Privates Geld, warum nicht?

Von | 19. April 2013

Dass Mobiltelefone, Autos oder Flugverbindungen von privaten, miteinander in heftigem Wettbewerb stehenden Anbietern wesentlich besser und billiger bereitgestellt werden können als von staatlichen Monopolbetrieben, bezweifelt heute – vielleicht mit Ausnahme von Wiener SPÖ-Funktionären – kein halbwegs vernünftiger Mensch mehr.
Der populäre, teils im chinesischen Tianjin und teilweise in Wien lebende Zukunftsforscher und Bestsellerautor John Naisbitt („Megatrends“) prophezeit uns deshalb, dass früher oder später auch eine ganz spezielle Ware nicht mehr von einem staatlichen Monopol angeboten werden wird, sondern von konkurrierenden Privaten: die Ware Geld.

Die Vorstellung, die Geldproduktion zu privatisieren wie einst das Mobilfunknetz, die Voest oder die AUA, erscheint freilich auch vielen hartgesottenen Liberalen irgendwie suspekt, weswegen das staatliche Monopol auf Geldproduktion den meisten als unabänderlich erscheint.

Und trotzdem beginnt, seit der Euro und seine Reputation unter der Gelddruckpolitik seiner vermeintlichen Retter leiden, eine vorerst leise, aber interessante Debatte über die Frage, ob das staatliche Geldmonopol tatsächlich so eine tolle Idee ist. „Währungsprivatisierungen gegen Notenbankexzesse“ erörterte erst jüngst in durchaus zustimmendem Tonfall die superseriöse „Neue Zürcher Zeitung“. In Deutschland fordert der FDP-Politiker Frank Schäffler: „Das staatliche Geldmonopol muss fallen.“ Und der österreichische Ökonomienobelpreisträger Friedrich August von Hayek verlangte 1976 in seinem Buch „Denationalization of Money“ die Privatisierung des Geldes – und zwar mit einem ebenso simplen wie überzeugenden Argument: Würden verschiedene Anbieter (also etwa Banken) Geld anbieten, würde die Qualität dieses Geldes, also vor allem seine langfristige Werthaltigkeit, besser werden. Genauso, wie Qualität und Preis des Telefonierens in dem Moment dramatisch besser wurden, nachdem das staatliche Monopol durch privaten Wettbewerb ersetzt worden war.

Derzeit geschieht ja eher das Gegenteil: Indem sie massenhaft Geld drucken, gefährden die Notenbanken der USA, Japans und Europas die Werthaltigkeit ihrer Währungen – also die Qualität des Geldes – massiv. Das staatlich geschaffene Geld wird eher schlechter als besser. Das Argument, durch mehrere parallel nebeneinander existierende Währungen verschiedener privater Emittenten würden hohe Transaktionskosten, Unübersichtlichkeit und Chaos entstehen, stimmt nur begrenzt.

Inzwischen dämmen nämlich immer mehr Staaten in der EU die Verwendung von Bargeld sukzessive ein; in Schweden dürfte Bares über kurz oder lang überhaupt ganz verschwinden. Damit jedoch wird die Verwendung allfälliger unterschiedlicher Währungen enorm erleichtert, weil deren Verwendung für den elektronischen Zahlungsverkehr weitgehend problemlos ist.

Wenn mittlerweile jeder zweite Deutsche befürchtet, seine Euro würden in Zukunft massiv entwertet werden, dann ist das jedenfalls kein sehr überzeugendes Argument dafür, dass das staatliche Geldmonopol eine Ware namens Geld in erstklassiger Qualität und zur vollen Zufriedenheit der Kunden produziert. Privater Wettbewerb hat in solchen Situationen noch selten geschadet. (Presse)

 

79 Gedanken zu „Privates Geld, warum nicht?

  1. Rennziege

    @Rennziege

    Lieber Hausherr,
    warum ein harmloser Kommentar wie meiner seit 13:25 Uhr “awaiting moderation” ist, frag’ ich mich inniglich. Schließlich hat unsereine ihren Marx und relevante Sekundärliteratur gelesen. Hab’ ich etwa irgendwen damit beleidigt?

