Regierung: Und nun wollen wir endlich auch Taten sehen

Die Deutschen haben es im Vergleich zu den Österreichern gut. Sie arbeiten nur bis 19. Juli für den Staat, während wir im Durchschnitt erst am 21. August unseren Tax Freedom Day begehen dürfen. Die 32 Tage Unterschied sind (auch) Ergebnis verantwortungsloser Verhinderungs- und Verzögerungspolitik des Stagnationskartells aus Bundespolitik, Länderfürsten und Sozialpartnerspitzen. (weiter hier)

19 comments

  1. Fragolin

    Wenn ich den Slogan der SPÖ übernehmen würde, bekäme der Staat nur noch die halben Steuern von mir. Wenn er damit nicht wirtschaften kann – sein Pech. Er verlangt das gleiche täglich von mir, also bitte, Vorbild voran…

  2. Thomas Holzer

    Hoffen wird man ja dürfen, mehr aber auch nicht. Der Karren ist noch zu weit von der Wand entfernt, die Untertanen scheinen noch nicht genug zu leiden.

    Ich bin ja bescheiden, erlaube mir aber doch festzuhalten, daß ich sinnvolle Taten! schon seit bald 30 Jahren sehen möchte 🙁

  3. waldsee

    diese Diskussion läuft falsch.Die Schafe rechnen nach wie lange sie arbeiten DÜRFEN.Richtiger wäre ,wenn sich die Bütger entschlössen, wielange sie arbeiten wollen.Bis April für das Gesamte reicht völlig.Leute die für Afganistan ,Somalia,Syrien….sind , können freiwillig helfen.Helfen wird Privatsache,nicht Systemangelegenheit.
    Jeder Tag an dem die Parlamentarier zusammentreten soll als offizieller Trauertag ausgerufen werden.

  4. Christian Peter

    Was darf man sich erwarten ? Nimmt man die Umfragen ernst, wird sich in Österreich auch nach den kommenden NR – Wahlen absolut nichts ändern.

  5. Christian Peter

    Vermutlich auch nicht in den kommenden 5 Jahrzehnten. Österreich ist vermutlich die einzige Demokratie der Erde, in der es seit 70 Jahren zu keinem nennenswerten Regierungswechsel kam. Selbst in den schlimmsten Diktaturen der Erde gibt es häufigere Regierungswechsel als in der Bananenrepublik Österreich.

  6. Christian Peter

    ‘Eine Regierung sollte zu 50 % aus Nicht – Berufspolitikern bestehen’

    Da ist man in Österreich allerdings im falschen Land gelandet, der Anteil der Berufspolitiker in der Regierung liegt regelmäßig bei weit über 90 %. Die einzige Möglichkeit, dem Berufspolitikertum Einhalt zu gebieten : Gesetzliche Regelungen, Politiker sollten wenigstens über eine abgeschlossene Berufsausbildung (Lehrberuf oder Studium) + Berufserfahrung in der Privatwirtschaft verfügen (5 – 10 Jahre), um eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst ausüben zu können. Der Nachteil : Mehr als 95 % der Politiker in Österreich müssten danach den Beruf wechseln und sich beim AMS umschulen lassen.

  7. Christian Peter die

    Und nicht zuletzt : Politiker sollten nach ihrer Tätigkeit (10 – max. 15 Jahre) wieder in den zivilen Beruf zurückkehren, es gibt keinen vernünftigen Grund, warum ein Parlament – wie in Österreich – jahrzehntelang aus denselben Personen bestehen sollte.

  8. Mona Rieboldt

    Christian Peter
    Wenn sich nach Wahlen nichts ändert, dann geht es A genau so wie D. Auch hier wird sich nichts ändern nach der Wahl. Leider.

  9. Falke

    Rot und Schwarz haben ja vorsorglich gewisse Bremsen für die Wirtschaft und den Fortschritt des Landes sowie Gesetze gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit in die Verfassung geschrieben (so lange sie das noch konnten und dann mit Hilfe der dazu jederzeit bereiten Grünhure) – siehe Zwangsmitgliedschaft in Verbänden, Verlängerung der Legislaturperiode auf 5 Jahre, Senkung des Wahlalters auf 16, Aufhebung des Bankgeheimnisses usw., die folglich auch nur schwer (also auch nur mit 2/3-Mehrheit) wieder aufgehoben werden können.

