Polen will endlich ohne fremden Vormund leben

Von | 2. August 2016

“…..Der Mainzer Karneval spottet über Jaroslaw Kaczynskis toten Bruder. Ein deutscher EU-Kommmissar will Warschau “unter Aufsicht stellen”. Warum Polen nicht gleich besetzen, diesmal mit dem Segen der EU?” (Broder, hier)

23 Gedanken zu „Polen will endlich ohne fremden Vormund leben

  1. sokrates

    Hoffe dass die Polen als naechsts die EU in Frage stellen! Der Euro lohnt sich nicht idt auch eine Aussage die intensiver kommuniziert werren sollte!

  2. Christian Peter

    Man darf gespannt sein. Lange werden sich die Visegrad – Staaten nicht mehr von Brüssel bevormunden lassen. In wenigen Monaten wird in Ungarn ein Referendum über die Zwangsaufnahme illegaler Einwanderer abgehalten.

  3. gms

    “Ultimately, I am an American and therefore less taken by tragic sensibilities than by viable strategy. For Poland, that strategy comes from the recognition that not only is it caught between Germany and Russia, it is the monkey wrench in German-Russian entente. [..] Second, Poland by itself is too light. As part of an alliance stretching from Finland to Turkey, the Intermarium, Poland would have an alliance of sufficient weight to matter that would be free from the irrelevancies of NATO. NATO was the alliance of the Cold War. The Cold War is over, but the alliance lives on like a poorly fed ghost administered by a well-fed bureaucracy.”
    stratfor.com/analysis/geopolitical-journey-part-7-poland

    Der Glaube ist naiv, Polen wolle ohne Vormund leben, wird es doch erfolgreich instrumentalisiert als den ins Getriebe zwischen Deutschland und Russland zu werfenden Rollgabelschlüssel (monkey wrench). Das sich Verweigern der Migrantenflut wird gelingen, bloß folgt daraus nichts von Relevanz. Als Scharfmacher gegen Russland funktioniert die aktuelle polnische Regierung perfekt, Polen hat den Euro als Währung nicht und ist daher auch kein Kanditat für kommende intensivierte Erdrosselungen durch Brüssel. Freilich sähe die Plutokratie in Polen lieber die Sozialisten an der Macht, doch auch so geht die Rechnung auf und Theaterdonner fürs Volk war noch immer gut fürs politische Geschäft.

  4. Lisa

    Es hat eben nicht jeder Witz und Humor, der sich als Spassvogel sieht – der Hinweis ist schlicht geschmacklos (ganauso wie die eigentlich völlig humorfreie Versbrunzerei vom Erdogn-Beleidiger). Die Stimmung in Polen ist übrigens auch sehr ambivalent, vora llem jetzt nach dem Brexit. Nur kann man es sich dort nicht so leisten, laut zu werden… Russische Panzer gibts immer noch, wie sich manche gut erinnern…

  5. gms

    Lisa,

    > Russische Panzer gibts immer noch, wie sich manche gut erinnern…

    Nachdem wir sommerpausenbedingt hierzublogs unter uns sind, möchte ich Sie quasi privatim an einigen Offenlegungen teilhaben lassen. Ich bin russischer Agent!

    Jeden Morgen kurz nach vier, nachdem die Chemtrails sich einigermaßen verzogen haben, steige ich mit meiner metallverkleideten Bärenfellmütze auf den Tretroller und fahre zum lokalen Gaswerk, steige unbemerkt durch ein verborgenes Loch im Zaun und öffne je nach Wochentag ein bestimmtes Hauptventil, aus dem dann ein wenig russisches Gas entweicht. So erhalte ich meine Anweisungen aus Moskau. Früher nutzte ich zum Dechiffrieren noch einen Chromatographen und lange Umrechnungstabellen, heute lassen sich durch jahrelange Übung die Botschaften auch ohne Hilfsmittel erschnuppern.

    Weshalb erzähle ich Ihnen das? Ich kann Ihnen versichern, nicht das Baltikum stünde auf unserer Eroberungsliste, sondern dessen bloß vorübergehende Einnahme dient vielmehr der militärischen Erlangung eines Brückenkopfes zum Vatikan und dann ins Erdbeerland, sind beide doch ohne Nato-Einbindung billige Ziele.

