Osteuropa: Die EU als Sugardad

Von | 4. Juli 2016

“In den Staaten Osteuropas sind noch keine akuten Abspaltungstendenzen von der EU zu erkennen. Der Grund: Die Staaten profitieren enorm von den Fördergeldern aus Westeuropa. Doch ein weiterer, dem Brexit vergleichbarer Schock könnte die Staaten ermutigen, nationale Alleingänge ins Auge zu fassen.” (hier)

9 Gedanken zu „Osteuropa: Die EU als Sugardad

  1. sokrates9

    Wo steht geschrieben dass wir eine “politische” EU brauchen? Immer diese schwarz – weiß – Philosophie!
    Es ist zweifellos richtig dass ein Wirtschaftsraum viele Vorteile bietet!” Warum man aber einen Euro braucht um Griechenland und andere Club – Med Länder durchzufüttern ist nicht nachvollziehbar! Auch wenn Strafzahlungen der EU fällig werden weil sich die Länder einer Moslemisierung widersetzen wird die Stimmung schnell kippen!

  2. mariuslupus

    Den Visegrad-Staaten, nicht Osteuropa, sondern Mitteleuropa, geht es nicht nur um Geld. Es geht um Demokratie, die diese Länder erst vor einigen Jahren erlangt haben. Die Demokratie aufzugeben, und sich dem Diktat von Schulz, Juncker, Merkel, zu unterwerfen, ist für diese Länder keine Option. Ausserdem, der sogenannte “Sugardad” pfeifft finaziell aus dem letzten Loch, spielt aber den big spender mit Monopoly Geld. Der Beschluss die italienischen Banken mit 150 Milliarden Euro an Steuergeldern, zu retten, beweist, dass die EU-Kraten bewusst einen Konkurs und ein Finazdesaster ansteuern. Das Geld ist immer weniger Wert und für die Visegrad Staaten damit auch keine Option in der EU zu bleiben. Aber Genosse Schulz möchte die nächste Stufe des Zentralismus erklimmen. Eine EU Regierung. Diese Regierung wird dann von Merkel&Co in einen voll demokratischen Procedere ernannt.

  3. Falke

    Es besteht die Hoffnung, dass die Tendenzen zu einer “noch engeren EU” unter einer noch strengeren Führung durch Deutschland und Frankreich am Widerstand der Visegrad-Staten scheitern. Österreich würde es sehr gut anstehen, sich diesen Staaten – auch aus historisch-geographischen Gründen – anzuschließen.

  4. Fragolin

    @Falke
    Da scheitert nichts. Visegrad stimmt allem zu, solange es Geld gibt. Kommt es zu “Strafabschlägen” und ist die Mitgliedschaft nicht mehr nutzbringend, springen die ab. Und es scheint sogar im Interesse der EU zu sein, nach den Briten (so spart man sich einen harten Kämpfer im Machtgerangel, Frankreich und Deutschland können das jetzt allein ausschnapsen) auch den alten Ostblock (fungiert als massives NATO-Aufmarschgebiet eh als Bollwerk gegen den Russen und kostet sonst nur Geld, das der Club Med gerne selbst verbraten möchte) abzustoßen. Dazu muss man die nur genug anzwiedern, dass sie freiwillig gehen. Im Euro sind’s eh nicht, schon ahnen warum.
    Österreich zu Visegrad? Niemals! Es wäre vernünftig und sinnvoll, aber mit dieser Nomenklatura nicht machbar. Man hängt lieber als Hämmorhoide am Hintern Deutschlands als eine Führungsrolle im Osten zu spielen. Man beachte das Kriechen vor Merkel und das Großgekotze gegen Orban, dann weiß man, wo wir stehen. Unsere Obertanen lassen sich den Anschluss 2.0 an das Reich 4.0 nicht verhageln.

  5. Mona Rieboldt

    Fragolin
    Ich verstehe auch nicht so recht, warum gerade die SPÖ mit Kern und vorher Faymann den Schoßhund von Merkel spielen. Aber die Visegrad-Staaten sind sicher nicht in der Lage, von Österreich zu kaufen und gibt auch nicht den Tourismus und das Geld wie aus Deutschland.

    Da können die Österreicher noch so sehr die Deutschen hassen, aber der Tourismus ist eine große Einnahmequelle Österreichs. Und viele Deutsche fahren nach Österreich, machen da Urlaub, nicht nur im Winter. Und es ist ja auch ein schönes Land.

    Was ich hier schon gelesen habe an Hass von einigen gegen Deutschland, Deutsche allgemein, nicht nur gegen die deutsche Regierung, da ist die Liebe der Deutschen zu Österreich schon sehr einseitig.

  6. Kluftinger

    @ Fragolin / Mona R
    “Die Deutschen” gibt es so wenig wie “die Österreicher” oder “die Ami”.
    Es kommt immer darauf an, mit wem man es gerade zu tun hat. Dass es oft kulturelle Unterschiede gibt, dass vor allem Deutsche als präpotente Besserwisser auftreten ist richtig (in meiner beruflichen Praxis oftmals erlebt).
    Und dass manche Exemplare zum Kotzen sind ist auch richtig – aber “hassen”?????
    Und wenn deutsche Kollegen dann auf die Nase gefallen sind, war es mit Genugtuung verbunden (ich schäme mich 🙂 ).

  7. gms

    Falke,

    “Es besteht die Hoffnung, dass die Tendenzen zu einer „noch engeren EU“ unter einer noch strengeren Führung durch Deutschland und Frankreich am Widerstand der Visegrad-Staten scheitern.”

    Die Union der zwei Geschwindigkeiten ist längst beschlossene Sache, es bedarf daher keines Widerstandes jener Länder, die dem inneren Kreis nicht angehören werden.

    Eine Sonderrolle im Theater absurder Wortmeldungen nimmt dabei einmal mehr Schäuble ein, der einerseits klug genug ist davor zu warnen, gerade jetzt von einer Vertiefung der Union zu reden und zugleich ein EU-Heer thematisiert, das als nächster Schritt aufzugleisen sei.

  8. astuga

    Man darf auch nicht vergessen, eigentlich alle sog. ost- und südosteuropäischen Staaten sind Ausgangspunkte von innereuropäischer Migration (auch vorübergehender Arbeitsmigration).
    Auch deshalb gibt es dort wenig Interesse an einem Austritt.

    Für eine Staatenunion ist aber auch das keine gesunde Grundlage.

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