Riskiert Putin den Krieg mit dem Westen?

“……Jetzt erlebe ich es zum dritten Mal: Die USA & Co ermuntern eine Bevölkerung, die im eisigen Schatten des Kreml friert, zur Freiheit, zur Sonne im „Westen“ zu streben – und lassen sie dann im Regen stehen.
So war es 1956, als die Ungarn zum Aufstand ermuntert wurden und der Westen zusah, wie die russischen Panzer ihn niederwalzten. So war es 1966, als man den Tschechischen Frühling begrüßte und zusah, wie der Einmarsch des Warschauer Paktes ihn erstickte. Und so ist es 2014 mit der Ukraine….” (hier)

5 comments

  1. FDominicus

    Oh ja warum sollte man auch einigen Teilen eines Landes erlauben sich abzuspalten. Wo doch nur ein großes geeintes Europa Friede, Freude Eierkuchen verspricht. Man bin ich es leid. Haben Sie sich angeschaut in wievielen Kriegen die USA teilnahmen und wo Sie überall einmarschierten. Ach ja das war ja aus humanitären Gründen und weil man gerade so schön im Kampf gegen den Terror war….

  2. Reinhard

    Schröder hat es heute schön auf den Punkt gebracht, sinngemäß: “Ja, Putin verstößt gegen gültiges Völkerrecht, aber deswegen brauchen wir uns nicht moralisch aufplustern; ich habe das als Kanzler auch gemacht als wir ohne UNO-Mandat die NATO unterstützt haben, mit Flugzeugen ins souveräne Serbien zu fliegen, dort Städte zu bombardieren und die Teilung des Landes zu erzwingen.”

    Der lächerliche Machtkampf des unter dem Tarnnamen “EU” wiedererstehenden christlichen Weströmischen Reiches mit dem als “Russische Föderation” existierenden orthodoxen Oströmischen Reich ist sowas von ewiggestrig und engstirnig, dass sich die ganzen hochempörten Protagonisten des Neuen Weströmischen Hochadels eigentlich in Grund und Boden schämen müssten; ihr dümmlicher präpotenter Hochmut wird jetzt zum Bumerang, der (mal wieder) die Kleinen (in diesem Fall Ukrainer) trifft. Statt Demokratie, Fortschritt und Zukunft sieht der Neue Kaiserhof (der Hochadel kürt seine Heerführer aus eigener Mitte, da muss man den Pöbel nicht belästigen) nur Selbstherrlichkeit und historische Ressentiments; man verachtet die Juden und die Rohlinge aus dem Osten mehr oder weniger offen und erkennt in jahrtausendealter Tradition die Rolle Ostroms nicht an sondern sieht nur sich selbst als legitimen Erben der Augustae.
    So sehr die Damen und Herren ihre Nasen rümpfen über den oströmischen Caesaren Putin, so sehr liegt ihr Versagen darin, dem Moskauer Zarenhof nichts entgegenzusetzen haben als hochmütige Dampfplauderei und Konsensgeschwurbel.

    Westrom kann nur stark wiedererstehen wenn der Kaiserhof als Zentralmacht jedes Fürstentum und Königreich in bedingungslosen Vasallenstatus gedrückt hat. Das wollen die EU-Granden ja auch, daher ja das ganze Reglementieren und Abtreten von staatlichen Kompetenzen an die EU. Aber sie haben eines nicht mitbekommen: Sie sind zwar zu schwach und zu dezentralisiert (noch haben die Fürsten Macht) um es mit einer gestärkten Einheitsmacht wie Ostrom aufnehmen zu können (dort werden Widerstimmen eingekerkert und fertig), aber sie zündeln fröhlich dagegen.

    Eigentlich sollten wir froh sein, dass Ostrom durch die russische Seele, die der schwermütigen Nabelschau näher steht als die expandierende und erobernde der Amerikaner, sich nur auf sich selbst und seine Randgebiete konzentriert. Der russische Imperialismus ist nach innen gerichtet, nicht nach außen. Erst die Einmischung Westroms in die Geschicke des oströmischen Vasallen Ukraine hat den Bären bissig gemacht. Wie in Georgien und Moldavien vorgelebt: Seine direkten Vasallen lässt Ostrom nicht fallen.
    Expansiv benimmt sich nur Westrom, das bereits bis Vorderasien und tief in oströmische Provinzen hinein um Landnahme buhlt. Der Weströmische expansive Imperialismus muss zwnagsläufig irgendwem auf die Füße treten. Und erstaunlich, wie schnell der ach so freidliebende Westen des “Friedensprojektes” EU bereit ist, Aufstände anzustacheln, Sanktionen zu verhängen und mit militärischem Eingreifen zu drohen.

    Putin wurde herausgefordert und er hat sich dem Duell gestellt.
    Wenn jene, die diese Herausforderung forciert haben, um ihre eigene Einflusssphäre zu erweitern, jetzt herumraunzen, dann ist das so lächerlich wie die Kriegspropaganda der Systemmedien. Tausende Ukrainer für die EU auf der Straße können ein Land mit Millionen Einwohnern “übernehmen”, aber wenn die Krimbewohner eine Volksabstimmung abhalten wollen, ist das Gegacker groß. Warum? Weil es eine Volksabstimmung gegen die Interessen Westroms ist.
    So ehrlich sollten die Neuen Herren schon sein; ihre Verlogenheit ist peinlich. Abwählen können wir den Hochadel eh nicht, also was soll dieses Feigenblatt?
    Ein Kind provoziert ein anderes. Das haut ihm eine aufs Maul. Nun ist das Geschrei groß…

  3. Plan B

    Reinhard, lese Ihre Beiträge immer mit Vergnügen.

    Zu erwähnen sei noch, dass Ostrom (Byzanz) das weströmische Reich um 1000 Jahre überlebt hat. 🙂

  4. Christian Peter

    Die Frage solle eher lauten : Riskiert der Westen einen Krieg mit Russland ?

    Am Sonntag wird es einen Volksentscheid über den Verbleib der Krim in der Ukraine oder Anschluss an Russland geben, dann wird dieses lächerliche Thema hoffentlich ein Ende finden. Eigentlich ein Wunder, dass Russland (bislang) nicht in der Ukraine einmarschierte, denn es handelt sich bei den Vorgängen in der Ukraine um einen vom Westen (USA, u.a.) finanzierten Putsch.

  5. Rennziege

    Was die Staaten der ehemaligen Sowjetunion mit- oder untereinander aushandeln oder ausfechten, geht weder die Amis noch die EU-Wichtigtuer etwas an. Die maßen sich eine Rolle an, die juristisch “Geschäftsführung ohne Auftrag” heißt. Gottlob können sie das nur mit dem Maul, denn sowohl militärisch als auch finanziell wären sie mit einer gewaltsamen Einmischung in die Entscheidungen (völkerrechtlich souveräner!) Staaten hoffnungslos überfordert.
    In diesem Kartenspiel hat W.W. Putin das bessere Blatt, und er spielt es selbstbewusst aus. Über das zahnlose Greinen von Barroso, Hollande, Merkel, Steinmeier et al. kann er entspannt lachen. Und wie? Mit Recht.

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