11 comments

  1. Syria Forever

    Wunsch ist der Vater des Gedankens dieses Beitrages.
    Kaiserschmarren.

    Shabbat shalom

  2. Heinrich Elsigan

    Für die USA ist es relativ irrelevant, was nach Putin nachkommt, denn sie leben mit Russland nicht am gleichen Kontinent. Für Europa könnte das unter Umständen unlustige Konsequenzen haben.

    Ich gratuliere der EU bereits zur neuen geopolitischen Situation.
    IS in Syrien, Lybien, … auf Expansionskurs
    und was in Russland nachkommt, weiß man nicht!
    In der €-Krise trägt das sicher zur weiteren Stabilisierung der EU bei

  3. Fragolin

    Putin arbeitet an der Festigung seiner eigenen Machtposition. Der Mann ist Machtmensch und Netzwerker; ein ganzer Geheimdienstapparat steht auf seiner Seite und ermöglicht ihm nach 16-jähriger ununterbrochener Stellung im höchsten Machtkreis (Medwedew ist doch nur sein Pudel) höchste innenpolitische Zuspruchswerte.
    Unsere Konsenskasperl mögen sich den bärbeißigen Despoten gerne wegwünschen, aber das spielt sich nicht. Und je mehr sie ihn provozieren umso näher rückt eine Eskalation, die wir hier im Westen nicht unbedingt aus einer Position der Stärke heraus zu meistern haben. Da kann die Qualität der Führungskraft ein entscheidender Faktor sein, und da stehen wir, mag man über Putins persönliche Ambitionen denken wie man will, nicht unbedingt besser da als die Russen.

  4. Fragolin

    PS auch putzig
    Nachdem der Ukraine-Putsch die westliche Reißleine war, um das Land nicht dauerhaft an den Russen zu verlieren (ein Beitritt zur eurasischen Freihandelszone schloss ja – allerdings nur aus europäischer Sicht – den Beitritt zur europäischen Freihandelszone explizit aus) und dieser Putsch der Oligarchen jetzt Probleme nach Europa trägt, mit denen unsere Brüsseler Spitzen – wieder einmal in bekannter Weitsicht bis zum eigenen Tellerrand – nicht rechnen konnten, versucht jetzt besonders Mutti Merkel – ausnahmsweise lobenswert – das Ruder noch herumzureißen und eine Verschmelzung beider Freihandelszonen nicht mehr automatisch auszuschließen. Man müsse ja wenigstens darüber verhandeln dürfen.
    Die Klatsche aus Washington kam postwendend. Ausgerechnet ihre republikanischen Freunde lassen ihr jetzt ausrichten, gerade als Deutsche müsse sie ja wissen, wie es ist, vor einem Diktator zu kriechen. Gerade als Deutsche solle sie überlegen, ob sie die Verantwortung für tausende Tote in den Separatistengebieten (die dort zwar hauptsächlich von der ukrainischen Armee und ihren Söldnertruppen zB aus Tschetschenien erschossen werden, aber das sind unwichtige Kleinigkeiten, wenn man einen militärischen Konflikt um jeden Preis schüren will) auf sich laden will.
    Tja, wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.
    Ich würde sagen, Putin hin oder her, Ukraine ist die letzte Gelegenheit der Europäer sich zu entscheiden, ob sie eine eigenständige Macht sein wollen, die die Amerikaner als Partner auf Augenhöge akzeptieren müssen, oder ein Pudel Washingtons. Wenn ich das allgemeine Schwanzwedeln richtig deute wird Mutti auch bald wieder brav Sitz machen.

  5. Mona Rieboldt

    @Syria Forever
    Genau so ist es. Der Wunsch vor allem der Obama-Regierung, Putin zu “entfernen” ist deutlich. Auch das Kriegs-“Geschrei” in der deutschen Presse war sehr deutlich. Allerdings widersprachen die Leser, so hat es sich weitgehend wieder gelegt.
    Und ich frage mich, was hat die EU und vor allem Deutschland in der Ukraine zu suchen?

