Präsidentschaftswahl:Warum die Antifa-Keule nicht geschwungen wird

Von | 18. April 2016

(ANDREAS UNTERBERGER) Rotgrün, ORF und alle anderen dem linken Medienblock zugehörigen Medien (von Puls4 bis Falter) verhalten sich derzeit erstaunlich. Sie haben viel stärker die Kandidaten Griss und Khol im kritischen Visier als den Freiheitlichen Hofer. Dieser wird seit Wochen kaum attackiert, obwohl doch normalerweise jeder freiheitliche Kandidat von dieser Seite immer als Ausgeburt der Hölle verdammt wird. Die Erklärung für dieses Verhalten ist verblüffend.

Es hängt – auch, aber wohl erst in vierter Linie – damit zusammen, dass SPÖ-Kandidat Hundstorfer nicht in die Stichwahl kommen dürfte. In diesem Fall ist es für die SPÖ (und damit dem der SPÖ zuzurechnenden Teil dieses Medienblocks) natürlich viel besser, sagen zu können: Ja traurig, aber auch die ÖVP und deren Kandidat haben eine schwere Schlappe erlitten; und schuld daran ist sowieso nur die ÖVP, weil sie sich (in Wahrheit freilich nur sehr selten) nicht allen SPÖ-Wünschen gebeugt hat. Nur dann, wenn auch die ÖVP begossen dasteht, kann die SPÖ-Führung wohl eine Hundstorfer-Schlappe ohne interne Revolution zu überleben hoffen.

In dritter Linie helfen die Attacken auf Khol und die wochenlange Dramatisierung eines erwartbar gewesenen, aber im Zeitpunkt zweifellos ungewöhnlichen ÖVP-Minister-Landesrats-Tauschs von der inhaltlich viel dramatischeren Spaltung in der SPÖ zwischen der neuen Faymann-Linie und der Willkommenskultur der Wiener Bobo-Feministinnen-Partie abzulenken.

In zweiter Linie zeigt dieses Verhalten des politmedialen Linksblocks, dass die SPÖ seit längerem selbst nicht mehr an Hundstorfer glaubt. Daher setzt man von vornherein auf den zweitliebsten Kandidaten, der viel chancenreicher ist (und der sowieso den meisten Journalisten im Grund ihres Herzens der liebste ist). Der Beweis für diese These liegt in der Tatsache, dass es keine roten Attacken auf Van der Bellen gibt. Dabei wären die ja eigentlich logisch und zwingend, da der grüne Kandidat vor allem rote Wähler in sein Lager gezogen hat. Deshalb müsste die SPÖ eigentlich auf allen offiziellen wie inoffiziellen Argumentationsschienen ihre eigenen (Ex-)Wähler mit vielen Gründen eindecken, warum Van der Bellen eine schlechte Entscheidung wäre. Aber das tut sie überhaupt nicht. Sie will keine verlorenen Schlachten führen.

Damit kommen wir zum allerwichtigsten Grund, warum Hofer derzeit medial relativ gut wegkommt. Und warum Rotgrün sowie die bestochenen wie ideologisch gleichgeschalteten Medien sicherstellen wollen, dass in der Stichwahl der Gegner zu Van der Bellen der freiheitliche Kandidat sein wird und nicht einer der anderen beiden. Denn: Van der Bellen hat nur gegen Hofer Siegeschancen und nicht gegen Khol oder Griss.

Trotz aller Zuwächse und Erfolge der Freiheitlichen auf allen Ebenen scheint doch ziemlich sicher, dass noch immer eine Mehrheit der Österreicher letztlich davor zurückzucken würde, einen Freiheitlichen zum Bundespräsidenten zu wählen. Auch wenn sie nicht viel von der bisherigen Neonazi-Agitation der Linken gegen die FPÖ halten, auch wenn sie davon angewidert sind, dass Hofer-Plakate ständig von Hitler-Bärtchen „verziert“ werden, so möchten sie doch nicht einen Freiheitlichen an die Spitze hieven, ihn gar zur obersten moralischen Instanz der Republik machen. Viele wählen die FPÖ aus Protest, halten sie aber (noch?) nicht für wirklich vertrauenswürdig, wenn es um die wirkliche Machtübernahme geht.

