“Ohne Zins droht das Chaos”

Von | 27. Mai 2016

“Die Nullzinspolitik der EZB zerstört die Basis unseres Wohlstands. Um ein soziales Chaos und das Abgleiten in die monetäre Planwirtschaft zu verhindern, müssen die Zinsen wieder steigen….” (hier)

17 Gedanken zu „“Ohne Zins droht das Chaos”

  1. Thomas Holzer

    Das sehen aber unsere muslimischen Mitbürger sicherlich ganz anders 😉

  2. Alfred Reisenberger

    Dieser Artikel ist teilweise so falsch, das ist einfach unglaublich. :-(((

  3. wbeier

    Zwar mangelt es mir an finanzökonomischer Bildung, doch eines ist fast körperlich spürbar: Die Transformation des gesamten Geldsystems in ein – sagen wir salopp – Bezugspunktesystem (den Essensmarken der Nachkriegszeit nicht unähnlich). Wenn im Auftrag Brüssels oder Washingtons die Druckmaschinen rauchen, kann dabei nichts Wertiges mit irgend einer Form realer Deckung herauskommen. Ramsch mit Ramsch verzinsen?
    Dabei kommt es doch darauf an a) die ausufernde Schuldenpolitik der Verwaltungen weiter zu schreiben und zu vertiefen und b) private Guthaben für die bunte Waren- und Dienstleistungswelt fruchtbar zu machen und Kreditaufnahmen zu attraktivieren. Wer fragt da noch nach Zins?
    >Verkaufts das Gwand – mia foan in Himmel<

  4. Alfred Reisenberger

    @Holzer. Lieber Herr Holzer. Ich bin 100% gegen die Einwanderung und alles was muslimisch ist, aber den Zusammenhang zwischen der Nullzinspolitik und den Muslimen müssen Sie mal erklären.

  5. Wernervt

    @Reisenberger
    Vielleicht spielt Herr Holzer auf das islamische Zinsverbot (=Nullzinsen) an?

  6. Selbstdenker

    Das Chaos ist bereits da: bei uns im Westen Österreichs wird mit Geld, das in 100 Jahren erst verdient werden muss, gebaut was das Zeug hält. Dementsprechend steigen auch die Grundstückspreise rasant an, was für die Politik wieder Anlass zu neuen interventonistischen Eingriffen ist – die wiederum alles teurer machen.

    O-Ton eines Bankers: “…an das Zurückzahlen denkt niemand mehr. Und wenn man einen Kredit aufgrund fehlender Eigenmittel verweigert, vergibt ihn halt eine andere Bank. Sobald der ZInstanz in die Höhe geht, werden der Reihe nach Kredite fällig gestellt werden. Das wird dann zu einer Art Schneeball Effekt führen. Die Lage bei uns ist ähnlich der Subprime-Krise in den USA.”

    Ich sag nur: Debt-Equity-Swap.

    Wer dann wohl als Käufer der verbilligten Immobilien in Europa auftreten wird?

  7. Falke

    Naive Frage: Der Staat holt sich ja auf (Sparbuch-)Zinsen die 25%-ige KESt. Wie wäre das nun bei “Negativzinsen”: da müsste der Sparer ja eigentlich Geld vom Staat zurückbekommen. Oder?

  8. Gerald Steinbach

    Falke@ Eigentlich ja, es müsste einen Verlustausgleich geben da es sich hier ja um einen eindeutigen Verlust handelt, bei Aktien ist ja dies schon so
    Deswegen wird’s aber auch keinen Negativzins geben für Privatsparer, da wird die EU schon im “Interesse” der Kleinen Sparer sorgen, man ist ja schließlich für die “kleinen” Sparer da

  9. Selbstdenker

    @Falke:
    Da hat Schäuble bereits vorgesorgt: negative Zinsen laufen unter dem Titel nichtabzugsfähige Gebühr.

  10. gms

    Alfred Reisenberger,

    “Dieser Artikel ist teilweise so falsch, das ist einfach unglaublich. :-(((”

    Ach?! Und weil das vorgeblich so ist, sind allfällige Kritiker des Artikels dermaßen betrübt und geistig von der Rolle, daß sie nichtmal ansatzweise Falsches aufzeigen und statt dessen einzig einer prellenden Klammertaste Auslauf gönnen können.

    Wollte man aber tatsächlich ein Haar in der Suppe finden, läßt es sich an nachfolgender Aussage Thorsten Polleits festmachen: “Ganz zu schweigen von der Vorstellung, der natürliche Zins könnte negativ werden; was das ökonomisch bedeuten soll, lässt sich vom menschlichen Geist nicht einmal erfassen.”

    Man kann nämlich tatsächlich verstehen, was das bedeuten würde: Die Gleichsetzung von Geld mit Giftmüll, einem Ungut, einer Entitiät, die man nicht annimmt, so man hierfür nicht zugleich entschädigt wird. Die grassierende Vergiftung des Zusammenlebens mittels orwellscher Sprachverdrehung findet dabei erstmalig seine Wirklichkeit gewordene Umsetzung im Leben aller Bürger, sie läßt sich nicht mit einem Kopfschütteln und flankierend gerecktem Mittelfinger verwerfen, sondern schlägt handfest und unvermeidbar mit der zwanghaften Umverteilung von Wohlstand durch.

