Political Correctness in den USA: Hexenjagd auf dem Campus

” … Die Auswüchse der Political Correctness auf dem amerikanischen Campus hat nicht nur für die Freiheit der Lehre, sondern auch für die Psyche der Studierenden gravierende Folgen….” (hier)

23 comments

  1. Calderwood

    Mit der political correctness wird es wohl so ähnlich kommen wie mit den Hexenverbrennungen: Wenn sie vorbei ist, werden sich alle fragen, wie es zu einem solchen Wahnsinn kommen konnte.

  2. Kluftinger

    @ Calderwood
    …nur mit dem Unterschied, dass man derzeit behauptet in einer “aufgeklärten” Gesellschaft zu leben.
    Oder ist es doch nicht so?

  3. Calderwood

    @ Kluftinger

    Die jeweils gerade herrschende Weltanschauung gilt stets als die beste.

    Im übrigen braucht man nur den “Hexenhammer” zu lesen um zu erkennen, daß die Hexenverfolgungen im Rahmen des damals nicht hinterfragten christlichen Zeitgeistes der frühen Neuzeit durchaus vernünftig schienen.

  4. Lisa

    @calderwood: Genau deshalb (Werte sind wandelbar) ist es in einer individualisierten, liberalen Gesellschaft nicht möglich, Zuwanderern aus andern Kulturen in ein paar Lektionen “unsere” Werte zu vermitteln. Abgesehen von den niedergeschriebenen Gesetzen gibt es Abertausende von nicht oder kaum bewussten Selbstverständlichkeiten, die gar nicht als Werte definiert werden – eben weil sie in einer bestimmten Gruppe so selbstverständlich sind. (Gruppe = von der Familie, irgendwelchen Vereinigungen, der sozialen Schicht bis zu Region und Nation)

  5. Thomas Holzer

    “……….eine neue Form der Segregation breitgemacht, in der Gruppen unterschiedlicher Minderheiten und Hautfarbe einander aus dem Weg gehen………..”

    Das nennt man landläufig Diskriminierung 😉

    Abgesehen davon, ich trete dafür ein, daß sämtliche Texte, das Sprechen und die Nahrungsaufnahme verboten werden, um allfällige Diskriminierung zu unterbinden.

    So wird sich das “Problem” inner weniger Monate von selbst lösen, zur Zufriedenheit aller 🙂

  6. sokrates9

    Calserwood@Fühle mich diskriminiert, beleidigt und traumatisiert wenn ich lese in einer aufgeklärten Gesellschaft zu leben! 🙂

  7. cmh

    Guantanamo ist nicht Teil der US. Die Frage warum das so ist, klärt der Artikel nachhaltig.

    Es ist also nur zu erwarten, dass eine amerikanische Off-shore-Universität gegründet wird: volle Inhalte, kein Terror, Relegation bei Beschwerden, die nicht unterrichtsbezogen sind, keine Teilnahme an social medias usw.

    Vielleicht gibt es sowas schon und wir kriegen es nur noch nicht mit?

  8. aneagle

    Vielleicht erstaunlich, aber whats new ?
    Zu viel Rücksicht führt zu erhöhter Anfälligkeit für echte oder eingebildete Kränkung.
    In Amerika und anderswo.
    Zu wenig Rücksicht führt zu erhöhter Anfälligkeit für echte oder eingebildete Kränkung.
    In Amerika und anderswo.

    Das optimale Maß an Kränkung kann der bisher recht wenig gekränkte Planet noch nicht so richtig. Aber ihm stehen künftig mit PC, Gender und der Religion des Friedens wahre Kränkungs-Experten als potente Helferlein zur Verfügung.

