Putins Freunde wollten den MH17-Piloten verhaften

“Prorussische Kämpfer sind unmittelbar nach dem Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs zum Absturzort gefahren. Das bestätigten Separatisten der F.A.Z.” Die Indizien gegen Putins Freunde werden damit immer dichter, gute Recherche hier.

11 comments

  1. Christian Peter

    Wie immer werden nichts als Mutmaßungen uns Spekulationen von den mit Steuergeld gemästeten westlichen Medien präsentiert. Nach veröffentlichten russischen militärischen Aufzeichnungen befand sich knapp vor Absturz ein ukrainischer Kampfjet in unmittelbarer Nähe von MH17.

    Außerdem : Alle Länder (allen voran : die USA) verfügen über entsprechende Aufzeichnungen der militärischer Aufklärung. Wären prorussische Separatisten tatsächlich für den Absturz verantwortlich, lägen längst Beweise vor, man bräuchte bloß die (mit Sicherheit vorhandenen) entsprechenden Aufzeichnungen veröffentlichen.

  2. Rennziege

    Missverständliche Titelzeile. Die Kämpfer, welcher Seite auch immer zuzurechnen, wollten nicht einen MH17-Piloten festnehmen, sondern den eines Flugzeugs, das sie für einen Militärtransporter gehalten hatten. Erst an der Absturzstelle erkannten sie, welche Katastrophe sie ausgelöst hatten.
    Mehr geben diese Indizien nicht her.

  3. Thomas Holzer

    Dafür sind sie angeblicher Weise “fleissig”, sollen heute 2 ukrainische Kampfflugzeuge abgeschossen haben………..
    Ob die USA/NSA dafür Beweise liefern werden?!

  4. DNJ

    Im Original lauet der Titel auch weniger reißerisch: Separatisten am Abschussort sollten Piloten festnehmen
    und weiter: Prorussische Kämpfer sind unmittelbar nach dem Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs zum Absturzort gefahren.
    Da sagt wohl alles und ist auch die einzig wahrscheinliche Variante. Alles andere ist Russen-propaganda. Warum Putin hier so viel Respekt genießt ist mir schlicht unverständlich. Nach der bewährten Adi-Methode Methode: Jeder Deutsche, pardon, Russe “heim ins Reich” kanns doch nicht gehen.

  5. LePenseur

    Bevor ich mir den Finger wundtippe, einfach ein Leserkommentar aus der F.A.Z.:

    »Die haben den Absturz von weitem gesehen und sind natürlich sofort hingefahren zu der weithin sichtbaren Rauchwolke. Das ist doch in der Situation völlig normal.
    Und sie dachten, es wäre eine ukrainische Militärmaschine, d.h., sie wussten nicht, das es eine zivile Passagiergiermaschine war!
    Sie hätten es aber gewusst, wenn sie das genannte russische Buk-System benutzt hätten, denn mit diesem System hätten sie die Maschine erkannt.
    Wie man die hier genannten Aussagen so interpretieren kann, das man aus diesen ein Indiz für einen Abschuss durch die “Separatisten” erkennt, erschließt sich mir nicht.
    Aber das ist wohl so ähnlich wie mit dem Wetter: ist das Wetter gut, kann es von den “Separatisten” zum Abschuss genutzt werden, ist das Wetter schlecht, ist es eine gute Tarnung für die schießenden “Separatisten”. Also spricht das beim Abschuss existierende Wetter für einen Abschuss durch die “Separatisten”.«

    Oder, um mit Dr. Sperber zu sprechen: »Herr Staatsanwalt: wann soll mein Mandant eigentlich einbrechen?«

  6. ricbor

    @DNJ
    Warum Putin hier so viel Respekt genießt ist mir schlicht unverständlich.
    In der Tat ein Widerspruch. Sogenannte Libertäre als Putin-Lover. Legen sie es ab unter: “Rätsel der Menschheit.”

