“Protektionismus wird nirgends Arbeitsplätze sichern”

Von | 15. August 2017

“……Die Politiker in den USA und in Europa sorgen sich derzeit über die Zukunft hochwertiger Arbeitsplätze. Dabei täten sie gut daran, sich die deutlich grösseren Probleme anzusehen, vor denen das sich entwickelnde Asien steht – Probleme, die drohen, die Löhne weltweit unter massiven Abwärtsdruck zu setzen. In Indien, wo das Pro-Kopf-Einkommen nur rund ein Zehntel des Pro-Kopf-Einkommens in den USA beträgt, verlassen jährlich mehr als zehn Millionen Menschen die ländlichen Regionen und strömen in die Ballungsräume….” (hier)

11 Gedanken zu „“Protektionismus wird nirgends Arbeitsplätze sichern”

  1. elfenzauberin

    Die Grundaussage in der Titelzeile stimmt zwar, den Artikel selbst halte ich für schwach. Kenneth Rogoff ist nicht nur einer von denen, die am liebsten sofort das Bargeld abschaffen würden, er schreckt auch vor Umverteilung nicht zurück und hat auch viele Gedanken, die mit Marktwirtschaft überhaupt nichts zu tun haben. Rogoff ist für mich einer der typischen Pseudoliberalen, genauer gesagt ein Liberaler, der keiner ist. Dazu verlangt Rogoff viel zu sehr nach staatlichen Regelungen.

  2. Falke

    Arbeitsplätze werden ja in der durch oft absurd hohe Umweltauflagen in der EU im Allgemeinen und in Österreich im Besonderen, wo auch noch eine überbordende Bürokratie hinzukommt, systematisch abgebaut bzw. ins Ausland verlagert. Typisches Beispiel dafür ist die VÖEST, die ihre Produktion immer mehr in die USA auslagert (wo auch ihr Hauptabsatzmarkt ist), weil sie im Falle der weiteren Erzeugung in Österreich auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig wäre.

  3. aneagle

    Rogoff, wie auch Soros oder Jean Ziegler, sehen jeder sich selbst wohl als eine physisch gewordene Allegorie des Oxymorons linksliberal. Gut, dass es nicht noch mehr Wunderkinder gibt, die genau wissen, wie alle anderen zu leben hätten. Die Realität ihres Wirkens ist viel einfacher gestrickt: Unbändige Egomanie und überbordende Eitelkeit sind ihre unermüdlichen Triebfedern. Während bei Soros und Ziegler nur etwas Geduld nötig ist, geht von Rogoff noch eine echte Gefahr für die so angesagte, leichtgläubige Intellektualität aus.

  4. aneagle

    @ Dr.Paul Felber
    Viktor Orban weiß genau, warum er seinen Landsmann Soros so weit wie möglich von Ungarn fernhält. Auch hat er genug mentale Kapazität und Selbstbewusstsein diesem und seinem sozial Engineering robust entgegenzutreten. Bei unseren heimischen Geistesriesen bin ich mir da nicht so sicher. Die Gemeinde Wien hat sich Soros bereits vorauseilend angedient und einer der ersten “Audienznehmer” des bisher nur ernannten Bundeskanzlers war, dem Vernehmen nach in der Woche nach seiner Ernennung, ein enger Verwandter von G.Soros. Sicher nur ein Gratulant.
    Eines ist auffallend: der politische und der religiöse Islam, die Grünen und alle Parteien, die Bundesregierung , die EU, die Genderisten, Klimabesorgten, Flüchtlingsbegeisterten, Linksliberale Kirchen, neuerdings auch die Dieselverächter, etc. – alle scheinen genau zu wissen, wie ich zu leben habe. Nur mein Umfeld und ich kriegen es, von Selbstreflexion begleitet, nicht auf die Reihe. Was täte ich bloß ohne meine werten Lebensratgeber?