    Zuallererst aber müssen die Kränkungsaktivisten die Ur-Kränkung überwinden:
    Der Entdecker/Erfinder(?) der narzisstischen Kränkung war, mit Sigmund Freud ein wiener Jude. Wahrlich, ein schwerer Schlag ! Da braucht es schon die ganze Kränkungskultur um das auszuhalten.
    Bis Social Media den ultimativen Schritt schafft und auf Facebook länderübergreifend den Kränkungsbutton erzwingt, können sich die Gekränkten mit einem Zitat von A. Einstein (schon wieder ein deutschsprachiger….:-)..) trösten:

    “Lediglich zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die Dummheit – und bei Ersterem bin ich mir nicht ganz sicher”

  9. Calderwood

    Ich bin dagegen, daß Menschen vor Beleidugngen geschützt werden. Das Beleidgen sollte man vielmehr als Menschenrecht definieren: Jeder soll das Recht haben, jeden und alles nach Belieben zu beleidigen. Wer zu primitiv ist um solche Beleidigungen mit einem Lächeln zu ignorieren, der kann ja zurück beleidigen.

  10. Thomas Holzer

    @Calderwood
    Recht auf Beleidigung und! Recht auf Satisfaktion 😉

    Wir hätten wesentlich weniger Beleidiger und Beleidigte 🙂

  11. Falke

    Die Autorin des Artikels prangert die lächerliche PC an amerkanischen Universitäten an, ist aber selbst voll davon befallen: man liest da ausschließlich von “Studierenden”, “Lehrenden”, “Lehrpersonen”, ja sogar (ganz neu!) von “Dozierenden”; offenbar merkt die Autorin gar nicht den fatalen Doppelsinn des letzteren Ausdrucks. Die gute Frau Köhle ist jedenfalls denkbar ungeeignet, derartige PC-Kritik anzubringen.

  12. Reini

    @Thomas Holzer,… außer Erdogan – der ist immer beleidigt – ein dauerbeleidigter Zustand! 😉

  13. Thomas Holzer

    @Reini
    Wenn er nicht den Mut hat, den Beleidiger zum Duell zu fordern……..sein Problem, sein Beleidigtsein 🙂

  14. Herbert Manninger

    Je mehr Rücksicht genommen wird, desto empfindlicher werden die Leute.
    Man könnte es ,,Prinzessin auf der Erbse-Syndrom” nennen.

  15. gms

    Falke

    “Die Autorin des Artikels prangert die lächerliche PC an amerkanischen Universitäten an, ist aber selbst voll davon befallen: [Beispiele]”

    Daß sie es ist und wie sehr, zeigt neben zitierten Passagen auch und insbesonders ihre affirmative Verwendung des gezielt vergifteten Begriffes ‘Diskriminierung’. Aus ihrem Text: “Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Der allgemeine Konsens, Diskriminierung zu ahnden, ist hier nicht gemeint.”

    Zum gefühlten zweitausendsten Mal: discriminare, lat., unterscheiden. Der originäre Begriff ist absolut wertfrei und benennt einen Vorgang, der bar einer logisch tragfähigen Begründung inadäquat ist.
    Ohne die menschliche Fähigkeit, zwischen einem Apfel und einer Birne, einem Wolkenkratzer und einem Hausboot oder einem Stahlseil und einem Menschenhaar zu unterschieden, hockten wir heute noch in Höhlen, so wir zuvor nicht mangels Differenzierungsfähigkeit zwischen Bekömmlichem und Abtäglichem durch den Verzehr giftiger Sustanzen ausgestorben wären.

    Die Fähigkeit zur Unterscheidung ist die Grundlage jedes Denkens und Handelns, weshalb ‘Diskriminiiiieerung!’ die perfekte Bombe wider die Vernunft und damit gegen jede Form von Gesellschaft darstellt, in der es wert ist leben zu wollen.

    Warum nennt der Artikel, siehe Bildsubtext, ausgerechnet die Columbia University als Epizentrum der rasant proliferierenden Geisteskrankheit? Kundige wissen, wonach dort in den 30ern des vorigen Jahrhunderts Horkheimer mit seiner “Frankfurter-Schule” aufgenommen wurde, als er Deutschland vor den Nationalsozialisten fliehend verließ. Seither wird in Columbia an allem geforscht, war irgendwie der Beeinflußung menschlichen Denkens und Erosion der Gesellschaft dienlich ist. Daß es Früchte tragen würde, haben die Probeläufe in Schweden generell und Europa mit ihren 68ern im Allgemeinen verdeutlicht, was deren Verwendung zuhause zur sicheren Wette auf Erfolg werden ließ und dergestalt heutigen Wahnsinn zeitigt.

