Religionen: Respekt? Wovor denn?

“Respekt vor religiösen Gefühlen!, heißt es allenthalben. Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon hält es für falsch, auf die Befindlichkeiten von Gläubigen groß Rücksicht zu nehmen…” (Lesenswert, hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    “Siebtens hat die Ideologie des falschen Respekts eine Aushöhlung der Meinungs-, Presse-, Kunst- und Forschungsfreiheit zur Folge.”

    Schon seit Jahren manifestiert in Österreich durch “Antiverhetzungs-, Antidiskriminierungs-, Verbotsparagraphen”

  2. Rado

    @Thomas Holzer
    Federführend war hierbei immer die ÖVP!
    Beim “Terrorismuspräventionsgesetz” von Bandion-Ortner sträubte sich anfangs die SPÖ sogar!
    Dem Propheten sei Dank, ist dieses Gesetz jetzt in Kraft und das König-Abdullah-Zentrum läuft.

  3. Thomas Holzer

    @Rado
    Die SPOE will jetzt aber mit dem sogenannten “levelling up” dem Fass den Boden ausschlagen, wie es so schön heißt 😉

  4. Herbert Manninger

    Hätte Hitler seine verbrecherisch Ideologie als Religion bezeichnet, müssten wir heute noch Respekt haben?

  5. Thomas F.

    Religion ist eine Neurose, für die der Mensch leider sehr anfällig ist. Bereits Freud hat dargelegt, dass Religiosität alle Merkmale einer Zwangsneurose erfüllt. Darum ist ihr auch so schwer beizubekommen, weil rationale Argumente irgendwann nicht mehr greifen.
    Respekt – also nicht dagegenwirken – ist allerdings gewiss der falscheste Umgang damit – so wie bei jeder Krankheit.

  6. Mourawetz

    Freud, der Religion für “Glückversicherung und Leidenschutz durch wahnhafte Umbildung der Wirklichkeit” (in Unbehagen in der Kultur) hielt, hatte nicht viel übrig für Religion, weil er nicht viel Ahnung hatte. Jemand, der nur durch die psychoanalytische Brille sehen kann, und hinter allem nur einen Ödipus-Komplex sieht, sollte nicht über die angebliche Umbildung der Wirklichkeit bei anderen sprechen. Vor allem  nicht über das Christentum, mit seiner Ausrichtung aufs Jenseits, für das Diesseits gilt die leidensreiche Empfehlung: Ora et labora. 

  7. Rennziege

    20. August 2014 – 10:47 Thomas F.
    “Bereits Freud hat dargelegt …” ist Müll. Bereits Alfred Adler hat den guten alten Sigmund und seine dünnen Theorien überzeugend widerlegt. Nur amerikanische Kopfschrumpfer leben heute noch von Freuds Verkorkstheit.

  8. Marcel Elsener

    Psychoanalyse ist selbst eine Religion. Man kann lediglich daran glauben – oder auch nicht. Wissenschaftlich erarbeitete Erkenntnisse gibt es in der Psychoanalyse hingegen nicht. Ist so ähnlich wie beim Genderismus, der momentan so modisch ist; auch der Genderismus ist im Grunde genommen eine Religion mit festen Dogmen, die nicht hinterfragt werden dürfen, weil irgendein Glaubensguru diese apodiktisch so festgelegt hat. Der Marxismus mit seiner Heilsbotschaft einer klassenlosen Gesellschaft gehört in dieselbe Kategorie. Allen diesen Quasireligionen ist gemein, dass sie sich einer (pseudo-)wissenschaftlichen Rhetorik bedienen, mit denen sie ihre jeweiligen Dogmatiken verkleiden; dieser Etikettenschwindel unterscheidet sie auch von den klassischen Religionen.

  9. Herr Karl jun.

    Nihil tam absurde dici potest, quod non dicatur ab aliquo philosophorum (Cicero).

  10. Thomas Holzer

    @Marcel Elsener
    Der! wesentliche, meiner Meinung nach: alle Ideologien, ob Tschänderastentum, Marxismus, etc. beziehen sich in ihrem Wahn darauf, “hic et nunc” das Paradies auf Erden verwirklichen zu können.
    Die klassischen Religionen versuchen den Gläubigen jedoch immer bewußt zu machen, daß das Heil nicht in dieser Welt liegt, sondern in einem wie immer gearteten Jenseits

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