  2. gms

    FDominicus :
    Ihre Geduld habe ich nicht….

    Genaugenommen fehlt auch mir die nötige Geduld ebenfalls, was meine zwischen den Zeilen durchschimmernde Gereiztheit erklärt. Nachdem aber zum Thema Geld schon die absurdesten Betrachtungsweisen im Umlauf sind, sollen wenigsten hier im Blog die grundlegendsten Fakten auf den Tisch kommen.

    Wollte ich über den Starrsinn mancher Poster hier spekulieren, so liegen sie dem falschen Schluß auf, beim ~Montetarisieren~ von Sicherheiten durch Geschäftsbanken handle es sich um eine Geldschöpfung. Dabei ist dies einzig und allein das risikobehaftete /Verbriefen/ von Forderungen. Ohne Asset gibt es auch kein Buchgeld. Zentralbanken können alleinig Geld aus dem Nichts, d.h. ohne jedes Underlying, erschaffen und dafür Eigentum erwerben.

    Echtes Geld, jenes das der Gesetzgeber als einziges Zahlungsmittel definiert und welches wiederum Banken alleinig zur Abrechnung von Schulden untereinander verwenden, ist Zentralbankgeld (das sog. M0 = Noten, Münzen und elektronisches Zentralbankgeld).

    Niemand auf der Welt muß M1 bis Mx, Palmersmünzen, Essensgutscheine, Geschirrspüler, Zigaretten oder Waldviertler akzeptieren. “Geld” kann man, so man will, zu allem sagen, was jemand freiwillig im Tausch akzeptiert, aber dann wird’s sinnlos.

  3. Christian Peter

    @gms

    Verraten Sie bitte die Uni nicht, auf der Sie (angeblich) Wirtschaft studierten.
    Wo gibt es den Terminus “echtes Geld” nachzuschlagen ? Dass die juristische
    und ökonomische Definition von Geld verschiedene Dinge sind, sollte auf der
    Hand liegen.

  4. world-citizen

    Ich frage mich mal, wie das praktisch funktioniert, wenn jede Bank ihre eigene Währung ausgibt.
    In welcher Einheit werden dann die Preisauszeichnungen vorgenommen.
    Und wenn ein Produkt dann 200 Unicredit-Gulden kostet, wieviel ist das dann in Sparkassen-Mark.
    Und was passiert, wenn die Medien von einer vermeintlichen Volksbanken-Schieflage sprechen und deshalb der Volksbanken-Schilling nirgendwo mehr akzeptiert wird.
    Und was macht man dann eigentlich in Bangkok, wo Unicredit-Gulden, Sparkassen-Mark und Volksbanken-Schilling gänzlich unbekannt sind?

  5. FDominicus

    @world-citizen
    Nun wenn Sie in D sagen es sind 1 km werden Sie schon verstanden. Warum man für Geld nicht z.B. Gewicht können nehmen sollte, werden Sie wohl auch nicht erläutern können.

    Was ist 1 g Gold von der FD Bank? Wieviel ist ein 1 g Gold von der Ortner Bank. Unglaublich kompliziert?

  6. Christian Peter

    FDominicus :
    @Christian Peter
    “Der Begriff “staatliches Geldmonopol” ist widersinnig. Sie werden diesen
    Terminus in keiner Fachliteratur finden.”
    Grundzüge Geldtheorie um die Seite 287 f. Es steht Ihnen sogar frei Human Action oder etwas von Rothbard zu lesen.
    Weiteres Beispiel? Wirtschaftspolitik S. 41ff

    In Lexika ist nichts zu finden und das hat auch einen Grund : Der Begriff
    “staatliches Geldmonopol” ist eine Fehlbezeichnung, da er den Begriff des
    Geldes den Fakten widersprechend auf Zentralbankgeld reduziert und we –
    sentliche empirische Tatsachen unberücksichtigt lässt, wie etwa die Exis –
    tenz konkurrrierender Formen von Zentralbankgeld (u.a.).

  7. gms

    world-citizen :
    Ich frage mich mal, wie das praktisch funktioniert, wenn jede Bank ihre eigene Währung ausgibt.