    Im Gegenzug für diese Insiderinformationen beobachte ich deutschen Medien und halte Moskau auf dem Laufenden, etwa durch meine Postings hier, die im Kremel aufmerksam mitgelesen werden. Für meinen früheren Hinweis auf die Ard-Sendung [1], die versehendlich Geheimnisse über die Manöver in Polen namens “Anaconda” ausplauderte, wurden mir zusätzliche 2.000 Quadratmeter Sibierens überschrieben, wo ich nach der kommenden Erderwärmung spanischen Rotwein anbauen werde.

    Falls Sie, kluge Lisa, sich bereiterklären, über meine hochgefährliche Spionagetätigkeit absolutes Stillschweigen zu bewahren und hier weiterhin perfekt das Dummchen mimen, dessen niedergeschriebene Gedankefluchten perfekte Anknüpfungspunkte für meine Depechen nach Russland bieten, soll das Ihr Nachteil nicht sein, sofern Sie zufällig auf Rotwein oder Erdbeeren stehen.
    мы договорились?

    [1] youtube.com/watch?v=dv49qITs2vY
    [2] meedia.de/2016/06/23/das-saebelrassler-zitat-und-der-kontext-wie-die-bams-aussenminister-steinmeier-zum-putin-beschmuser-machte/

  6. Falke

    Merkel und ihre EU-Lakaien verhalten sich Polen gegenüber wie der bekannte Elefant im Porzellanladen. Dass die Polen besonders empfindlich sind, wenn jemand (und hier besonders Deutschland) ihnen überhebliche Ratschläge geben will oder sich gar als Oberaufseher und “Bestrafer” geriert, hat historische Gründe, die weit über die Nazizeit hinausreichen. Noch unsensibler und dümmer als Merkel geht es fast nimmer. Die deutschen Politiker (einschließlich Merkel) betonen ja immer wieder, wie wichtig ihnen die endgültige Aussöhnung mit Polen ist. Was Merkel tut, läuft diesem Ziel genau zuwider.

  7. gms

    Falke,

    “Merkel und ihre EU-Lakaien verhalten sich Polen gegenüber wie der bekannte Elefant im Porzellanladen.”

    Das relativiert sich bezüglich Merkel, so doch selbst Jarosław Kaczyński ihr keine aktuellen Aussagen oder Fehler vorwirft, sondern sich auf die Grenzöffnung im Vorjahr bezieht und zugleich auf die generell vorherrschende Stimmung eines die Union dominierenden Deutschlands, siehe etwa [1].
    Daß es aber bezüglich Migration keinen deutschen Alleingang gab, sondern alles mit der EU abgestimmt war, wurde hier schon mehrfach dargelegt und mit Quellen unterfüttert. Ja sogar den Plan, 120.000 Migranten aus Griechenland, Italien und Ungarn in der EU per Zwangsquote zu verteilen, wurde Anfang September schon von der Kommission präsentiert [0].

    Auch der jüngste nahezu unveränderte Vorschlag vom Mai der quotenmäßigen Aufteilung der Flüchtlinge war eine Unionsproduktion, von der jeder wußte, daß man damit ebenso Schiffbruch erleiden würde, wie mit dem späteren ominösen Türkeideal. Alles in allem wurde nur die Fallhöhe für die kommende Krise gesteigert.

    Die ventilierte Möglichkeit eines Austritts der Polen aus der Union und dessen Ersatz durch eine stärkere Bindung an die USA [2] ist reine Kokolores, ist doch Polen innerhalb der EU ein entscheidender geopolitischer Bauklotz für die vereinigten Staaten. Dasselbe gilt für die Türkei.
    Zum inszenierten Theaterdonner zählen auch die jüngsten Ansagen Günter Verheugens [3], der wie alle Wasserträger der Oligarchie eine *veränderte* EU möchte und hierfür schon mal den Polen Dank ausspricht und berechtigt festhält, die seien nicht gegen den EU [3].

    Freilich läßt es sich einem überambitionierten Patternmatching zuschreiben, so man aus der Distanz betrachtet einmal mehr Weichenstellungen in Richtung einer EU der zwei Geschwindigkeiten erkennt. Alle andere Lesarten aber erfordern weit mehr Kopfstände.

    Daran, die “ever closer union” den Leuten regelrech einzuhämmern, wird nachwievor intensiv gearbeitet. Das propagandatechnisch leichtere Ziel eine EU-Heeres, das zugleich weniger am vorherrschenden Widerstand der Bürger gegen politische Vereinnahmungen aus Brüssel laboriert und sich semantisch perfekt auf “Terrorgefahr” reimt, ist die zweite aktuell ablaufende Agenda.

