Renten weiltweit unter Druck

Von | 14. Januar 2014

“Hohe Staatsschulden, die Zahl der Beschäftigten nimmt ab, die der älteren Bürger zu: Nicht nur in Deutschland sorgen sich Senioren um ihre Altersbezüge. Weil die Rentensysteme weltweit immer mehr in Schieflage geraten, müssen Regierungen gegensteuern…” (hier)

4 Gedanken zu „Renten weiltweit unter Druck

  1. Reinhard

    Weil in bestehende Pensionen nicht eingegriffen werden darf, müssen zukünftige Pensionisten die Krot fressen. Kinder, bedankt Euch brav bei Euren Großeltern!
    Jedem Arbeiter und Angestellten kann zugemutet werden, den Job zu verlieren, einen schlechter bezahlten anzunehmen, weitere und teurere Arbeitswege in Kauf zu nehmen, kurz: Den Gürtel enger zu schnallen. Reallöhne dürfen nicht nur sinken sondern im freien Sturzflug abstürzen. Aber Pensionen und Ruhegenüsse (wie sowieso “lebensverdienstsummendurchrechnete” Beamtenbezüge), die sind unantastbar. Keinem kann der Bergarbeiterwitwe zumuten, auf nur einen Cent ihrer 3000 Euro Pension zu verzichten, auch wenn die Hälfte zum Leben mehr als ausreichend ist. Keinem kann dem Herrn pensionierten Landeslehrer zumuten, auf einen Cent von seinen über 4500 Euro zu verzichten, die mehr sind, als er als Halbtagsaktiver jemals zu sehen bekommen hat. Aber der Arbeiter, der seinen Job als Fließbandmonteur für 1300 Netto verloren hat, kann jetzt für 200 Euro weniger Pakete zustellen fahren, das ist egal. Muss er halt sehen, wie er klarkommt. Auch wenn zuhause die Frau sitzt weil sie mit zwei kleinen Kindern keinen Job bekommt (zu riskant wegen der Krankenstände…), was soll’s, es gibt ja Kindergeld, so müssen’s eh nicht den Kitt aus den Fenstern fressen.
    Können sich ja was von den Großeltern schenken lassen. Die haben doppelt soviel Geld, zahlen aber hier und da mit Pensionistenausweis nur die Hälfte. Da bleibt dann was für Geschenke für die Enkerl, solange die brav “Danke!” sagen und nicht darüber nachdenken, dass diese Geschenke mit Geld bezahlt wurden, das sie bei ihrer Geburt bereits als fünfstellige Schuldenlast für die Zukunft aufgeschultert bekommen haben.

    Anders: Das Umlagesystem wird endlich als Umlagesystem geführt: Alle Alterspensionen (und andere gibt es nicht) werden monatlich errechnet aus Summe der Einnahmen geteilt durch Anzahl der Pensionisten. Jeder bekommt seinen Anteil am erwirtschafteten Kuchen. In der Krise bekommen alle die schlechten Zeiten zu spüren, im Aufschwung geht es allen besser. DAS, liebe Sozen, nennt man übrigens “Verteilungsgerechtigkeit” – wetten, dass Ihr es bei Eurer Stammklientel nicht traut, diesen reinen Wein einzuschenken? Es werden keine Schulden aufgenommen um aus leeren Steuertöpfen zuzuschießen. Im Gegenzug zahlen Pensionisten eine SV-Pauschale und keine Steuern. Ende des “sorglosen Lebensabends”, denn das Leben ist niemals sorglos, weder am Morgen noch am Abend. Und wer einen sorglosen Lebensabend fordert, sehr genau wissend, dass künftige Generationen dafür werden leiden müssen, ist schlicht und einfach asozial.

  2. Nattl

    Fürchterliche, neoliberale Lügenpropaganda von menschenverachtenden Personen ist das! Unser geliebter Univ.Prof.DDr.MMag. Werner Faymann hat versprochen, dass unsere Pensionen sicher sind. Und wenn der geliebte Führer das sagt, dann stimmt das auch! Freundschaft!

  3. Thomas Holzer

    “Weil die Rentensysteme weltweit immer mehr in Schieflage geraten, müssen Regierungen gegensteuern”

    Schon mal wer gefragt, warum die Rentensysteme in Schieflage geraten? Abgesehen von der Alterspyramide!
    Die Regierungen sorgen doch u.A. mit ihrer Notenbankpolitik (und komme mir keiner, der auf die angebliche Unabhängigkeit dieser Notenbanken verweist) für diese Schieflage.
    Es sind nicht die “bösen Spekulanten, Banken, Rating-Agenturen”, sondern die Politiker
    Möge das dumbe Wahlvolk endlich erwachen 😉

  4. de Voltaire

    @Reinhard

    “Kinder, bedankt Euch brav bei Euren Großeltern!” – Falsch, bedankt euch in erster Linie bei denen, die (sich) zwar selber keine Kinder (geleistet) haben, sich aber ganz selbstverständlich von euch Pensionen bezahlen lassen. Also eine “sozial gerechte” Solitarität – als Einbahnstrasse, versteht sich …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.