Problemzonen halt

Von | 9. März 2016

(WERNER REICHEL) Der Wiener Westbahnhof ist ein beliebter Treffpunkt für Dealer, Jugendbanden, Obdachlose und Kriminelle. Die Presse schreibt: „Seit der Fernverkehr weg ist, wird der Westbahnhof zunehmend zu einer Problemzone.“  Im politisch-korrekten Neusprech verwendet man den Begriff Problemzone dann, wenn sich an einem bestimmten Ort unschöne Einzelfälle derart häufen, dass sie von Medien und Politik nicht mehr völlig ignoriert werden können. Der erst vor wenigen Jahren modernisierte Bahnhof ist eine von mittlerweile dutzenden Problemzonen, die in den letzten Monaten überall in der Bundeshauptstadt entstanden sind. Beim Handelskai liefern sich Tschetschenen und Afghanen blutige Straßenschlachten, die Millenniumcity ist das Revier von multikulturellen Jugendbanden und islamischen Sittenwächtern, in der Lugnercity gibt es immer wieder Probleme und in der Innenstadt, beim Bahnhof Wien Mitte, attackierte unlängst eine Afghanengang mit Messern mehrere Iraker. Problemzonen eben. Die Probleme in diesen Zonen haben stets ganz unterschiedliche Gründe.  Mal ist es der eingestellte Fernverkehr, dann wieder die schlechte Infrastruktur, die Wohnsituation, die hohe Arbeitslosigkeit, fehlende Integrationshelfer oder mangelnde Willkommenskultur. Die Kreativität der professionellen Appeaser beim Erfinden von immer neuen und originellen Ursachen für die überall gleichen Geschehnisse und Entwicklungen ist erstaunlich.

Selbstredend haben all diese nun überall entstehenden Brennpunkte nichts mit der Flüchtlingskrise, der unkontrollierten Massenzuwanderung von Menschen aus vormodernen Gesellschaftssystemen und den offenen Grenzen zu tun. Wer hier einen Zusammenhang zu erkennen vermag, ist Nazi, Rassist und damit selbst eine menschliche Problemzone. Abgesehen davon sind Bandenkriege, schwere Körperverletzungen, sexuelle Belästigungen oder Nötigungen ohnehin nur Problemchen.

Die verantwortlichen Politiker und ihre Helfershelfer in den großen Medien versuchen alles, um die Probleme entweder komplett unter den Teppich zu kehren, oder, wenn das nicht mehr funktioniert, zu verharmlosen. Nachdem mitten in Wien rund 50 Afghanen und Tschetschenen mit Messern und Eisenstangen aufeinander losgegangen sind und ein Schlachtfeld mit sieben zum Teil lebensgefährlich Verletzten hinterlassen haben, versuchten die Zeitungen die Leser zu beruhigen und sogar positive Stimmung zu verbreiten.  In der Kronenzeitung darf eine Mitarbeiterin eines städtischen Jugendzentrums jubeln: „Und dass die Opfer zur Mäßigung aufgerufen haben, ist ein positives Zeichen.“ Die Presse schreibt: „Die tschetschenische Community hat sogar (!) schon einen „Ältestenrat“ gegründet, der sich nun vermehrt um diese Problematik kümmern soll.“   Hurra! In Wien kümmert sich nun ein tschetschenischer Ältestenrat um Recht und Ordnung und Journalisten finden das nicht in höchstem Maße bedenklich, sondern sogar erfreulich. Es lebe der Rechtsstaat. Problemzone Journalismus.

Und während die politisch-korrekte Elite sich selbst und ihren Untertanen die Welt schön lügt, verwandelt sich ganz Wien, ganz Österreich und ganz Europa in eine einzige Problemzone. Ist aber auch nicht weiter schlimm, irgendein Ältesten- oder Religionsrat wird sich der Probleme sicher annehmen.

14 Gedanken zu „Problemzonen halt

  1. Rado

    Könnte man diese Problemzonen nicht einfach in die Gegend zwischen Rathausplatz und Löwelstraße umsiedeln? Der Tschetschenische Ältestenrat könnte erstmal im Container des Dr. Herrrn Christian unterkommen. Angst muss der Herr Koordinator dabei nicht haben.
    http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/newsletter/4831689/Fluchtlinge-Konrad_Kein-Anlass-Angst-zu-haben
    Zitat: ” … Wer persönlich in Kontakt mit Flüchtlingen stehe, finde rasch Sympathien und Anknüpfungspunkte. “Die, die weit weg sind, reden über das Problem wie Blinde von der Farbe. …”

  2. Reini

    …. Wien ist eben eine Weltstadt,… da werden auch die “Probleme” der Welt ausgelebt!