    Für das Kommende ist Merkel schon zu verbraucht, sie hat ihre Schuldigkeit getan und wird aktuell demontiert, aufdaß ihr Nachfolger als regelrechte Lichtgestalt die Melodie in veränderter Tonart weiterspielt und der Michel glaubt, es würde dadurch weniger übel abgehen.

    [0] europa.eu/rapid/press-release_MEMO-15-5597_en.htm
    (9 September 2015) What is the Commission proposing today? [..] An emergency relocation proposal for 120,000 persons in clear need of protection from Greece, Hungary and Italy; [..] The relocation would be done according to a mandatory distribution key
    [1] zeit.de/politik/ausland/2016-07/polen-jaros-aw-kaczy-ski-eu-bruessel-verfassungsgericht
    [2] deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/29/langsamer-abschied-aus-der-eu-polen-sieht-zukunft-an-der-seite-der-usa/
    [3] profil.at/ausland/guenter-verheugen-eu-interview-7426605
    Verheugen (25.07.2016): Es gäbe drei Möglichkeiten dafür. Die erste wäre ein starker externer Schock. Das würde uns vielleicht lehren, dass wir doch zusammenhalten müssen. Die zweite Möglichkeit wäre ein interner Schock durch eine tiefgehende Rezession oder durch weitere Austritte. Die dritte wäre, dass wir aus der Einsicht handeln, dass die europäische Integration richtig und nötig ist. Das wäre meine bevorzugte Lösung.

  8. Mona Rieboldt

    gms
    einfach hinreißend Ihr Text. Danke! Sibirien ist gut, ich werde Sie dann besuchen.

  9. Mona Rieboldt

    Der deutsche Kommissar Oettinger, der nicht mal recht weiß, wofür er Kommissar ist, war noch nie besonders intelligent. Wahrscheinlich wurde er deswegen auch nach Brüssel geschickt von Merkel. Je mehr Dümmliche und Alkoholiker da, desto besser können sie von Merkel gelenkt werden, wohin sie will.

    Dass ausgerechnet Oettinger die Polen unter Aufsicht stellen will, ist schon an Dummheit nicht zu überbieten. Vielleicht strebt er den Posten als Gauleiter Polens an. Man kann nie wissen, was der EU noch so einfällt.

  10. gms

    Mona Rieboldt,

    > Sibirien ist gut, ich werde Sie dann besuchen.

    Fein. Bei dieser Gelegenheit liebe Grüße von meinen Töchtern Wladimir zwei bis vier. Meine älteste, Wladimir eins, konnte ich über Ihren kommenden Besuch leider noch nicht in Kenntnis setzen, sie baut gerade in Berlin einen Callgirl-Ring auf, mit dem wir Steinmeier und Platzeck wieder vollends unter unsere Kontrolle bringen werden, nachdem beiden vorige Woche von Rasmussen mehr Erdbeeren versprochen wurden, als wir mit Panzern jemals in ganz Europa erbeuten könnten. Unser streng geheimer Plan dürfte durchgesickert sein, was darauf hindeutet, hier im Blog würden doch nicht nur waschechte Liberale mitlesen.

    Vielleicht sollte ich alternativ auf das eine oder andere gebrauchte Altartuch aus dem Vatikan verzichten, so wir die zwei SPD-Politiker damit einwickeln können. Was meinen Sie? Schwierige Frage, ich weiß. So Sie mit den Methoden meines Einfamilien-Geheimdienstes nicht vertraut sind — Ludger Volmer haben wir mit zwei Kisten Rotwein, Lieferdatum Mittwoch 2048, schon ungedreht [1], Dirk Müller war mit eintausend Dax-Optionen unter der Hand ebenso ein Schnäppchen, allein die Aktion mit dem Crack gegen Volker Beck lief etwas aus dem Ruder mit noch unklarem Ausgang, während die Putschvereitelung durch Wladimir drei in der Türkei ein Bombenerfolg war.

    Als Dank für den heldenhaften Einsatz meiner zweitjüngsten Tochter in Ankara, Istanbul und Incirlik dürfen wir drei Tage in Antalya Urlaub machen, sogar inklusive Frühstück und kostenloser Nutzung eines Schwarzweiß-Fernsehers mit Satelitenanschluß. Vermutlich müssen wir aber mit dem Autobus aus Wien anreisen, nachdem mir Turkish-Airlines versicherte, sie hätten keinen Airliner ohne linken Flügel.