    Nichts und niemand würde jede einzelne Bank daran hindern, sich dieselbe Frage zu stellen, und aus plausiblen Antworten darauf die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

    Die analoge Denksportaufgabe, ob jede Bank gut beraten ist, ihre eigene Kreditkarte auf den Markt zu bringen, wurde in der Vergangenheit bereits zur allseitigen Zufriedenheit gelöst — die nachgelagerten Fragen ebenso, welcher Bürger welche Karte verwendet und welcher Händler wiederum welche Karten akzeptiert.

    Zugleich mag gerade dem mondänen Weltenbummler aufgefallen sein, wonach Bankomaten abseits des verschnarchten Austriachstans das Abheben in weit aus mehr Währungen erlauben, als bloß in jener des lokalen Standortes.
    Im Zeitalter der elektronischen Preisauszeichnung, mit computerisierten Kassen und omnipräsenten Smartphones, entlarven sich die meisten Einwände als Indikatoren mangelnder geistiger Elastizität.

    Weiters gibt es für jene mit einer Überzahl an Fragezeichen im Kopf auch wirksame und zugleich triviale Antworten, wie jene von goldfranc.org.

    Last not least: Der Wegfall eines Monopols bedeutet nicht, der vormalige Monopolist dürfe nicht weiterhin seine eigene Währung herausgeben für all jene, die darin ihr Heil suchen.

    “Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.” (Einstein)

  8. Lodur

    @Rennziege
    “No nebbich! Was nicht noch alles? Hat er nicht auch die Zuckerwatte und Dauerlutscher erfunden?
    Marx war eine gescheiterte Existenz, selbst bei zugeneigtester Betrachtung seines Daseins. Er konnte sich und seine Familie ohne Friedrich Engels’ großzügige Zuwendungen zu keiner Zeit ernähren. Die Apanage musste laufend erhöht werden, da der Ökonom, Soziologe und Philosoph seine Treue zur Familie und seine soziale Ader durch das eifrige Schwängern von Dienstmädchen (die ebenfalls von Engels bezahlt wurden) unter Beweis stellte.

    Und sein Deutsch ist so eckig, verschroben und unverständlich, dass auch die bemühten und kommentierten DDR-Ausgaben seiner Werke die Lesbarkeit nicht heben konnten.”

    Sie haben ja einen detaillierteren Einblick in Marxens Privatleben als seine Biographen und Historiker. Vielleicht sind Sie ja eine Zeitgenossin von ihm? Alt und verschroben wirken Sie schon. Und das Schwängern von Dienstmädchen etc. sagt nichts über seine Analyse- und Denkfähigkeit aus. Abgesehen davon, verdiente Marx seine Brötchen als Journalist. Und wenn Sie die deutsche Sprache des 19. Jh. nicht verstehen, ist das Ihr Problem und nicht eine Fehlleistung der damaligen Autoren. Des Weiteren mag Ihre politische Leitfigur General Franco vielleicht einen tadellosen privaten Lebenswandel gehabt haben, dennoch war er ein Verbrecher und Massenmörder.

  9. Karl Markt

    “Die analoge Denksportaufgabe, ob jede Bank gut beraten ist, ihre eigene Kreditkarte auf den Markt zu bringen, wurde in der Vergangenheit bereits zur allseitigen Zufriedenheit gelöst — die nachgelagerten Fragen ebenso, welcher Bürger welche Karte verwendet und welcher Händler wiederum welche Karten akzeptiert. ”

    Jetzt verwechselt er verschiedene Kreditkarten mir verschiedenen Währungen.
    Nur weil es unterschiedliche Kreditinstitute geben kann, kann es aber noch lange nicht unterschiedliche “allgemeine Wertäquivalente geben”, was ja eine Widerspruch in sich wäre.

