Präsidentschaftskandidat Sanders, ein echter Antisemiten-Versteher

Von | 21. April 2016

2014 führte die Anti-Defamation League (ADL) in hundert Staaten und Entitäten eine Studie über Antisemitismus durch. Die Top-Ten-Länder – in jedem von ihnen hegen über 80 Prozent der Bevölkerung antisemitische Ansichten – gehören allesamt zur arabischen und muslimischen Welt. Die „Westbank“ und Gaza führten die Liste mit 93 Prozent an.

Dieser Tatsache zum Trotz meint US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders, gute Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel müssten davon abhängen, dass Israel seine Beziehungen zu den Palästinensern verbessere. Und Sanders erklärt weiter, die Vereinigten Staaten sollten ihre Freundschaft nicht allein auf Israel beschränken, sondern auch wohlwollend gegenüber den Palästinensern sein. Mit anderen Worten: Wenn er gewählt wird, wird sein Land sich um freundschaftliche Beziehungen mit der am stärksten antisemitischen Entität der Welt bemühen. Zudem forderte er, die Palästinenser müssten mit „Würde und Respekt“ behandelt werden. Vielleicht sollten Interviewer ihn einmal fragen, warum Leute, die für Völkermord werben und zum Mord anstacheln, es verdienen, so behandelt zu werden.

Ein führender amerikanischer jüdischer Funktionär sagte mir einmal in einer privaten Unterhaltung: „Sanders trägt kein Gramm Antisemitismus in sich.“ Das mag stimmen, und doch ist er ein großer Förderer von extremen Antisemiten.

Der Tatsache, dass Sanders Jude ist, wird große Beachtung geschenkt. Gleichzeitig vermeidet man zu erwähnen, dass er den Wunsch hegt, freundschaftliche Beziehungen zwischen den USA und einer Entität herzustellen, deren Mehrheitspartei, die Hamas, öffentlich ihre Absicht eines Völkermords an allen Juden verkündet hat. Was diese Pläne betrifft, so sollte Sanders die Hamas vielleicht erst einmal fragen, ob sie darin einwilligt, ihn nicht zu ermorden…. (weiter hier)

5 Gedanken zu „Präsidentschaftskandidat Sanders, ein echter Antisemiten-Versteher

  1. Rennziege

    Das Paradoxon des antisemitischen Judentums kennt Österreich ja auch, und wieder einmal schöpfe ich aus den Erfahrungen meries alten Herrn: “Vater” Kreisky, der die damals noch weit rechteren FPÖler ins Regierungsschinakel holte, war ebenfalls ein habitueller Antisemeit; da spielten auch die uralten, noch aus der k.k. Monarchie nachwirkenden Aversionen zwischen Aschkenasim und Sephardim mit, woraus Bruno K. nie ein Hehl machte.
    Bernie Sanders ist ein Epigone Kreiskys, und offensichtlich lassen sich mit jüdischem Antisemitismus auch in den USA etliche Wählerstimmen ködern.
    Traurig, aber wahr: Auch in Israel, was nicht vertieft zu werden braucht, leben einige Großschwätzer davon, das erfolgreichste und vitalste Land des Nahen Ostens in den Schmutz zu ziehen. Und gießen damit Öl in die Funzeln der in Deutschland überaus beliebten, meist rotgrünen “Antizionisten”, die nichts anderes sind als Retro-Nazis — nicht anders als die Mehrzahl der einreisenden Dschihadisten, denen dieses vorgestrige Willkommensgeschenk sehr behagt. (Wen wundert’s?)
    Jede Zeit hat ihre Lügen und deren Protagonisten, aber jede Zeit muss die Zeche für Dummheit eines Tages bezahlen.

  2. Fragolin

    @Rennziege
    D’accord, Werteste, dem ist nichts hinzuzufügen!

  3. Falke

    @Rennziege
    Zweifellos lassen sich in den USA – so wie wohl in allen Ländern der Welt – mit Antisemitismus Stimmen gewinnen. Andererseits leben etwa 6 Mio Juden in den USA, diese Stimmen würde Sanders jedenfalls verlieren. Stellt sich die Frage, wie sich der Saldo präsentiert. Grundsätzlich sind die Republikaner wesentlich Israel-freundlicher als die Demokraten; Bush etwa stand immer voll zu Israel, zwischen der Obama-Administration und der Regierung Israels gab es immer Probleme, und auch mit Bill Clinton war nicht alles paletti. Ich weiß ja nicht ob es stimmt, aber in Israel ist man allgemein der Meinung, Barack Husein Obama sei Moslem; klar geäußert in dieser Hinsicht hat sich Obama ja nie. Jedenfalls hofft man in Israel insgeheim, dass Donald Trump es schafft.

  4. astuga

    Naja, die Juden in den USA…
    Ohne Zweifel haben sie in bestimmten Bereichen gewissen Einfluss.
    Aber bei den christlichen Amerikanern im Kernland besteht wohl Parität was Antisemitismus und Akzeptanz von Juden betrifft.
    Viele Schwarze tendieren rein gefühlsmäßig oder als Black Muslims eher auf die Gegenseite.
    Und die Latinos sind auch tendenziell eher neutral bis kritisch den Juden wie auch Israel gegenüber (wie in Mittel- und Südamerika üblich), erst recht die dortigen linken Regierungen (man denke bloß an Chavez).
    Der finanzielle Einfluss der Saudis und anderer Golfaraber auf die politische Elite der USA ist auch nicht zu unterschätzen.
    Barack Obama ist dann ohnehin ein besonderer Fall.

  5. astuga

    Nachsatz – Dennoch ist die Lage dort immer noch besser als in Europa.
    Sowohl was jüdische Mitbürger betrifft, wie auch die Politik gegenüber Israel.

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