Roaming-Ende: Umverteilung von arm zu reich

Das nun von der EU beschlossene Verbot der Roaming-Gebühren ist viel negativer, als der deswegen aufgebrandete mediale Jubel erkennen ließe. Denn in Wahrheit bedeutet es – wieder einmal – eine massive Zwangs-Umverteilung von unten nach oben. Nur: Die da unten haben bisher noch gar nicht erkannt, dass sie die Opfer sind. (hier)

3 comments

  1. Enpi

    Und? Ein Pseudoproblem weil der gute Herr Unterberger nicht fähig ist über den Tellerrand hinauszusehen. Wenn man meint daß die Telekomfirmen davon profitieren werden, dann sollte man deren Aktien kaufen.

  2. gms

    Enpi,

    > Und? Ein Pseudoproblem ..

    Klar, für Nicht-Liberale ist das in der Tat kein Problem, stört sie doch nicht der kommunistische Eingriff in die selbstbestimmte Gestaltung eines Angebotes, welches zwangsweise die Preiskomponente einschließt.

    > weil der gute Herr Unterberger nicht fähig ist über den Tellerrand hinauszusehen.

    Wie sehr Sie selbst in einem gar kleinen Teller tümpeln beweist ja gerade der Umstand, daß Sie die Verletzung eines essentiellen Prinzips der Marktwirtschaft ignorieren.

    > Wenn man meint daß die Telekomfirmen davon profitieren werden, dann sollte man deren
    > Aktien kaufen.

    Das ist Bullshit. Nicht nur ist dies mangels liquider Mittel nicht jedem Bürger möglich, weswegen der Vorschlag keine Allgemeingültigkeit hat, darüber hinaus hat es auch den Zug zum Nullsummen-Spiel, zumal man dann als Konsument mittelbar die eigenen Dividenden finanziert und zugleich dreimal noch den Finanzminister füttert.

    Profitieren große Telekomfirmen von diesem Preisdiktat? — Ja, das tun sie, denn für diese erfolgen Roaming-Calls vermehrt im eigenen Netz. Unter die Räder kommen kleine Anbieter mit allen sattsam bekannten Folgen, wie Konzentrationen und ein genereller Preisauftrieb.
    Nach dem vergangenen Eingriff (Limitierung der Roaming-Gebühren) ließ es sich der größte Anbieter daher auch nicht nehmen, in einer großen Werbeaktion zu verkünden, sein neues Angebot würde sogar diese Limits noch unterbieten. Welch Überraschung aber auch!

    Daß die großen Telcos in Brüssel erfolgreich lobbyieren, zeigt sich an drei weiteren Beispielen:

    1) Die demnächst wieder aufs Tapet kommende verpflichtende Verwendung von Unfalleinrichtungen für PKWs, die auf alten GSM-Standards basieren, was die Nutzung längst abgeschriebener Infrastruktur auf weitere Jahrzehnte sichert.

    2) Einheitliches Roadpricing der EU mit derselben Technologie. Big-Brother meets Big-Business Part II

    3) Das berechtigte Abschmettern der euphemistisch “Netzneutralität” genannten Initiative, nach der es keine Sonderbehandlung für bestimmte Datenpakete soll. Angesichts der perpetuierten Dummheit der Entscheider und des Drucks der vereinigten Linken, die sich nicht zu blöd sind, in diesem Kontext einmal mehr “Grundrechte” verteidigen zu wollen, hätte man hier eher einen weiteren Sieg der Idiotie erwartet.

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