    “„Die Produktion ist für den Profit da – nicht für den Bedarf. Es gibt keine Vorsorge dafür, dass all jene, die fähig und bereit sind, zu arbeiten immer Arbeit finden können.“”

    “„Unbegrenzte Konkurrenz führt zu einer riesigen Verschwendung von Arbeit und zu dieser Lähmung des sozialen Bewusstseins von Individuen, die ich zuvor erwähnt habe. Diese Lähmung der Einzelnen halte ich für das größte Übel des Kapitalismus. Unser ganzes Bildungssystem leidet darunter. Dem Studenten wird ein übertriebenes Konkurrenzstreben eingetrichtert und er wird dazu ausgebildet, raffgierigen Erfolg als Vorbereitung für seine zukünftige Karriere anzusehen […] Nach meiner Überzeugung gibt es nur einen Weg zur Beseitigung dieser schweren Übel, nämlich die Etablierung der sozialistischen Wirtschaft, vereint mit einer auf soziale Ziele eingestellten Erziehung: Die Arbeitsmittel werden Eigentum der Gesellschaft und werden von dieser planwirtschaftlich verwendet.“”

    Albeert Einstein, “Warum Sozialismus”, 1949

  10. world-citizen

    @gms

    Ja, elektronische Zahlungen werden mehr und mehr. Sie sind auch eine wunderbare Sache, so lange nicht der Strom ausfällt, was nirgendwo mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
    In der Türke reichte ein Ausfall von einem Sekundenbruchteil aus, daß der Bildschirm des Geldausgabeautomaten dunkel wurde und anschließend neu startete. Aber meine Karte, die gerade darin steckte gab er mir nicht mehr zurück. Ich musste sie erst telefonisch sperren lassen und war froh, noch eine zweite Karte mit zu haben.
    Und auf meiner Lieblingsinsel im Atlantik, wo ich im Winter öfters ins klimatische Asyl gehe, kann der Strom nach einem Sturm zeitweise auch mal bis zu 24 Stunden ausfallen. Man ist dort für solche Eventualitäten gut gerüstet und behilft sich mit Gaslaternen und Gaskochern. Das Wirtschaftsleben funktioniert dort notfalls auch ohne Strom. Aber eine Bargeldreserve für einen solchen Fall muß man auch haben, denn die Automaten sind in dieser Zeit tot.

  11. gms

    Karl Markt :
    Jetzt verwechselt er verschiedene Kreditkarten mir verschiedenen Währungen.
    Nur weil es unterschiedliche Kreditinstitute geben kann, kann es aber noch lange nicht unterschiedliche “allgemeine Wertäquivalente geben”, was ja eine Widerspruch in sich wäre.

    Gibt es einen besonderen Grund dafür, der These ostentativ empirisches Futter zu geben, Linke wären nicht nur dumm, sondern obendrein in der Debatte auch ohne jeden Anlaß untergriffig?

    Er – um in Ihrer Diktion zu bleiben – gab Ihnen nämlich bislang noch keinen Aufhänger zum Austeilen wider die Person, also sparen Sie sich die Ans-Bein-Pinklerei, bis ich Ihnen tatsächlich einen Grund dazu liefere.

    Was die “allgemeine Wertäquivalente” anbelangt, so wurde dies weder thematisiert, noch eine notwendige “Allgemeinheit” postuliert. Nachdem Sie Einstein ja schon so eifrig aufgreifen, können Sie bei ihm auch nachlesen, wie sich die jeweiligen Relationen zwischen sich bewegenden Systemen abbilden lassen. Die Kirchtumuhr funktioniert nämlich auch dann, wenn garnichts im Universum allgemein ist.

  12. Mercutio

    @gms
    Nur weil er Ihnen unterstellt, etwas “verwechselt” zu haben? Da fühlt sich aber einer sehr schnell “angepinkelt”, im Vergleich dazu wie er echte Verbalinjurien an Andersdenkende in RT verteilt …

  13. gms

    world-citizen :
    Lieblingsinsel im Atlantik .. [] Aber eine Bargeldreserve für einen solchen Fall muß man auch haben, denn die Automaten sind in dieser Zeit tot.

