“Putin will die Weltmacht”

“…..Je weniger zweideutig die europäische ­Position gegenüber Russland ist, desto deeskalierender wirkt das. Und je mehr Verständnis man Putin zeigt, desto mehr ist das eine Einladung für die nächsten Schritte. Denn in Moskau wird das als Schwäche oder gar als Dekadenz verstanden….” (Deutschlands Ex-Aussenminister Joschka Fischer rechnet mit Vladimir Putin ab, hier)

22 comments

  1. FDominicus

    Geht gar nicht, die Weltmacht ist grün. Denn nur am grünen Wesen kann die Welt genesen. Da sind sich die grünen Faschisten aber so etwas von einig.

  2. ostarricchio vecchio

    Was mich wundert: muss man als Zentralorgan des Neoliberalismus in allen Belangen so flexibel sein wie ein Cirque-de Soleil-Akrobat um ausgerechnet Jojo Pflasterstein Fischer als Zeugen der Anklage zu bemühen?

    Vielleicht ist das aber nur ein Verklicker und in Wahrheit wollte man nur diesen Artikel eines m.o.w. bekannten Separatisten- und Putin-Verstehers verlinken

    http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2014/may/11/what-does-the-us-government-want-in-ukraine.aspx

    Mein Gott, die Welt wird immer komplizierter…

  3. de Voltaire

    Die neue Regel eines liberalen Blogs? “Der Feind meines Feindes ist mein Freund”? Sogar bei so “liberalen” Gestalten wie J. Fischer?

  4. sokrates9

    Warum will Putin die Weltmacht? Führt er weltweit kriege? Ist der Rubel in Gefahr? Muss er Angriffskriege in Afghanistan ( zwischenzeitlich schlauer geworden), Irak, Syrien, Lybien, Afrika führen? Wird er analog 9 / 11 bedroht? (Tschetschenen Problem hat er gelöst). Wieviele Stützpunkte hat er weltweit, wieviel die Nato? Wer hat in den letzten Jahren Versucht den Natoeinfluss wesentlich an die Grenzen Russlands zu erweitern?
    Kommentare von Ex – Taxifahrern sind immer verdächtig!

  5. FDominicus

    @ostarricchio vecchio

    “Was mich wundert: muss man als Zentralorgan des Neoliberalismus in allen Belangen so flexibel sein wie ein Cirque-de Soleil-Akrobat um ausgerechnet Jojo Pflasterstein Fischer als Zeugen der Anklage zu bemühen?”

    Ja, zwingend notwendig.

  6. Thomas Holzer

    @sokrates9
    “(Tschetschenen Problem hat er gelöst)”

    Das nenne ich einen “netten” Euphemismus

  7. sokrates9

    Thomas Holzer@
    Ist natürlich klar dass sich anscheinend die Tschetschenen in Österreich als größte Kolonie sehr wohl fühlen! Und dass Sie laut Statistiken die höchste Gewaltbereitschaft haben, kommt daher dass sie einerseits alle traumatisiert sind und nicht aus der Übung kommen wollen!

  8. cppacer

    Herr Fischer sollte einfach den Mund halten.Und 40 kg abspecken.
    Sowas von Unsinn ist abenteuerlich.

  9. Nattl

    Tja, das wars dann. Ortner zitiert Joschka Fischer… WTF! Was kommt als nächstes? Gastkommentare von Michelle Reimon? Eine Seite weniger zum ansurfen. Ciao!

  10. Thomas Holzer

    @Nattl
    Betrachten Sie doch dieses “Zitieren” einfach als Ausdruck der Meinungsvielfalt 😉

  11. sokrates9

    Nattl@ Bin auch für Pluralität! Möchte keine Selektion; und nobody is perfekt! Außerdem freut es mich wenn der Ungustl Joschka Fischer – dem nur die Deutschen für faszinierend halten – mal wieder von ein paar Blogger verprügelt wird!!

  12. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Hätte Putin die Tschetschenen ziehen lassen, hätte es keiner 2 Kriege und unzähliger -auch vom FSB organisierter, den Tschetschenen in die Schuhe geschobener- Attentate bedurft, und Österreich hätte keine -wie auch immer radikalisierte- Tschetschenengemeinde.
    Aber, natürlich, im Nachhinein ist man -hoffentlich, zumindest- meistens gescheiter………….

  13. Markus

    Es ist einfach ignorant und irgendwie auch infam, den Ukrainekonflikt auf nur eine Person namens Putin zu reduzieren. Und dann auch noch Joschka Fischer zu zitieren, ist einfach nur völlig abgedreht, für einen liberalen Block sogar schon pervers. Und alles nur wegen der bedingungslosen USA Gefolgschaft, die im (bedingungslos) israelfreundlichen Lager anscheinend so etwas wie Staatsräson ist.

