Rache an den Briten?

Von | 12. März 2017

(ADREAS UNTERBERGER) Die weltweiten Wirtschaftsindikatoren sind ein seltsamer Kontrast zu vielen Medienkommentaren: Seit der Wahl von Donald Trump gehen sie in die Höhe. Auch das britische Brexit-Votum hat Ähnliches ausgelöst. Und unter allen neuen EU-Mitgliedern entwickelt sich ausgerechnet Polen am besten. Auch zu diesem Land gab es zuletzt besonders viele negative Berichte.

Wir lernen: Die medial-politische Stimmung hat oft mit der Realität gar nichts zu tun. Das ruft den (eigentlich einst aus der US-Politik gekommenen) Spruch in Erinnerung: „It’s the economy, stupid!“ Wirtschaft ist in hohem Ausmaß Erwartung, Psychologie…. (weiter hier)

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9 Gedanken zu „Rache an den Briten?

  1. mariuslupus

    Selbstverständlich soll es Rache am perfiden Albion geben und ihrer Kleinkrämer Mentalität. Die EU und ihre Führerfigur, Merkel, sind ideologische Erben der DDR Diktatur. Die Brüsseler und Berliner Potentaten würden am liebsten rund um die EU eine Mauer bauen. Nicht um den Andrang der zu Einreise eingeladenen Muslime zu regulieren, sondern um die EU Staaten daran zu hindern diese Organisation zu verlassen. Stacheldraht, Selbstschussanlagen nach innen gerichtet, Minen innerhalb der Mauer, Patrouillen mit Hunden auf der Innenseite der Mauer.
    Die Zukunft Europas, wie es der Wunsch den EU Potentaten ist

  2. Christian Peter

    In Wahrheit hat die EU weit mehr zu verlieren als die Briten, denn der Ausstieg Großbritanniens aus dem Binnenmarkt wird dem Land helfen, das ausufernde Handelsbilanzdefizit zu reduzieren. Im vierten Quartal 2016 verzeichnete Großbritannien das größte Handelsbilanzdefizit aller Zeiten seit Aufzeichnung der Daten 1955 – 7 % des BIP.

  3. Fragolin

    @Christian Peter
    Die EUrokraten waren froh, als das Ergebnis vorlag, sonst hätten sie nicht schnell darauf gedrungen einen Schlussstrich zu ziehen. Die Briten waren immer kritisch, kleinlich, nörglerisch und haben dem Laissez-fair des Club Med Paroli geboten. Damit ist jetzt vorbei. Brexit bedeutet freie Bahn für Club-Med-Mentalität und Kontinentalsozialismus. Der unbequeme Nörgler ist raus und der Rest kann sich zurücklehnen und ohne störende Nebengeräusche weitermachen – oder glauben Sie wirklich, GB hätte diesem Unsinn vom “Europa der zwei Geschwindigkeiten” kommentarlos zugestimmt? Sowie die Briten weg sind gehen Dinge, die vorher steckten.

  4. Rennziege

    Wer sich an den Briten zu rächen versuchte, hat nicht nur in zwei Weltkriegen die rektale Karte gezogen; so erging es schon dem Imperium Romanum. Schön zu sehen, dass die Supergscheiten in Brüssel, Luxem- und Strassburg geschichts- und lernresistent sind. Denn so nähert sich der Bürokratie- und Bonzenkerker namens EU dem wohlverdienten Ende — zögerlich noch, aber unumkehrbar.
    Die jüngsten Stammeleien Junckers, Tusks und Merkels sind keine Therapie, sondern Symptome einer (dank idiotischer Hybris von Gesundbetern und Homöopathen) unheilbar gewordenen Krankheit des europäischen Patienten.

  5. Christian Peter

    @Fragolin

    ‘Brexit bedeutet freie Bahn für Club-Med-Mentalität und Kontinentalsozialismus’
    ‘Rest kann sich zurücklehnen und ungestört weitermachen’

    Das glaube ich nicht, der Brexit wird den längst eingesetzten Zerfallsprozess der EU beschleunigen, nur mehr eine Frage der Zeit, bis weitere Länder ausscheiden. Möglicherweise kommt das Ende bereits in wenigen Wochen nach den Wahlen in Frankreich. Auch in Holland wird von der vermutlich stärksten politischen Kraft (PVV) nach den kommenden Wahlen ein Referendum zur Frage der EU – Mitgliedschaft gefordert. Das Ende der EU naht, halb Europa steht 25 Jahre nach Vertiefung der Europäischen Integration durch Einführung des Binnenmarktes und der Gemeinschaftswährung vor dem wirtschaftlichen Ruin.

  6. Thomas Holzer

    @CP
    Gemeinschaftswährung ja, aber nicht Binnenmarkt

  7. Christian Peter

    @TH

    Irrtum, der Euro hat die Problem bloß verschärft, der Hauptgrund für die immer größer werdenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa ist der Binnenmarkt.

  8. Thomas Holzer

    @CP
    Glaubenssache 😉
    Anyway: sämtliche Wortspenden der EU-Politikerdarsteller und der Politikerdarsteller, welche noch Länder vertreten, welche noch in der EU sind, zeugen von Hass, Neid, Bösartigkeit, Unverständnis, Missgunst, Verachtung etc. gegenüber dem UK und deren Entscheidung.
    Vor etwas mehr als hundert Jahren wurde ein solches Verhalten, wurden solche Aussagen mit Kriegserklärungen beantwortet………..insofern scheinen wir etwas weiter zu sein, oder es ist auch nur der (zur Schau gestellten) Gelassenheit der Regierung im UK geschuldet

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