    [1] de.sputniknews.com/meinungen/20150626/302947076.html

  11. stiller Mitleser

    @ gms
    Sie müssen unbedingt schriftstellern, das ist ja lustiger als die Geschichte von unserm ehemaligen Bürgermeister!

  12. gms

    Mona Rieboldt,

    > Man kann nie wissen, was der EU noch so einfällt.

    Nicht so hurtig mit dem finalen Urteil. Im Artikel [1] ist gegen Ende hin mit dem Subtext: ‘Tendenziös übersetzt. So schönt das polnisches Fernsehen Obamas Kritik’, ein Video verlinkt, das den US-Präsidenten in die gleiche Kerbe wie die EU schlagen läßt. Dasselbe wurde auf dem mit der “Welt” verbundenen Sender N24 gebracht [2], von der ARD, dem Spiegel dito [3], gleichfalls vom Standard, Stern, der Zeit und einigen mehr.

    Ergänzt man das um die in den jüngsten Demonstration erzürnter Bürger gegen die polnische Regierung und die Berichterstattung mit grotesk überzogenen Teilnehmerzahlen darüber, dann erkennt man mehr im Busch, als bloß Deutsche in braunen Uniformen. Die PiS in Polen ist den Oligarchen ein Übel, dank Natotreue zwar halbwegs ertragbar, aber dennoch unangenehm.

    [1] welt.de/politik/ausland/article157342306/Bruessel-verliert-die-Geduld-mit-Polens-Regierung.html
    [2] n24.de/n24/Mediathek/videos/d/8811612/so-schoent-das-polnisches-fernsehen-obamas-kritik.html
    [3] tagesschau.de/ausland/kaczynski-obama-tv-101.html
    spiegel.de/politik/ausland/polnisches-fernsehen-manipuliert-aussage-von-barack-obama-a-1102320.html
    stern.de/politik/ausland/barack-obama–fernsehen-in-polen-manipuliert-rede-des-us-praesidenten-6946008.html

  13. Thomas Holzer

    Und bitte jetzt wirklich: Putin für den Friedensnobelpreis
    Keiner auf der Weltbühne! hat sich den so sehr verdient wie der Herr Putin in den vergangenen Jahren

  14. Mona Rieboldt

    gms
    Könnte man nicht Wladimir III dazu bringen, die gesamte deutsche Regierung zu entsorgen? Es nützt wenig, wenn nur Merkel weg ist, dann kommt der unsägliche Innenmister, Kanonen-Uschi oder Rolli-Schäuble oder der 5-Tonner Altmaier. Von Gabriel und den Grünen ganz zu schweigen.

    Der gesamten EU gefällt weder die Regierung in Polen noch in Ungarn. Da wird geschimpft, während man gleichzeitig Erdogan weich spült. Der Türkei-Deal ist eh lächerlich, gerade 500 Leute wurden zurück genommen, allerdings lässt Erdogan an der syrischen Grenze schießen, wer illegal in die Türkei will.

  15. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Obama hat den Friedensnobelpreis. Und was soll an dem so gut sein? Krieg in Afghanistan, Krieg entfacht in der Ukraine gemeinsam mit der EU etc.

    Putin hat ein riesiges Land zu regieren. Er hat viele alte Kommunisten als Gegner. Russland kann man sicher auch nicht mit so viel Gelaber regieren wie z.

  16. gms

    stiller Mitleser,

    “Sie müssen unbedingt schriftstellern, das ist ja lustiger als die Geschichte von unserm ehemaligen Bürgermeister!”

    Danke für die Rosen, aber Ihre Texte haben andere feine Qualitäten, die wiederum meine Federkiele niemals hergeben.

    Mit der Schriftstellerei im Allgemeinen und Verlagen im Speziellen habe ich außerdem schlechte Erfahrungen. Mein Erstlingswerk (“Vom Winde verdreht”) über einen Meteorologen namens Butter in den USA während die Sezessionskriege, wurde abgelehnt und kurz darauf mit kleinen Änderungen mit einem anderen Autor am Buchdeckel doch veröffentlicht.
    Danach wollte ich unter dem Pseudonym “Harry Bratschet” schriftstellern, doch das wurde mir gerichtlich untersagt, weil angeblich schon jemand anderer mit ähnlichem Namen am Schreibpult werkte. Daß ich bloß Trauerreden und Nachrufe auf Vorrat schreiben wollte, spielte für die Verweigerung dieses Pseudonyms keine Rolle. Das war dann schon die zweite bittere Kränkung meines bewegten Lebens, die mich gehörig aus der Bahn warf. Alkohol, wilde Parties, später wilder Sex und harte Drogen, bis ich dann als Vierzehnjähriger doch wieder in die Spur und zugleich eine noch unbesetzte Marktlücke fand.