Beispiele für eine solche schwankende Haltung vieler Wähler gibt es – neben vielen persönlichen Gesprächen – mehr als genug:

So liegt H.C. Strache bei Umfragen, wer denn Bundeskanzler werden soll, lange nicht so gut wie die FPÖ bei der Parteienfrage, obwohl er ständig als „das“ Gesicht der FPÖ auftritt und in seiner Partei total unumstritten ist.
So hat die FPÖ bei der Wiener Gemeinderatswahl lange nicht so gut abgeschnitten, wie es die Umfragen signalisiert hatten. Die Ursache war eindeutig, dass Rot wie Blau am Schluss des Wahlkampfes die Entscheidung ganz auf die Frage reduziert haben: „Wollt ihr Häupl oder Strache als Bürgermeister?“ Und viele wollten zwar Häupl nicht, aber den Freiheitlichen noch weniger.
So hat die mit der FPÖ verschwisterte Le-Pen-Partei, die in Frankreich bei allen Umfragen an sich deutlich deutlich führt, bei den letzten Regionalwahlen in der Stichwahl letztlich keine einzige Region erobern können.
Ähnliches droht Hofer bei der Bundespräsidentenwahl. Dieses Schicksal droht ihm umso mehr, als es dabei um eine reine Persönlichkeitswahl geht. Und noch mehr deshalb, weil man bei der Stichwahl sogar eine absolute Mehrheit erringen muss. Da kann er also nicht das tun, was die FPÖ bei Nationalratswahlen vernünftigerweise tun müsste (wenn sie lernfähig wäre): Sich nicht schon vorher als Sieger ausgeben, nicht den Kandidaten in den Vordergrund stellen, sondern die ganze Konzentration auf sachliche und mehrheitsfähige Wählermotivationen hinlenken, wie auf den Protest gegen schlechte Regierungsentscheidungen oder auf das Völkerwanderungsthema.

Für die Stichwahl wird sich die linke Strategie total ändern
Die FPÖ sollte sich daher auch nicht zu früh darüber freuen, dass die versammelte Linke jetzt die Antifa-Keule im Sack gelassen hat. Denn das wird, sollte Hofer in die Stichwahl kommen, von einem Tag auf den anderen mit Gewissheit ganz anders werden. Zuerst wird es zwei Tage lang triefende Betroffenheitskommentare darüber geben: „Wie konnte das nur passieren!“ (Was man in Wahrheit selbst gewollt und inszeniert hat).

Und dann wird man über Nacht ganz scharf auf die schon längst vorbereitete Volksfront-Strategie schalten. Die Mottos liegen schon bereit: „Jeder, aber doch nicht Hofer“ (was man genauso bei Stenzel, Strache, Fichtenbauer oder Moser gesagt hätte). Oder: „Jetzt müssen die Demokraten zusammenrücken“. Irgendwelche in eine solche Kampagne passenden Hofer-Zitate wird man schon finden, an Hand derer man dann den bevorstehenden Untergang des Abendlandes prophezeien kann. Wenn alles nicht wirkt, wird man dann wohl auch Hofers bisher ignorierte Gehbehinderung (nach einem lebensgefährlichen Sportunfall) zumindest auf der Facebook- und Posting-Ebene unterschwellig massiv betonen, um die erstaunlich müde und desinteressiert gewordene Ausstrahlung Van der Bellens zu überspielen. Wirkte dieser doch im Wahlkampf eindeutig als der älteste Kandidat – obwohl er es keineswegs ist (Manche VdB-Kritiker sehen indirekt die Statistik bestätigt: Rauchen verkürzt die Lebenserwartung um zehn bis zwölf Jahre…).

Der faserschmeichelsanfte Rechte Van der Bellen
Aber nicht nur die SPÖ-Strategie, sondern auch die der Grünen selbst läuft schon von Anfang an ganz auf den zweiten Wahlgang hinaus. Van der Bellen wurde bewusst als Nicht-Parteikandidat aufgestellt. Man wusste, dass ein deklarierter Grüner absolut Null Chancen hat. Er sollte sich von Anfang an nicht nur roten, sondern auch bürgerlichen Wählern (ob einst schwarz, ob pink, ob Stronach) faserschmeichelsanft sympathisch gemacht werden.

