Pleite, aber heiter

(A: UNTERBERGER) Schlimmer kann es kaum noch kommen: Das Land muss wahrscheinlich wegen seines Defizits Strafe zahlen. Tut aber nichts zur Sache, denn dafür lässt es mit seinem Wahlmodus alle Welt lachen.

Jetzt ist der Finanzminister mit der niederschmetternden Nachricht herausgerückt: Österreich wird wegen seines nicht den Versprechungen entsprechenden Defizits wahrscheinlich das erste EU-Land sein, das Strafe zahlen muss. Super. Kann eigentlich noch deutlicher klar werden, dass diese Regierung überhaupt keine Reformen zustande bringt? Seit Werner Faymann (und seine Einflüsterer aus der Arbeiterkammer) an der Macht ist, herrscht der absolute Stillstand. Aber dafür sorgt Österreich gleich für doppelte Heiterkeit: Erstens ist es das einzige EU-Land, das 16-Jährige wählen lässt. Kleiner Tipp an die Koalition: Dieser Lacherfolg lässt sich durch eine weitere Senkung des Wahlalters auf 14, 12, 10 usw. locker widerholen. Und zweitens bleibt auf dem Stimmzettel die dritte Zeile einfach leer. Dabei kandidieren natürlich viel mehr Parteien als nur Schwarz und Rot, die oberhalb stehen. Diese Leere wird offiziell mit dem Nichtantreten der Liste Kronenzeitung, pardon: Martin begründet. Inoffiziell damit, dass die beiden Machtparteien sich so abheben möchten. Wie auch immer: Jedenfalls kann Europa gleich zweifach kräftig über Österreich lachen. Ob das wirklich vom Schuldenmachen ablenkt?

PS: Nur noch verzweifelt lachen muss man freilich auch, wenn zum Zeitpunkt, da die Kriegsgefahr immer größer wird, SPÖ-Politiker ernsthaft Sender zwingen wollen, einen Mindestanteil österreichischer Musiker zu senden. Einem echten Sozialisten fällt halt ständig was ein, wo er noch weiter regulieren kann. Bleibt nur zu hoffen, dass es noch genügend betrunkene Überbleibsel vom letzten Donauinselfest gibt, um diese Sendezeit zu füllen. (TB)

2 comments

  1. Christian Peter

    ‘Reformunfähigkeit, Regierung Faymann’

    die Reformresistenz Österreichs Politik währt bereits seit Jahrzehnten und dessen Ursache lautet : Parteienstaat. Die beiden Großparteien ÖVP und SPÖ haben sich die Republik Österreich zur Beute gemacht. Jede Veränderung des Status quo hätte einen Machtverlust in der schwarzen oder roten Reichshälfte zur Folge – daher wird es mit einer dieser Parteien in Regierungsverantwortung in Österreich auch in den kommenden 50 Jahren keine nennenswerten Reformen geben.

  2. Thomas Holzer

    @Christian Peter

    Was ist passiert?!
    Endlich mal ein Beitrag von Ihnen, welcher den Tatsachen entspricht und nicht gehässig ist 🙂
    Außerdem kommt dieser Ihr Beitrag ganz ohne “link” aus 😉

    Kann nur schreiben, weiter so! Entwicklungsfähig

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