herrscht in einem solchen Zustand nackte Gewalt – von Freiheit keine Spur.

  24. Christian Peter

    @rider650

    nach libertärer Lesart müsste es sich bei schwachen Staaten, in denen der Staat kaum Steuern eintreibt (Steuerquote : 10 – 15 %), keine entwickelte Bürokratie existiert, Recht und Gesetze kaum eine Rolle spielen und sich die Regierenden nicht um das Privatleben der Bürger kümmern um besonders prosperierende Gegenden handeln : Kongo, Sudan, Chad, Yemen, Zimbabwe, Nigeria, Kenia, Äthiopien, Burundi, Liberia, Bangladesch, Gambia, Kamerun, Uganda (u.a.). Wie erklären Sie sich, dass es sich dabei um die ärmsten Länder der Erde handelt ?

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