Daher reagierte er auf jede Frage immer nachdenklich, freundlich, Einwände ernst nehmend und sich möglichst wenig festlegend. Das kommt besser an als die Überheblichkeit, die Besserwisserei, die juristisch abgehobenen Spitzfindigkeiten oder das ständige „Keine Frage“ (auf durchaus legitime Fragen) der anderen Kandidaten. Oder das normalerweise zelotenhafte und tugendterroristische Eiferertum der Grünen.

Noch atemberaubender ist, was auf den (handwerklich übrigens viel besser als die sämtlicher anderen Kandidaten gemachten) Plakaten des grün-unabhängigen Kandidaten steht. Rechter geht’s gar nicht mehr als die dort stehenden Texte. Da findet sich etwa riesig das Wort HEIMAT oder die Aufforderung: „An Österreich glauben“!

Solche Formulierungen bei ÖVP oder FPÖ waren von den links-korrekten Medien in den letzten Jahrzehnten immer als endgültiger Beweis für Faschismus, Austrofaschismus, Heimattümelei, Populismus, Anti-Europäismus, Nationalismus oder gar Chauvinismus ausgelegt worden. Bei Van der Bellen gibt es hingegen in all den sonst so kritisch tuenden Medien dazu kein kritisches Wort. Sie haben statt dessen eine Woche lang den Ämtertausch Sobotka–Mikl oder den Israel-Besuch Straches zu skandalisieren versucht. Die Internet-Seite neuwal.at hat Van der Bellen sogar in ihren Graphiken als „unpart.“ bezeichnet und ihm dort die Farbe Gelb zugeordnet. Ganz offensichtlich, damit er nur ja nicht grün erscheint, obwohl die anderen Kandidaten die Farbe ihrer Partei bekommen haben (Geschichtsbewusste erinnern sich: Als die ÖVP einst einmal in einem Präsidentschaftswahlkampf Gelb verwendete, hat ihr die linke Meute – einschließlich eines Erhard Busek – das sofort als verbrecherischen Antisemitismus angekreidet…).

Es ist wirklich erstaunlich, wie kritiklos die Medien dieses Spiel der Grünen mitmachen. Freilich: Wenn man ein wenig tiefer analysiert, ist das keineswegs überraschend. Denn die Linken wissen: Sie sind ja an sich derzeit hoffnungslos in der Minderheit. Nur durch Überziehen von fünf bürgerlich-rechten Lammfellen und das kiloweise Schlucken von Kreide hat einer der Ihrigen eine Erfolgschance.

Außerdem ist Van der Bellen ja in jeder Faser links geblieben. Er versucht nur, das ein paar Wochen zu verheimlichen. Er hat sich insbesondere nie von der linken Willkommenspolitik distanziert, welche die große Mehrheit der Österreicher so stört (deshalb haben die meisten Medien dieses für die meisten Österreicher zentrale Thema auch möglichst ganz aus den Wahlkampfberichten herausgehalten und sich lieber mit absurden Randfragen befasst). Van der Bellen hat auch nur im grünen Apparat eine brauchbare Unterstützungsstruktur im Wahlkampf gehabt (ohne solchen Apparat kommt man nicht allzu weit, wie Irmgard Griss in den letzten Wochen lernen musste).

Da die Medien ihrer Aufgabe, einen Kandidaten wirklich zu durchleuchten, nie nachgekommen sind, könnte das Spiel durchgehen. Und auch der für die Stichwahl von den grünen Spin-Doctoren geplante Strategiewechsel könnte dann durchgehen. Denn gegen den Wunschgegner Hofer kann dann die Antifa-Keule am leichtesten ausgepackt werden, die jetzt – nur scheinbar überraschend – im Tresor gelassen worden ist.

