Parteiübergreifendes Antiflüchtlingsbündnis in Tschechien

“Im tschechischen Parlament formiert sich eine parteienübergreifende Antiflüchtlingsplattform, die unter anderem gegen EU-Flüchtlingsquoten und die „latente Islamisierung“ auftritt. Der „Plattform gegen Multikulturalismus“ hätten sich bereits 40 der 200 Abgeordnete angeschlossen, auch aus den Reihen der Regierungsparteien ANO und CSSD (Sozialdemokraten), schreibt die Zeitung „Pravo“ . (hier)

13 comments

  1. Falke

    Das beweist, dass alle tschechischen Parteien, von links bis rechts, vorwiegend das Wohl der eigenen Bevölkerung im Auge haben. Darüber besteht offensichtlich nationaler Konsens. Daran sollten sich viele andere Staaten, bzw. die dort agierenden Parteien, ein Beispiel nehmen.

  2. Mona Rieboldt

    Falke
    Da weiß man dann, wo man mal hinziehen kann, wenn es in D und A zu stärkerer Islamisierung kommt, als eh schon. Mir schwebt auch Polen und Ungarn als Wohnsitz vor.

  3. Gerald Steinbach

    In D und anderen Ländern dürften persönliche interessen unter den schirm der Menschlichkeit getarnt und mögen es noch so viele tote werden, es ist alternativlos
    Und als besonderes zuckerl kostet das den angestellten und Arbeitern zig Milliarden
    Nicht auszudenken was mit der Marie alles möglich wäre, irgendwie làuft da was schief, hoffe nun das dies auch nunmehr immer mehr autochthone erkennen

  4. gms

    Falke,

    “Das beweist, dass alle tschechischen Parteien, von links bis rechts, vorwiegend das Wohl der eigenen Bevölkerung im Auge haben.”

    Das relativiert sich, so man sich die Genese der ANO, deren Frontmann Andrej Babiš und die EU-Begeisterung dieser “Bewegung” verdeutlicht. Heute bestimmten die Sozialisten gemeinsam mit ANO die Geschicke Tschechiens, tatsächlich Liberale wie Václav Klaus und dessen ODS (Demokratische Bürgerpartei) wurden erfolgreich kaltgestellt. Mission accomplished.

    Daß man Zuzügler dem eigenen Volk nicht verkaufen kann, macht aus der anscheinenden Not sogar eine Tugend und bewahrt den Nimbus der gegen das Establishment kämpfenden Protestpartei, auch wenn seit September des Vorjahres die Haltung der Visegrad-Staat zum Thema Einwanderung der EU bekannt ist und daher aktuell — welch Überraschung — allein eine “ever closer Union” der Gründerstaaten plus Willigen die Tagesordnung dominiert.

    In kommenden Geschichtsbüchern wird daher die Flüchtlingsfrage angeführt werden als Grund für ein Europa der zwei Geschindigkeiten, das so niemand wollte (“Scheitert Schengen, dann explodiert der Kontinent!”), aber schließlich unvermeidbar war.

  5. sokrates

    Was kosten jedemOesterreicher die Fluechtlinge? Schaetze mindestens 10% vomjeweiligen Nettogehalt wenn man nichtnurdirekte Ausgaben sondern auchvermehrte Sicherheitsmasnahmen, Absage von Grossveranstaltungen und aehnliches in Rechning stellt!

  6. Afu

    Mona, zu Ihrem bevorstehenden Umzug nach Polen/Ungarn: Wieso gehen Sie davon aus, dass Sie dort gewollt sind? Die Leute waren und sind xenophob und nationalistisch gesinnt (warum sollten die Ungarn sonst derart massenweise auf Orbans krankem, aber punktgenau kalkuliertem Kauderwelsch (“alle sind gegen uns”) reinfallen? Er wurde ja nicht wegen seiner Antiflüchtlingspolitik gewählt, die war damals noch nicht aktuell und ist jetzt nur ein Mosaiksteinchen des Großen-Ganzen.

