7 Gedanken zu „Offshore-Sozialismus, sozusagen

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    jetzand wart`ma ab, ob es nicht ein paar österreichische Sozialisten auch erwischt? Ich hätte da ein paar in Verdacht?

  2. Rennziege

    Rainer Hank zum Thema, erfrischend unaufgeregt:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nach-offshore-leaks-hatz-auf-reiche-12139563.html

    Wie alles im Leben ist auch Reichtum cum grano salis zu betrachten:

    Was hat es mit dem Leak zu tun, wenn diejenigen, die die Daten öffentlich machen, jetzt brüllen, „parasitärer Reichtum“ sei verwerflich und „Geld verpflichtet“? Wer ist mit dem Schmarotzervorwurf gemeint? Nein, Reichtum ist überhaupt nicht verwerflich und Geld verpflichtet erst einmal zu gar nichts. Wer ordentlich zu Geld gekommen ist (sei es durch Arbeit, durch Erbe oder, horribile dictu, durch erfolgreiche Spekulation), kann damit machen, was er will: teure Yachten kaufen, griechische Staatsanleihen zeichnen, eine Internet-Firma gründen oder den Reichtum den Enkeln vermachen. Rechenschaft darüber ist er niemandem schuldig.

    Ich kann den Schluckauf diverser Altwelt-Volksbeglücker bis hierher glucksen hören. 🙂

  3. Reinhard

    Als der deutsche Finanzminister, ein böser Liberaler und damit natürlich erklärter Freund der angeblich hunderttausenden superreichen Steuersünder, die Herausgabe aller Daten zur Auswertung durch die Finanzbehörden forderte (immerhin werden Milliarden Steuerbetrug kolportiert) weigerten sich die Redaktionen plötzlich und faselten von “Redaktionsgeheimnis” und “Quellenschutz”.
    Hätten sie die Hosen runtergelassen, wäre eben ihr roter A*** zum Vorschein gekommen, die Quelle der populistischen Sch***, die sie verzapfen.

    Nichts lässt sich besser bedienen als Sensationsgier und Neid.

    Der Boden, der damit bereitet wird, ist bekannt. Die Geschichte lehrt: erst sucht man sich eine Gruppe, die im Falle der Vermögenskonfiszierung reiche Beute verspricht, und dann baut man sie zum allgemeinen Feindbild auf. Das Volk wird aufgehetzt, empört, zu Neid und Hass getrieben, und dann wird gegen diese Gruppe mit aller Härte und mit tatkräftiger Unterstützung des Pöbels vorgegangen. Das eigentliche Ziel der Judenverfolgung im Dritten Reich war nicht der kleine Gemischtwarenhändler am Eck sondern die Bank- und Industriekapitäne, die Immobilienbesitzer und Landherren. Die restlichen hunderttausenden Opfer lieferten mit ihrem konfiszierten Vermögen nur noch ein Körberlgeld für die Kriegskassa dazu; Kollateralschäden des sorgsam auf den maximalen Enteignungserfolg ausgerichteten Hasssturmes der “Volksgenossen”.
    Was heute passiert, ist Wiederbetätigung. Alles, was da an Meldungen über “die Spekulanten” und “die Reichen” mit der allgemeinen Schuldvermutung, es müsse sich immer und ohne Ausnahme um den Ärmsten abgepresste Schwarzgelder, um Gewinne aus kriminellen Machenschaften handeln, zusammenfabuliert und diskutiert wird, wird dann seinen eigentlichen Zweck erfüllen, wenn die Quelle dieses Übels, die Gruppe, die dort kollektiv als Schuldige erkannt wird, öffentlich gemacht wird.
    Warten wir mal ab, lange kann es nicht mehr dauern und der Hase springt aus dem Hut…

  4. Wolf

    So ganz verstehe ich die Aufregung nicht: der Besitz eines Kontos im Ausland ist ja weder verboten noch unmoralisch. Das wäre erst der Fall, wenn dort unversteuertes Schwarzgeld liegen würde; davon habe ich aber bei Cahuzac noch nichts gehört.

  5. Ehrenmitglied der ÖBB

    @Wolf
    das Hauptproblem des Herr Cahuzac ist, dass er das Parlament und die Öffentlichkeit angelogen hat in dem er behauptete, er hätte kein Auslandskonto!

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