Putins braune Lehrer

“….Die Besetzung der Krim durch Russland hat in vielerlei Hinsicht ein Vorbild in den Raubzügen Hitlers gegen Österreich und die Tschechoslowakei. Auch die feige Haltung des Westens gegenüber der Machtpolitik Wladimir Putins ist keineswegs neu….” (NZZ, must read!)

18 comments

  1. S.M.

    Ja Herr Ortner und als nächstes wird um 5:45 Uhrzurückgeschossen! Und schon in zwei, drei Jahren stehen die russischen Soldaten vor unserer Grenze…

  2. Reinhard

    “…Die Berichterstattung der Medien über Putin hat in vielerlei Hinsicht ein Vorbild in der Propaganda Goebbel’s gegen die Reichsfeinde und den jüdischen Bolschwismus. Auch die geforderte Kritiklosigkeit an den Ergüssen des Propagandaministeriums ist keineswegs neu…”

  3. menschmaschine

    die nzz ist ansonsten ja eine von den gute zeitungen, aber dieser artikel ist schwach. er scheint sich dem chor der linken europäischen putin-hasser anzubiedern und will zusätzlich mit parallelen zur nazi-zeit beeindrucken. allein das ist schon ein grund, den artikel zu ignorieren. nicht dass man die nazi-zeit nicht kritisieren dürfte, aber derartige vergleiche werden meistens dann bemüht, wenn schwachen argumenten dadurch eine pseudo-bedeutung verliehen werden soll.

    nö, sorry, mâitre ortner, in die kategorie “must read” fällt das eher nicht.

  4. norbert bender

    Das Gleichsetzen mit dem Gottseibeiuns der Weltgeschichte passt offensichtlich immer:
    vom Vegetarier bis zu Putin.
    Was täten argumentativ Schwache ohne ihn, was wären sie ohne ihn?

  5. gms

    menschmaschine,

    “er scheint sich dem chor der linken europäischen putin-hasser anzubiedern und will zusätzlich mit parallelen zur nazi-zeit beeindrucken.”

    Zyniker mit Restverstand könnten eingedenk dessen festhalten, das grassierende Diskriminierungsverbot zeige langsam aber sicher seine unappetitlichen Früchte. Wer nicht mehr diskriminieren (lat: unterscheiden) kann oder darf, für den ist alles zugleich auch alles andere.

    Gemäß Diskrimierungsverbot ist irrelevant, daß ein lokales Parlament russischen Soldaten explizit freistellte, sich auf der Krim ausserhalb ihrer Kasernen zu bewegen. Laut Verträgen hätten 25.000 von ihnen auf der Krim sein dürfen, doch soviele waren garnicht notwendig.
    Laut Diskrimierungsverbot ist es auch unerheblich, ob in einem Fall Grenzen gewaltsam überrannt und feindliche Soldaten erschossen wurden, im anderen Falle weder ein Überrennen von Grenzen noch Gewalt gegen Dritte notwendig war.
    Nimmt man das Diskriminierungsvorbot ernst, zählen auch Volksabstimmungen sprichwörtliche Elf.

    Die “Annexion” der Krim ist Dreh- und Angelpunkt unserer sattsam bekannten Propandisten, von diesem behaupteten Umstand leitet sich alles andere ab, sorgsam verkleistert unter willkürlich verquasten Völkerrechtsparolen.

    Die Ukraine sagte sich 1991 von der UdSSR los, ohne jeden Sanktus aus Moskau. Litauen tat dies ebenso. Die USA pfiffen im 18 Jhd. auf London, dieselben USA, die bei der Abspaltung des Kosovos von Serbien 2009 vor dem Internationalen Gerichtshof einbrachten: “Unabhängigkeitserklärungen können, und oft geschieht es so, die nationale Gesetzgebung verletzen. Dies bedeutet nicht, dass Völkerrecht verletzt wird.”

    Und wie agumentieren unsere Antidiskriminierungsapostel? — Die Lossagung der Krim von der Ukraine war nicht rechtens, weil die OSZE-Beobachter zur Wahl nicht kommen konnten, weil keine Anfrage aus Kiew vorlag, die es aber laut nationalem Recht hätte geben müssen.

    Die einzige logische Erklärung: Weil alles Beliebige mangels Unterschied zu anderen Entitäten auch alles andere ist, ist damit zugleich auch dessen Gegenteil umfaßt. Für Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf steht daher logisch stringent fest, daß a) eine Annexion stattfand und b) die Abspaltung, so sie denn doch keine Annexion war, nicht zulässig war.

    Irgendwer stellt angesichts solcher Zustände schon mal die Frage in den Raum: Was rauchen die eigentlich?

  6. M.Kunze

    alles unsinn – wer stark ist der macht was er will – so einfach ist das, das herumgerede ist luft !

  7. Der Couponschneider

    @menschmaschine
    Der Vergleich der Annexion der Krim mit der Annexion des Sudentenlandes ist sehr gut vergleich. Man kann auch seriöse Hitler-Vergleiche machen. Warum muss man immer hyperventilieren, wenn Blondis Herrchen im Spiel ist?

    Mir kam sofort die Analogie zu 1938, weniger das Vorgehen, aber mehr die Argumente und die Willfährigkeit der demokratischen Gegenparteien. Und wenn ich mir die Forenbeiträge so durchlesen, bekomme ich einen Riesenschreck. Da werden sogar die USA verantwortlich gemacht… Putin macht sich den Antiamerikanismus zunutze.

