Politische Bildung als Unbildung….

(ANDREAS UNTERBERGER) Und schon wieder ermöglicht die ÖVP einen Triumph der (ganz) Linken. Aus völliger Ahnungslosigkeit. Denn der Beschluss der Koalitionsklausur, künftig ab der sechsten Schulstufe „politische Bildung“ als Pflichtfach zu ermöglichen, bedeutet nichts anderes als den Startschuss zu einer massiven Ideologisierung der Schulen. Zwar stellt sich jeder unter dieser Bezeichnung etwas ganz anderes vor. Viele denken dabei an durchaus sinnvolle und wichtige Inhalte. Aber in Wahrheit wird die „politische Bildung“ der rote Teppich für die (in großer Zahl arbeitslosen und daher besonders job-gierigen) Politikwissenschaftler in die Schulen hinein sein.

Die Politikwissenschaft ist in Österreich in den letzten Jahrzehnten zu einer Kaderschmiede für Neomarxisten und Radikalfeministinnen geworden. Die Tatsache, dass die Uni Wien nach dem Ende der DDR sogar dort aus gutem Grund arbeitslos gewordene Marxismus-Professoren aufgenommen hat, ist nur ein kleines Indiz einer sowohl personell wie inhaltlich katastrophalen Entwicklung. Seit Heinrich Schneiders Zeiten – und das ist ein paar Jahrzehnte her – gibt’s dort nur noch rote, grüne, rotrote und genderistische Professoren. Die prägen ihre Studenten entsprechend, wie man etwa auch an den ÖH-Wahlergebnissen ablesen kann. Sonstiger Pluralismus ist dort undenkbar.

Die ÖVP-Unterhändler dürften bei ihrer Zustimmung zum Einmarsch der „politischen Bildung“ in die Schulen wohl sehr naive Vorstellungen darüber gehabt haben, was da künftig gelehrt werde. Sie haben sich etwa vorgestellt:

dass Schüler staatsbürgerliche, verfassungsrechtliche, und auch zivil- wie strafrechtliche Eckpunkte vermittelt bekommen;
dass diese lernen, sich als Wirtschaftssubjekte in einer kompliziert gewordenen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft zu bewegen;
dass sie mit den wichtigsten der sie im künftigen Leben umgebenden Gesetze, Zusammenhänge und Verordnungen umgehen lernen;
dass ihnen klar wird, nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten im Leben zu haben;
dass die staatlichen Gesetze absoluten Vorrang vor den religiösen haben;
dass zum Zusammenleben in Österreich die Akzeptanz des rechtsstaatlichen, liberalen, sozialen, marktwirtschaftlichen Grundverständnisses dieses Staates gehört, also insbesondere auch der Verzicht auf jede Gewalt, auf jeden über private Glaubensüberzeugungen hinausgehenden Fundamentalismus.
Das alles wäre gut und sinnvoll. Manche der hier angedeuteten Inhalte werden vielleicht irgendwo auch in den zu erstellenden Lehrplänen erwähnt werden. Papier ist ja geduldig.

In Wahrheit aber werden die Schüler in den allermeisten Klassen mit „politischer Bildung“ ganz anderes zu hören bekommen. Wie etwa:

dass Marktwirtschaft etwas ganz Übles sei;
dass es kein biologisches, sondern nur ein „soziales Geschlecht“ gebe (also ein frei wählbares);
dass der Staat die primäre Aufgabe habe, die Menschen immer noch mehr gleich zu machen;
dass Griechenland und Venezuela eigentlich vorbildlich seien, und es ihnen nur aus Schuld der Deutschen und Amerikaner nicht ganz so gut ginge;
dass es verwerflich sei, wenn jemand angehalten werde, seine Schulden zurückzuzahlen;
dass an Terror und Selbstmordattentaten primär irgendwelche gesellschaftlichen Verhältnisse, der Westen und das Juden- sowie Christentum schuld seien;
dass eigentlich nur Homosexualität und Transgender edel seien;
dass Gewalttaten erlaubt seien, wenn sie sich „antifaschistisch“ nennen;
dass Christen, Freiheitliche, Unternehmer, Konservative überall zu bekämpfen seien, wo sie auftreten, also auch mit Straßengewalt;
dass die Frauen (nicht in der islamischen Welt, sondern wohlgemerkt in Europa und Amerika) von einem finsteren Patriarchat unterdrückt würden;
dass böse Männer anderen bösen Männern für die gleiche Arbeit um ein Viertel mehr zahlten, weil das in irgendwelchen Männerbünden so geregelt würde. Aus rein sexistischer Geldverschwendungslust.
Diese Inhalte werden in den allermeisten Klassen den politischen Unterricht dominieren. Die ÖVP ist aber viel zu einfältig, um das zu begreifen. Sie hat keine Ahnung, was für marxistisch-genderistischer Schwachsinn seit Jahrzehnten an den österreichischen Universitäten als angebliche Politik-„Wissenschaft“ gelehrt wird. Sie durchschaut nicht, dass es in der realpolitischen Welt keine Rückkehr zur Vernunft gibt, wenn sie einmal nachgegeben und die Politologen in die Schulen gelassen hat.

