Räuberische Abgaben: 1410 Euro nettto, 1215 für den Staat

“…. Wer heute etwa 2000 Euro brutto im Monat verdient, bekommt 1410 Euro netto auf das Konto überwiesen. 590 Euro holt sich der Staat vom Arbeitnehmer in Form von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen, weitere 625 Euro fallen in Form von Arbeitgeberbeiträgen an. Insgesamt kassiert der Staat also 1215 Euro…” (hier)

11 comments

  1. FDominicus

    Es gibt nicht sozial gerechteres als Umver(fair) teilen. Das müssen Sie endlich verstehen und leben und wenn Sie es nicht verstehen und leben wird es für Sie verstanden und gelebt.

  2. Mourawetz

    Und dieser Staat behauptet von sich, er sei ein Wohlfahrtsstaat, der für alle sorgt, er sei so sozial. Wie schafft es der räuberische Staat, sich dieses Image zu geben?

  3. Wettbewerber

    Es tut mir wirklich leid, aber ich kann es nicht mehr ignorieren: Wir sind Eigentum des Staates, öffentlich-rechtliche Lohnsklaven, gebrandmarkt mit dem Zeichen des Tieres (Geburtsurkunde, SV-Nummer, Führerschein…). Dass wir frei herumlaufen können, hat damit nichts zu tun. Es gibt bekanntlich auch “Freilandhaltung”. Und das ist nicht zum Schmunzeln, sondern die bittere Wahrheit.

    Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber nun kann ich mich dieser Realität nicht mehr verweigern. Es geht einfach nicht mehr. Die erwähnten Zahlen – so alarmierend und niederschmetternd sie auch sein mögen – sind nur die Spitze des Eisbergs der Erkenntnis.

  4. aneagle

    die Rechnung ist geschönt.
    Da Geld bekanntlich kein Mascherl hat, muß die Berechnung des Staatsverdienstes an einem Lohnsklaven auch die gesamten Arbeitgeberkosten der Lohnsumme und die Mehrwertsteuer am Nettogehalt als verbundene Einnahmen ohne Mehraufwand in Betracht ziehen

    Das Ergebnis der Steuerviehzucht des Staates lautet daher:
    Für ein gnädig gewährtes Taschengeld von ca. € 1400,- netto, kassiert der Staat für:
    -zur Verfügungstellung und Überlassung der Arbeitsleistung des Lohnsteuerpflichtigen-
    eine Gesamtsumme von ca.€ 2.880-, davon ein Reingewinn für den Staat von € 1480.-oder 105% des Lohn/Taschengeldes, ca.13,7mal im Jahr für jeden einzelnen der Lohnverdingten, also für ca. 80% der arbeitenden Bevölkerung Österreich, kurz: ein BOMBENGESCHÄFT !
    Wir lernen:

    a.) Steuerviehzucht ist das lohnendste und risikoärmste Verbrechen am Menschen
    b.) wer arbeitet erhält weniger, als der Arbeitsvermittler/Zuhälter
    b.) Die Sklaverei ist in der EUDSSR angekommen.

    Einzige Frage: wieso stehen wir knapp VOR dem Steuerstreik und nicht längst DANACH?

  5. Wettbewerber

    @aneagle:
    Beeindruckend! Steuerviehzucht ist das profitabelste aller “Businessmodelle”.

    Und nun eine Frage: Nachdem all das, was Sie so brilliant beschrieben haben, mit Sicherheit niemals von oberster Seite öffentlich zugegeben wird – ist das Ihrer Meinung nach ein Beweis für die Aussage: “Je größer die Lüge, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie ohne jeden Zweifel geglaubt wird.” ?

    Wenn ja, dann könnte man ein wenig ins Nachdenken kommen, finden Sie nicht? Es gibt bekanntlich viele “Wahrheiten” auf dieser Welt, die man dann hinterfragen könnte…

  6. gms

    aneagle,

    “Einzige Frage: wieso stehen wir knapp VOR dem Steuerstreik und nicht längst DANACH?”

