Roboter besteuern? Bloß nicht!

Von | 31. August 2017

“…..Detailhändler sollen künftig eine Steuer auf Self-Checkout-Kassen bezahlen – so fordert es ein Gesetzesentwurf aus dem Kanton Genf, über den noch in diesem Jahr abgestimmt werden soll. Der Entwurf zielt darauf ab, automatisierte Kassen für die Detailhändler unattraktiv zu machen und dadurch die Arbeitsplätze der Kassierer zu schützen. Was aus Sicht des Kassenpersonals auf den ersten Blick vielversprechend klingen mag, dürfte sich für die Gesamtwirtschaft und ihre Innovationskraft als kontraproduktiv erweisen. Der Gesetzesentwurf fusst nämlich auf der falschen Prämisse, Roboter und neue Technologien würden uns die Arbeit wegnehmen….” (hier)

4 Gedanken zu „Roboter besteuern? Bloß nicht!

  1. Selbstdenker

    Vielleicht kommt auch der ehemalige ÖBB-Verwalter noch auf die Idee, dass – so wie in UK vor Thatcher – in jeder Elektrolok ein Heizer mitfahren muss. Besonders diesen Teil kapieren die Roten heute wie damals nicht:

    “Die maschinelle Produktion von Kleidern etwa liess die Produktivität steigen und die Preise der hergestellten Ware sinken; dadurch stiegen die Realeinkommen der Konsumenten. Das zusätzlich verfügbare Geld wurde für andere Produkte und Dienstleistungen ausgegeben, so entstanden neue Arbeitsplätze.”

  2. Reini

    Warum will man Roboter besteuern? … damit man mit den neuen Steuern die Arbeitslosen bezahlen kann? …
    Roboter werden die Zukunft sein, den die viele (neue) Arbeitslose sind Unvermittelbar und Unbrauchbar für den europäischen Arbeitsmarkt! … würde die Arbeitslosen besteuern, 😉 für die Finanzierung neuer Roboter!

  3. Falke

    Mit demselben Argument könnte man höhere Steuern von Verkehrsbetrieben verlangen, die mechanische Kartenentwerter statt Schaffnern verwenden – was ja schon seit Jahrzehnten praktisch überall Standard ist.

  4. Selbstdenker

    Bis jetzt konnten die Europäer das Lohnniveau aufgrund höherer Produktivität halten und einigermaßen wettbewerbsfähig bleiben. Würden sich diese Maschinenstürmer des 21. Jahrhunderts durchsetzen, dann gibt es nur noch zwei Optionen (der Weg der Wettbewerbsfähigkeit über Produktivität ist ja dann versperrt):
    1) Ein relativ schneller Tod vom Wirtschaftsstandort Mitteleuropa oder
    2) ein dauerhaftes Absinken der Löhne auf das Niveau von Schwellenländern

    Wenn die Europäer anfangen, den Dorftrotteln ihre G’schichtln (Massenarbeitslosigkeit durch Automatisierung) zu glauben, ist ihr Untergang in Griffweite.

    Falke hat schon recht. In der Landwirtschaft könnte man Millionen Jobs schaffen, wenn man von Maschinen auf Handwerkzeuge umstellen würde. Im Bauwesen sorgt der Ersarz von Betonmischern (Dieselverbot!) für einen Nachfrageboom von Lastenfahrradfahrern. Und mit der Umstellung auf Magnetbänder und Lochkarten könnten noch mehr Leute im IT-Bereich arbeiten.

    Soll ich an dieser Stelle beschreiben, was sich außerhalb der europäischen Irrenanstalt so abspielt, während die Europäer offenbar damit beschäftigt sind, ihren Kontinent niederzubrennen?

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