  3. Thomas Holzer

    @Reini
    Die Probleme der Welt werden in die Weltstadt mutwillig importiert; leider sind die Rudelbildungen nicht auf Wien beschränkt, sondern finden auch vermehrt in anderen Städten dieses Landes statt.

  4. Lisa

    Wieder Stadtmauern errichten. Das würde zur mittelalterlichen Kultur mancher Zuwanderer passen. Grenzenlose Offenheit funktioniert nur, wenn Grenzen von innen heraus – als Wissen und Gewissen – bekannt sind und respektiert werden. Auch ein Land ohne Zollhäuschen, auch ein nicht eingezäuntes Grundstück hat Grenzen, auch eine Frau ohne Vollschleier oder Kopftuch erlaubt keine Übergriffe, auch ein Kind ohne drohende Mutter daneben, weiss, dass am Kiosk nicht geklaut werden darf. Das alte Wien oder Berlin oder Paris (oder was immer) wird es nie wieder geben – das ist schade, traurig, aber wohl nicht aufzuhalten. Entweder, weil die Einheimischen aussterben oder weil die neue Generation anders tickt oder weil zu viele Fremde die einheimische Kultur überlagern: tempora mutantur. Ein paar Reste vom Stephansdom wird man dann vielleicht wie das Kolosseum in Rom bewundern können – wenn er nicht, wie die Hagia Sophia, zur Moschee umfunktioniert wird…

  5. Thomas Holzer

    @Lisa
    Die Hagia Sophia ist derzeit -noch- ein Museum, auch wenn Erdogan bemüht ist, sie wieder in eine Moschee umzufunktionieren

  6. Falke

    Über die Schlacht zwischen Afghanen und Tschtschenen am Handelskai haben praktisch alle Online-Zeitungen berichtet, sogar unter Nennung der Herkunft der Akteure. Interessant allerdings, welche Zeitung (als einzige) das Leserforum dazu gesperrt hat: die “Presse”! Sogar im Standard durften sich die Leser darüber aufregen und auch böse schimpfen. Nicht so in der “liberalen” Presse.

  7. Thomas Holzer

    @Falke
    Die Presse, Kurier, Kleine Zeitung sperren regelmäßig bei derlei Themen die Foren; haben alle die Hosen gestrichen voll

  8. Dickschädel

    Wann schaffte man endlich Regelungen damit man diese Unruhestörer ganz einfach aus dem Land, das Asyl gewährt hat rauswirft??? Und warum schieben wir diesen Typen noch immer Geld in den Arsch, das anderen ( z.B. Regalschlichtern) verwehrt wird – denn würden diese Leute nicht arbeiten hätten sie vermutlich ein höheres Einkommen – so wie die Asylanten eben!

  9. Rado

    @Dickschädel
    Vielleicht kommt der Zeitpunkt, wenns dem Häupl mal seinen Gespritzen wegnehmen. Glaube dann kann der echt grantig werden.

  10. Reini

    @Thomas Holzer,… richtig,… Wien ist eben die Import – Vorzeigestadt in Österreich! … und “einige” haben sich im Okt. 2015 für diesen Lebensstandard entschieden. Die gelebte Integration, welche von einigen Politiker gelobt wird, funktioniert doch bestens,… Berichte gibt’s täglich in den Tageszeitungen!

  11. Selbstdenker

    Für diese Problemzonen gibt es sicher Push-ups, Shapewear und linksdrehende Bazillen.

  12. max

    Tja, Peter Scholl-Latour, der sonst meistens ziemlichen Unsinn verzapft hat, hatte mit seinem Spruch halt recht: “Du löst die Probleme von Kalkutta nicht, indem Du Kalkutta hierher holst. Du hast dann lediglich die Probleme von Kalkutta auch hier.”

  13. astuga

    @Thomas Holzer
    Die Hagia Sophia ist seit geraumer Zeit nur noch formal ein Museum.

    Die Minarette werden längst wieder für den Gebetsruf genutzt.
    Und innerhalb des Museum befindet sich ein Gebetsraum für Muslime der auch Besuchern offen steht.
    Christliche Riten sind im Ggs. dazu nach wie vor verboten.
    Eben eine typisch schlitzohrige Lösung a la Erdogan – alles nur getürkt.

  14. astuga

    Auch wenig bekannt, Ende des 19. Jh. gab es Renovierungsarbeiten in der Hagia Sophia.
    Dabei wurde der alte Putz entfernt und darunter kamen zahlreiche Mosaike zum Vorschein, ein französischer Maler hat sie damals festgehalten.
    Aber weil die Arbeiter begannen sie heimlich zu zerstören hat man sie erneut verputzt und teils ornamental übermalt.

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