5 Gedanken zu „Quick & Ditry, das neue Geldverdienen

  1. Reinhard

    “Die völlig neue Art, Geld zu verdienen, löst bei Gewerkschaften bereits Unbehagen aus.”

    Natürlich. Bei freien, eigenverantwortlichen Selbstständigen sind keine Punkte zu reißen. Deshalb unternimmt in Österreich ja auch die GPA alles, Selbstständige zu ruinieren, um sie in die Arbeitsdisziplin zurückzuführen.

    “Das Geschäftsmodell macht die Task Rabbits zu Sklaven ihrer Auftraggeber.”

    Nein. Denn jedem Selbstständigen steht es frei, einen Auftrag anzunehmen oder abzulehnen. Das begreifen geistig unterbelichtete Untertanen, die das Seelenheil in Arbeitsanweisungen und Interessenvertretung durch Betriebsrat suchen, aber nicht. Unselbstständige sind eher Sklaven als Selbstständige. Und bei uns sind Selbstständige eher Sklaven der Finanz, der Sozialversicherung und der Kammern, von denen sie zwangsenteignet werden, als von ihren Auftraggebern.
    Und für Auftraggeber gilt: Wer zahlt, schafft an.
    Also anders als bei uns in Gewerkistan, wo denen angeschafft wird, die zahlen, von denen, die kassieren…

  2. Johann Schmit

    Bemerkenswert: “Unselbstständige sind eher Sklaven als Selbstständige …” Das heißt Österreichs Arbeitgeber sind Sklaventreiber. Bemerkenswert auch: “Und für Auftraggeber gilt: Wer zahlt, schafft an.”. Im Klartext: Ich zahl Du parierst!”
    So wird die Welt sicher besser …
    Aber jedenfalls ehrlich, der harte Reinhard.

  3. gms

    Johann Schmit,

    “Klartext: Ich zahl Du parierst!” So wird die Welt sicher besser …”

    Man kann es auch so lesen: Verträge sind einzuhalten, das in seiner Form als “pacta servanda sunt” vor Ewigkeiten schon Relevanz erlang. Dadurch wurde die Welt tatsächlich besser!

    Wer aber schon in diesem basalen Prinzip des geordneten Miteinanders grotesk überzogen ein Sklaventum vermutet, der wird sich in mit der Beschreibung jener Sachverhalte verdammt schwer tun, wo Verträge (Stichwort SV und Kammern) einzuhalten sind, die definitiv keine Wahlfreiheit bieten. Wie wollen wir das dann nennen? — Verschärfte Sklaverei?

    »Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht; stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande; kommen die Werke nicht zustande, so gedeiht Moral und Kunst nicht; gedeiht Moral und Kunst nicht, so treffen die Strafen nicht; treffen die Strafen nicht, so weiß das Volk nicht, wohin Hand und Fuß setzen. Darum sorge der Edle, daß er seine Begriffe unter allen Umständen zu Worte bringen kann und seine Worte unter allen Umständen zu Taten machen kann. Der Edle duldet nicht, daß in seinen Worten irgend etwas in Unordnung ist. Das ist es, worauf alles ankommt.« — Konfuzius

    Orwells Hauptwerk dreht sich nicht grundlos u.a. um Neusprech und dessen Folgen, er kannte seine Pappenheimer nur zu gut. Überraschend kommt daher das aktuelle “Sklaverei!”-Gezeter keineswegs, bloß ist es ebenso lächerlich wie die meisten sprachlichen Hervorwürgungen linker Gesellschaftsklempner.

  4. Thomas Holzer

    @Johann Schmit
    Wird irgendjemand in Österreich mit gezogener, auf die Brust gesetzter Waffe gezwungen, irgendeine Leistung zu erbringen?!
    Wenn ja, ich ersuche untertänigst um konkrete(sic!) Beispiele.

    Wenn Sie, so überhaupt, z.B. ein Geschäft aufsuchen, sind Sie der Auftraggeber, so Sie etwas kaufen; sollte Ihnen dies bis dato noch nicht aufgefallen sein, zeugt dies von einer besonderen geistigen Verfassung 😉

  5. Reinhard

    @Johann Schmit
    1. Nein, heißt es nicht. Versuchen Sie es nochmal sinnerfassend.
    2. Wenn Sie beim Spar ein Kilo Beiried bestellen und dann ein Pfund Schweinebauch bekommen, zahlen Sie wohl auch den vollen Preis für das Rind. Das erklärt, dass es bei Punkt 1. nicht funktioniert hat.
    Das hat nichts mit Härte zu tun, sondern mit der viel geforderten “Gerechtigkeit”. Es ist eben ungerecht, von einem Auftraggeber die volle Bezahlung zu verlangen, wenn man seine Wünsche nur zur Hälfte erfüllt.
    Und niemand, in Worten NIEMAND und in Zahlen NULL Leute werden gezwungen, einen Auftrag anzunehmen. Kein einziger. Deshalb heißt es auch FREIberuf oder SELBSTständig.

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