– See more at: http://www.andreas-unterberger.at/2016/04/die-linke-strategie-zur-prsidentenwahl-hoch-hofer/#sthash.Yyu9NHe8.dpuf

26 Gedanken zu „Präsidentschaftswahl:Warum die Antifa-Keule nicht geschwungen wird

  1. Der Realist

    Auch die meisten Linken haben mittlerweile erkannt, dass diese Suppe äußerst dünn ist, und Herr Hofer von dieser Seite keinerlei Angriffsfläche bietet. Der Wettkampf, wer der bessere Antifaschist ist, hat kaum noch Zuseher. Herr Dr. Unterberger liegt trotzdem richtig, vor der Stichwahl werden die politisch “Überkorrekten” die Antifa-Keule garantiert wieder auspacken.

  2. Kristian

    Ich hoffe, das soll uns nicht abhalten, doch für Hofer zu stimmen; n ein, Herr Unterberger, Khol hätte auch im zweiten Wahlgang gegen (wieso eigentlich van der – ist es ein Aristokrat) Bellen keine Chance, so wie der Apparatschik HUndstorfer. Wer grün und rot (endlich) zum Verlierer stempeln will, muss Hofer wählen.
    So sieht es wahrheitsgemäß aus.

  3. Thomas Holzer

    @Kristian
    “Wer grün und rot (endlich) zum Verlierer stempeln will, muss Hofer wählen.”

    Sicherlich nicht!

  4. Johannes

    Die Linken ,und das sind die Grünen nun einmal für mich ,waren bezüglich Heimat immer klar positioniert, die Auswüchse der jungen Grünen mit ihrem Flaggerl fürs Gaggerl und Österreich ist Scheiße waren Ausdruck dessen was sie von der Mutterpartei eingeimpft bekamen. Wenn sich jetzt auf einmal der Gottvater der grünen Mutterpartei hinstellt und nicht den Mut hat zu seiner Partei zu stehen weil er genau weiß wie schlecht das Image dieser Partei bei 87% der Menschen in Österreich ist, die sie naturgemäß daher auch nicht wählen, so zeigt es mir das man einen Weg der Täuschung gewählt hat.
    Daher sage ich wir sollten uns nicht täuschen, wenn van der Bellen in die Hofburg einzieht so zieht mit ihm jene Gesinnung ein die 87% der Österreicher ablehnen.
    Ich habe bis zum Wahlkampf für die BP Wahl niemals das Wort Heimat von irgend einem Grünen als etwas erstrebenswertes gehört und jeder der grüne Politik beobachtet weiß das dieser Begriff in allen Gremien dieses Vereins mit “provinzieller Dummheit“ behaftet war.
    Wer darauf hereinfällt wird nach der BP Wahl als der klassisch Dumme dastehen der auf die plumpeste Täuschung hereingefallen ist.

  5. sokrates

    johannes @ Unsere linken Medien werden alles daran setzen den Verdummungsgrad ihrer Leser und Hörer und TV Konsumenten in die Richtung einer totalen Verblödung zu bringen! Dann dürfen wieder alle Refugees welcome rufen und Teddybären unter der Patronanz von Van der Bellen verteilen!

  6. Christian Peter

    Eines ist klar : Das Amt des Bundespräsidenten ist eines der überflüssigsten politischen Ämter überhaupt. Vernunftbegabte Bürger werden sich daher mit Sicherheit nicht an dieser Wahl beteiligen. Es gibt schon lange Diskussionen, dieses Amt abzuschaffen, es handelt es sich dabei um eine reine Vernichtung von Steuermitteln.

  7. waldsee

    rechenbeispiel:
    ~60% gehen zur wahl.
    ~30% wählen einen zum uhbp oder ufbp.
    ~das sind dann 20% der gesamten österreicher.
    korrekt?
    wie nennt man das dann ? minderheits/mehrheitsterror?

  8. Kluftinger

    @ Kristian
    VdB ist ein “van” und kein “von”, daher auch kein Aristokrat .