  6. H.Trickler

    Es wäre eine ganz lustige Fingerübung, ein entsprechendes Bild des amerikanischen Präsidenten anzufertigen und den Artikel spiegelbildlich contra USA zu formulieren.

    YES we can, jedenfalls die Abschaffung Guantanamos versprechen. Aber nach einem Versprechen auch noch die Realisierung zu erwarten ist echt naiv….

  7. Syria Forever

    Frau Mona Rieboldt, Shabbat shalom.

    Der US$ als Leitwährung ist der Grund des Mordens in der Ukraine. Und Deutschland hatte und hat seine schmutzigen Finger bis zum Ural und darüber hinaus, wie in der Türkei (PKK ist ein Produkt Deutschlands. Das HQ der PKK liegt in Düsseldorf Tor an Tor mit dem BND) immer im Spiel.
    Deutschland, als Zentrum Europas und deshalb wichtige Drehscheibe des Ost/West Handels (deshalb wurde auch K.u.K Österreich zerstört. Mitbewerber entfernen nennt man das in Deutschland) lebt gerne von Anderen.

    Guten Samstag Madame.

    PS.
    Wenn ich noch anfügen darf. Meiner bescheidenen Meinung ist ein Konflikt zwischen den USA und Europa wesentlich wahrscheinlicher als ein Konflikt Europa/Russland, welchen Europa, auch wenn die grossen Kanonen der USA zur Hilfe eilen sollten, nicht gewinnen kann.

  8. Fragolin

    @H- Trickler
    Fangen Sie klein an. Stellen Sie sich vor, Putin würde eine Todesliste erstellen und (weltweit) durch Drohnen abarbeiten lassen. Oder selbsterklärte Verdächtige ohne faires Verfahren in Folterlgern festhalten. Oder Mutti Merkels Handy abhören.
    Wollen Sie ein Beispiel für die seltsamen Auswüchse der medialen Verrenkung?
    Beim Warschauer Gipfel drängelten sich Obama und Putin um ein Fitnesscenter und es gelangten natürlich fast baugleiche Fotos ihrer Körperertüchtigung in die Medien.
    Kommentar zu Obama: Der amerikanische Präsident stählt sich für den harten Kampf um den Frieden in der Welt.
    Kommentar zu Putin: Der russische Diktator frönt seinem krankhaft narzisstischen Körperkult.
    Ich vermute, in den russischen Medien war es genau umgekehrt.
    Es wäre lächerlich, wenn es nicht um die Gefahr eines verheerenden Krieges ginge.

  9. Rennziege

    Putin arbeitet an seinem eigenen Untergang?
    Das tut er keineswegs. Und selbst wenn er es täte — er kann sich so oder so die Mühe sparen, sich zurücklehnen und entspannt dem Untergang der EU zuschauen, der wirklich ein eigener ist; denn er kommt von innen, nicht von außen. Und Russland hat Ruhe vor diesen saft- und kraftlosen Maulhelden, deren Verteidigungspolitik sich darauf beschränkt, Panzer sündteuer für hochschwangere Soldatinnen umzurüsten (anstatt die jungen Frauen in Karenz zu zu schicken wie jeder noch so kapitalistische Arbeitgeber), während zwei Drittel des gesamten Arsenals verrosten oder als Ersatzteilspender kannibalisiert werden.
    Wladimir Putin ist weder dumm noch kurzsichtig.

  10. Syria Forever

    Shalom Rennziege

    (…)denn er kommt von innen, nicht von außen(…)
    Absolut korrekt Analyse!

    Putin ist gebildet, spricht verschiedene Sprachen und ist alles, aber sicher nicht Dumm. Vladimir Vladimirovich Putin ist ein hochintelligenter Mann und hat das Spiel von der Pike auf gelernt. Ganz anders seine Gegenspieler. Barack Hussein Obomber? Extraordinär Dumm. Hollande? Da erübrigt sich jedes Wort. Mutti von Deutschland? Ein ganz besonders unreines Stück. Pretty Dave? Naja, pretty eben…

    Guten Sonntag.

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