Plan S wie Scheitern

(C.O.)Wenn die SPÖ am Sonntag die Wahlen verliert, wird das nicht nur an der Affäre Silberstein liegen, sondern wird viel gravierendere Ursachen haben. (weiterlesen hier)

22 comments

  1. Fragolin

    Es wird gar nicht an der Affäre Silberstein und den ganzen Begleiterscheinungen liegen, von der Lüge über die Kaltschnäuzigkeit Kerns bis zu den dubiosen Rechnungs- und Vertragsgebarungen, die jedem Unternehmer Besuch interessierter Finanzbeamter und womöglich ein paar Monate unbedingt eingebracht hätten, von der offenen Ankuschelei an dubiose bis widerliche Gestalten aus dem Dunstkreis von Immobilienspekulation und Blutdiamanten bis zur beweisfreien Daueranschüttung des politischen gegners aus den untersten Rohren der propagandistischen Stalinorgel – das schluckt der Großteil der Österreicher schulterzuckend. In einem Land denkender Bürger hätte man diese Gesatlt bei jedem öffentlichen Auftritt ausgebuht und mit Dingen beworfen, die ebenso verfault sind wie die Strukturen dieser Partei. Da wäre kaum noch was Einstelliges drin gewesen.
    Aber der gelernte Österreicher, dieser Kriecher vor seinem Herr, zuckt nur die Schultern, mault “So sans holt da obn…” und bestellt sich sein Ottakringer. Und kreuzelt morgen an wie immer. Weil eh wuascht.
    Und ab Montag wird dann unter Schwarz-Rot weitergemault, aber egal, Hauptsache mir hamma de Effen vahindat!

  2. mariuslupus

    Am Sonntag kommt es zu der Mutter aller Wahlen. In Österreich bleibt kein Stein auf dem anderen. Ein frischer Wind durchwirbelt die Parteiengruftis, der Mief von Jahrzehnten wird dem Duft der Aktivität, des Handelns, des Nonkonformismus weichen. Die Sonne der Weisheit wird über Österreich aufgehen, und mit ihren Strahlen die verkrustete Landschaft erhellen. Ein warmer Frühlingsregen bringt Tausende von Blumen zum blühen.
    Kann man sich etwas schöneres wünschen ?

  3. aneagle

    Na klar und nachdem sich die Wahl für die nächsten paar Jahre wieder verzogen hat, geht es ans Rechnen. Wer und Wieviele müssen jetzt vom öffentlichen Trog gefüttert werden? Wer teilt aus und Wer bekommt zuerst? Und Wer wie viel? Was es kostet, ist nebensächlich und die Frage Wer zahlt, ist, zum Leidwesen der Wähler, schon im vorhinein bekannt. Mit dem Einzug in die EU hat Österreich begonnen seinen Charakter weiter zu entwickeln. Von der selbstlosen Gemeinheit nach Schnitzler zur selbstlosen Bösartigkeit nach Qualtiger. Hauptsache selbstlos. Lauter Gutmenschen halt, alle schon mehr als bereit für die hirnerweichenden Thesen und Anwendungen von nobelpreisgekrönten Nudge- Experten. Wer braucht da noch Wahlen? Ein altmodisches Hindernis für jede moderne Kleptokratie

  4. G.

    Ab Montag werden die Gewerkschaft, die AK, WK, die Landwirtschaftskammer, der ORF, viele Printmedien, unzählige Staatskünstler, die Clique um Herrn Haselsteiner und viele mehr aus allen Rohren dagegen halten. Natürlich werden auch unsere “Freunde” aus der EU und vielen Ländern und Organisationen hilfreich zur Seite stehen.
    Solange wir dieser Bagage nicht zeigen, dass Österreich nicht deren Erbpacht ist, wird das mit der Änderung auch nichts.