  7. gms

    “.. gute Recherche [hier]” — Werter Gastgeber, mit Verlaub und allem gebotenen Respekt: Sie beleidigen einmal mehr Ihre eigene Intelligenz und jene Ihrer Leser.

    Laut Schüller in der FAZ: ” So ein Befehl würde bestätigen, dass die Aufständischen unmittelbar nach dem Absturz glaubten, nicht ein Zivilflugzeug sei explodiert, sondern ein feindliches, also ukrainisches Kampfflugzeug. Dessen Piloten hätten sich durch ihre Fallschirme retten können, und sollten offenbar gestellt werden. Einer sagte, die Gruppe habe nach der Explosion von ihrem Vorgesetzten den Befehl erhalten, „dort hinzugehen und den Mann am Fallschirm zu finden“.”

    Was denn nun? Piloten (Mehrzahl) oder den Mann (Einzahl) am Fallschirm?

    Anyway: Am Mittwoch, 16.07. wurde mit tragbaren Raketenwerfern (sog. Manpads) sowohl ein Suchoi Su-25 Kampfjet, sowie ein Su-24 Jagdbomber abgeschossen. Diese kleinen Düsenjets haben Schleudersitze, die Frage nach “dem Mann am Fallschirm” ist verdammt naheliegend, zumal in beiden Fällen nur jeweils eine Person an Board war.

    Flugzeuge aber von der Größe einer Tripple-7, die zugleich mit knapp Schallgeschwindigkeit in 33.000 Fuß (10.000m) Höhe und darüber operieren, haben eher ausfahrbare Stützräder für Anfänger im Rollbetrieb am Boden, als Ausstiegsmöglichkeiten für Piloten im Falle eines Absturzes. Und wer ein Hightech-Abwehrsystem wie die Buk-M1 bedienen kann, der weiß auch, wonach aus Objekten mit dieser Radarsignatur im Flug definitiv niemand aussteigen wird. Daß man eine zivile Boeing am Radar mit einem zweisitzigen Jet verwechselt, ist nahezu ausgeschlossen.

    Wen das nicht überzeugt (und das muß es auch nicht), der halte sich an einige wenige noch trivialere Tatsachen:

    Laut Handelsblatt vom 17.07. [1]: “Der ukrainische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben Telefongespräche abgehört, in denen prorussische Aufständische den Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs eingestehen sollen. Wenige Minuten nach dem Absturz der Boeing hätten die Separatisten dem russischen Militär übermittelt, dass Kosaken-Milizen das Flugzeug getroffen hätten. Möglicherweise seien die Aufständischen davon ausgegangen, auf ein ukrainisches Militärflugzeug vom Typ Antonow An-26 zu schießen.”

    Von Rebellen (evtl. mit russischer Beteiligung) abgeschossen wurde zuvor am Montag 14.Juli tatsächlich eine Antonow An-26, ihres Zeichens ein Transporter, erstmalig gebaut Ende der 60er-Jahre, max 500 km/h schnell mit 30m Spannweite und einer max. Dienstgipfelhöhe bei 8.500m (“a fairly large and slow moving twin-engine turboprop aircraft”). Dabei überlebten zwei von insgesamt acht Insassen [2]. Vom selben Ereignis bereichten gleichlautend auch andere westliche Medien [3], noch bevor es danach zum Zwischenfall mit einem zivilen Airliner kam. (*)

    Drei Tage später ist eine Boeing-777 involviert, und der ukrainische Geheimdienst veröffentlicht innerhalb weniger Stunden aufgezeichnete Telephonate über einen AN-26-Abschuß, welcher beweisen soll, die Rebellen hätten die Boeing vom Himmel geholt und sich dabei über das Ziel ihrer Aktion geirrt.