    Hintergründe gibt es viele. Ein paar davon:

    1. Der Gegner ist um ein Vielfaches besser aufgestellt, der Bürger demgemäß “organisatorisch umzingelt”.
    2. Für jeden Funktionär des Steuerviehzuchtkartells steht als Individuum extrem viel auf dem Spiel. Er kämpft daher auch skrupelloser als der einzelne Bürger, der zwar seinen Wohlstand gefährdet sieht, aber eben nicht seine ganze Existenz.
    3. Wir haben noch viel zu verlieren, das Risiko eines Totalverlustes wiegt für viele Steuerzahler gegenwärtig noch schwerer, als die Aussicht auf bleibenden Erfolg.
    4. Der Anteil der Schwarzarbeit ist in AT, vergleichen mit anderen europäische Staaten, gering (wir sind diesbezüglich Nr1 oder allenfalls zweitplatziert). Zum Ausweichen in die Illegalität ist noch jede Menge Platz.
    5. Noch kann die stationäre Räuberbande zusätzliche Feinbilder, namentlich Millionäre und Konzerne, in die propagandistische Arena treiben und damit eine Aussicht auf Linderung für die sonstigen Steuerkühe behaupten.

    Diesen Negativpunkten steht die zunehmende Verbreitung liberaler Antworten gegenüber, wie zugleich die oftmals verkannte Tatsache, daß Gesellschaften rascher und vehementer umschlagen können, als Einzelpersonen dies idR zustande bringen. Gut informierte Insider berichteten vor Jahren schon, wonach manch namhaften Politikern schon der sprichwörtliche Arsch auf Grundeis ginge ob des Unmutes, der sich bei den Leuten zusammenbraut.
    Ein paar weitere Tropfen ins zunehmend voller werdende Faß werden wir aber wohl noch erleben, bis die Griechenlandisierung Österreichs Fahrt aufnimmt und die Wahrnehmung einer feindlichen Besatzungsmacht common sense wird.

  7. Thomas Holzer

    @aneagle
    Interessant ist auch, daß diese von Ihnen hier geschilderte Tatsache von der AK überhaupt nicht thematisiert wird; so viel zur “Vertretung” der Arbeitnehmer durch diesen Zwangsverein; vom ÖGB will ich gar nicht schreiben……….

  8. Reinhard

    Die Steuer ist ja noch der harmlose Teil der Abgaben; jeder Selbstständige weiß, dass es die SV ist, die die höchsten Kosten verursacht.
    So kann man es (reales Beispiel eines Bekannten) schaffen, in einem (verletzungsbedingt) umsatzarmen Jahr einen Umsatz von 36 T€ zu erreichen (naja, 3000 Euro im Monat muss ein Freiberufler erstmal erreichen) und dann, ja dann kommt es:
    Obwohl er zwei Jahre vorher das angebliche Maximum an SV-Beiträgen abgeführt hat, kommt eine nicht nachvollziehbare (und auf Nachfrage nicht erklärbare, aber als einspruchslos hinzunehmende) Nachzahlung für dieses vorletzte Jahr von über 5000 Euro zu Stande. Die Vorausberechnung geht von knapp 17000 Euro aus. Macht 22.000 Euro aufgeteilt auf 4 Quartale, also jeweils 5500 Euro. Dazu vom Finanzamt eine fette Vorschreibung, die auf seine untertänigste Bitte aber freundlich zurückgesetzt wurde auf 4000 Euro, also einen Tausender pro Quartal.
    Sooo, jetzt rechnen wir Mal. 36.000 Euro minus etwa 6.000 Euro Betriebsausgaben minus 21.000 Euro SV minus 4.000 Euro Steuern macht – genau, 5.000 Euro. Netto-Jahresgehalt. Für etwa 1000 Stunden Einsatzzeit + ungezählte Stunden Vor- und Nachbereitung, Akquise, Buchhaltung etc.
    Die vielbeweinte Billa-Teilzeitverkäuferin kommt auf eine ähnliche Stundenzahl ohne auch nur eine Minute Sorgen in der Freizeit und hat gute 12.000 Euro netto im Jahr, aufgeteilt auf 14x.
    Der Freiberufler kann 5.000 Euro netto durch 14 teilen und kommt damit auf das unglaublich fette Monats-Nettogehalt von sage und schreibe knapp 360 Euro. Außer im März, da geht dann noch ein Hunderter Kammerumlage ab.
    Nun kann man ja sagen, okay, umsatzschwaches Jahr, da kommt eine fette Gutschrift in zwei Jahren auf ihn zu. Die zwei Jahre sind um, die Gutschrift in diesem Jahr betrug knapp 2.000 Euro. Äh, nein, doch eine Nachzahlung. 22.000 Waren noch zu wenig. Auf seine Nachfrage hin wieder nicht erklärbar, aber “alternativlos”…