  5. aneagle

    PS: Eines noch, den Etatisten in allen Parteien gewidmet. Die dunkel erbleichte, nunmehr türkise, Partei, ist ehrlicher geworden. Der niemals ernst gemeinte Slogan “Weniger Staat, mehr privat” fehlt erstmals ganz. Sogar in seiner Eigenschaft als hohles Lippenbekenntnis. Zu wenige Liberale, denen man noch schmeicheln müsste, um zu riskieren damit einen Koalitionspartner zu irritieren. Damit ist der aktuelle Geist dieser Wahl parteiübergreifend klar.
    So muss Demokratie: Jede Wahl stärkt den Staat und schwächt den Bürger. Wie schön.

  6. sokrates9

    Es ist zu hoffen, dass Parteien deren Wahlprogramm nur mehr aus Hass besteht und die dafür Sudelkampagnen bei den Weltmeistern in Schmutzkübelwerfen bestellen müssen ebenso abgewählt werden wie die Grünen deren oberstes Wahlziel ist die FPÖ zu verhindern und ebenso die demokratischen NEOs die ebenfalls öffentlich deklarieren mit einer demokratisch gewählten FPÖ Schmuddelpartei nicht koalieren zu wollen! Genauso sieht der Kampf um die Besten Ideen aus! Ideologie und Hass dominieren vor Vernunft ! Für die FPÖ ist es die letzte Chance vielleicht doch noch Österreich umdrehen zu können! eine Probewahl unter den intellektuellen Refugees und Moslems hat laut Standard folgendes Ergebnis gebracht: SPÖ 40 %. Grüne 25%. ÖVP 4%, FPÖ 2% !!

  7. G.

    Österreich hat noch maximal 5 Jahre Zeit, dann werden genügend derzeit nicht Wahlberechtigte die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten und das zukünftige Wahlergebnis würde wie hier bereits geschildert aussehen. Dann ist alles zu spät und die Scharia ist unabwendbar zu erwarten. Grüne und Sozis werden dann nur noch nützliche Idioten sein und bei Nichtbefolgung der muslimischen Erwartungen ebenso auf dem Müllplatz der österreichische Geschichte entsorgt.

  8. Karl

    Den Wahlkarten sei Dank werden die Sozis auch dieses Mal gewinnen. In diesem Staate geht schon lange nichts mehr mit rechten Dingen zu.
    Game Over

  9. Christian Peter

    Mir wird es übel bei der Vorstellung, ein Maturant wie S. Kurz könnte kommender Bundeskanzler der Republik Österreich werden. Ganz Europa macht sich über Österreich lustig, schließlich ist erst kürzlich ist ein Bundeskanzler ohne akademische Ausbildung zurückgetreten.

  10. G.

    Naja, der jetzige hat auch nur ein Orchideenstudium(irgendwas halt mit Medien) wo Auswendiglernen angesagt ist, das schafft jeder der Lesen und Schreiben beherrscht. Sagt aber nicht viel aus, denn die sozialistische deutsche Kanzelette hat lt. Biografie ein Physikstudium. Wird aber wahrscheinlich doch Füsik gewesen sein.😉

  11. Rennziege

    14. Oktober 2017 – 11:36 — Christian Peter
    “Quo usque tandem abutere, Catilina Christianus, patientia nostra?” (Cicero, Catilinaria 1).
    — @G.
    Unseren knallroten Drehorgelkurbler lassen Ihre relevanten Vergleiche, deren es noch mehr gibt, natürlich völlig kalt. Doch wir dürfen hoffen, dass seine mildtätigen Zuwendungen aus der Löwelstraße spätestens am kommenden Donnerstag versiegen. Ich frag’ mich eh schon lang, warum seine Chefs ihn für die stündliche und weitgehend wörtliche Wiederholung desselben Stumpfsinns überhaupt bezahlen. (Vermutung: Damit er sich nicht gegen sie wendet — wie vor anderthalb Jahren, als er noch für die FPÖ kurbelte.)

  12. Rado

    Tippe für morgen auf nur minimale Änderungen der Parteienlandschaft. Pilz rein TS raus. Ansonsten: Mehr wie 6 Prozent plus oder Minus wirds bei keinem geben.