  9. Thomas Holzer

    @Waldsee
    So ist das (fast) immer; 100prozentige Wahlbeteiligung gibt es halt sehr selten 😉

  10. Rennziege

    “Wer grün und rot (endlich) zum Verlierer stempeln will, muss Hofer wählen.“
    “Sicherlich nicht!”, rufen Sie.
    Ja, bittschön, der Herr, wen denn dann? Das geriatrisch-grünrote Krankenzimmer?
    Unsere drei Wahlkarten, wie schon mal erwähnt, sind längst per Luftpost unterwegs in die geliebte Heimat. — Dennoch wäre mir eine konkret positive Empfehlung aus Ihrem kundigen Munde lieber als eine flächendeckend negative. Nur Mut zur freien Meinung, pittäh!

  11. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Ich habe ja schon geschrieben, daß ich diesmal mit Schmerzen, ausnahmsweise, zur Wahlurne schreiten werde 😉
    und ich werde dieses lächerliche Kreuzerl bei der Frau Dr. Griss machen

  12. Rennziege

    18. April 2016 – 16:53 Thomas Holzer
    Vielen Dank. Fairerweise decouvriere ich mich nun ebenfalls: Wir drei haben nach Besichtigung aller Kandidaten unser Kreuzerl bei Norbert Hofer gemacht. Frau Dr. Irmgard Griss in allen Ehren, aber das G’riss um sie wird sich leider in Grenzen halten. Norbert Hofer hat was G’scheites gelernt und Meriten außerhalb der geschützten Werkstätten erworben, was für den gesamten Rest (altgediente Apparatischiks und ein Pausenclown) nicht gilt.

  13. Hanna

    @Thomas Holzer: Ihre Meinung in Ehren, aber gewinnen wird Griss nie und nimmer. Also ist es schon besser, etwas zu tun, was eigentlich arg ist: von den zwei Kandidaten, die vermutlich Kopf an Kopf zum Ziel rennen werden, den zu wählen, der den, den man sicher nicht will, zu verhindern. In diesem Sinne @ Andreas Unterberger: Es könnte uns alle überraschen, wie vielen Hofer wählen werden, um Van der Raucherhusten zu verhindern. Im übrigen: Wenn Sie das “Feministinnen” aus “Willkommenskultur der Wiener Bobo-Feministinnen-Partie” rausnehmen, passt’s. Das ist ja so, als ob man “Juden” und “Israeli” gleichsetzen würde. Brr.

  14. Hanna

    Sorry, sollte heißen “den zu wählen, der den, den man sicher nicht will, verhindern würde”.

  15. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Welche Meriten sich der Herr Hofer außerhalb seiner politischen Tätigkeit erworben haben soll, bleibt mir verborgen.
    Bei einer Stichwahl Hofer-VdB wird leider der Herr Professor obsiegen.
    In meinen Augen ist die Frau Griss als Einäugige die “Königin” unter den restlichen Blinden 😉

  16. Thomas Holzer

    Nachtrag: Nicht das ich denke, daß sich der Herr Hofer in der Politik irgendwelche Meriten erworben hätte 🙂

  17. Rennziege

    18. April 2016 – 17:29 Thomas Holzer
    Wir wollen uns nicht auf Stichwahl-Prognosen einlassen, da diesbezüglich alles möglich ist; aber der Hofer ist für uns der einzige Unbefleckte unter den chronischen Abgreifern von Steuergeldern. 🙂
    Aber Lustbarkeit wie immer, mit Ihnen zu diskutieren.