    Ich bin froh, wenn ich bei der NZZ einen Artikel lese, dem ich vollumfänglich zustimmen kann. Schäuble halte ich für einen klugen Mann und dass er in diesem Falle ähnlich denkt wie ich, bestätigt mich, dass ich so falsch nicht liegen kann. Dieses Appeasement aber macht mir Angst.

    Was die “linken Putin-Hasser” angeht: Die meisten Linken sind Appeaser. Viele Rechte auch, z. B. die AfD. Nicht jeder, der hier Appeasement für falsch hält, ist ein “Putin-Hasser”. Mir ist doch schietegal, wer da regiert, aber er soll uns nicht bedrohen. Das geschieht aber zur Zeit, Putin ist der Hauptverantwortliche. Man ist gegen Putin aufgrund seiner Taten, nicht weil man hasst. Man wird ihn noch hassen, so wie man Hitler hasste.

  8. Der Couponschneider

    @Christian Peter
    I tummle mich auch häufig auf Finanzseiten herum. Zu Dirk Müller habe ich mir schon vor einiger Zeit eine Meinung gebildet. Ich halte ihn für einen Scharlatan. Dass er auch hier wieder mit Antiamerikanismus Stimmung macht, verwundert mich gar nicht.

  9. Christian Peter

    @couponschneider

    der Beitrag stammt nicht von Dirk Müller, sondern vom ehemaligen stellv. Finanzminister der USA und US- Kongress Abgeordneten – Paul Craig Roberts.

  10. gms

    Couponschneider,

    “Der Vergleich der Annexion der Krim mit der Annexion des Sudentenlandes ist sehr gut vergleich.”

    Wie kommt es, daß die Geschichtsschreibung eingedenk des Münchner-Abkommens nicht von einer Annexion des Sudetenlandes spricht, sondern diesen Begriff erst auf weitere Feldzüge der Wehrmacht anwendet? Weshalb begrüßt ausgerechnet der Säulenheilige der Sozialdemokraten Karl Renner damals diese Lösung als einen Akt der Selbstbestimmung? War der etwa auch schon Hitlers blauen Augen erlegen?

    “Man kann auch seriöse Hitler-Vergleiche machen.”

    Ja, eh. Dumm sind allerdings Vergleiche, welche Fakten negieren und einzig mittels Psychogequatsche eine Gleichheit konstruieren wollen.

    “Warum muss man immer hyperventilieren, wenn Blondis Herrchen im Spiel ist?”

    Wer in der Angelegenheit hyperventiliert, ist leicht erkennbar. Da kann dann der Leser im besagten NZZ-Artikel im ersten Absatz erfahren: “Schon seit langem hatte Putin mit antiwestlichen Parolen und Aktionen hantiert, die man getrost als Attribute des Kalten Kriegs bezeichnen konnte.”

    Erwartet hätte man nun einige Beispiele für diese haltlose Behauptung, doch es kamen keine, reicht es doch offenbar völlig aus, eine Nähe zu Hitler zu konstruieren, der aus seinen Expansionsplänen wahrhaftig niemals ein Hehl machte.

    Weiter geht es mit dem Unsinn: “Nun sind sie wieder da als Zeichen einer neo-sowjetischen Herrschaftspolitik, die auf die Kultur des Völkerrechts, des Rechtsstaats und der Demokratie keinerlei Rücksicht nimmt.”

    Die Frage des Völkerrechtes ist hier bereits ausreichend oft durchdekliniert worden, diese lächerliche Karte sticht schon lange nicht mehr. Von wegen Rechtsstaat: Die russischen Soldaten waren vertragskonform auf der Krim. Demokratie? — Was tat denn das lokale Parlament?

    Gentlemen agree on facts. Mit Fakten aber haben die unzähligen Hervorbringungen emsig rotierender Druckerpressen inzwischen wenig gemein, statt dessen verlieren sie sich in psychologischen Betrachtungen und Zuschreibungen von Motiven der Gewichtsklasse: “[Putin] ist ideologisch weniger fassbar als Stalin oder Hitler, die beide offen ihren Weltherrschaftsphantasien nachhingen.”

    Welch ein raffinierter Hund aber auch, der seine Phantasien im Verborgenen pflegt anstatt offen!
    Wollte man auf diesen absurden Zug aufspringen, so ließe sich taxfrei allen Putin-Verdrehern eine schwierige Kindheit andichten. Seriös ist in diesem Affentheater schon lange nichts mehr.

  11. Der Couponschneider

    @Christian Peter
    Ich weiß, dass der Beitrag nicht von Müller stammt, aber der Beitrag steht widerspruchslos auf seiner Seite, d.h. er stimmt dem Geschriebenen zu.

    Wie blöd muss eine Theorie sein, um nicht Zustimmung von Ken Jebsen, Jakob Augstein oder Dirk Müller zu erhalten?

  12. Christian Peter

    @couponschneider

    kümmere mich weniger um Personen, sondern mehr um Inhalte. Wenn Sie an dem Beitrag Paul Craig Roberts etwas auszusetzen haben, lassen Sie es mich wissen.

  13. Selbstdenker

    Die Schwäche des Westens ist eben die Stärke von Putin.

    Wer hätte vor 20 Jahren daran gedacht, dass man den Westen eines Tages mit Multikulti, “Gerechtigkeits”-, Gender- und Klimawahn von innen heraus zerstört wird?

    Falls es den Westen in der bisherigen Form eines Tages nicht mehr geben wird: die neuen Machthaber werden auf Öko, Gender und Multikulti scheissen.

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