Pilgern nach Mekka als Entlassungsschutz

Von | 24. April 2019

Ein interessantes arbeitsrechtliches Urteil in Deutschland: Grundsätzlich rechtfertigt zwar eine „Selbstbeurlaubung“ die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Etwas anderes gilt – im Rahmen der gebotenen Interessenabwägung – ausnahmsweise dann, wenn der Arbeitgeber den Urlaub hätte genehmigen müssen, insbesondere mit Rücksicht auf die religiöse Ausrichtung der Urlaubsnahme (hier: Teilnahme an einer Pilgerreise nach Mekka). Details hier

2 Gedanken zu „Pilgern nach Mekka als Entlassungsschutz

  1. astuga

    Das Urteil ist eine Absurdität (und dass sich Gerichte überhaupt mit dem Blödsinn befassen müssen).
    Schließlich schreibt auch der Islam den Zeitpunkt nicht exakt vor.

    Die große Hajj muss zwar während gewisser Tage des isl. Kalenders stattfinden, aber ansonsten zu einem beliebigen Zeitpunkt des Lebens.
    Die kleine Hajj (bzw Umra) kann überhaupt jederzeit stattfinden.
    Für 2007 entfielen die Tage für die Hajj übrigens auf den 18. bis 21. Dezember.
    Und diese Muslima hatte sich selbst einen Urlaub vom 3. Dezember bis einschließlich 19. Dezember genehmigt.

    Und Schuld daran ist auch die saudische Regierung, welche die Pilger zwingt so viele Tage im vorraus anzureisen (der letzte Termin für eine Einreise war 2007 am 14. Dezember), um von ihnen möglichst lange abzukassieren.
    Aber nichts davon sollte unser Problem sein!
    Nicht, dass die Frau bereits vor ihrer Pensionierung die Pilgerfahrt macht, und auch nicht die Geldgier der Saudis.

  2. Andreas73

    @ Falke: Meiner Meinung nach “Gar Nichts”

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