    In einer Höhe also, wo niemals eine AN-26 hinkommen und mit einer Geschwindigkeit, die niemals eine AN-26 erreichen kann, und ergänzend dem drei- bis vierfachen Radarecho einer AN-26, sollen die Rebellen etwas entdeckt haben, das sie trotz dieser drei Ausschlußgründe für eine AN-26 hielten und deshalb mit Hightech vom Feinsten vom Himmel holten, nachdem sie zuvor ja schon tatsächlich Maschinen desselben Typs mit besseren Steinschleudern abschossen und sich darüber auch telephonisch austauschten.

    Der vorgeblich gut recherchierende Konrad Schuller ist mit seinem in der FAZ veröffentlichten Beitrag entweder ein paradetypischer nützlicher Idiot, oder ein wissentlicher Kriegstreiber. Was davon wahrscheinlicher ist, mag sich jeder mit Blick auf seine Biographie und sonstigen Artikel selbst ausmalen.

    [1] handelsblatt.com/politik/international/offenbar-abgeschossen-deutsche-an-bord-des-abgestuerzten-flugzeugs/10216538.html
    [2] handelsblatt.com/politik/international/kiew-beschuldigt-moskau-russland-soll-ukrainischen-jet-abgeschossen-haben/10213830.html
    [3] kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3688078/russland-schoss-ukrainisches-kampfflugzeug-ab.story
    *) Am 06.Juni wurde ebenfalls eine AN-26 mit einem einem tragbaren Raketenwerfer heruntergeholt. Fünf von acht Insassen überlebten.
    => airheadsfly.com/2014/06/07/ukraine-an-26-downed-by-newest-russian-manpads/

  8. gms

    DNJ,

    “Warum Putin hier so viel Respekt genießt ist mir schlicht unverständlich.”

    Anders’rum wird ein Turnschuh d’raus: Was die Medien im aktuellen Kontext an Bullshit fabrizieren, übersteigt alles bisher Dagewesene. Ob sich das gegen Putin richtet oder gegen Jack-the-Ripper ist völlig irrelevant.

    Vielleicht können Sie mir aber Ihren Respekt vor den Medien erklären? Lesen Sie die Artikel vollständig? Verstehen Sie diese auch? Sie bemerken all die idiotischen inneren Widersprüche nicht, zu deren Entdeckung man weder einen Mensa-IQ braucht noch Mithilfe aus Moskau? Sie bemerken die Widersprüche und Ungereimtheiten auch dann nicht, wenn Sie mehrere Artikel und deren Inhalte vergleichen?

    Sie Glücklicher! Weiterhin viel Glück bei Ihrem Respekt vor den Medien und deren politischen Zuhältern!

  9. rider650

    @gms – absolute Zustimmung.

    @DNJ, ricbor – Libertäre hassen Krieg mehr als alles andere, weil er die stärkste Manifestation des Staates und der krasseste nur vorstellbare Eingriff in Eigentumsrechte überhaupt ist. Nie haben Staaten und Regierungen so viel Macht und müssen so wenig Widerspruch der eigenen Untertanen erdulden, wie im Krieg. Wenn also mit offensichtlichen Lügen ein Krieg vom Zaun gebrochen (Irak, Syrien etc.) oder ausgeweitet werden soll (Ukraine), dann sind Libertäre dagegen. Weil sie Staaten und Regierungen hassen, weil sie Kriege hassen, und weil sie Lügen und Propaganda hassen.

    Natürlich ist Putin ebenfalls Herrscher eines Staates, und natürlich lügt er ebenfalls, aber in diesem fall anscheinend nicht. Immerhin ist er der einzige, der bis jetzt handfeste Daten und Fakten vorgelegt hat, und der niemandem die Schuld zuweist, wie Washington und Kiew es schon Stunden nach dem Vorfall getan haben (und bis jetzt außer gefälschten Audioclips, Youtubevideos und Facebookpostings nichts als völlig leere Behauptungen und Unterstellungen vorweisen können, genau wie letztes Jahr bei der fehlgeschlagenen Kriegshetze gegen Syrien).