    Innerhalb von drei Jahren hat der Staat diesen Freiberufler um sein ganzes erspartes Polster gebracht – er arbeitet nur noch von der Hand in den Mund und zittert vor jedem Minus am Konto – und davor, noch einmal gesundheitsbedingt einen Ausfall zu haben. Seine Aussage “Ich hätte lieber als Packer im Baumarkt anfangen sollen als so blöd sein, mich selbstständig zu machen” trifft den Kern.
    Ich bin selbst Selbstständiger, zum Glück mit etwas stabileren Umsatzzahlen, aber wenn ich druchrechne, bekomme ich inzwischen auch weniger im Monat heraus als noch vor ein paar Jahren als Angestellter. Ob ich es nochmal machen würde? NEIN, auf keinen Fall!

  9. Rennziege

    8. Mai 2014 – 20:55 Reinhard
    Erschütternd!
    Ich bin und bleibe zwar Ösi, ebenfalls Freiberuflerin (wie hier bereits durchgeschimmert sein dürfte), aber bislang in Deutschland und schon halb in Kanada steuerpflichtig. Aber ich habe ziemlich langfristige Pauschalverträge mit meinen Auftraggebern hüben und drüben, die nicht aufgrund eh längst überkommener Stundenzettel, sondern erledigter Jobs honoriert werden. In Deutschland, ebenfalls Hochsteuerland, hätte aber die von Ihnen geschilderte Enteignung (sogar von versteuerten Reserven, die jeder Freiberufler braucht) nie stattgefunden. Da gibt’s Verlustvorträge, steuerwirksam anrechenbar über fünf folgende Jahre, etc. (Details kann ich nicht explizieren, da man für so was einen Steuerberater braucht.)
    Was bin ich froh, mit Österreich nix mehr am Hut zu haben außer das Schwimmen und Windsurfen im und auf dem Millstätter See, dem schönsten Österreichs, in jedem Sommer!
    Aber mein Herz blutet für Ihren Bekannten und für alle anderen Landsleute, die in diesem offenbar unentrinnbaren Enteignungsstaat gefangen sind, der jede Menschenliebe abgeschafft hat.

  10. Mourawetz

    Ja ist wirklich erschütternd was Reinhard erzählt, der Staat ist eine reißende Bestien. Da war der Säbelzahntiger ein Lecherl dagegen….

  11. Freidenker

    “Betrachten wir Deutschland doch einmal mit ‘kapitalistischen Augen’. Wir erkennen ein Land mit einem staatlichen (dh. sozialistischen) Rentensystem, einem staatlichen Gesundheitswesen, einem staatlichen Bildungswesen, mit staatlich und gewerkschaftlich gefesselten Arbeitsmärkten, einem konfiskatorischen Steuersystem,… einer Staatsquote von über 50%, mit einem erheblich regulierten Wohnungsmarkt, einem massiv subventionierten und regulierten Agrarsektor und einer in einem komplizierten Geflecht zwischen Markt und Staat eingebundenen Energiewirtschaft, mit mindestens Hunderttausend Betrieben in ‘kommunalem Eigentum’ (d.h. Staatseigentum) und einem staatlichen Papiergeldmonopol, ja sogar mit einem Staatsfernsehen samt Zwangsgebühren. Wir erkennen ein Land, in dem fast 40% der Bevölkerung ganz oder überwiegend von Staatsleistungen lebt und in welchem das gesamte Leben der Bürger von staatlichen Regelungen überwuchert ist. Wer diesen 80%-Sozialismus als Kapitalismus bezeichnet, muss mit ideologischer Blindheit geschlagen sein. Und wer gar von Turbo- oder Raubtierkapitalismus redet, den muss der Verstand ganz verlassen haben.” Roland Baader
    Deshalb wäre es in pol. Gremien höchst angebracht, künftig statt über Quoten für Frauen oder Migranten zum Behufe von deren angemessener Partizipation nachzudenken, eine Quote für die Angehörigen der Gruppe der nicht im Dunstkreis des Staates beschäftigten Werktätigen einzuführen.

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