  10. Christian Peter

    @Falke

    Sie sagen es. Selbst wenn diese Parasiten wider Erwarten irgendwann abgewählt werden sollten und sich in Opposition befinden, können einige Verfassungsgesetze wegen der erforderlichen Zustimmung von 2/3 der Abgeordnen ohne Zustimmung von ÖVP bzw. SPÖ nicht geändert werden.

  11. Thomas Holzer

    diese Verfassung, welche in Österreich existiert, ist ja de facto keine Verfassung, auch wenn sie als solche bezeichnet wird.
    Es gibt auch andere Möglichkeiten, eine wirkliche Verfassung zu realisieren 😉

  12. Leitwolf

    Nur das leider stimmt das alles nicht. Der 19. Juli entspricht 199 Tagen und 21.der August 232 Tagen von 365. Bin ich eigentlich der Einzige hier der meint, ein Journalist sollte wissen, dass der Juli 31 Tage hat? Egal, so viel Recherche wäre wohl zu viel verlangt.
    Jedenfalls wären das dann 199/365 = 54,5% bzw. 232/365 = 63,6%. Die Abgabenquote in D wäre also um 9 Prozentpunkte niedriger, was sie aber nicht ist. Auch wenn unklar bleibt, wie sich diese Werte ursprünglich errechneten ist doch klar, dass sie nicht vergleichbar sind.
    Bei der (offiziellen) Gesamtabgabenquote liegt die Differenz bei ca. 3-4 Prozentpunkten. Ein Vorteil der aber zum größten Teil auf die Möglichkeit zur privaten Versicherung zurück geht. Ansonst ist da nicht viel. Bei Lohneinkommen bleibt in D sogar meist weniger Netto/Lohnkosten.
    Beispiel 3000 brutto (D) vs.2215 brutto (Ö):
    3000 brutto / Steuerklasse 1
    22.648,68 Jahresnetto
    42.993,00 Lohnkosten
    52,7% Nettoquote

    2215 brutto / 14x
    22.652,12 Jahresnetto
    40.458,30 Lohnkosten
    56,0% Nettoquote

    Zwar machen günstigere Steuerklassen den Nachteil in D zum Teil wieder wett, unterm Strich lauft das aber auf ein Unentschieden raus. Somit bleibt, fürchte ich, die Geschichte vom Niedigsteuerland Deutschland ein Mythos, was angesichts von Sozialdumping und Hartz IV eine bittere Fussnote hat. Auch sollte sich Österreich an diesen Tricks kein Vorbild nehmen. Dazu taugt vielmehr die Schweiz.

  13. Thomas Holzer

    @Leitwolf
    Man vergesse bei den Abgaben bitte nicht MwSt., MöSt., und alle anderen unmöglichen Steuern.
    De facto haben wir eine Gesamtabgabenquote (sprich abgepresstes Geld) von weit über 60, wenn nicht gar über 70%

  14. Christian Peter

    Die größten Ersparnisse ließen sich durch eine große Vwewaltungsreform erzielen, die Beseitigung des (ohnehin äußerst schwach ausgeprägten) Bundesstaates würde nach Berechnungen von Experten Einsparungen von etwa 15 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Solange sich jedoch ÖVP bzw. SPÖ in der Regierung befinden, werden wir auch in den kommenden Jahrzehnten keine nennenswerten Reformen erleben.

  15. mariuslupus

    Zweifle ob es diesen Unterschied tatsächlich gibt. Beides, D und A sind Staaten mit einer unermesslichen Gier auf Geld der Untertanen, und einer grenzenlosen Verantwortungslosigkeit beim Geld zu verschwenden. Tatsache ist, dass die Politiker, die Machthaber, den Steuerzahler so abgerichtet haben, dass er tatsächlich meint, dass sein Geld bei den Politikern am besten aufgehoben ist, apportiert sein Gelbörsel und wedelt dazu mit dem Schwanz.

  16. Christian Peter

    Wie sollte man von Parteien wie ÖVP oder SPÖ Taten erwarten, wenn diese in den vergangenen 5 Jahrzehnten keine nennenswerten Taten setzten ? Die ÖVP regiert übrigens schon seit 30 Jahren ohne Unterbrechung – so etwas gibt es meines Wissens in keiner Demokratie der Erde. Selbst in afrikanischen und sonstigen Diktaturen gibt es häufiger Regierungswechsel als in Österreich.

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