  14. gms

    Thomas Holzer,

    “Hätte Putin die Tschetschenen ziehen lassen, hätte …”

    .. er eine wichtige Pipeline verloren. Dasselbe gilt für Georgien und die Ukraine. Bei South-Stream beginnt die EU seit einigen Monaten, ganz im Sinne der USA, sich querzulegen. Zufällig geschieht hier rein garnichts.
    Erwähnt wird die Bedeutung Tschetscheniens neben diversen sonstigen strategischen Feldern schon in “The Grand Chessboard” (1997) von Brzezinski. Inzwischen gibt es ein aktuelleres Buch [1] desselben Autors und militärischen Masterminds der US-Demokraten.

    Was die ganze Chose so abgrundtief lächerlich macht: Jeder kann in klaren und verständlichen Worten nachlesen, mit welchen Mitteln die USA die globale, unangefochtene und unumkehrbare Vormacht anstreben und vor unseren Augen durchziehen, und während dessen ertönt’s im Chor, Russland strebe die Weltherrschaft an. Welch’ eine Verarschung.

    [1] tinyurl.com/lrg5wba
    “Der US-Stratege Zbigniew Brzezinski, auch Zbig genannt, steht an der Spitze internationaler Bemühungen, um Tschetschenien unter ein internationales Mandat zu stellen. Aserbaidschan und Georgien sind bereits ins «euro-atlantische» Lager «gekippt», der Bau einer neuen kaspischen Erdölleitung (BTC) ist im Gang. Der Zerfall Russlands und des Iran wäre nach Darstellungen Zbigs ein Wunschziel, wenn USA, Europäische Union und NATO im Einverständnis handelten”

  15. FDominicus

    “.. ist einfach nur völlig abgedreht, für einen liberalen Block sogar schon pervers.”

    Es ist quasi die ~natürliche~ Fortsetzung dessen, was dem Blog-Besucher hier die letzten Monate schon vorgesetzt wurde.

    Leider nicht nur hier. Wie wahr erweisen sich doch die Worte “unseres” Görings:

    Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg […] Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. […] Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.”

    Und wenn es sich um intellektuelle “Spitzenklasse” hält – oder man meint dazu zu gehören oder gar wie es mein FDP Abgeordneter mal nannte “staatstragend” ist….

    Und wenn man betrachtet wie man dazu kommt dann fällt mir dazu Kennedy ein.
    „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“

    Dann stellen sich viele Fragen einfach nicht mehr. Es paßt offenbar den Mächtigen nicht, daß Ihre Expansionsziele nicht auf Gegenliebe stoßen….

  16. Thomas Holzer

    Und ich dachte immer, Libertäre tolerieren die Meinung der Anderen……….

  17. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Daß Herrn Ortner vorgeworfen wird, dieses Interview des Herrn Fischer in seinen blog zu stellen, respektive zu verlinken 😉

  18. FDominicus

    @Thomas Holzer. Herrn Ortner kann man sicherlich nicht als Libertären ansehen.Selbst Herr Ortner toleriert es 😉 Solange es seiner Meinung dient ;-). Wobei ich es genauso handhabe. Da benutze ich sogar Zitate von so präsentablen Herren wie “unserem” Göring…. Fragt sich jetzt nur wann mir Rechtsradikalismus vorgeworfen wird, Sie wissen schon wegen Autobahn und/oder so. Hier gilt ganz klar der Feind meines Feindes ist mein Freund, egal aus welcher Ecke. Was bei Libertären irgendwo so nicht funktioniert, die sind nicht gleich Freunde der Feinde Ihre Feinde sondern irgendwo die Feinde aller anderen. Wenn man sich so diese Verbrüderungen ansieht zwischen linken, Neoliberalisten, Liberalen und rechten dann hat man wirklich keine Freunde…..

  19. gms

    Thomas Holzer,

    > Und ich dachte immer, Libertäre tolerieren die Meinung der Anderen………

    Ja, eh. Was man toleriert, hat immer und zwangsweise einen (zumindest subjektiv) negativen Aspekt. Andernfalls kann man es nicht erdulden.

    Verstanden wird dieser Begriff offenbar immer noch von den Wenigsten. Um das Ganze exemplarisch auf die Spitze zu treiben: Ich als Person kann reinen Herzens und klaren Verstandes nicht behaupten, ich würde Homosexualität, deren Praktizierung oder Protagonisten tolerieren. Mich stört daran nichts, mein ~Toleranzmodul~ wird dabei nicht gefordert.

    Hinzu kommt, wonach ‘tolerieren’ impliziert, man könne mit einem Mindestmaß an Erfolgsaussicht das Störende ausschalten oder mildern. Bei dem Meisten, das man zu erdulden meinen glaubt, besteht diese Möglichkeit zum Eingriff nicht, wonach ‘erdulden’ nicht paßt, da es sich zwangsweise um ein Erleiden handelt.

  20. gms

    Eine Frage in die Runde an unseren Blog-Gastgeber:

    Heute Nacht hatte ich unter anderem auf ‘Markus’ und seine Worte “.. die im (bedingungslos) israelfreundlichen Lager anscheinend so etwas wie Staatsräson ist.” geantwortet.

    Bilde ich mir das nur ein, oder wurde meine Replik still und heimlich kassiert?

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