    Selbst wenn man sich mit hoffnungslos vernagelten Geistern nicht darauf darauf einigen könnte, daß die aktuelle wirtschaftliche Malaise erst dem bisherigen Treiben der Zentralbanken erwuchs, so kann doch selbst von diesen Blinden nun unschwer geleugnet werden, das monetäre Irrtumskartell agiere aktuell nach dem Motto, es bedürfe der forcierten Gewalt, wenn der Markt nicht mehr freiwillig die vorgegebene Richtung einschlägt.
    Offensichtlich können Zentralbanken nicht nur Wertloses in beliebiger Menge generieren, sondern auch etwas von negativem Wert, das mit Hilfe des Staates und seiner Gesetze zum Geldwesen den Untertanen als etwas Schuldbefreiendes oktroyiert wird. Folge dessen ist ein gigantischer Staubsauger, der weniger bedruckte Fetzen in die Börsen einiger weniger Player saugt, denn vielmehr reale Güter.

    Der sprichwörtlich kleine Mann kann sich vom Drogenmarkt fernhalten, er muß auch keine Geschäfte machen mit Hütchenspielern oder Menschenhändlern mit deren geschminkten Leichen in ihren Auslagen, aber den Handschellen eines pervertieren Geldwesen kann er sich definitiv nicht entziehen, ohne daß er an sich selbst körpernahe mit dem Schneidbenner operiert.

    Offen bleibt die Frage, ob und wann die zu auszusackelnden Schafe an der Basis der Machtpyramide den Braten riechen und wie sie darauf reagieren. Der Ausrede der Politik, Zentralbanken agieren unabhängig, kommt bei Tageslicht diesselbe Bedeutung zu wie jene der Mafia, ihre Schlägerbanden zum kriminellen Geldeintreiben hätten keinen Auftrag und deren Wirken sei allein zufallsbedingt in deren Interesse. Daß hier zwei profitierende Gruppen von Psychopathen im selben Bett liegen, zwischen die kein Seidenleintuch paßt, kann und muß inzwischen auch jenen einleuchten, die bislang das Geldwesen ebenso wenig verstanden, wie Quantenphysik.

  11. gms

    Gerald Steinbach,

    “Eigentlich ja, es müsste einen Verlustausgleich geben da es sich hier ja um einen eindeutigen Verlust handelt, bei Aktien ist ja dies schon so”

    Verluste aus Veranlagungen lassen sich allein mit Gewinnen von vergleichbaren Veranlagungen gegenrechnen, nicht aber mit sonstigen Erträgen, sei es aus Erwerbsarbeit oder Verpachtung. Wollte man also eine Analogie gelten lassen, wären allein gezahlte Zinsen des einen Kontos im Plus gegenüber zugleich noch erhaltenen Zinsen eines anderen abzugsfähig. Hat man aber nur ein einzige Konto oder zahlt auf allen Konten Geld fürs eigene Guthaben, besteht eine Gleichbehandlung zu Wertpapierveranlagung.

    Anders gesagt: Bereits jetzt ist dem Finanzminister egal, ob jemand am Depot Verluste erleidet, während er zugleich bei Profiten lustvoll mitschneidet. Ebenso sind Aufwände zur Depotführung nicht absetzbar, was gleichfalls nicht für eine Besserstellung von Aktienveranlagung spricht. Schäubles Wahnsinn hat somit durchaus Methode.

  12. Thomas Holzer

    @Falke
    Vom Staat Geld zurückbekommen?!
    Der war gut, den muß ich mir merken

  13. Thomas F.

    Den Zinssatz sollte der Markt bestimmen so wie jeden anderen Preis auch. Wenn dabei 0% herauskommen, soll es mir recht sein. Aber am Markt würden sich eher so um die 7% ergeben, hat die Geschichte gezeigt. Draghi sei Dank werden davor alle hemmungslosen Schuldenmacher dieser Welt geschützt, allen voran Regierungen. Wozu hat man schließlich Zentralbanken?

  14. Gerald Steinbach

    27. Mai 2016 – 14:33 gms
    Danke für die Info, hätte ich aber selbst wissen müssen, da ich gleich Anfang des Jahres ein Aktienpaket mit Verlust verkauft habe und erst später, nachdem ich eines mit Gewinn verkauft habe einen Teil des Verlustausgleiches bekommen habe
    Asche über mein Haupt

  15. gms

    Gerald Steinbach,

    keine Sorge, so unplausibel war Ihr Gedanke ja nicht, scheitert er doch einzig am übergeordneten Prinzipienbruch des Gesetzgebers.

  16. gms

    Thomas F.,

    “Aber am Markt würden sich eher so um die 7% ergeben, hat die Geschichte gezeigt.”

    Das kann sein, doch einen echten Markt gibt es nicht, solange der Markt von Zentralbanken dominiert und dies speziell in Europa durch die Schlechterstellung privaten Risikokapitals noch verschärft wird. In den USA wird die Wirtschaft zu rund zwei Dritteln von Privaten finananziert, in unseren Breiten haben Geschäftsbanken diesen Anteil.

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