  7. mariuslupus

    Tschechen haben schon immer schlechte Erfahrungen mit Fremdherrschaft gemacht. Diese Initiative zeigt dass sie sehr sensibel auf die Versuche der Fremdbestimmung reagieren. Hauptsächlich wenn diese Fremdbestimmung aus Berlin kommt, und gleichzeitig mit einer Drohung verbunden ist.
    Merkel beruft sich immer auf die deutsche Geschichte, und meint Deutschland hat noch immer eine moralische Schuld die sie, Merkel, zu tilgen hat. Diese Behauptung ist zwar falsch, aber gleichzeitig beweisst sie das Gegenteil. Der Umgang Merkel`s mit Ländern in Mitteleuropa, mit den Nachbarn Deutschland`s beweisst das ihre Behauptung nicht stimmt. Merkel treibt durch ihre Bedrohungspolitik die Visegrad Länder in die Opposition. Damit gelingt ihr die Spaltung Europa`s vor der sie und ihre EU Kumpane händerringend warnen

  8. Falke

    @Mona Rieboldt
    Genau diese beiden Länder habe ich auch schon in Betracht gezogen; mehr noch, da ich dort Bekannte, Freunde und sogar (entfernte) Verwandte habe, habe ich mich vorsorglich sogar schon vor Ort erkundigt.

  9. gms

    Afu,

    “Er wurde ja nicht wegen seiner Antiflüchtlingspolitik gewählt, die war damals noch nicht aktuell und ist jetzt nur ein Mosaiksteinchen des Großen-Ganzen.”

    Korrekt. Er wurde gewählt, um die unsäglichen Sozialisten loszuwerden. Aber gut, daß Sie das mit der damals fehlenden Aktualität erwähnen, kontrastiert dies doch die behauptete Xenophobie der Ungarn als maßgebendes Momentum.

    Mit “krankem, aber punktgenau kalkuliertem Kauderwelsch” haben Sie zugleich das Treiben westlicher Medien auf den Punkt gebracht, deren Dämonisierungsambitionen politischer Kontrahenten der Wasserträger des Establishments sich mitterdings in historische Höhen vorturnen.

  10. Afu

    gms:
    Kauderwelsch hier und da, stimmt. Aber Orban ist ein Populist und Demagog sondergleichen, indem er die Menschen durch gezielte Lügen an Tatsachen vorbei, rein emotional, manipuliert, ihre schlechtesten Instinkte anspricht. Er ist ja nicht einfach nur gegen den Flüchtlingsstrom, gegen den ich genauso bin, er ist gegen alles, was “fremd” ist und hetzt ganz bewusst. Davon ab, wenn jemand die Meinungsfreiheit einschränkt, die Medien nicht mehr nur hintenrum sondern offen manipuliert und das Grundgesetz ändert, um seine Macht zu sichern – da möchte ich (auch) nicht gerne leben (bzw. ich lebte dort lang genug als Kind und junger Mensch). – Aber OK, dies ist ein Nebenpfad in der Diskussion.

  11. gms

    Afu,

    wir halten fest: Die einen warnen redlich, die anderen schüren Ängste. Die einen versprechen prosperierende Ökonomien durch millionenfache Geschenke in Menschengestalt, die anderen sind Populisten. Dominiert eine linke Statistik die Schlagzeilen, dann ist es breite Volksaufklärung, stammt eine Botschaft von Nichtlinken, kann das nur perfides Kalkül sein.

    Den Leuten stinken diese heuchlerischen Doppelstandards, sie haben die verlogenen Erklärungen satt, die ihnen tagtäglich aus Zeitungen und den Flimmerkisten versuchsweise auf die Netzhäute und von dort ins Hirn gebrannt werden. Alle Menschen kann man nicht für alle Zeit verschaukeln, und langsam, wenn auch zu langsam, wird der empirische Beweis für diesen uralten Spruch angetreten.

  12. astuga

    @Afu
    Angesichts eines Maas und einer Kahane in Deutschland, oder dem früheren Schweigen der EU zum mafiösen Medien Zampano Berlusconi (oder heute zu Erdogan)…
    Relativieren sich die Sünden Orbans.

    Wenn ich schon ein Arschloch als Regierungschef habe, dann wenigstens eines das sich zu seinem Heimatland bekennt.
    Weil unter “guten Menschen” und deren Auswüchsen haben wir schon genug gelitten.

  13. mariuslupus

    @Afu
    Mindestens einer Aussage von Ihnen kann ich zustimmen. Ungarn waren schon immer uri emberek. Das hat aber nichts mit der Politik des Orban bacsi zu tun. Schlagworte wie Populist, sind, Entschuldigung, lächerlich.
    Warum soll Viktor Orban Populist sein. Nur weil er die Interessen des eigenen Folkes höher stellt , als den EU Diktat merkelscher Prägung.
    Warum wird Merkel nicht als Linkspopulistin definiert ? Sie verspricht alles, und hält nichts. Zu Erinnerung – Rettung Griechenlands, alternativlos, “wir schaffen es”, usw.

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