    Bestätigten Gerüchten nach findet Vergleichbares auch auf Inseln im Mittelmeer statt, und das sogar ganz ohne Stromausfall. Den Bürgern wochenlang den monopolisierten Geldhahn abdrehen ist eine leichte Übung. Auch und insbesondere deshalb sehen Liberale einen Vorteil darin, zwischen Ober- und Untertanen ein Mindestmaß an Waffengleichheit herzustellen, denn irgendwo hört sich definitiv der Spaß auf.

  14. Karl Markt

    @gms

    Wie ist das dann eigentlich mit dem privaten Geld? Ist das dann Privateigentum des Produzenten (Bank)?

    Nachdem Privateigentum ja ausschließliches Verfügungsrecht bedeutet, hat dann die Bank das ausschließliche Verfügungsrecht über “ihr” Geld?
    Was ist, wenn die Bank plötzlich ihr Geld zurückverlangt, weil sie es vielleicht jemand anderem geben möchte?
    Kann ich mich dann weigern? Oder werde ich dann enteignet? Oder ist das dann keine Enteignung, weil es ja sowieso privates Geld war die ganze Zeit, und zwar von der Bank.

    Oder hat die Bank doch nicht das ausschließliche Verfügungsrecht über ihr Geld? Aber ist es dann noch “privates Geld”?

    Wie ist das im liberalen Universum? Weil Sie jetzt Einstein entdeckt haben, wird jetzt “privat” aufeinmal auch relativ? 🙂

  15. Lodur

    Libertär-anarchokapitalistische “Wirtschaftsweise” wie gms (=größt- möglicher-Schwachsinn) entblößen hier ihre “wahre Kompetenz” in ökonomischen Fragen. Sie können Buch- und Bargeld nicht voneinander unterscheiden. Und kapieren nicht, dass sich schon seit der Zahlungsmittelproduktion aus Edelmetallen in der Antike Nominal- und Realgehalt von diesen Metallen und den daraus entstandenen Zahlungsmitteln zu scheiden begannen.

  16. gms

    Karl Markt :
    Wie ist das dann eigentlich mit dem privaten Geld? Ist das dann Privateigentum des Produzenten (Bank)?

    Ja, nein, who cares. Wenn Sie einen Schneemann bauen, ist er dann Ihr Eigentum? Wenn Sie jemandem einen Schneemann schulden, muß es dann der vom letzten Winter sein, oder dürfen Sie bei der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Gläubiger einen neuen basteln?

    Ich weiß, solche Fragen zu stellen, wenn der Schnee schon geschmolzen ist und man zwecks Gedankenstütze man gerade mal kein Gefrorenes zur Hand hat, ist perfide, aber ich bin sicher, Sie werden damit klar kommen.

  17. Rennziege

    @Lodur
    @gms

    “gms (=größt- möglicher-Schwachsinn)”
    Lödürchen, höflich und charmant wie immer. Und argumentativ geradezu beispielhaft dement. Da wird sich gms aber sehr schämen! 🙂

  18. Karl Markt

    @gms
    “Ja, nein, who cares”
    So eine liberale Auffassung von Privateigentum hätte ich von einem Liberalen nicht erwartet.

    “Wenn Sie einen Schneemann bauen, ist er dann Ihr Eigentum?”
    Gemäß John Locke schon.

  19. Christian Peter

    @Karl Markt

    Der Begriff “privates Geld” ist Nonsens, ebenso der Begriff “staatliches
    Geld”. Ob Private oder staatliche Institutionen Geld schöpfen ist hin –
    sichtlich der Funktionen von Geld völlig irrelevant.

  20. gms

    Karl Markt :
    “Ja, nein, who cares”
    So eine liberale Auffassung von Privateigentum hätte ich von einem Liberalen nicht erwartet.

    Meine Auffassung ist verdammt liberal gegenüber irrelvanten Fragen. Sind private Telephone Eigentum von Nokia, Samsung, Sony, etc. pp.?

    Wie sieht es mit Telephonen in der Fabrik aus oder mit jenen bei einem Händler? Wurde auf jemandes Auftrag gearbeitet? Wurde etwas bereits als Forderung zediert? Hat ein Kunde bestellt, aber noch nicht bezahlt? Hat ein Kunde bezahlt und die Dinge abgeholt? Was steht in den Verträgen ..?

