Politische Wellness, ganz ohne Risiko

“….Mit dem Kampf gegen Antisemitismus verhält es sich wie mit der Ehrung toter Juden und mit dem Kampf gegen tote Nazis. Eine Pflichtübung für alle, die gute Gesinnung demonstrieren wollen. Mit derselben Selbstverständlichkeit wie beim Kampf gegen Aids, Brustkrebs und Kinderarmut. Alle Anständigen in diesem Land können sich mit diesem Thema vollumfänglich identifizieren, ohne irgendetwas zu riskieren….” (hier)

One comment

  1. gms

    Nathan Gelbart nennt das Kind beim Namen, aber eben nicht konsequent. Mit der Bezeichnung ‘Nazi’ bespielt er leider selbst jene Wellness-Oase, die er zutreffend kritisiert — jenes geistige mit Plüsch verquaste Milieu, in dem auch ‘Fuzo’, ‘Kita’ und ‘Öffi’ zuhause sind.

    ‘Nazi’ ist das Kinderspielzeug für jene infantilen Erwachsene, denen dasselbe Produkt unter der Langform ‘Nationalsozialist’ entschieden zu heiß ist, inkludiert diese Form doch exakt jenen Bezug zu gegenwärtigen politisch vorherrschenden Strukturen, welche werbetechnisch das Label ‘Nazi’ zwecks künstlicher Distanzierung erst in die Welt gesetzt hatten.
    War der kommunikationstechnische Coup erstmal gelungen und die Mär des Antipodentums von ‘Nazis’ und ‘Sozialisten’ in die Welt gesetzt, war damit zugleich auch der eigene Antisemitismus immunisiert, konnte dieser dann doch vorgeblich nicht denselben Quellen entspringen.

    Und so saufen die Linken zwecks Psychohygiene ihre eigene Propaganda. Sie sind die Guten und sie würden eher den Manchester-Liberalismus befürworten, als daß ihnen ein in seiner ganzen Bedeutungsbreite auftretendes ‘Nationalsozialismus’ über die Lippen oder aus der der Feder käme.

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