PS.: Ich habe zehn Jahre Lehrveranstaltungen auf der Wiener Politikwissenschaft gehalten und weiß daher recht genau, was sich dort abspielt. Die seither neu gekommenen Lehrkräfte sind mir zwar nicht alle persönlich bekannt, aber es gibt keinen einzigen Hinweis, dass sich durch sie irgendetwas verbessert hätte. Im Gegenteil. Ich habe damals übrigens auch gelernt, dass sich Linke keine negativen Noten geben. Denn das wäre repressiv und autoritär . . (TB)

13 comments

  1. Heinrich Elsigan

    >dass Marktwirtschaft etwas ganz Übles sei;
    ist sie nicht

    >dass es kein biologisches, sondern nur ein „soziales Geschlecht“ gebe (also ein frei wählbares);
    Die Hormone bestimmen die Form deiner biologischen Existenz mit.
    Nur Wechselbälger wie ich können das auch nicht vollständig aber immerhin etwas kontrollieren

    >dass der Staat die primäre Aufgabe habe, die Menschen immer noch mehr gleich zu machen;
    Alle Menschen sind geboren mit der gleichen Würde und den gleichen Rechten
    Gleichheit vor dem Gesetz.
    Fairer Wettbewerb, keine Monopole

    >dass Griechenland und Venezuela eigentlich vorbildlich seien, und es ihnen nur aus Schuld der Deutschen und >Amerikaner nicht ganz so gut ginge;
    Anti-Amerikanismus, weil USA innovativer ist als EU => Neid

    >dass es verwerflich sei, wenn jemand angehalten werde, seine Schulden zurückzuzahlen;
    Das Risiko des Investors ist teil der freien Marktwirtschaft.
    Das dient dem Zwecke, dass der Investor immer besser wird bei seinen Realwirtschaftlichen Investitionen.
    Ja neoliberale Insolvenzregelung auch bei Banken,
    statt Verstaatlichung, wenn diese ihre Schulden nicht bedienen können

    >dass an Terror und Selbstmordattentaten primär irgendwelche gesellschaftlichen Verhältnisse,
    Bei IRA, PKK war das so der Westen und das Juden- sowie Christentum schuld seien;
    der Buddhismus und der Islam ist schuld?

    >dass eigentlich nur Homosexualität und Transgender edel seien;
    Nein, aber echte harte Vladimir nimmt den Transgendern Führerschein weg, jeder darf schlagen

    >dass Gewalttaten erlaubt seien, wenn sie sich „antifaschistisch“ nennen;
    Nur das nennen macht keine Gewalttat zum antifaschistischen Akt
    Gewalttaten sind durch das StGB geregelt und müssen im Rechtsstaat nach dem Procedere abgearbeitet werden
    Anzeige, Strafverfolgung, zivile Gerichtsbarkeit, Urteil, Feispruch oder Strafvollzug

    >dass Christen, Freiheitliche, Unternehmer, Konservative überall zu bekämpfen seien, wo sie auftreten, also auch mit Straßengewalt;
    Nein nur Burschis, viele Unternehmer sind Migranten, Herr Unterberger ein alter Depp, aber ich stimme ihm zu

    >dass die Frauen (nicht in der islamischen Welt, sondern wohlgemerkt in Europa und Amerika) von einem finsteren Patriarchat unterdrückt würden;
    Bei der SPÖ auf alle Fälle dort hocken nur alte Männer rum, genauso in der Lehrervertretung.
    Die einzige gender neutrale anti-patriarchale Partei ist NEOS
    alle anderen wollen keine Pensionsreformen, die SPÖ bei den Frauen nicht, damit die SPÖ-Männer nie im Haushalt was allein machen müssen und die meist jüngere Ehefrau mit ihrem Ehegatten a in Pension gehen kann.
    JA WIR LEBEN IM PATRIARCHAT, es wird umverteilt von alt zu jung, der Älteste, der Osiris, hat die Rechte auf die patriarchalen Pfründe. Ich glaube an Horus, das Kind.
    Mein Feind die wohlerworbenen Rechte

