Putin-Berater: Krim-Referendum stark gefälscht

“…..Das Referendum über den Anschluss der Krim an Russland war massiv gefälscht, sagt ein Bericht des Menschenrechtsrats des Russischen Präsidenten…” (bemerkenswert, hier)

10 comments

  1. Herr Karl jun.

    Das mit den 300 belohnten Journalisten ist ja fast wie beim ORF: Für treue Dienste für höhere (Partei)-Werte ein gutes Gehalt, de facto Unkündbarkeit und Zusatzpension. Alles lupenreine….aber was?

  2. Rado

    Können die Unionseuropäer und die USA schon lange!
    Barack Obama erklärt am 2.5. die Regierung in Kiew als “ordnungsgemäß gewählt” (duly elected), Merkel steht daneben und stimmt offenbar zu.
    http://www.cnbc.com/id/101637109

  3. gms

    Selbst wenn auf der Krim tatsächlich nicht alles mit rechten Dingen zuging, so ist doch diese vorliegende Kritik schwerlich unterbietbar. Nach mehr als eineinhalb Monaten will man also ausgerechnet mit folgender Verdrehung als einleitenden Aufmacher den Ansatz fürs Brecheisen gefunden haben:

    NZZ: “Dass etwas nicht stimmen kann, war nach der Verkündung der offiziellen Resultate sofort klar: Knapp 97 Prozent der Wahlberechtigten auf der Krim sollen am 16. März für den Anschluss an Russland gestimmt haben, bei einer Stimmbeteiligung von 83 Prozent.”

    Laut BBC vom 17.März: “Election officials in Crimea, where pro-Russian forces are in control, said 97% of voters backed joining Russia with turnout at 83%.”

    Den gravierenden Unterschied zwischen “Knapp 97 Prozent der Wahlberechtigten” und “voters”, die als tatsächliche Wähler ganze 83% der Berechtigten ausmachten, kann man zwar negieren, sollte man aber nicht, so man auch nur ansatzweise ernstgenommen werden will.

    Weiter im Text: “Dschemiljew hatte zum Boykott des Referendums aufgerufen. Der ehemalige Dissident geniesst unter den Krimtataren eine grosse Autorität, wegen seines jahrzehntelangen Kampfes gegen die sowjetische Unterdrückung seines Volkes.”

    Besagter Boykott-Aufruf macht bei (von der NZZ) genannten 13%-Anteil der Tataren an der Krimbevölkerung das Ergebnis sogar noch plausibler. Wäre die Abstimmung knapp ausgegangen, könnte man sich tatsächlich vertieft dieser Sache annehmen, so aber ist die Intention verdammt fadenscheinig.

    Ähnlich absurd in dem Zusammenhang war die Behauptung Obamas in seiner Grundsatzrede in Brüssel das Referendum zum Kosovo betreffend *). Es fand nämlich, anders als von ihm wortreich behauptet, garnicht statt, schon garnicht in Abstimmung mit seinen Nachbarn. Double-Standards, oder doch schon das Fehlen jeglicher Standards?

    (* “And Kosovo left Serbia after a referendum was organized not outside the bounderies of international law but in careful cooperation with the unitited nations and with Kosovos neighbours. None oft that came even close to what happend in Crimea.”)

  4. Reinhard

    @gms
    Zu Ihrer abschließenden Frage: Kriegspropaganda, ganz einfach. Wahrheit spielt keine Rolle mehr, nur noch Lügen, Hetze und Aufputschen niederer Emotionen. Die USA bereiten einen Krieg vor und die Russen nehmen den Fehdehandschuh auf. Und unsere nützlichen Idioten lassen sich reintreiben.
    Der Krise folgt der große Knall, wie immer in der Geschichte. Sie haben nix gelernt und sizen gemütlich Pfeife rauchend auf Atomsprengköpfen. Zigtausenden davon. Das werden interessante Zeiten.

  5. FDominicus

    Und wen es nur 55 % der Wählenden gewesen wären. Was dann? Und was wenn es 50% und eine Stimme gewesen wäre. Das mit der Wahlmanipulation haben auch die USA durchaus schon “ausprobiert”….

  6. gms

    FDominicus,

    “Und was wenn es 50% und eine Stimme gewesen wäre.”

    Die ganze Legendbildung des “Westens” inklusive Sanktionsgedöns läuft auf die vorgebliche Annexion der Krim hinaus. Ein knappes Ergebnis ließe m.E. die Sache tatsächlich anders aussehen, so aber wurde ein erwartbarer Ausgang des Referendums ausreichend plausibel bestätigt.

    “Das mit der Wahlmanipulation haben auch die USA durchaus schon “ausprobiert”….”

    Soll sein, bloß bringt uns das in Sachen Krim nicht weiter.

    Manfred erzetic: “Ich verweise auf meinen Kommentar auf facebook”

    Laut Kalender ist Ostern schon vorbei, Aufforderungen zum Eiersuchen sind daher denkbar unangebracht. Wenn’s aber Ihnen nicht mal wert war, Ihre dortigen Zeilen hierher zu schieben, was soll dann irgendwen hier glauben lassen, es handle sich um etwas Lesenswertes?

  7. Thomas Holzer

    Das Problem ist: es wird auf allen(sic!) Seiten gelogen, daß sich die “Balken biegen”
    Wer damit begonnen hat, erachte ich als müßig, zu eruieren; alleine, daß die “Systemmedien” (West)Europas -so viel zum Tag der Pressefreiheit am 03.05.- genauso Propaganda trommeln wie RUtoday (nur etwas weniger martialisch) ist ein Zeugnis der Vertrottelung nach angeblich über 70 Jahren “Freiheit”

  8. Thomas Holzer

    @FDominicus
    50% + eine Stimme wird in Demokratien nur dann akzeptiert, wenn dieses Ergebnis den Wünschen der Machthaber entspricht. (siehe Ergebnis der letzten Schweizer Volksbefragung)
    Wahlergebnisse mit 70, 80, 90% Zustimmung sind entweder kommunistisch, nur im Osten möglich (daher deren Zustandekommen prinzipiell zu hinterfragen), oder sozialistisch im Westen, dann natürlich gut und nicht in Frage zu stellen.
    Kurz und bündig: die sich selbst Demokraten nennende Politikerdarsteller richten es sich, wie es ihnen in den Kram passt.

  9. FDominicus

    @Thomas Holzer. Sie haben die ungeheuren Stimmen für die alternativlosen Chefs vergessen. Merkel irgendwo um 85 % oder so und ähnliche Geschichten. Alles unter 90 % Zustimmung in einer Partei für irgendeinen Posten sind eine Klatsche….

    Das mit der Wahl darf man auch nicht ganz so eng sehen. Die Führung schlägt jemanden vor und die Delegierten nicken das dann ab.

    Das mit den Mehrheiten ist sowieso völlig gemein. Eine Mehrheit kann immer beschliessen eine Minderheit zu unterdrücken, auszurauben oder sonst etwas zu machen. Und manchmal reicht dazu eine Minderheit aus eine Mehrheit zu ergeben. Wie es einem gefällt….

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