“Regierung gefährdet Jobs”

Von | 15. Februar 2014

“Managergehälter, soweit sie 500.000 Euro
jährlich übersteigen, sollen nicht mehr als Betriebsausgabe
abzugsfähig sein. Damit will die Regierung Mehreinnahmen von 60 Mio.
Euro jährlich erzielen. Da die Managergehälter mit der
Unternehmensgröße steigen, ist die Maßnahme für KMUs nicht relevant,
sondern betrifft einseitig die international tätigen Großunternehmen.
Sie verletzt die Wirtschafts- und Vertragsfreiheit und verstößt gegen
Grundprinzipien der Besteuerung. Sie führt zu einer teilweisen
Doppelbelastung mit Körperschafts- und persönlicher Einkommensteuer,
diskriminiert Manager gegenüber anderen Arbeitnehmern mit
Spitzengehältern und verletzt den Grundsatz der Gleichmäßigkeit der
Besteuerung. Eine mögliche Marktstörung mit der Tendenz zu
überrissenen Managergehältern könnte in einer mangelnden
Unternehmenskontrolle liegen, weil in Großunternehmen im Streubesitz
die Eigentümer zu schwach sind, um das mächtige Management zu
kontrollieren.

Die richtige Maßnahme wäre eine Reform zur Stärkung
der Eigentümerkontrolle. Eine Begrenzung der steuerlichen
Abzugsfähigkeit ist dagegen wenig geeignet. Die steuerliche
Zusatzbelastung von Großunternehmen mit hohen Managergehältern
untergräbt zudem die Standortattraktivität gerade für die
produktivsten und mobilsten Unternehmen der Wirtschaft und trägt zur
Gefährdung der heimischen Beschäftigung bei. ” (Christian Keuschnigg/IHS)

2 Gedanken zu „“Regierung gefährdet Jobs”

  1. Thomas Holzer

    Mit jedem(sic!) neuem Gesetz gefährdet die Regierung Jobs, zumindest solche, welche noch zur Produktivität in diesem Lande beitragen!
    Es sollte ja wohl nicht der Sinn einer Regierung sein, Jobs in deren parteipolitischem Umfeld und für unproduktive NGOs zu schaffen
    Leider hat Herr Keuschnigg diese Tatsache in seinem Beitrag unterschlagen 😉

  2. mhuber

    Ordentlich bilanziert übersteigt Kanzlergehalt die 500.000 bei weitem. So viel zum Thema “maßlose” Gehälter…

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