    Ich diskriminiere, jederzeit und mit voller Absicht! Dann und nur dann, wenn redliche Vernunftbegabte beginnen, sich logischen Denkens zu befleißigen und dies auch wider alle noch so dreckigen Angriffe der politisch korrekt brandschatzenden Meute praktizieren und auch laut artikulieren, daß sie es tun und dabei die hierfür richtigen Begriffe verwenden, läßt sich der potentiell mit geistigem Unrat überlaufenden gesellschaftlichen Wanne der Stöpsel ziehen.

  16. Selbstdenker

    @Falke:
    “Die Autorin des Artikels prangert die lächerliche PC an amerikanischen Universitäten an, ist aber selbst voll davon befallen”

    Bingo! Genau das ist mir auch in den Sinn gekommen.

    Ein weiteres Beispiel:
    “Während Vergewaltigungen auf dem Campus noch immer zu gering bestraft oder gar ganz unter den Teppich gekehrt werden […]”

    Diese Behauptung geht an der Realität vorbei. So wurden mittlerweile etliche Fälle aufgedeckt, bei denen Vergewaltigungsvorwürfe schlichtweg erfunden wurden. Die Art und Weise wie verfälschte und erfundene Zahlen in den Diskurs eingewoben werden, macht einem geradezu sprachlos. Der (viel kleinere) Anteil tatsächlicher Vergewaltigungsopfer wird hingegen nach dem erfolgten sexuellen Missbrauch auch noch medial und politisch missbraucht. Ob diese schäbige Verwertung individueller Schicksale den Opfern hilft?

    Einen ersten Eindruck vom Wahnsinn, der an den US-Unis wütet, bietet folgende Website:

    http://www.campusreform.org/

  17. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Das erinnert mich -mit Verlaub- an den Nationalsozialismus, nur ohne Schlägertrupps.
    Die Mehrheit lässt sich von der Dummheit, Primitivität, Naivität und Lautstärke einer Minderheit terrorisieren.
    Ein Zeichen dafür, wie degeneriert “der Westen” mittlerweile ist.
    Er lässt es zu, daß derlei Idioten die Schneissen schlagen, welche z.B. von fundamentalistischen Muslimen mit Freuden übernommen werden

  18. Hanna

    Hier zeigt sich ganz genau das Paradox betreffend “Diversität”: Alle schreien danach, aber erreicht werden soll sie, indem alle Eigenarten der eigenen Kultur ausgemerzt werden sollen. Dabei geht es ja gar nicht daran, dass die Menschen “gleich an Rechten” sind, sondern es geht darum, dass manche eben gleicher sind. Irgendwie schreit das alles nach einer weltweiten “Subjektivitäts”-Revolution, wobei jeder denken kann, wie er will und es hat anerkannt und respektiert zu werden. Klar – denn wir werden ja auch gezwungen, Leute zu respektieren, ja, als besser als wir selber zu betrachten, die aber nicht einmal Frauen als den Männern überhaupt menschlich gleichgestellt betrachten, und die mittelalterliche Brutalgesetze pflegen. Also ich verlange, dass meine Ansichten, meine Einstellungen und Glaubensmuster nun von allen mit Samthandschuhen angefasst werden, und ich will gerade wegen meiner persönlichen Eigenart gefördert und nur noch gefeiert werden. Und wenn mich irgendwer noch einmal wegen meiner weißen Haare anredet, werde ich klagen. Und damit meine ich gerichtlich.

  19. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Messerscharf analysiert.
    “Social” “Justice” ist die Kernschmelze der westlichen Zivilsation.
    Die SJW greifen den Westen von innen heraus in einem Ausmaß an wie es die radikalsten Islamisten von außen heraus kaum fertig bringen würden.

    Im Lichte dieses Phänomens sollte man die Nominierung von Donald Trump bewerten.

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