    >dass böse Männer anderen bösen Männern für die gleiche Arbeit um ein Viertel mehr zahlten, weil das in
    >irgendwelchen Männerbünden so geregelt würde. Aus rein sexistischer Geldverschwendungslust.
    Nein, aber der Staat haut üppig ausse und die privatwirtschaft wird von Tag zu Tag höher belastet

  2. Heinrich Elsigan

    >dass Marktwirtschaft etwas ganz Übles sei;
    ist sie nicht

    >dass es kein biologisches, sondern nur ein „soziales Geschlecht“ gebe (also ein frei wählbares);
    Die Hormone bestimmen die Form deiner biologischen Existenz mit.
    Nur Wechselbälger wie ich können das auch nicht vollständig aber immerhin etwas kontrollieren

    >dass der Staat die primäre Aufgabe habe, die Menschen immer noch mehr gleich zu machen;
    Alle Menschen sind geboren mit der gleichen Würde und den gleichen Rechten
    Gleichheit vor dem Gesetz.
    Fairer Wettbewerb, keine Monopole

    >dass Griechenland und Venezuela eigentlich vorbildlich seien, und es ihnen nur aus Schuld der Deutschen und >Amerikaner nicht ganz so gut ginge;
    Anti-Amerikanismus, weil USA innovativer ist als EU => Neid

    >dass es verwerflich sei, wenn jemand angehalten werde, seine Schulden zurückzuzahlen;
    Das Risiko des Investors ist teil der freien Marktwirtschaft.
    Das dient dem Zwecke, dass der Investor immer besser wird bei seinen Realwirtschaftlichen Investitionen.
    Ja neoliberale Insolvenzregelung auch bei Banken,
    statt Verstaatlichung, wenn diese ihre Schulden nicht bedienen können

    >dass an Terror und Selbstmordattentaten primär irgendwelche gesellschaftlichen Verhältnisse,
    Bei IRA, PKK war das so
    Bei durch Großmächte bewaffnete Rebellen eher nicht

    >dass eigentlich nur Homosexualität und Transgender edel seien;
    Nein, aber echte harte Vladimir nimmt den Transgendern Führerschein weg, jeder darf schlagen

    >dass Gewalttaten erlaubt seien, wenn sie sich „antifaschistisch“ nennen;
    Nur das nennen macht keine Gewalttat zum antifaschistischen Akt
    Gewalttaten sind durch das StGB geregelt und müssen im Rechtsstaat nach dem Procedere abgearbeitet werden
    Anzeige, Strafverfolgung, zivile Gerichtsbarkeit, Urteil, Feispruch oder Strafvollzug

    >dass Christen, Freiheitliche, Unternehmer, Konservative überall zu bekämpfen seien, wo sie auftreten, also auch mit Straßengewalt;
    Nein nur Burschis, viele Unternehmer sind Migranten, Herr Unterberger ein alter Depp, aber ich stimme ihm zu

    >dass die Frauen (nicht in der islamischen Welt, sondern wohlgemerkt in Europa und Amerika) von einem finsteren Patriarchat unterdrückt würden;
    Bei der SPÖ auf alle Fälle dort hocken nur alte Männer rum, genauso in der Lehrervertretung.
    Die einzige gender neutrale anti-patriarchale Partei ist NEOS
    alle anderen wollen keine Pensionsreformen, die SPÖ bei den Frauen nicht, damit die SPÖ-Männer nie im Haushalt was allein machen müssen und die meist jüngere Ehefrau mit ihrem Ehegatten zeit gleich in Pension gehen kann.
    JA WIR LEBEN IM PATRIARCHAT, es wird umverteilt von [b]jung zu alt[/b], der Älteste, der Osiris, hat die Rechte auf die patriarchalen Pfründe. Ich glaube an Horus, das Kind.
    Mein Feind die wohlerworbenen Rechte

    >dass böse Männer anderen bösen Männern für die gleiche Arbeit um ein Viertel mehr zahlten, weil das in
    >irgendwelchen Männerbünden so geregelt würde. Aus rein sexistischer Geldverschwendungslust.
    Nein, aber der Staat haut üppig ausse und die privatwirtschaft wird von Tag zu Tag höher belastet

  3. Heinrich Elsigan

    Aber ich werde dann zum Islam konvertieren, wenn Erdogan es schafft mit den Juden den ausgleich zu finden,
    mit den Kurden Frieden zu schließen und eine super wirtschaftliche Performance hinlegt.
    Das versprach ich jemanden.