    Im übrigen kann man sehr wohl einen kleinen Kampfjet mit einem Passagierflugzeug verwechseln. Die US-Marine hat mal ein iranischen Passagierflugzeug abgeschossen, weil sie es für eine iranische F14 hielt.

    Ich halte eine Verwechslung solcherart auch für die wahrscheinlichste Ursache für den Abschuss, allerdings von einer ukrainischen Buk-Crew (die auf dem Satellitenbild mit den Bergen von Bierflaschen drumherum, dessen Existenz US-Nachrichtendienstler schon inoffiziell bestätigt haben). Würde erklären, warum Kiew schon ne halbe Stunde nach den Abschuss wusste, welches Waffensystem benutzt wurde. Wäre es eine Rebellencrew gewesen, könnte Washington ja einfach die Satellitenbilder veröffentlichen, auf denen sie zu sehen sein müssten, und die sie auch sicher haben müssten, da sie bestimmt eine Menge Satelliten auf die Ostukraine gerichtet haben und zum Zeitpunkt des Vorfalles Tag und gutes Wetter war – haben sie aber nicht, warum wohl?

  10. Thomas Holzer

    @rider650
    Interessant auch, daß -zumindest ich- seit dem angeblichem Abschuss der 777 nichts mehr vom Herrn Rasmussen gehört habe.
    Das ist jener Mann bei der Nato, welcher über ach so genaue Satellitenbilder über alles mögliche in der Ostukraine und deren Grenze zu Russland verfügte (bis zum Unglück der MH17)…..

  11. gms

    rider650,

    “Ich halte eine Verwechslung solcherart auch für die wahrscheinlichste Ursache für den Abschuss, allerdings von einer ukrainischen Buk-Crew”

    Selbst wenn das nicht ausgeschlossen werden kann, so spricht doch einiges dagegen:

    0) Die Maschine befand sich lange vor dem Abschuß unter Kontrolle der ukrainischen Air-Traffic-Control. Solche Maschinen schießt man nicht irrtümlich ab, anders als etwa nicht-identifizierte Luftfahrzeuge, die man tatsächlich für feindliches Kriegsgerät halten könnte.

    1) Der ungewöhnlich nördliche Kurs, über dessen Berechtigung einzig die seit inzwischen sechs Tagen zurückgehaltenen ATC-Aufzeichnungen Aufschluß geben könnten. Zugleich wurden alle Controller die damals Dienst hatten, mit einem Sprechverbot belegt.

    2) Es war mindestens eine weitere Maschine in der Nähe der MH17.

    3) Weshalb bringt der ukrainische Geheimdienst wenige Stunden (!) nach dem Vorfall die Aufzeichnungen über einen Antonov-Abschuß, wobei jedem von Verstand einleuchten muß, daß diese Dinge (AN-26 vs. 777) definitiv nicht zu verwechseln sind, zufälliger Weise aber ausgerechnet eine AN-26 am Montag zuvor tatsächlich per Manpad runtergeholt wurde.

    Was hätte eine ukrainische Buk-Crew tatsächlich abschießen wollen, so tatsächlich ein Irrtum vorläge? Daß russische Flugzeuge jemals über der Ukraine waren, ist nicht überliefert, und wenn sie es gewesen wären, könnte man Gift darauf nehmen, der Westen und die Ukraine hätten daraufhin medienwirksam Gift und Galle gespuckt. Die Separatisten wiederum haben keine Flugzeuge, schon gar keine, die in dieser Höhe mit wiederum dieser Geschwindigkeit operieren könnten.

    Für einen Abschuß bedarf es einer Befehlskette. Daß irgendein besoffener Ukrainer auf einen Knopf drückt in der irrigen Annahme, die Aufständischen verfügten mitterdings über potentes Fluggerät, ist so wahrscheinlich wie Schnee in einem aktiven Hochofen.

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