Pippi Langstrumpf als Finanzminister

(JOSEF STARGL) Immer mehr (Geld-)Politiker orientieren sich an Pippi Langstrumpfs Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Das Elend des politischen Konstruktivismus wurzelt in der Anmassung von Wissen, im Glauben, dass alles plan- und organisierbar ist und, dass es keine unerwarteten/unerwünschten Folgen absichtgeleiteter politischer Maßnahmen gibt.

Die Anmassung von Wissen steht auch im Dienste einer Strategie der „Systemüberwindung durch Überforderung des Systems“ sowie der Förderung eines Lebens auf Pump, auf Kosten von anderen und der Zukunft (anderer). Sie dient der Macht der Kollektivisten und der Interventionisten und den Profiteuren einer Günstlingswirtschaft.

Politische „Hohepriester“ berufen sich auf ihre „unfehlbare Vernunft“ oder auf ihre Moral. Manichäische Polarisierung und apokalyptische Rhetorik verbinden sich immer mehr mit Desinformation und mit der Propaganda der Gegenaufklärer und der selbsternannten Experten einer „(Umverteilungs-)Ethik der kleinen Gruppe“.

Die neojakobinischen Tugendwächter bewirtschaften permanent den Neid und appellieren an eine „globale Barmherzigkeit“/an einen „globalen (Zwangs-) Altruismus“.
Zahlreiche Politiker glauben, dass sie mit mehr Regeln und mit mehr Interventionen eine „perfekte Welt“ schaffen können.

Sie ersehnen einen „Versorgungsstaat mit offenen Grenzen“ und plädieren für mehr Einwanderung, ohne die zivilisatorischen und die finanziellen Folgen der Migration zu bedenken.

Ihr Anliegen ist es auch, Ängste zu fördern, den Bürgern eine globale Verantwortung zu „verordnen“ und eine „Klimapolitik der Verbote“ umzusetzen, die sowohl die Eigentumsfreiheit als auch die Vertragsfreiheit einschränkt/beseitigt. Mit klimapolitischen Subventionen sollen Unternehmenspleiten verhindert werden.

In Zeiten der zunehmenden Staatsverschuldung und supranationalen Verschuldung werden die Zentralbanken zu politischen Institutionen für eine Enteignung und für eine Zwangsumverteilung von Einkommen und Vermögen.
Die (Geld-)Politik dient einer Verringerung des Wohlstands sowie des Vertrauens in den Rechtsstaat und in die Marktwirtschaft.
Die (Geld-)Politiker tappen in die Konstruktivismus-Falle. Sie übernehmen aber keine Verantwortung für die Folgen (des Scheiterns) ihrer Politik.

Die „vielgeschäftigen Politiker“ wollen die Zukunft entwerfen und gestalten. Das ermöglicht ihnen eine Inszenierung, einen Ausbau der Macht und eine Bedienung von Partialinteressen in einer Günstlingswirtschaft.
Eine liberale Ordnungs-/Rahmenpolitik bietet diese Möglichkeiten nicht. Hier sind Bescheidenheit und Enthaltsamkeit gefragt.
Eine Planung von Gewinnern und von Verlierern ist für die (Geld-)Politiker ein Instrument zur Verschleierung der realen Probleme der Bürger und zum Verschweigen ihrer „Problemlösungsohnmacht“ geworden.

5 comments

  1. Daniel B.

    “Eine Planung von Gewinnern und von Verlierern ist für die (Geld-)Politiker ein Instrument zur Verschleierung der realen Probleme der Bürger und zum Verschweigen ihrer „Problemlösungsohnmacht“ geworden.”

    Die Biedermanns wählen immer noch die selben Brandstifter und klatschen dabei wie Seerobben denen man einen Fisch vorhält…..

  2. sokrates9

    Der schlimmste Vorreiter ist da die Eu die uns mit diesem Pippi Langstrumpfkonzept ( zufällig auch eine Frau)unweigerlich in ein Chaos führen wird.Mit Choronahysterie, Lockdowns,irrwitzigen Klimapostulaten, Vernichtung ganzer Wirtschaftssparten von Energie, Verkehr, Fremdenverkehr, Transport,Finanzerodierung,Migrationsförderung sieht die Zukunft schlecht aus.

  3. Johannes

    Wenn das Ende der Fahnenstange erreicht ist muss jene Disziplin welche für Klimaschutz, Genderwahn, Massenmigration antrainiert wurde in Fleisch und Blut übergegangen sein.
    Dann kann beliebig jedes andere Diktat, welches immer nur zum Besten für die gesamte Menschheit ausgerufen wird, durchgesetzt werden.
    Anders funktioniert die zentrale Weltenlenkung nicht.

  4. Wolfgang Niedereder

    Unter Duldung der Gesellschaft und deren Eliten hat sich den letzten 3 Jahrzehnten zuerst die -Korrektheitsgesellschaft =political correctness und im Gefolge die Erregtheitsgesellschaft = Motto: Alles Leben ist gefährlich – erfolgreich etabliert. Finanzkrise 2008, Flüchtlingskrise 2015, nebenbei sei die Euro/Griechenlandkrise erwähnt sind nach der herrschenden naiven Weltanschauung unbedeutende und zu akzeptierende Kleinigkeiten. Jetzt taucht mit Corona ein durchaus zu beherrschendes Problem auf und plötzlich herrscht blanke Ratlosigkeit und Handlungsunfähigkeit. Wie ein bleierner Sarg liegt die Korrektheit und Erregtheit über den Entscheidungsträgern und verhindert mutige so wie zukunftsorientierte Maßnahmen. Und wo sind unserer Universitätslehrer und Wirtschaftskapitäne etc., gemeinhin als gesellschaftliche Eliten verstanden ? Sie ducken sich, nach alter Tradition, einfach weg.

  5. sokrates9

    Wolfgang Niederer@Mir ist auch ein Rätsel warum sich die gesellschaftliche Elite nicht zu Wort meldet.Die sind ja trotz allen Geldes ebenfalls durch die Coronahype in ihrer Lebensqualität massiv behindert.Keine Opernbälle, eingeschränkte Kulturveranstaltungen, maskierte Restaureantbesuche, keine Reisefreiheit, Sperrstunde usw. betreffen auch diese Gesellschaftsschichten von denen man annehmen kann dass sie eine Coronasterblichkeit in Österreich von0,009% (813 Fälle von 8,3 Mio) interpretieren können müssten.

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