Potenzielle Schäden einer Schadenswiedergutmachung

“….Nahezu alle geld-, fiskal- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen werden, wenn sie sich daran orientieren, Schaden „gut zu machen“, Lernunfähigkeit belohnen, Strukturanpassungen vereiteln und nachhaltige Grundlagen der Produktivität weiter untergraben – führen also in eine Interventionsspirale.”   (mehr hier)

8 comments

  1. Selbstdenker

    Was haben 9/11, die Subprime-Krise, die Euro-Krise und die Corona-Pandemie gemeinsam?

    In all diesen Fällen handelt es sich um ein Bad actor Problem.

    Die Politik hat unter verschiedenen Schlagwörtern Verhältnisse geschaffen in denen redlichen wie nicht redlichen Akteuren eine diskriminierungsfreie Teilhabe am gleichen Spiel gewährt wurde, wobei für nicht redliche Akteure weder Regeln noch Haftung gelten.

  2. Wolfgang Niedereder

    In Zeiten wie diesen hilft wieder einmal Thomas Bernhard:
    In Österreich mußt du entweder katholisch oder nationalsozialistisch sein/ alles andere wird nicht geduldet ..
    Derzeit sind die Katholiken am Drücker in 1-2 Jahren wenn die Maßnahmen/ Lockdown so richtig Wirkung zeigen vielleicht die anderen oder eine brisante Mischung davon. Mit beiden haben wir ausreichend geschichtliche Erfahrung

  3. fxs

    Man kann die “Schadenswiedergutmachung” auch als Schadensregulierung für duurch die Politik verursachte Schäden interpretieren.

  4. Mourawetz

    Habe ich das richtig verstanden:
    Coronavirus
    geht an 80 % der Bevölkerung ohne Symptome vorbei.
    Betrifft fast ausnahmslos 65+, Durchschnittsalter 80

    Und trotzdem müssen alle die Lasten tragen, werden in die Arbeitslosigkeit gezwungen, etc. und bezahlen sollen das dann die Leistungsträger.

    Geht es noch?

  5. Kurt mit K

    “Niemand geringerer als Bill Gates warnt seit vielen Jahren eindringlich. Der aktuelle Schock verweist also auf tiefer liegende Probleme – nämlich die Abnahme gesellschaftlicher Lernfähigkeit.”

    Richtig. In der Vergangenheit verliefen vergleichbare medieninduzierten Massen-Neurosen namens Schweine- oder Vogelgrippe, MERS, Zika, SARS, pick your favorite apocalypse, dank intellektueller Abwehrkräfte der Gesellschaft noch relativ glimpflich. Die wiederholten Paniken wurden von denselben Kräften befeuert wie umgekehrt von identen Leuten kritisiert, die sich auch heute diametral gegenüberstehen. Wenn Covid-19 eines tatsächlich ist, dann eine potentiell letale Geisteskrankheit, ein in die Köpfe der Leute immer und immer wieder gehämmertes Mem, aufdaß sie Repressionen nicht nur ertragen, sondern dafür sogar dankbar sind.

    Unlängst haben sowohl Gates und der von ihm finanzierte Neil Furguson den Schrottwert der Modelle (garbage in – garbage out) zugegeben, ebenso der unsägliche Drosten. Auch Fauci kommt mit dem Nachjustieren potentieller künftiger Dramen nicht mehr nach, während flankierend sogar Panikmacher (ie. Deborah Brix) öffentlich konzedieren müssen, wie ‘liberal’ Covid als Todesursache Einzug in Totenscheine hält. Laut IDC (Internal Death Code) darf der neue Code für Covid sogar offiziel dann eingetragen werden, wenn bloß der entsprechende Verdacht besteht. Hurrah, wir haben endlich eine weltweit, von oberster Autorität abgesegnete, opportune Catch-All-Clause in Sachen Todesursache, was die zuvor modifierte Definition einer Pandemie ergänzt.

    Trotz dieses Eingeständnisses aber, “fortunately” bei allen Kriterien um mehrere Zehnerpotenzen daneben gelegen und die Statistik trefflich aufgehübscht zu haben, etwas, das sich trefflich mit allem deckt, was Otto Normalverbraucher selbst erlebt und obendrauf von offiziellen Stellen an Zahlenmaterial rauskommt, trotz all dieser Evidenz labern immer noch welche von erbärmlichen Erstickungstoden als Konsequenz bürgerlichen Ungehorsams, sei’s nun als unmittelbare Folge oder mittelbar dem Zusammenbruch des Gesundheitssystem geschuldet.
    Die Unterscheidung nämlich, das Virus sei zwar glückicherweise weniger letal für Individueen, sehr wohl aber für’s Gesundheitssystem, ist weder logisch noch empirisch haltbar.