    > “Wenn Sie einen Schneemann bauen, ist er dann Ihr Eigentum?”
    > Gemäß John Locke schon.

    Ach?! Und wenn Sie ihn für John Locke bauen, weil er ihn zuvor beauftragt und schon bezahlt hat? Wollen wir das noch länger spielen?

  21. Lodur

    @gms
    “Meine Auffassung ist verdammt liberal gegenüber irrelvanten Fragen. Sind private Telephone Eigentum von Nokia, Samsung, Sony, etc. pp.?”

    Bevor sie diese verkauft haben schon, oder etwa nicht?

    “Though the earth, and all inferior creatures, be common to all men, yet every man has a property in his own person: this no body has any right to but himself. The labour of his body, and the work of his hands, we may say, are properly his. Whatsoever then he removes out of the state that nature hath provided, and left it in, he hath mixed his labour with, and joined to it something that is his own, and thereby makes it his property. It being by him removed from the common state nature hath placed it in, it hath by this labour something annexed to it, that excludes the common right of other men: for this labour being the unquestionable property of the labourer, no man but he can have a right to what that is once joined to, at least where there is enough, and as good, left in common for others.” (John Locke, Two Treatises of Government, Book II, Chapter 5.)

    Laut Locke verwandelt die menschliche Arbeit allgemein zugängliche Naturgüter zu Privateigentum. Insofern ist der Schneemann laut Locke das rechtmäßige Eigentum seines Erbauers.

    Jetzt haben Sie neben wirtschaftswissenschaftlichen/geldtheoretischen Mankos auch noch Probleme mit dem liberalen Eigentumsbegriff. Tz, tz!
    Zuviel Mises-Lesen vermiest offensichtlich den Geist. HA! HA! HA!

  22. Mercutio

    @gms
    Uijegerl, schwache Nummer, selbst im Vergleich zu den Haus-Kommunisten.

  23. Doctor Hesselius

    @Lodur
    So “argumentiert” der Dogmatiker, wenn ein bestimmtes Geldverständnis etabliert genug ist, dass es Eingang auf wikipedia fand, muss es wahr sein. Was nicht in der orthodoxen Fachliteratur steht, ist automatisch falsch.

  24. Lodur

    @Doctor Hesselius
    “Was nicht in der orthodoxen Fachliteratur steht, ist automatisch falsch.”

    Diese “orthodoxe Fachliteratur”, sprich die von der klassischen bürgerlichen BWL/VWL geprägte Fachliteratur, ist eben wissenschaftlich (übrigens auch antimarxistisch), also basiert auf klar definierten Parametern und Prämissen, stellt überprüfbare Thesen auf, ist empirisch nachvollziehbar. Und dass es Buchgeld gibt, können sie jeden Tag aufs Neue selbst beobachten, indem Sie ihre Bankkarte in einen Bankautomaten schieben und dann ihre Sichteinlagen verwalten können, Herr “Doctor”. Man braucht eben keinen Marx, um das hysterische Mehr-Privat-Gekreische von ungeblideten Anarchokapitalisten widerlegen zu können.

  25. Lodur

    Abgesehen davon, ist eine Volkswirtschaft ohne verbindliches Wertäquivalent, sprich Zahlungsmittel, von einem durch mehrere Währungssysteme verursachten Chaos und Produktivitätsrückgang geprägt, da durch die massiven Wechselkursrisiken bzw. Unsicherheiten im Zahlungsverkehr die Unternehmer ihre Investitionen massiv reduzieren würden.

  26. Mercutio

    @Lodur
    Pöser Lodur! Jetzt habens den gms aber beleidigt, fühlt er sich doch sehr schnell ans Bein gepisst, wenn man die ewige Wahrheit seiner Worte Weiheit anzweifeln tut.

  27. Christian Peter

    Zu den Begriffen :

    Es existiert ein “Notenmonopol” – bezieht sich auf Banknoten.
    Es existiert ein “Emissionsmonopol” – bezieht sich auf gesetzliche
    Zahlungsmittel, aber es existiert kein “Geldmonopol”, denn Geld
    ist mehr als Zentralbankgeld.

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