  5. Reini

    Konzerne werden doch heute schon gekauft damit sie in Europa und in den USA bleiben.
    Wollen wir nicht Billigprodukte aus Asien? Bei uns ist man doch lieber Arbeitslos als eine “Deppenarbeit” anzunehmen.

  6. astuga

    Naja, kann man so oder so sehen…
    Brasilien und Indien halte ich jedenfalls für schlechte Beispiele wenn es um die negativen Folgen einer abgeschotteten Wirtschafts- und Handelspolitik geht.
    Denn anders als bei den USA und Europa mangelt es diesen Ländern seit jeher an Know-How und Schlüsseltechnologien.
    Von anderen Aspekten wie schwacher Infrastruktur und Korruption ganz abgesehen, die dort eben auch den Heimatmarkt zu einem schwierigen Pflaster machen.

    China hingegen hat das Kunststück zu Stande gebracht, seinen westlichen Handelspartnern Know-How und chinesische Mehrheitsbeteiligungen abzutrotzen.
    Und kauft sich auch schon seit längerem in Europa und den USA selbst ein.
    Wenn Trump diese unfaire Praxis (auch tatsächlich) beenden will, ist das sowohl vernünftig wie rational.

  7. Selbstdenker

    Das Schema ist immer das Gleiche: man nehme 10% Wahrheit und wickle sie in 90% Propaganda ein. Der so gebaute Narrativ wird über die Sydicate Medien (nomen est omen) in alle Richtungen verbreitet.

    Kenneth Rogoff ist ein postmoderner Marxist, der auf die stinkende dunkelrote Schachtel in goldener Schrift “liberal” rauf schreibt und sie mit pseudoliberalen Schönwörtern parfümiert.

    Die Begriffe liberal und libertär werden ausgehöhlt und in ihr Gegenteil verkehrt (Beispiel: die “Liberals” in den USA, der “libertäre” Paternalismus als Schönwort für den totalen Nanny-State, etc.).

    Dieser Etikettenschwindel dient der Täuschung von jenen, die entweder nicht die Zeit oder offenbar nicht den Intellekt haben, die Dinge anhand ihrer Substanz und ihrer Wirkungen zu beurteilen. Damit werden Institutionen unterwandert (Entryism) und von innen heraus zerstört (Postmodernismus).

    An die “nützlichen” Idioten: am Ende wartet nicht die Utopie sondern das Ende der Menschlichkeit. Ihr werdet von Euren neuen Feudalherren genauso verheizt werden wie diejenigen, gegen die Ihr Euch instrumentalisieren lässt.

    Was die Automatisierung anlangt: in diesem Bereich wurden und werden (siehe Kenneth Rogoff) derart viele Mythen gestreut, das es Zeit wird mit dieser pseudowissenschaftlichen Scharlatanie massiv aufzuräumen.

    Als erstes Gegemmittel empfehle ich Henry Hazlett (1:11:05 Ch7 The Curse of Machinery):
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2017/08/11/economics-in-one-lesson-by-henry-hazlitt/

  8. Selbstdenker

    Wer verstehen will, wie das frühere Economic Powerhouse der USA zur Freakshow und der Golden State zur Leftcoast wurde, kann sich folgendes Video – ein Ausfluss der Ideologie der digitalen Feudalherren – antun:
    https://www.youtube.com/watch?v=L0Uyy0n3QxE

    Und immer wieder die gleichen Muster.

    Wie oft muss man den gleichen Fehler machen, bis sich die üblichen Verdächtigen eingestehen, das es sich um einen Fehler handelt?

  9. astuga

    @Selbstdenker
    Zu Ihrem verlinkten Video in dem ein als Comicfigur “Dr. Manhattan” auftretender Linker den Marxismus verteidigt.
    Halt der übliche Schmäh…
    Zuerst stellt man selbst platte Behauptungen in den Raum (die als Aussagen anderer verkauft werden), um sie dann zu widerlegen.
    Statt echtem kritischen Diskurs mit Argumenten gibt’s eine Form ideologischer Selbstbefriedigung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.