6 Gedanken zu „Risse im Euro-Fundament

  1. FDominicus

    Es ist schon falsch von einem Fundament zu reden. Es gibt kein Fundament für die EU. Und damit hat man auf Sand gebaut.

  2. sokrates9

    Gäbe es die Probleme, wenn wir die EU nicht hätten? Hätten die US –Finanzkrisen so auf Europa durchschlagen können? Wie lange hätte es gedauert bis ein österreichischer Banker SWIFT buchstabieren kann? Gäbe es das Desaster Griechenland, wer hätte denen die Waffen finanziert? Hätte Spanien 70% Jugendarbeitslosigkeit? Wer gäbe der Ukraine Milliarden zum Kriegszündeln? Hätte es den arabischen Frühling in dieser Weise gegeben? ( Moldawien erklärte Rußland den Krieg mit EU – Flagge im Hintergrund!)Gäbe es ohne offene Grenzen die Flüchtlingsströme? Wo stünde die Kriminalität? Gäbe es ohne Euro auch Null – zinsen? Die EU ist wie Ehe: Man hätte all die Probleme nicht, wenn man nicht verheiratet wäre! Doch Zweck einer Ehi war zumindest Kinder aufzuziehen! Auch diesbezüglich ist EU Mißgeburt!

  3. H.Trickler

    Die wenigen Beispiele der Vergangenheit beweisen überhaupt nicht, dass eine solche Währungsunion bei geeigneten Vorkehren nicht funktionieren könnte.

    Allerdings hat man beim Euro in der Vergangenheit so krass gewurstelt, dass sein Ende durchaus vorstellbar geworden ist.

    Seltsamerweise wird erfolgreich der Teufel an die Wand gemalt, dass ein Grexit den Ruf des Euros vernichten würde. M.E. ist das Gegenteil zutreffend und es ist nur zu durchsichtig, warum die beiden ‘Sünder’-Länder Frankreich und Italien gegen einen Grexit wettern.

    Ich hoffe noch immer, dass der Grexit bald zur Verbesserung der Situation im Euro-Land stattfindet.

  4. Thomas F.

    Merkwürdig, wenn es an der Einheitswährung, liegt, warum niemand verlangt, dass der Währungsraum des Dollar aufgebrochen gehört, damit all die lokalen Volkswirtschaften ihre eigenen Währungen einführen können und sich so “selbständig entwickeln”.
    Das Gegenteil passiert. Es gibt immer mehr Dollar-Verwender, seit einigen Jahren z.B. Zimbabwe…

  5. gms

    H.Trickler,

    “Die wenigen Beispiele der Vergangenheit beweisen überhaupt nicht, dass eine solche Währungsunion bei geeigneten Vorkehren nicht funktionieren könnte.”

    Vorkehren (=mutmaßlich: “Vorkehrungen”) riechen verdammt streng nach Planwirtschaft und sind dessen eingedenk exakt jenes Problem, für dessen Lösung sie sich ausgeben. Auch hier beginnt der Fisch vom Kopf weg zu stinken, sobald eine Zentralgewalt sich anmaßt, für ein bestimmtes geographisch abgegrenztes Teritorium ein Geldmonopol und flankierend dazu Spielregeln zu drekretieren.

    Ganz egal nun, wie und welche Vorkehrungen getroffen werden oder auch nicht — der basale und letztendlich immer letale Fehler liegt in der Zentralisierung und Monopolisierung des Irrtums. Könnte eine fiktive Radiergummi-Union mangels praktischer Relevanz vielleicht noch Ewigkeitscharakter erlangen, ist perpetuiertes One-size-fits-all-Gehabe im Geldsystem bei einer inhomogenen und zugleich immobilen Teilnehmerschaft selbst für die Dümmsten irgendwann als suboptimal erkennbar.

  6. aneagle

    Der Euro und seine angebliche One-size-fits-all- Eigenschaft gibt jedem simplen Gemüt die Hoffnung weiter auf Kosten der anderen leben zu können. In gewissere Weise passiert das in der EU-Währungsunion sogar zweitweise. Daß damit alle laufend dem Rande des Abgrundes entgegenrutschen, wird gerne und erfolgreich ausgeblendet. Realität ist eben nichts Erstrebenswertes, der charmante Traum vom solidarischen Wohlstand hält sich in den dumpfen Köpfen hartnäckig bis zum Ende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.