    Klartext: Covide-19 ist ein genialer PR-Erfolg. Selbst aber wenn er keiner wäre und das, was sich rückblickend als regelrecht kriminelle Panikmache herausstellt, zutreffen gewesen wäre, selbst dann hätte keine Regierung der Welt das Recht, unbescholte Bürger an dem zu hindern, was Gründerväter als “Persuit of Happyness” umschrieben.

    Wer sich gefährdet sieht, mag sich in nur jeder erdenklichen Art und Weise sozial distanzieren. Kann jemand Covid-bedingt einen geschlossen Vertrag nicht einhalten, so könnte auch dieses juristische Novum schuldbefreiend geregelt werden, analog zu amtlichen Reisewarnungen.
    Millionen neuer Eremiten, Menschenmassen mit freiwillig angelegten Gesichtswindeln, omnipräsente Werbung für Impfstoffe, selbstgewähltes Rund-um-die-Uhr-Tracking per Smartphone? — All das kann und muß eine Gesellschaft ertragen, auch und insbesondere, wenn sie im Geiste des echten Liberalismus auf Eigenverantwortung setzt und Bevormundung strikt zurückweist.

    Roland Baader starb als Pessimist, wußte er doch nur zu gut um die Lernunfähigkeit der Massen. Was Baader aber vermutlich noch nicht wußte, ist, wie sehr in Zeiten der Not ausgerechnet jene mit dem Verweis auf ein Dilemma (sic!) schwächeln, die zuvor noch vorbildhaft den Liberalismus auf jede erdenkliche Weise hochhielten.

    — Tief im Herzen haß ich den Troß der Despoten und Pfaffen, Aber mehr noch das Genie, macht es sich gemein damit — Hölderlin

  6. sokrates9

    Vermisse jede Art eines ganzheitlichen Denkens. Ein Problem wird rausgepickt und dann mit größtmöglicher Trefferungenauigkeit großflächig erschlagen ohne viel zu reflektieren.Dramatisch jetzt zu sehen wo pauschal Maßnahmen getroffen werden ohne zu selektieren. Alle Geschäfte müssen mal hgeschlossen haben, alle müssen Masken tragen, ale Sportarten sind verboten. Bei Aufdöselung und Diskussion jeder einzelnen Maßnahme ließe sich viel ersparen. Beispiel: Bleibt Virus auf Oberflächen gefährlich? es gibt Untersuchungen dass dem nicht so sei-. wenn das stimmt kann man sich Hundertausende Desinfektionsmaßnahmen von Einkaufswagen und wasd immer ersparen.

  7. Johannes

    Die schockartigen Extremmaßnahmen sind, im Vergleich zu asiatischen Vorbildern, klarer Hinweis auf falsche Lageeinschätzung durch die Politik.

    Nach meiner Meinung haben die schockartigen Extremmaßnahmen dazu geführt das dem Großteil der Bevölkerung das Problem bewusst wurde. Ja wir haben mit solchen Viren weniger Erfahrung als die Asiaten, aber ich denke nur durch die schnelle und konsequent angepasste Verhaltensweise durch die Bevölkerung konnte das exponentielle Ausbreitung verhindert werden in Kombination mit den Maßnahmen der Regierung.

    “Die größte Gefahr liegt darin, dass sich ein weit unterschätzter, weil unsichtbarer Teil des Kapitals in Luft auflöst: Wissen. “

    Das halte ich wiederum für eine Falscheinschätzung.

    “Insbesondere in Österreich scheint man nichts aus der Geschichte lernen zu können. Ignaz Semmelweis wurde einst von den Experten seiner Zeit verlacht! “

    Die Logik dieses Vergleiches erschließt sich mir nicht, aber “Insbesondere in Österreich scheint man nichts aus der Geschichte lernen zu können“ kommt bei Linken und dem ORF immer gut an. Da kann man fast nichts falsch machen wenn man so etwas in Österreich behauptet.

    “Nützen wir die Chance, wieder als Gesellschaft lernfähig zu werden, “
    Also jetzt doch alle. Nicht nur die Österreicher?

    Trotzdem der beste Artikel seit langem, den ich lesen durfte.

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