  13. Christian Peter

    @G.

    Wenn es bloß mangelnde Qualifikationen wären. Auch Berufserfahrung ist keine vorhanden, alles, was S. Kurz bislang in seinem Leben leistete, war, als Wahlhelfer der ÖVP Kondome zu verteilen. Derartige Berufspolitiker – Apparatschiks haben in der Politik eigentlich nichts verloren, es wäre Aufgabe des Gesetzgebers, derartigen Auswüchsen der parlamentarischen Demokratie endlich einen Riegel vorzuschieben : Es kann nicht angehen, dass Volksvertreter die Interessen der Bevölkerung vertreten, die selbst noch keinen Tag ihres Lebens in der Privatwirtschaft tätig waren.

  14. Giovanni B.

    @ Christian Peter, dann müsste man wohl 2/3 aller österreichischen Parlamentarier entsorgen.

  15. Christian Peter

    @Giovanni B.

    2/3 sind es nicht, viele Parlamentarier waren wenigstens ein paar Jahre in der Privatwirtschaft tätig. Aber es stimmt : Derart viele Berufspolitiker – Apparatschiks wie in Österreich gibt es nur in wenigen Ländern Europas, dieser Missstand gehört beseitigt, bereits seit Jahrzehnten wird davon gesprochen.

  16. sokrates9

    CP@ Sie hatten vielleicht früher Recht, dass ein akademisches Studium für einen Politiker von Vorteil wäre! Doch heute im Zeitalter der Genderwissenschaften sagt ein akademisches Studium leider gar nichts mehr aus! Sie können vielleicht darauf schließen, dass der Akademiker – speziell der philosophischen Fächer lesen und schreiben kann, sinnerfassend Lesen würde ich schon bei vielen bezweifeln! Sie können heute ein Studium absolvieren ohne ein einziges Buch gelesen zu haben!!

  17. Rennziege

    Heut’ flüchten sich viele in die Alibi-Wissenschaften: Soziologie, Publizistik, Politologie, Kommunikations- und Gender-“Wissenschaften” (Liste unvollständig). Abschlüsse kriegt man für politisch korrektes Verhalten nachgeschmissen, auch in der Neuen Welt; der Rest entsteht aus angepasster Zeitungslektüre in der Mensa oder, vermutlich noch wirksamer, beim Kiffen mit Professoren und Kommilitonen.
    Diese Abschlüsse sind weder akademisch noch irgendwie brauchbar — abgesehen von NGO- oder Partei-Jobs, dem sogenannten geschützten Bereich der vorauseilenden Speichellecker.

  18. Wanderer

    @Rennziege
    Die Sache mit Angebot und Nachfrage leuchtet diesen “WissenschaftlerInnen” – so bezeichnen sich Leute, die eine Diplomarbeitskompilation produziert haben – oft erst bei der Jobsuche ein. Deren Beschwerden über fehlende Perspektiven oder “entwürdigende” Gehälter belustigen mich mittlerweile.

  19. Christian Peter

    @sokrates9

    Volksvertreter ohne Qualifikationen haben in der Politik nichts verloren. Jeder Putzfrau in der Privatwirtschaft werden Qualifikationen abverlangt, selbstverständlich muss das auch für politische Ämter gelten. Es kann nicht angehen, dass Personen die höchsten politischen Ämter des Landes bekleiden, die in der Privatwirtschaft aufgrund mangelnder Qualifikationen Hilfstätigkeiten ausüben müssten.

  20. mariuslupus

    @Christian Peter
    Absolut richtig. Über welche Qualifikation sollte ein Parlamentarier verfügen ? Diese Qualifikatin wird nicht im Parteiapparat vermittelt. Über dienotwendige Qualifikation, Charakter, Anstand, Nonkonformismus, Immunität gegen Korruption, verfügt z.Z. kein einziger Politiker. Vielleicht waren früher, einige durchaus anständige Menschen
    Für die Karriere in der Partei war das Rückgrat hinderlich.

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