Putin-Vize: “Panzer brauchen keine Visa!”

“….Der russische Vizepremier Dmitri Rogosin hält nicht viel von der Sanktionspolitik des Westens im Ukraine-Konflikt. „Panzer brauchen keine Visa“, sagte Rogosin in einer Talkshow im russischen Staatsfernsehen….” (focus)

4 comments

  1. Rennziege

    27. Mai 2015 – 10:31 Fragolin
    Da kriselt es nicht wirklich. Es handelt sich um reine Rhetorik. China ist seit vielen Jahrzehnten die Werkbank der USA, Millionen amerikanischer Arbeitsplätze wurden seit Bill Clinton in den Fernen Osten verlagert, worauf die gewaltigen Devisenreserven Chinas primär beruhen.
    Diese Volksrepublik, die zur Zeit eine Schnupperlehre in Marktwirtschaft absolviert, wäre mit dem Klammerbeutel gepudert (preußische Redewendung; österreichisch verstanden wäre sie hier unpassend), wenn sie ihren größten Kunden mit ernsthaftem Säbelgerassel vergrätzen würde.
    Allerdings gibt es Bestrebungen in den USA, den leichtfertigen Export von Arbeitsplätzen — der nur dem Handel, nicht aber der heimischen work force diente — durch geeignete Wirtschaftspolitik zu beenden. Unter einem Präsidenten wie Obama, der kürzlich sogar der US Army offiziell mitteilte, ihre wichtigste Aufgabe sei der Umweltschutz*, wird dies freilich nicht umgestezt werden. Geopolitik geht anders, und die Chinesen haben gelernt.

    *Kein Wunder, dass der “Messias” so agiert. Er, seine Frau, Freunde und Wahlspender, nicht nur aus dem mafiösen Chicago, haben fleißig in Öko-Firmen investiert, die er mit absurden Subventionen verwöhnt hat; viele dieser Klitschen sind über den Jordan gegangen — nachdem die insider-informierten Aktionäre mit Gewinn ausgestiegen sind.

  2. Syria Forever

    Die mit dem Klee tanzt, Shalom.

    Nur weil Kanada Geographisch an die USA grenzt bedeutet nicht die Berichterstattung ist wesentlich besser. Meiner Erfahrung, je näher dem Verbrechen, je vernebelter die Berichterstattung.
    Zu Ihrem letzten Absatz ist nur zu sagen; Ausgezeichnet geschrieben und auch so treffend…

    Das Säbelrasseln der Chinesen ist doch ernst zu nehmen. Das es in den USA, am Ende, als nicht ernst zu nehmen dargestellt wird ist verständlich. Die USA sind kein Match für China, nicht mehr.
    Die USA verlieren Einfluss im Fernen Osten, überall. Die Chinesen zeigen den USA deren Grenzen und das immer deutlicher.
    Der Westen verliert an allen Fronten und der Niedergang wird, Historisch betrachtet, ein schneller sein. Persönlich denke ich inert der nächsten 10 Jahren werden wir eine neue Weltordnung haben.

    Guten Abend.

  3. Fragolin

    Werte Rennziege
    China stellt knallharte Territorial- und Machtansprüche über Inseln und Meeresgebiete, die Rohstoffe und Schiffahrtsrouten bedeuten. Sofort, wenn jemand auch nur leise Kritik an Chinas Expansionspolitik übt, wird mit einem Zig-Millionen-Heer modernster Ausrüstung samt interkontinenaler Atomraketen gedroht. So gesehen stimmt es: Säbelrasseln. Aber man sollte sich nicht dem Irrtum ergeben, die Chinesen würden nicht handeln, wenn Handeln erforderlich ist.
    Putzig ist nur, dass die territoriale Expansion Chinas samt seiner militärischen Absicherung höchstens als Randnotiz auftaucht, derweil bei jedem Rülpser aus Moskaus zweiter Reihe mediale Schnappatmung auslöst. Japan hat mehr Grund, sich bedroht zu fühlen, als Polen. Und den Irren mit der Sturmfrisur und den Atomraketen haben sie auch noch im Nacken sitzen. Aber für den Juche-Kommunisten machen wir eine Ausstellung mit Jubelkunst in Wien; ein Putinfoto sollte man lieber nicht öffentlich aufhängen.
    Ich halte die imperialistische Politik Chinas für weit gefährlicher als das innenpolitisch notwendige Gepolter des kleinen Zaren. Noch gefährlicher ist nur Nordkorea, das auch nur aus innenpolitischem Kalkül mit den Säbeln rasselt, aber eine Riege absolut durchgeknallter Fanatiker an den Schalthebeln hat, die unberechenbar sind. Ein anderer brenzliger Krisenherd, von dem wir nur in Randnotizen vernehmen, ist Pakistan/Indien.
    Und als Nachsatz: Europa lässt sich vom großen transatlantischen Meister der Intrige in einen (wegen dem drohenden wirtschaftlichen Kollaps natürlich willkommenen) Konflikt mit dem ehemaligen Partner Russland treiben; dabei geht es den Amerikanern nicht um die Krim oder die Ukraine (das ist denen doch vollkommen egal) sondern um Rohstoffe. Russland erhebt Ansprüche auf Polargebiete, die die Amerikaner gerne selbst ausbeuten würden. Wenn man den Russen in einen militärischen Konflikt in Europa bindet und langsam ausblutet, kann man aus Sicht der USA zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die EU lässt von ihrem Ziel ab, die USA wirtschaftlich abzuhängen und wird nebenbei zum dankbaren Abnehmer überschüssiger Erdgasvorräte und Russland ist unfähig, Ansprüche auf Rohstoffquellen geltend zu machen.
    Gegen China hat die USA keinen Trumpf mehr im Blatt.

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