    So transkribierte ich mit Fingerfarben zwölf Jahre lang chinesische Telephonbücher ins Kyrillische, was nicht minder lukrativ war als das Fabrizieren von Bestsellern und zugleich die Pforten zum russischen Geheimdienst öffnete, der am Aufbau einer nichtgeheimen Antigegenspionageabteilung mit Schwerpunkt “Deception-Deflection” arbeitete. Ich erbat 48 Stunden Bedenkzeit, schlug das Englischwörterbuch mehrmals bei D auf und wieder zu, erstellte unter dem Projektnamen “Helmut” ein Alternativkonzept einer deflection-deception-zentrierten und partialverdeckten Drehtürspionage angesiedelt im städtischen öffentlichen Dienst, reiste nach St. Petersburg, präsentierte den Entwurf und bekam nach einem Interview in Vollhypnose den Job inklusive Kosmonautenausbildung und ein Rückfahrticket zweiter Klasse nach Österreich.

    Den ehemaligen Bürgermeister kenne ich nicht persönlich, aber mein Verbindungsoffizier meinte, ^Q^##^^…. EOT

  17. stiller Mitleser

    Die russ. Botschaft war immer sehr, sehr personalreich, und Wien überhaupt eine Drehscheibe. Eigentlich hätten die Russen sich klugerweise etwas mehr auf Wirtschaftsspionage verlegen sollen, wie die Chinesen, allein schon um den Damen zu Haus aktuellere Schuhmodelle und mehr als eine Lippenstiftfarbe (suprematistisch rot) bieten zu können. Nachdem Tito sich 48 mit Stalin zerkracht hatte konnten ja nicht mal mehr die Produkte der slowenischen Petrochemie (da gabs 4 Lippenstiftfarben!) importiert werden.

  18. gms

    stiller Mitleser,

    die Problematik ist mir bekannt; sie hindert uns aktuell beim Plan, jene Person, die zurzeit Angela Merkel darstellt, durch eine unserer eigenen Agentinnen zu ersetzen. Raute und hängende Mundwinkel sitzen schon perfekt bei allen infrage kommenden Kandidaten, aber die Farbe der Lippen kriegen wir definitv nicht hin.

  19. astuga

    Solange die EU und NATO brav auf Anti-Russlandkurs ist werden die Polen jede “Krot” schlucken.
    Hauptsache sie können mit den Russen ihren Erbfeind behalten.

    Historisch und zeitgeschichtlich zwar nachvollziehbar, aber dennoch kurzsichtig.
    Schließlich haben andere auch nicht immer zwingend Polens Wohlergehen im Auge.

  20. astuga

    @gms
    Nur so rein aus Neugierde. 😉
    Wer wäre denn in Ihren Augen ein Kandidat für einen EU-Austritt?

  21. gms

    astuga,

    > Wer wäre denn in Ihren Augen ein Kandidat für einen EU-Austritt?

    Was Regierung und Volksmeinung gemeinsam anbelangt, so kommt aktuell Dänemark am ehesten in die Nähe eines Ausstiegs. In vielen Ländern mag die Stimmung ähnlich sein (die schweigende Mehrheit läßt sich verdammt schwer einschätzen, noch dazu wo Umfragen zur Meinungslenkung ins Kraut schießen), doch anders als in Dänemark sind überall, auch in Tschechien und der Slowakei, die Regierungen fest auf EU-Kurs; selbst in Italien würde ein Erstarken der 5Sterne-Bewegung wenig ändern.

  22. mariuslupus

    Polen haben genug Erfahrung mit diversen Kommissaren. Freuen sich sicher über die Worte des deutschen Kommissars, der im Auftrag der Kommisarin zu Förderung der Völkerwanderung, sich geäussert hat. Die Polen haben sicher keine Lust die roten Kommissare ,gegen das Brüsseler Kommissariat einzutauschen.

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