  18. Rennziege

    P.S.: Ich füge hinzu, dass mein einziger Kontakt mit der FPÖ in meinem elften Lebenjahr erfolgte und nie wieder erneuert wurde: Bei einem Parkfest in Millstatt am See kam das tapfere Haiderlein auf mich zu, er im Kärnter Anzug, ich im Dirndl, und hob mich hoch, Text etwa: “Schaut’s her! So schaut a karntnarischs Diandle aus.”
    Natürlich war ich hell begeistert, denn alle dreihundert Anwesenden huldigten ihm. Anschließend signierte der Haider für mich ein XL-Foto, das ich heute noch habe. (Bei eBay teuer zu verscherbeln.)
    Mir ist durchaus klar, dass dieser Mensch kein unbeflecktes Blatt ist — wobei anzumerken ist, dass ihm die Schukd am Hypo-Desaster von allen anderen beteiligten Politikern und Parteien ins Grab nachgeschmissen wird, da der Haider sich nicht mehr wehren kann.
    Schwieriges Gelände, auf das ich mich begebe. Doch dieser Mann hat wenigstens polarisiert, hüben wie drüben, und dadurch Österreich für kurze Zeit aus dem Dornröschenschlaf geweckt, was dank Wolfgang Schüssel sogar in Deutschland bewundert und beneidet wurde.
    Heute haben sich die Vorzeichen verkehrt. Österreich ist so arm und noch weit bescheuerter dran als vor der Regierung Schüssel. (Was hoher politischer Krida bedarf.)
    Wie gesagt: Meine platonische Liebe zu diesem letzten echten Volkstribun, koscher oder kriminell, sprießte in meinem 11. Jahr. Seither nie wieder, mangels originalen Charakteren.
    Aber Politik ohne Persönlichkeiten, ohne Charisma, Ecken und Kanten, nur mit grau-frustrierten Gesichtern und x-mal ausgelutschten Phrasen lemurenhaft ins Bild kriechend, wird niemanden in Gottes Tiergarten hinterm Buschbrand hervorlocken.
    Und das ist bittere Gegenwart, ziemlich weit entfernt von meinen mädchenhaften Erinnerungenan an ein Millstätter Parkfest. (Oder war’s eins der berühmten Kaiserfeste um den 18. August? Who knows?)

  19. Rennziege

    Beim Jupiter, Herr Ortner! Wodurch hab’ ich mit dieser harmlosen und wahren Jugenreminiszenz schon wieder den Nirosta-Maulkorb verdient? Ich glaub’s einfach nicht.
    Sie können mich gern für immer rausschmeißen, falls ich Ihren strengen Kriterien nicht genügen sollte. Aber dann bitte klipp & klar verkündet — und baba und foi ned. Und pfiat di, Chef!

  20. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Einen Herrn Hofer als einen Unbefleckten zu bezeichnen, erlaube ich mir, als Chuzpe zu bezeichnen 😉

  21. Rennziege

    18. April 2016 – 20:22 Thomas Holzer
    Servas, Herr Holzer! Nennen S’ das Chuzpe, wenn S’ unbedingt woin. Das Adjektiv “unbefleckt” war nicht absolut oder gar biblisch gemeint, sondern ausschließlich in Relation zu den anderen BP-Kandidaten, gööö? 🙂
    Haben Sie in diesem Reigen einen weniger Befleckten geortet? Oder gar eine Unbefleckte?

  22. Christian Ortner

    Geschätzte Rennziege, ich habe Ihnen keinen Maulkorb, verpasst, auch wenn Sie das immer wieder zu glauben scheinen. Wenn es irgend ein technisches Problem gibt, dann nicht auf meiner Seite.

  23. Rennziege

    Vielen Dank für Ihre Antwort, sehr geehrter Herr Ortner. Ich hab’ leider überreagiert, pardon! Das sporadisch auftretende Problem liegt wohl an irgendwelchen Transatlantik-Kabeln und deren Überlastung. Also sehe ich das gelassen und mit Humor. Herzliche Grüße!

  24. mariuslupus

    Warum macht man eigentlich nicht, anstatt der Wahlen für UHBP, ganz einfach ein Lotto, oder lässt den Zufallsgenerator entscheiden. Das Ergebnis einer Zufallswahl würde ohne weiteres dem Potential der eingetragenen Kandidaten entsprechen.

  25. Christian Peter

    Wer sich in Parteiendiktaturen wie Österreich an Wahlen beteiligt, dem ist nicht mehr helfen. Wer lässt sich gerne freiwillig in politischen Angelegenheiten entmündigen ? Beteilige mich grundsätzlich nur an direkt-demokratischen Sachentscheidungen, man kann sich ausmalen, wie häufig solche Bürger in Ländern wie Österreich/Deutschland zur Wahlurne schreiten. Völlig abwegig, dass gerade Bürger, die am lautesten die politischen Missstände im Lande kritisieren, durch Abgabe einer Stimme bei Wahlen das politische System unterstützen.

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