  4. Heinrich Elsigan

    Für die Lösung der 2 heftiger Konflikte im nahen Osten und blühender Wirtschaft, kann man so ein Versprechen schon abgeben. Daran sind bisher alle US-Präsidenten gescheitert,

  5. Heinrich Elsigan

    Jetzt mal im Ernst, ohne gewisse Reformen bei Verwaltung, Pensionen und Föderalismus gehts dauernd bergab.
    Entweder spätestens morgen beginnen oder die Abwirtschaftung des Landes geht weiter.

    Es hat keiner eine Ahnung, wie es in den Türkenghettos von Wien aussieht, aber ich werde dort bald wohnen
    100.000 € Differenz für Eigentum zu anderen Gegenden. Aber verdächtig viele Griechische Künstler erwerben dort Eigentum. I can see, what you see not.

  6. Heinrich Elsigan

    Jedenfalls erziele ich die beste Wertsteigerung, die haben jetzt dort bessere Schulen (Technik) hingebaut und a par Österreichische KMU sind dort (IT, wo man zum Kunden hin fährt, keine Immo-Treuhand)
    tja, ich liebe die harten KMU Piraten, die beim Geschäftslokal noch auf den Preis und Bedürfnisse achten.
    Das sind echte Unternehmer!

  7. Heinrich Elsigan

    Das Kapitalverbrechen in der EU wurde schon längst begangen.
    Das Kapital geht selten dorthin, wo es die beste Rendite findet,
    sondern dort wo es snobistisch ist
    Zuerst in den Club Med, dann in Staatsanleihen, …
    Man fragt sich fast wie so viele Leute so viel Kapital horten konnten, die kaum Investoren oder unternehmerisches Geschick aufweisen.
    Die Frage müssen Sie mir beantworten Herr Ortner

  8. Heinrich Elsigan

    Es gibt eine Situation im Kapitalismus, die gefährlich ist.
    zuviel Kapital in den Händen von zu wenigen (ist noch nicht der Fall, ende von Monopoly)

    das 2. Ein Teil des Kapital in den Händen von beamteten und Banken ohne Ahnung,
    die echten Unternehmer kommen gerade so über die runden auch große
    und eine arme zum Teil verschuldete, zum Teil nicht Kreditliquide Masse ist noch da.
    Die Steuern sind aber irre hoch, dass Kapitalaufbau durch Arbeit unmöglich ist und Kreditfähigkeit bei Leuten die kein Kapital haben ist nicht gegeben. Die Snobs scheuen jedes Risiko und gehen lieber in Club Med und Staatsanleihen und die echten Unternehmer kämpfen gegen die Krise, wobei sie der Staat dauernd nur mehr berappt

  9. Heinrich Elsigan

    Fehler Nummer 1 der EU: zu große Banken mit zu aufgeblähte Bilanzen,
    die USA mit big companies, small banks ist wesentlich besser als die EU mit huge banks and Mittelstand with some bigger real player

    Banken = sehr staatsnah

    Lang lebe Mario Draghi, der mit Jens Weidmann verlangte, dass künftig Staatsanleihen auch mit Kapital bei Banken hinterlegt werden müssen.
    Draghi ist Amerikaner, wie Merkel, warum die Anti-Draghi Lobby so russisch ist, versteht kein Schwein, aber ein Teil des kapitalstarken Ziels ist bald hundefutter

  10. H.Trickler

    Das Entscheidende an politischer Schulbildung ist der Lehrplan und dann die darauf aufbauenden Lehrmittel. Wenn dies zu einer Indoktrinierung führt ist es ganz übel.

  11. Rennziege

    Ist ein gewisser Heinrich Elsigan zum hiesigen Hausbesorger befördert worden? Der Mann klingt so verwirrt, als sei ihm ein nasser Fetzen gleich mehrfach auf die Birne gefallen. Ich wünsche gute Beserung.

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